Sind Rickrolls homophob, rassistisch und sexistisch?

rickrollJeder, der hier regelmäßig mitliest, weiß, dass ich schon ziemlich stolz bin, zur PC/Gutmenschen-Fraktion von Seite360 zu gehören. Beim Lesen der Überschrift dieses ziemlich ausführlichen Medium-Longreads musste aber selbst ich kurz schmunzeln: Rickrolling is sexist, racist and often transphobic in context. Klingt erst einmal nach ziemlich hartem Tobak gegenüber dem beliebten Internet-Scherz. Setzt man sich allerdings mit dem entsprechenden Text auseinander, kommt man nicht umhin festzustellen: Ja, da ist verdammt viel dran. Klar, man kann alles überinterpretieren, aber die hier zusammengesuchten Fakten sprechen schon eine ziemlich eindeutige Sprache, gerade auch was Ursprung und Verbreiter des Rickrollings betrifft.

Dennoch finde ich, dass dieses Essay etwas über sein Ziel hinausschießt und auch nicht gerade zimperlich ist, wenn es darum geht, die gesamte Netzgemeinde unter Generalverdacht zu stellen. Als wichtigen Diskursbeitrag sollte man ihn aber trotzdem gelesen haben. Was denkt ihr?

Rickrolls sind sexistisch, rassistisch und im Kontext of transphob via boingboing

Spaß mit dem Beantworten von Spam-Mails

Ja, ich weiß. Ihr habt das vermutlich schon alle gesehen. Ich auch, schon mehrmals. Und ich könnte immer noch jedes Mal vor Lachen vom Stuhl kippen, wenn es über den Bildschirm rattert. Daher wird es jetzt doch einmal schnell ins Blog geklebt.

This is what happens when you reply to spam email

Finde den Panda in der Black Metal Crowd

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Irgendwie habe ich den Gag von diesem “Finde den Panda unter all diesen Schneemännern” Wimmelbild, das die letzten Wochen ständig auf meiner Facebook-Timeline hochgespült wird, nie verstanden. Oder besser gesagt, ich habe nie verstanden, warum es so manisch geteilt wurde. Ist halt ein nettes augenzwinkerndes Wimmelbild… Joa, kann man machen. Und gut ist. Aber offensichtlich scheint jeder – abgesehen von mir – total auf diesen kleinen Sehtest von Dudolf abzufahren. Internetz halt.

Egal, denn für jedes mir unerklärliche Meme gibt es meistens die passende nerdige Reaktion, die ich dann wiederum sau lustig finde. In diesem Fall kommt sie von Espen Westum und ist schlicht die Black Metal Variante dieses Wimmelbilds. Und ja, mir genügt eine popkulturelle Referenz um was zuvor ödes awesome werden zu lassen. Hail Satanas Pandaras!

Find the Panda in the Metal Crowd (FB) via Bored Panda

Das langweiligste Viral Video ever… (Wait for it!)

Und dann auch an dieser Stelle mal etwas Pathos aus den Untiefen, gegen die Untiefen der Viral Video Kultur. Bitte bis zum Ende schauen. Klingt ein bisschen Clickbaity, ist in dem Fall aber einfach ein Verzicht auf Spoiler. Danke.

The most boring viral video via Like to discover

Hass im Netz! Dagegen halten – Mund aufmachen!

Es wird wohl nie wieder ein Tagesschau-Kommentar näher an ein gepflegtes “Fuck You!” kommen als dieser großartige Kommentar von Anja Reschke, der heute im ganzen Internet die Runde macht. Genau das hat er auch verdient, so wie die ganzen Rassistenärsche das damit transportierte Fuck You! verdient haben. Diesem schließe ich mich hiermit mal vollumfänglich an.

Hass im Netz: “Dagegen halten – Mund aufmachen” – Anja Reschke | NDR via Schlecky

Literarische Auslese: #Netzpolitik und #Landesverrat

Bevor ich es vergesse: Es gibt eine neue Ausgabe der Literarischen Auslese. Dieses Mal eine schonungslose Offendeckung des Landesverrats durch netzpolitik: Sprich, die Lesung des inkriminierten Dokuments: “Technische Unterstützung des Prozesses Internetbearbeitung” aus den Zuschüssen für das Bundesamt für Verfassungsschutz 2013. Wenn ihr an diesem Wochenende irgendwann mal in diesem Internet unterwegs ward, wisst ihr ohnehin schon worum es geht. Hier trotzdem noch mal alle relevanten Links.

https://netzpolitik.org/2015/verdacht-des-landesverrats-generalbundesanwalt-ermittelt-doch-auch-gegen-uns-nicht-nur-unsere-quellen/

https://netzpolitik.org/2015/ueber-pressefreiheit-und-staatliche-ermittlungen-das-schreckt-uns-nicht-ab/

https://netzpolitik.org/2015/geheimer-geldregen-verfassungsschutz-arbeitet-an-massendatenauswertung-von-internetinhalten/

Es gibt genau zwei Arten von Menschen…

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…Unfassbar großartiges Tumblr des portugiesischen Illustrators Joao Rocha, das genüsslich zahllose “2 Typen von Personen”-Beobachtungen in perfekt pointierten Infografiken auf den Punkt bringt. Ich musste gleich mehrmals laut lachen.

