Schlagwort-Archiv: New Wave

Die 80er Jahre: Die besten New-Wave-Alben des Jahrzehnts I

Ich war leider in den 80ern eher damit beschäftigt, in die Hose zu machen oder mich von einer mies gelaunten Grundschullehrerin drangsalieren zu lassen, als mich der Popmusik dieses Jahrzehnts zu widmen. Auch später als meine musikalische Sozialisation begann, hat diese Zeit eher wenig Einfluss auf mich gehabt und eigentlich gab es auch Anfang der 90er kaum was Uncooleres als den Giganto-Hairspray-Metal und die steril klinische Jazz-Musik der vergangenen Dekade. Erst Ende der 90er haben wir begonnen, auch die unfassbar innovativen Seiten dieser Zeit zu sehen. New Wave, das sich an die Nouvealle Vague anlehnt, war zumindest in seinen Anfängen eine kunterbunte Mischung, gemischt mit viel Pioniergeist und unbändiger Lust am Experimentieren. Also all das, was das aktuelle Musikjahr 2013 nicht anzubieten hatte. Also ein sehr guter Augenblick, in die Zeit des Aufbruchs zu schauen. Blondie waren damals nicht nur wegen der Frontfrau on top, Modern English dachten den Pop-Weg von Joy Division weiter, Altered Images hatten Charme und Hits, Tears For Fears übertrafen sich mit The Hurting und The Art auf Noise und schufen ein einflussreiches Album, von dem Künstler wie Chemical Brothers bis Skrillex beinflusst wurden. Viel Spaß mit den wahren Instagram-Sounds!

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Tindersticks – The Something Rain (Stream)

Darf es was neues von den Tindersticks sein? Kaum zu glauben, aber die New Wave Indie Post Irgendwas Jungs aus Nottingham mischen die alternative Musikszene seit mittlerweile über 17 Jahren auf…. und klingen dabei immer noch verdammt frisch und einzigartig. Überzeugen lassen darf man sich davon gerne im Stream des neusten Albums The Something Rain, dessen Name so wunderbar passend zu der darauf enthaltenen, mysteriösen, schwülen, erotischen Musik ist.


via The Quietus

Gary Numan – Dead Son Rising (Stream)

Gary Numan scheint mit seinem neuen Album Dead Son Rising einen ziemlich gut funktionierenden düsteren Bastard aus experimentierfreudigem Electro, Pop und biestigem, destruktivem New Wave Industrial vorzulegen… zumindest lässt sich das so weit beim ersten Hören über den Soundcloud-Stream beurteilen. Dort schenken uns Consequence of Sound für die Adventszeit das komplette Album, das bereits am 28. Oktober hierzulande erschienen ist….

Originally DSR was going to be made up of unused songs that had been written for the previous three albums, ExilePure and Jagged. I had about 14 tracks that we felt we could finish off fairly easily and which would make a very good album. These tracks were very easy to find as prior toExile I kept nothing so I only had a small number of unused songs laying around. For the first 20 years or so of my career, if a song wasn’t working for any reason I would erase it. Eventually even I realized that was a pretty stupid and wasteful thing to do and so I started to keep those tracks that didn’t make it onto albums.

Gary Numan – Dead Son Rising by Consequence of Sound

Hörenswertes Herbst 2011: Yann Tiersen, Priestbird, Collapse under the Empire, The Book of Knots

Warum zu Hölle sind wir eigentlich im Moment so trantütig, was Hörenswertes-Artikel betrifft? Rinko hat seinen Neusten schon ewig in der Warteschleife und ich habe für diese vier Reviews auch gefühlte drei Jahre gebraucht. Dabei benötigt der Mensch doch gerade in der kalten Jahreszeit – die jetzt voller Wucht zuschlägt – warme, fesselnde und epische Klänge, die ihm sagen, dass trotz sibirischer Temperaturen alles irgendwie gut wird. Hier sind sie nun also, nicht mehr ganz taufrisch, aber perfekt in den Herbst passend und diesen von seiner epischen, romantisch verdrogten und düsteren Seite repräsentierend. Während Priestbird mit wohl temperiertem Hippie-Art-Folk noch für die richtige Untermalung der Kaltwetter-Romantik sorgen, entführen uns Yann Tiersen und Collapse under the Empire bereits aus der urbanen Herbst-Tristesse, ziehen uns hinauf in himmlische Gefilde und ein Stückchen weiter, bis wir schließlich komplett im Weltraum angekommen sind. Dort ist es freilich wieder kalt, sau kalt, und wir werden von düsteren Avantgarde-Klängen von The Book of Knots durch die kosmische Finsternis gejagt. Aber im Grunde genommen passt das ja auch ganz gut zur derzeitigen Atmosphäre zwischen herbstlicher Tristesse, gelegentlichen Sonnen-Ausbrüchen und bangem Warten auf den Winter.

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BBC Dokumentation über Synth-Pop und elektronische Musik

Ich kann allen nur dringend die tolle BBC Dokumentation über Synth Pop der späten Siebziger und frühen Achtziger ans Herz legen, die momentan komplett auf Youtube zu sehen ist. Es kommen unter anderem Depeche Mode, Erasure, Soft Cell und eigentlich so ziemliche jede großartiger Synth Pop Act aus Großbritannien zu Wort. Absolutely Fabulous!

 

via The Daily Swarm

Frühherbstliches Tief aus Manchester – Rezension zu Hurts "Happiness"

Wir fassen mal zusammen: Von einem kleinen Beitrag in unserem Bandwatch, über die eher maue Wonderful Life EP hin zum neuen Chartswunder. Immer wieder sind es gerade die nicht vorhersehbaren Dinge, die umso heftiger einschlagen. Sind Hurts nun die neuen Polarkreis 18, die für lange Zeit mit dem Makel des One Hit Wonders behaftet sein werden oder haben wir hier gar die neuen Pet Shop Boys?

Hurts – Happiness

VÖ: 27.08.2010

Label: Four Music

Lasst uns nicht mehr von Retro reden, denn die vermeintlichen 80er Genres wie Synthiepop sind längst ein etablierte Sparte für sich, wenn auch eine bisher nicht sonderlich rühmliche. Weiterlesen

Zweimal Hype, bitte! Uffie und The Drums

Im Februar standen sich die EP`s  von Hurts und The Drums gegenüber. Den Vergleich gewannen die Drums ganz sicher nach Punkten, und schon jetzt ist das Album ein ziemlicher Spalter in sämtlichen Foren, bei sämtlichen Kritiken. Wo die einen den jugendlichen und rehäuigen Summer Pop der Hipster aus Brooklyn abfeiern, bekommen andere wahre Hassanfälle. Diese Sorgen hat Uffie dank ständiger Verzögerung nicht mehr. Ke$ha hat längst den Sound adaptiert und für die  Großraumdisco-Unterschicht zugänglich gemacht. Wir wollen aber trotzdem wissen ob Ed Banger den abebbenden Hype um das Pariser Kultlabel wieder befeuern kann und ob Pharrell Williams dabei helfen konnte.

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Animated Short der Woche: More

In einer ebenso trost- wie farblosen Welt macht einer der Bewohner eine beeindruckende Erfindung, die Farbe und Hoffnung in das Leben bringen soll. Dafür muss er allerdings ein Stück von sich selbst aufgeben… More ist ein wunderschöner und zugleich trauriger Stop-Motion-Film, perfekt unterlegt mit einem beeindruckenden Score der 80er New Wave Heroen New Order.

More (USA, 1998)

Regie: Mark Osborne

Musik: New Order

Laufzeit: 6 Minuten