Filmabriss (2012er Recap IV): Cabin in the Woods, Looper, Twixt, John dies at the end

Material für den nächsten Filmabend zu Hause… und für die Nerd-Fraktion. Die folgenden Rezensionen kümmern sich ein wenig, wenn auch nicht ausschließlich, um die Direct-to-DVD Ecke des Jahres 2012. Ziemlich frisch reingerauscht ist – zumindest bei uns in der Ecke – John dies at the End, der versucht einen neuen Rekord an verwursteten Genres aufzustellen. Ebenfalls direkt auf DVD ist Copollas 2011er Spuk/Pulp-Drama Twixt gelandet, während sowohl Looper als auch The Cabin in the Woods zwar im Kino liefen, im Grunde genommen aber auch für einen Heimkinoabend weitaus geeigneter sind als für ein großes Lichtspielhaus. Wie die Filme sich auf dem TV, Sofa in Front, bewährt haben, erfahrt ihr nach dem Klick…

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Die 80er Jahre: Die besten Teenager-Filme des Jahrzehnts I

Let’s go Subgenre… Während in den 50ern Liebesfilme, Komödien und auch Tragikomödien oft als klassische Screwball-Comedies für und mit Erwachsenen inszeniert wurden, entdeckte das Kino – vor allem das Amerikanische – bereits in den 70ern die Teenager nicht nur als Zielgruppe sondern auch als Protagonisten für sich. Dies mündete schließlich in die legendäre Flut an Teenager-Filmen im Laufe der 80er Jahre, die in den 90ern wieder einigermaßen verebbte, um den Slackern und Gangstern Platz zu machen. Diese Welle der Coming-of-Age Movies ist dominiert von zahllosen schlechten Teenie-Komödien, die meistens irgendwie John Hughes nacheiferten, der mit Breakfast Club, Pretty in Pink und Ferris macht blau Maßstäbe für das Genre setzte. Aber auch das Drama entdeckte den pubertierenden Protagonisten für sich, im ersten Artikel der Retrospektive vertreten durch Francis Ford Coppolas artifiziellen Rumble Fish und den herrlich nostalgischen, im Grunde genommen eher präpubertären Stand by me. Aber auch andere Genres fanden sich im Teenager-Format wieder. Das soll in den Teilen zwei und drei noch einmal intensiver berücksichtigt werden, einen kleinen Vorgeschmack gibt es jedoch bereits an dieser Stelle mit dem familiengerechten Action/Coming-of-Age-Hybriden Karate Kid, der trotz aller kultigen Sillyness auch als empathisches Jugend-Drama zu begeistern weiß.

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Update or Die! – A History of Horror with Mark Gatiss

Dokumentarische Cineasten-Awesomeness fürs Wochenende: Im großartigen BBC-Dreiteiler A History of Horror (2010) beleuchtet und feiert Hollywood-Darsteller Mark Gatiss die Geschichte des Horrorfilms. So kümmert er sich im ersten Teil Frankenstein goes to Hollywood um die goldene Ära des US-Horrorkinos, widmet sich in Teil 2 Home Counties Horror den britischen Hammer-Films, um dann schließlich im finalen, dritten Teil The American Scream einen Blick auf die New Hollywood Horrorfilme der 60er und 70er Jahre zu werfen. Pflichtfutter für alle Cineasten und Genre-Freunde.

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Happy Birthday, Jack Nicholson

Der Easy Rider Joker, der zwei Mal über Chinatown flog wird heute 75 Jahre alt. Jack Nicholson, das vermutlich berühmteste Grinsen Hollywoods, irgendwie immer so zwischen aalglatt, süffisant böse und beängstigend psychopathisch… Eigentlich scheint es ja fast überflüssig gesagt zu werden, aber ich liebe ihn einfach. Jack Nicholson gehört zu jenen Schauspielern, die doch irgendwie immer primär sich selbst spielen, und keinem anderen von diesen ist es gelungen, dies so konstant grandios und oscarreif zu tun wie Nicholson. Das fiese Grinsen mag immer das selbe sein, ebenso die erhöhte, in Falten gelegte Stirn und die diabolischen Augenblicke, aber dem Exzentriker des New Hollywood – sanft im Mainstreamkino der Gegenwart gelandet – gelingt es eins ums andere Mal, diese klassischen Trademarks in neue Rollenbilder und Charaktere zu transferieren. Nicholson ist immer Nichsolson und doch immer jemand anderes.

