Schlagwort-Archiv: Night of the living Dead

Gedankenschnipsel: South Park, Steve Jobs, Tomas Tranströmer, Melancholia und ein bissel Privates

Die neuste South Park Folge, die diese Woche angelaufen ist, gehört wohl mit zum Deprimierendsten, was ich in letzter Zeit an klassischem Serien-Format sehen durfte. Gleich aus mehreren Gründen: Natürlich in erster Linie das selbstreferenzielle Moment, Parker und Stone, die mit der beginnenden pubertären Krise ihres Protagonsiten Stan auch so etwas wie die Angst vor der eigenen Ideenlosigkeit thematisieren. Dazu passt es dann auch ganz gut, das Ass Burgers zu den schwächsten Folgen dieser Staffel und darüber hinaus zu  den schwächsten South Park Episoden der letzten Jahre überhaupt gehört: Das Wortspiel aus Asperger und Ass-Burger ist zwar niedlich, aber irgendwie hat man das schon besser bei Jared has Aides gesehen.. Außerdem mag dieser ganze Matrix-Subplot nicht so recht zünden, wirkt für South Park Verhältnisse fast schon anachronistisch, ist der hier karikierte Film doch immerhin über zehn Jahre alt. Andererseits ist die Folge auch irgendwie genial, gerade wegen ihrer Schwächen. Vielleicht liegt es daran, wie offensiv die Schöpfer mit der schleichenden Gefahr der eigenen Irrelevanz umgehen: Ist die Luft raus? scheint sich nicht nur der Zuschauer sondern auch die Episode selbst zu fragen… Gerade wenn sie gegen Ende die Option eines vollkommen veränderten South Park ins Spiel bringt, nur um den Zuschauer mit einem seltsam unentschlossenen Wanken noch ein gutes Stück weiter zu irritieren.

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Stagnation of the Dead? – Grenzen und Möglichkeiten des aktuellen Zombiefilms

Das große Horrorrevival des letzten Jahrzehnts war neben der Kommerzialisierung des Torture Porns durch Remakes wie “The Hills have Eyes” und Neuschöpfungen wie Hostel vor allem die Renaissance des Zombiefilms. Diese brachte einige sehr gute, einige gute und sehr viele schlechte Filme hervor. Gerade die unzähligen B-Movie-Massenprodukte lassen es mitunter so erscheinen, als sei das Genre erneut – wie schon in den 80ern – mittlerweile zu Tode getrampelt, beziehungsweise, wenn man den klassischen Zombiefans folgt, zu Tode gerannt. Aber gibt es nicht auch Lichtblicke? Ist tatsächlich der rennende Zombie an der Stagnation Schuld? Ist alles aus diesem Horrorbereich ausgeschlachtet? Das Subgenre zu Ende definiert? Und welche Filme beweisen ganz oder in Ansätzen das Gegenteil? Eine Bestandsaufnahme.

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