There are only 2 kinds of people in this world, those that find this blog hilarious and those that have no sense of humor whatsoever.

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Meine Selbstvermessung von oben nach unten: links, rechts, links, rechts, rechts, links, links, links… Analyze this!

2kindsofpeople via Maik

Der Echtzeitklang von Wikipedia

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Wunderschönes Projekt von Stephen LaPorte und Mahmoud Hashemi: Auf der Website Listen to Wikipedia werden die sekündlichen Artikelerstellungen, Korrekturen und Editwars der Wikipedia visualisiert und sonifiziert. Das Ergebnis ist ein großartiges Wechselspiel aus Klang, Wort und Farbe, das den Zuschauer und Zuhörer am Wachstum der Echtzeitenzyklopädie in romantisch musikalischer Form teilhaben lässt.

Bells indicate additions and string plucks indicate subtractions. Pitch changes according to the size of the edit; the larger the edit, the deeper the note. Green circles show edits from unregistered contributors, and purple circles mark edits performed by automated bots. You may see announcements for new users as they join the site, punctuated by a string swell.

Listen to Wikipedia, englisch oder (nicht ganz so voluminös) die deutsche Variante via Kraftfuttermischwerk

Clickbait Books

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Schönes Twitter-Mem, das von Daniel Dalton für Buzzfeed dann auch gleich mal in schicken Bookcover Redesigns umgesetzt wurde. Unter dem Hashtag #ClickbaitBooks wird die Frage beantwortet, wie große Autoren ihre klassischen Romane hätten nennen müssen, um in den Social Networks für Wirbel zu sorgen. Mein Nerd-Ich liebt den neuen Titel für den Hitchhiker’s Guide to the Galaxy: “Answers to Life, the Universe and Everything! You’ll never believe Number 42!” Und mein versnobtes Hochkultur-Ich quietscht vergnügt über die Ulysses Titelreinterpretation: “A man wandered around Dublin for a day. You wont understand a word of what he did.” Aber auch sonst sind ein paar echt lesenswerte Remixe dabei.

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14 Classic Novels Rewritten With Clickbait Titles

Female Charakters redesigned by Women

PrincessPeachRedesign-KirbiFagan

So sehr sich auch die Netz- und Nerdkultur bereits an historisierten, dunklen, absurden und bizarren Superhelden-Redesigns abgearbeitet hat, so darf es gerne noch ein paar mehr feministische Comic-Dekonstruktionen geben… insbesondere, wenn sie so clever und schick daher kommen wie die Ergebnisse des Aufrufs von Lauren Panepinto. Diesem sind gleich eine ganze Reihe Remixkünstlerinnen gefolgt und haben bekannte Superheldinnen so entworfen, wie sie sie gerne sehen würden. Ja! Genau davon brauchen wir mehr; und nein liebe Maskulinisten, niemand will euch eure Eier abschneiden.

It’s a given that in science fiction and fantasy movies, books, comics, and games, the dominant viewpoint has historically been that of a white heterosexual male. This means that characters of alternate race or sexual orientation have been the exception to the rule, and female characters are created through the lens of what male creators and consumers want. For the entirety of my own history as a geek, I have known that I was never the target audience. (…)

StormRedesign-AliceMeichiLi

ScarletWitchRedsign-BelindaMorris

SamusRedesign-AnnaFehr

BettyBoopRedesign-ChristinaHess

ChunLiRedesign-IoleMarieRabor

What Women Want…in Women Characters via Nerdcore

Disney-Prinzessinnen als Steine

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Okay, schuldig. Ich liebe die Remixes von Disney-Figuren, die man auf Deviant Art, Tumblr und Co. zu hauf findet, und ich habe sie in den letzten Jahren auch mehr als einmal verbloggt. Aber gerade was die Reinterpretation und Dekonstruktion des klassischen Disney-Prinzessinnen betrifft, gab es in jüngster Vergangenheit doch einen gewissen, anstrengenden Overkill. Ich scheine zumindest nicht der einzige zu sein, der mittlerweile genervt mit den Augen rollt, wenn die neusten Disney-Prinzessinnen als Zombies, Disney Prinzessinnen während eines Bad Hair Days, Disney-Prinzessinnen als Superhelden Kunstwerke im Newsfeeds aufploppen.