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Trailerprogramm: The Mortician, Corman’s World, The Hunger Games, Snow White and the Huntsman, We need to talk about Kevin

The Mortician [Gareth Maxwell Roberts]

Interessanter, parabolisch scheinender und offensichtlich angenehm anachronistisch inszenierter Thriller von Regieneuling Gareth Maxwell Roberts: Da scheint jemand ein ziemlich großer Jim Jarmusch Fan zu sein, was aber nicht weiter stört, da der Look der Films nicht nur exquisit sondern auch ziemlich originell ist: Irgendwo zwischen Film-Noir, 50’s Reminiszenzen, Comic-Look und realistischen, aktuellem Urban-Thriller ist The Mortician anscheinend ein ziemliches Crossover von Zeiten und Genres. Method Man als nachdenklicher Totengräber kommt auf jeden Fall schon mal cool rüber. Edward Furlong war lange nicht mehr zu sehen, macht hier aber auch einiges her. Und die angerissene Geschichte zwischen coolem Großstadtdrama und dunklem Mysterythriller macht auch neugierig. Wird im Auge behalten.

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…Wie im Himmel so auch auf Erden. – Rezension zu “The Tree of Life” von Terrence Malick

Der Pathos, der Ästhetizismus und das Epische haben Einzug gehalten im internationalen Arthaus-Kino. Einen großen Anteil daran dürfte unter anderem Lars von Trier haben, der in den 00er Jahren erst sukzessive, später immer radikaler von seinem minimalistischen, naturalistischen Dogma95-Konzept abgerückt ist, zu Gunsten von großen Kamerafahrten, epischen Slow-Speed-Zeitlupen und großen Opern-Arien. Das Wunderkind des New Hollywood Terrence Malick indes war schon immer pathetisch. Egal ob in seinem elegischen 70er Jahre Klassiker Badlands (1973), in der schwelgerischen Gegenüberstellung von Krieg und Natur in Der schmale Grat (1998) oder zuletzt im metaphysischen Bilderbogen The New World (2005). Der mittlerweile fast 60jährige Regisseur kann in seiner Vita gerade mal sechs Langfilme aufweisen, die allerdings auch allesamt – jeder auf seine eigene Weise – eine Transzendentalisierung des Sujets, Mediums und Publikums versprechen. Da scheint es nur konsequent, dass er seinen neusten Streich, sein “persönliches Werk” The Tree of Life (2011) mit einem metaphysisch, religiösen und holistischen Rahmen ausstattet, der wiederum alle Grenzen des traditionellen Erzählkinos sprengen soll. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist seine Religion/Natur-Exegese zu stilverliebt, zu metaphysisch, universalistisch? Im Gebet hoffen wir auf eine Antwort…

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Kurzfilm der Woche: The Big Shave

Na gut, dann bleiben wir eben klassisch… Martin Scoreses Fünfminüter The Big Shave (1967) dokumentiert einen gutbürgerlichen Mann bei seinem täglichen Rasierritual. Unterlegt von pompösen Fanfaren, die zur Schlacht blasen und sich zu den sanften Jazz- und Swingklängen Can’t Get Started von Bunny Berigan entwickeln, wird die permanente, exzessive Rasur sukzessive zum privaten Schlachtfest. Ohne sich dessen bewusst zu sein, schneidet sich der Rasierende ins eigene Fleisch, vergießt Blutstropfen um Blutstropfen, und am Ende muss die Kehle dran glauben. Konzipiert war der ätzend, sarkastische, perfekt inszenierte satirische Gore-Ausreißer als Kritik am amerikanischen Engagement im Vietnam-Krieg.

The Big Shave (USA 1967)

Regie: Martin Scorsese

Darsteller: Peter Bernuth

Musik: Bunny Berigan

Poetisches für den Sonntag: Die Reifeprüfung und der Klang der Stille

Eine wunderbare Szene aus einem wunderbaren Film unterlegt mit der wunderbaren Musik von Simon & Garfunkle. The Sound of Silence begleitet in Mike Nichols Meisterwerk Die Reifeprüfung (1967) auf grandiose Weise das Oszillieren von Benjamin zwischen dem Rumhängen im elterlichen Haus und der Affäre mit deren Freundin Mrs. Robinson.

Remake zum New Hollywood Klassiker “Straw Dogs”

Die letzten Jahre des amerikanischen Filmbetriebs waren dominiert von Fortsetzungen und Remakes. Offensichtlich scheuen die großen Filmemacher nicht nur davor zurück, tatsächlich komplett neue Projekte in Angriff zu nehmen, sondern entdecken darüber hinaus immer öfter in der Vergangenheit des Kinos Stoffe, die unbedingt auf 21. Jahrhundert gebürstet werden müssen. Interessant daran ist vor allem die Bewegung hin zu einstigen Independentfilmen und Klassikern des “Außenseiter-Kinos”. Nachdem George A. Romero durch ist, nachdem die 80er und 90er ordentlich abgegrast wurden, ist es so gesehen eigentlich nur folgerichtig, sich auf das Kino des New Hollywood zu stürzen. Aber Straw Dogs? Muss das wirklich sein?

