15 Jahre – Happy Birthday, Plattentests.de

plattentests

Wenn ich nach meiner musikalischen Sozialisation gefragt werde, kommen mir natürlich als erstes die Bands in den Sinn, die ich als junger Teenager gehört habe: Nirvana, Metallica, NOFX, R.E.M… etc…. eben alles, was der early 90’s Alternative Rock und Metal so hergibt. Vielleicht verliere ich dann noch ein paar Worte dazu, wie ich von MTV geprägt wurde, wie ich die Plattensammlung meines älteren Bruders durchstöberte oder wie ich in den späteren 90ern auf diversen Festivals immer die Künstler suchte, von denen ich vorher noch gar nichts gehört hatte, einfach nur, um mir ein Bild davon zu machen, ob ihre Musik DIE perfekte Musik für mich sein könnte. Und dann, wenn es darum geht, welche schriftlichen Publikationen meinen Musikgeschmack entscheidend mitgeprägt haben, lande ich – noch vor Visions/Intro/Pitchfork/NME und Konsorten – ohne große Umwege direkt bei einem Namen: Plattentests Online. Ein – wohl gar nicht mal so kleines – Portal für Musikrezensionen, mit hervorragenden Texten, viel Potential für goldene musikalische Fundstücke abseits des Mainstream (und auch der eigenen Indie/Alternative/Rock Filter Bubble) und einem der außergewöhnlichsten Foren des gesamten Internets. Diese großartige Seite wurde diesen Monat 15 Jahre alt. Zeit für ein paar Glückwünsche und Worte des Dankes.

weiterlesen

Was passiert, wenn jemand ein “Band Aid 30″ Video auf Facebook teilt?


Einen habe ich noch für den Freitag Abend (und alle vom Internet gelangweilten Facebook-Timeline-Aktualisierer da draußen). Eine großartige Infografik von Misha Anouk darüber, was beim Teilen eines Band Aid 30 Videos auf Facebook passieren kann. Und ja, ich kann mich auch Mishas Geständnis anschließen: Entdecke mich so in ziemlich allen Beiträgen – abgesehen von den Verschwörungstheorie-Posts – wieder. Dieses Jahr aber nicht, da bleibt dieses Blogpost mein einziger Kommentar zu dem Thema… vielleicht… versprochen … hoffe ich…

band-aid-301

Band Aid 30 – Do They Know It’s Christmas? (2014) (Amazon Partnerlink für einen guten Zweck)

Facebook und Band Aid 30 via Kraftfuttermischwerk

Ein paar Gedanken zu #Gamergate

gamergate1

Ich habe mich nun echt lange schwer getan mit der Überlegung, ob ich überhaupt etwas zu #Gamergate publizieren soll, nachdem ich mich seit einigen Wochen durch die Untiefen dieses Diskurses quäle. Zwischenzeitlich dachte ich an einen Vlog-Beitrag (Weil Youtube in dem Fall tatsächlich ein nicht zu unterschätzendes Meinungstool zu sein scheint), dachte an eine längere Reportage, einen schnippigen Kurzkommentar und lande mit diesem Text wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Die Gründe für mich, ein paar Gedanken zu dem Thema zu veröffentlichen, liegen dabei gar nicht einmal so sehr darin, dass es gerade ein großartiges Reizthema, eine (zumindest scheinbar) sehr kontroverse und ambivalente Debatte ist, sondern schlicht und ergreifend in der Tatsache, dass mir sowohl soziale Fragen als auch die Videospielkultur sehr am Herzen liegen, dass ich mich durch und durch als (kultureller) Nerd und Gamer verstehe und zugleich wohl das bin, was in der Debatte gerne mal spöttisch als “Social Justice Warrior” bezeichnet wird. Sorry, ich merke gerade, dass ich dabei bin, Epona von hinten aufzuzäumen. Nicht wenige, die das hier lesen, werden irritiert mit den Schultern zucken: “‘Gamergate?’ Nie gehört!”. So richtig ist der Diskurs inklusive Hashtag nämlich noch nicht in der deutschsprachigen Öffentlichkeit angekommen (manche würden sagen “leider”, andere würden sagen “zum Glück”) und daher ist es wahrscheinlich – obwohl die Schlammschlacht mittlerweile seit über 3 Monaten im englischsprachigen Netz tobt – sinnvoll an dieser Stelle bei 0 anzufangen.

weiterlesen

Breaking News: The Scream accepts Ice Bucket Challenge

10492418_825065717544958_8558237078788278687_n

Munchs Kreatur nominiert die blauen Pferde von Franz Marc, Kirchners sitzende Dame und Mackes Spaziergänger am See.