Und für alle, denen es ähnlich geht, gibt es jetzt Bolks Disney-Prinzessinnen als Steine zu bewundern. Damit dürfte alles gesagt sein. Danke Bolk. Und bitte, bitte, bitte sucht euch ein neues Betätigungsfeld liebe Deviant Artists.

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Disney Princess Pile of Rocks via A.V. Club

15 Jahre – Happy Birthday, Plattentests.de

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Wenn ich nach meiner musikalischen Sozialisation gefragt werde, kommen mir natürlich als erstes die Bands in den Sinn, die ich als junger Teenager gehört habe: Nirvana, Metallica, NOFX, R.E.M… etc…. eben alles, was der early 90’s Alternative Rock und Metal so hergibt. Vielleicht verliere ich dann noch ein paar Worte dazu, wie ich von MTV geprägt wurde, wie ich die Plattensammlung meines älteren Bruders durchstöberte oder wie ich in den späteren 90ern auf diversen Festivals immer die Künstler suchte, von denen ich vorher noch gar nichts gehört hatte, einfach nur, um mir ein Bild davon zu machen, ob ihre Musik DIE perfekte Musik für mich sein könnte. Und dann, wenn es darum geht, welche schriftlichen Publikationen meinen Musikgeschmack entscheidend mitgeprägt haben, lande ich – noch vor Visions/Intro/Pitchfork/NME und Konsorten – ohne große Umwege direkt bei einem Namen: Plattentests Online. Ein – wohl gar nicht mal so kleines – Portal für Musikrezensionen, mit hervorragenden Texten, viel Potential für goldene musikalische Fundstücke abseits des Mainstream (und auch der eigenen Indie/Alternative/Rock Filter Bubble) und einem der außergewöhnlichsten Foren des gesamten Internets. Diese großartige Seite wurde diesen Monat 15 Jahre alt. Zeit für ein paar Glückwünsche und Worte des Dankes.

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Was passiert, wenn jemand ein “Band Aid 30″ Video auf Facebook teilt?


Einen habe ich noch für den Freitag Abend (und alle vom Internet gelangweilten Facebook-Timeline-Aktualisierer da draußen). Eine großartige Infografik von Misha Anouk darüber, was beim Teilen eines Band Aid 30 Videos auf Facebook passieren kann. Und ja, ich kann mich auch Mishas Geständnis anschließen: Entdecke mich so in ziemlich allen Beiträgen – abgesehen von den Verschwörungstheorie-Posts – wieder. Dieses Jahr aber nicht, da bleibt dieses Blogpost mein einziger Kommentar zu dem Thema… vielleicht… versprochen … hoffe ich…

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Band Aid 30 – Do They Know It’s Christmas? (2014) (Amazon Partnerlink für einen guten Zweck)

Facebook und Band Aid 30 via Kraftfuttermischwerk

Ein paar Gedanken zu #Gamergate

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Ich habe mich nun echt lange schwer getan mit der Überlegung, ob ich überhaupt etwas zu #Gamergate publizieren soll, nachdem ich mich seit einigen Wochen durch die Untiefen dieses Diskurses quäle. Zwischenzeitlich dachte ich an einen Vlog-Beitrag (Weil Youtube in dem Fall tatsächlich ein nicht zu unterschätzendes Meinungstool zu sein scheint), dachte an eine längere Reportage, einen schnippigen Kurzkommentar und lande mit diesem Text wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Die Gründe für mich, ein paar Gedanken zu dem Thema zu veröffentlichen, liegen dabei gar nicht einmal so sehr darin, dass es gerade ein großartiges Reizthema, eine (zumindest scheinbar) sehr kontroverse und ambivalente Debatte ist, sondern schlicht und ergreifend in der Tatsache, dass mir sowohl soziale Fragen als auch die Videospielkultur sehr am Herzen liegen, dass ich mich durch und durch als (kultureller) Nerd und Gamer verstehe und zugleich wohl das bin, was in der Debatte gerne mal spöttisch als “Social Justice Warrior” bezeichnet wird. Sorry, ich merke gerade, dass ich dabei bin, Epona von hinten aufzuzäumen. Nicht wenige, die das hier lesen, werden irritiert mit den Schultern zucken: “‘Gamergate?’ Nie gehört!”. So richtig ist der Diskurs inklusive Hashtag nämlich noch nicht in der deutschsprachigen Öffentlichkeit angekommen (manche würden sagen “leider”, andere würden sagen “zum Glück”) und daher ist es wahrscheinlich – obwohl die Schlammschlacht mittlerweile seit über 3 Monaten im englischsprachigen Netz tobt – sinnvoll an dieser Stelle bei 0 anzufangen.

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