Release Date: 16 September 2011
Genre: Thriller
Cast: James Marsden, Kate Bosworth, Alexander Skarsgård
Directors: Rod Lurie
Writer: Rod Lurie, David Zelag Goodman
Studio: Sony Pictures

L.A. screenwriter David Sumner relocates with his wife to her hometown in the deep South. There, while tensions build between them, a brewing conflict with locals becomes a threat to them both.

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Kubrick vs. Scorsese

35 Tage, 34 Filme, 1 Tribut…

So beschreibt Leandro Copperfield – der schon für den Clash der Coens mit Quentin Tarantino verantwortlich war – seine Hommage an Stanley Kubrick und Martin Scorsese. Genau das ist nämlich dieses Mashup-Video und alles andere als ein Filmmacher- Battle. Viel mehr ein pointierter Tanz der beiden New Hollywood Veteranen  und Regievirtuosen, die sich hier umschleichen, zueinander finden, auseinander driften und immer wieder eine ungewöhnliche harmonische Einheit bilden. Cineasten-Futter, wie es besser nicht gemasht sein könnte:

Many friends after seeing my video “Tarantino vs Coen Brothers” requested me to do a new video duel of directors, so I decided to do now a tribute to my two favorite directors, Stanley Kubrick and Martin Scorsese, were 25 days re-watching 34 films, selected more than 500 scenes, and a hard work editing.

via Filmmakeriq

Alle vermashten Filme nach dem Klick…

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Regisseur Sidney Lumet gestorben

Gestern ist der amerikanische Regisseur Sidney Lumet im Alter von 86 Jahren gestorben und hinterlässt damit eine große Lücke in der amerikanischen Filmszene. Lumet gehörte zu jenen Regisseuren, die über die Jahrzehnte hinweg unermüdlich drehten, sich selbst nie verrieten, neue Filmkonzepte und Bewegungen in ihre Arbeit aufnahmen und dennoch ihrem eigenen Werk treu blieben. Davon zeugt seine beeindruckende Filmographie, deren Beginn in den 50er Jahren liegt und die bis in das 21. Jahrhundert reicht. Ein kleiner Rückblick…

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Die 90er Jahre: Die besten Mafiafilme des Jahrzehnts

Exklusives Subgenre auf mehreren Ebenen: Mafiafilme bewegen sich oft zwischen großem Epos, spannendem Thriller, komplexem menschlichen Drama und machen im besten Fall in all diesen Ligen eine hervorragende Figur. In den 90ern reichte es dann tatsächlich auch für so viel Gutes, dass sie einen eigenen Artikel verdienen. Wer “Miller’s Crossing” und “Carlito’s way” vermisst, die gibt es hier. Fragt nicht nach Konsistenz…

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Die 00er Jahre: Die besten Tragikomödien des Jahrzehnts II

Frei nach Chaplin: Mit einem Lächeln, wahrscheinlich auch mit einer Träne. Teil 1 hat uns schon viele tragikomische Meisterwerke gebracht: Auf zu Runde 2…

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Die 00er Jahre: Die besten Erotikfilme des Jahrzehnts

Vom Spaß an der Überwindung der Wirklichkeit in den besten Fantasyfilmen des Jahrzehnts, über das blanke Grauen der besten Horrorfilme zum puren Genuss des erotischen Kinos. Gerade der erotische Film war schon immer eine ambivalente Geschichte: Einerseits ist der Fokus klar: Erotik, Sex, nackte Haut… Andererseits wünscht man sich als Zuschauer dennoch einen interessanten, fesselnden, auch unabhängig von seinen Schauwerten funktionierenden Film zu sehen. Denn ähnlich wie bei Actionfilmen steht auch bei diesem Genre das Sujet derart im Mittelpunkt, dass die Narration oft ins Hintertreffen gerät und der Cineast unbefriedigt zurück bleibt. Aber es gibt sie: Die guten Filme des erotischen Kinos, Filme die mehr sind als Masturbationsvorlagen und mit interessanten Perspektiven auf die menschliche Sexualität zu begeistern wissen. Aber auch Filme die dennoch erotisieren und erregen können und ihr Sujet nicht verschämt und verklemmt verbergen müssen. Hier haben wir die größten Werke dieses Genres von 2000 – 2009 zusammengestellt.

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