via Interweb3000 (FB)

Eine Google-Suchanfrage per Post… und die Antwort

googlefrage

Komme gerade von sieben Tagen Danzig zurück (langweiliger Reisebericht folgt) und muss mich erst einmal warmbloggen. Daher starte ich den Tag mit etwas, was ohnehin schon durch die halbe Bloglandschaft gewandert und mittlerweile als Nicht-Fake bestätigt ist:

In diesem Jahr ist Michael Wiethe (Rettungsassistent) mit seinen beiden Söhnen Timm (12) und Henri (9) in dem Nordseebad Otterndorf. Das tägliche Ritual des Geschichtenvorlesens am Abend, vor allem die Geschichte des Deichhörnchens, hat Timm Wiethe jedoch grübeln lassen. „Mein Sohn wollte wissen, ob es das wirklich gibt“, erklärt Vater Michael. Der routinierte Griff zum Smartphone und der Suchmaschine Google war in Otterndorf aufgrund schlechten Empfangs nicht möglich. Sohn Timm hatte aber schnell eine Idee: einen Brief an Google schreiben. Gedacht – getan. Da der Postweg zu lange gedauert hätte, ging das nette Schreiben mit der Frage nach dem Deichhörnchen per Fax an das Unternehmen.

…und dann kam das als Antwort.

antwort

Klar ist die Antwort von Google PR und so… aber so verdammt niedliche PR, dass sie einfach nicht ignoriert werden kann.

via

This Post is Art! Is it? – Wann wird ein Kunstwerk zum Kunstwerk?

this-post-is-art-sells-90k-665x385

Wer in den letzten Wochen die kulturelle Blogosphäre verfolgt hat, dem wird kaum die mittlerweile wohl überall geteilte Geschichte von dem 4Chan-Beitrag entgangen sein, der kadriert und als Kunst postuliert bei ebay für über 90.000 Dollar verkauft wurde. Long Story short: In einer klassischen 4Chan Diskussion darüber, was nur aus der Kunst geworden ist, behauptete irgendwann ein anonymer User, Kunst sei früher etwas Wertvolles, Wertzuschätzendes gewesen, heutzutage könne tatsächlich alles Kunst sein, garniert mit dem ironischen Kommentar, dass auch sein eigener Post Kunst wäre:

Art used to be something to cherish.

Now literally anything could be art.

This post is art.

Ein findiger Netzkünstler fertigte ein Foto dieses Screenshots an, rahmte es und bot es unter dem Titel “Artwork by Anonymous” unter ebay feil (Anfangsgebot: 500 $). Der Rest ist Netzkultur-Geschichte. Das Werk wurde für fast 100.000 Dollar versteigert, während – mittlerweile bereits wieder gelöscht – ein gerahmter Screenshot dieser Auktion ebenfalls bei ebay landete aber nicht einmal annähernd die Begehrtheit des vorherigen Kunstwerks erreichte.

weiterlesen

Und dann waren da noch die Animated Gifs von Scorpio Dagger…

tumblr_n5n41sEHzP1rt28efo1_500

…die irgendwo zwischen traditioneller Renaissancekunst, Monty Python und What the Hell did I just see? pendeln. Großartige Remix-Alpträume und Bizarrerien, die auch gerne mal den albernsten und flachsten Weg einschlagen, um Hochkultur mit Netzkultur mit Dada mit Gaga zu versöhnen. Und das Beste ist: Sein Tumblr ist einfach mal voll mit dem Scheiß…

tumblr_mj1nlbFlEn1rt28efo1_500

tumblr_n6q2odLClp1rt28efo1_500

Scorpion Dagger via Nerdcore

Samuel Beckett Motivational Cat Posters

tumblr_n9fk5gulQV1tfsf1bo1_500

Eine ganze Reihe großartiger Beckett’scher Lebensweisheiten verpackt in Catcontent findet Ihr im entsprechenden Tumblr.

(via dem Martin, der die Qualität meiner Facebook-Timeline jeden Tag erheblich steigert. Thanks, dude!)

…Und dann war da noch der Kartoffelsalat, der seinem Crowdfunder über 50.000 Dollar einbrachte

kartoffelsalat

Zack will den ersten Kartoffelsalat seines Lebens zubereiten und startet dafür – wie man es heute halt macht – eine Kickstarter-Kampagne (Ziel: 10 Dollar). Und die Backer laufen Amok. Ahhh, the Internet, you have to love it.

Basically I’m just making potato salad. I haven’t decided what kind yet.

Megaheftig: Sie hätten nie geglaubt, hinter dieser Headline seriösen Content zu finden, was sie aber dann sahen, brachte sie zum Weinen

megaheftigNeuer Lieblings-Tumblr für Qualitätsjournalismus mit Blick für Social Media Marketing Gedöns: Megaheftig verlinkt seriöse Inhalte wie wissenschaftliche Studien und feuilletonistische Debatten mit Headlines im Clickbait-Style: Und so verbirgt sich hinter dem rührseligen Life-Change-Titel kein kitschiger Eso-Film sondern ein Vortrag von Theodor Adorno und die unfassbare Beobachtung wurde nicht mit dem iPhone aufgenommen, sondern in einer soziologischen Studie gemacht. Großartige Inhalte mit dem Fischernetz verlinkt. Megaheftig, und am Ende musste ich weinen.

Das ist megaheftig! via Kotzendes Einhorn

WikiLeaks welcomes the CIA to Twitter

…und damit: Einen wunderschönen guten Morgen.

#rp14

republica-360

Ich bin diese Woche mal wieder überhaupt nicht zum Bloggen gekommen, weil ich voll und ganz in der re:publica-Bubble gefangen war. Und wie jedes Jahr war ich vor allem mit Arbeit beschäftigt, sowohl vor/nach dem eigentlichen Event, als auch während der drei Tage in der Station Berlin, und wieder einmal konnte ich daher den Großteil der Vorträge leider nur am Rande, in den folgenden Gesprächen oder – ironischerweise direkt vor Ort – im Livestream verfolgen. Trotzdem an dieser Stelle schnell meine zwei Pfennige zur diesjährigen Netzkonferenz.

weiterlesen

Wie Heartbleed funktioniert… (xkcd-Comic)

heartbleed_explanation

Wer immer noch nicht weiß, warum es jetzt wirklich angebracht ist, mal die ganzen Passwörter von Googlebookyahoo zu ersetzen, dem hilft der xkcd-Comic zum phänomenal apokalyptischen Heartbleed-Bug auf die Sprünge. Abgesehen davon, dass dadurch eine Menge diskreter User-Daten ziemlich kompromittiert sind, zeigt Heartbleed auch noch ganz gut, wie fragil vermeintlich sichere Internetverbindungen sein können und was für einen riesigen Fuck-up ein bisschen Code-Schlamperei bewirken kann. But don’t panic, it’s just the Internet Folks.

xkcd: Heartbeed Explanation CC BY-NC 2.5

Kimmel pranks the whole Internet


In der Regel verzichte ich auf den Klick, wenn mal wieder irgendein lustiges Fail-Video von Youtube in den üblichen verdächtigen sozialen Netzwerken die Runde macht. Und das Pannenvideo einer jungen Frau, die beim Twerking an der Zimmertür – Dank Unterstützung ihrer Mitbewohnerin – ins Straucheln gerät, stürzt und anschließend Feuer fängt, ist mir tatsächlich bis heute überhaupt nicht über den Weg gelaufen. Über 10 Millionen Views hat der Viral Hit erhalten… und wie sich nun herausstellt, handelt es sich dabei um einen geschickt eingefädelten Fake von Jimmy Kimmel selbst (der nach eigener Aussage auch der Typ war, der in Charlies Finger gebissen hat), mit dem er mal so eben die gesamte Fail-Video geile YouTube-Community (sprich: 90% aller Netzuser) verarscht hat. Nicht schlecht!

The video featured an inverted twerker named Caitlin Heller, who caught on fire after her roommate opened the door she was twerking against, causing her to spill over onto a table holding a lit candle. Kimmel showed a “full director’s cut” of the video on Jimmy Kimmel Live, which featured him coming through the door after the roommate and extinguishing the fire. It turns out that the twerker’s name isn’t Caitlin Heller, but Daphne Avalon. She works as a Hollywood stuntwoman.

via Nerdcore

Merkel-Rauten Hacks

Bin gerade titeltechnisch/bezeichnungstechnisch unkreativ… Anyway, seit heute Morgen geht ein grafischer Hack der Merkel-Raute von Anatol Stefanowitsch viral. Mittlerweile hat die Idee auch ihre Nachahmer gefunden und der passende Tumblr ist auch schon von unbekannter Seite eingerichtet. Mal sehen, ob mir auch noch ein passender Hack einfällt. I feel so meme today.

Merkelraute-Tumblr via Interweb3000