Just the two of us – Cosplayer zu Hause

Ganz und gar fantastische Fotoserie von Klaus Pichler, der enthusiastische Cosplayer in ihren Kostümen alleine zu Hause ablichtet. Und so fallen dann auch folgerichtig gleich mehrere Ebenen in seinen Fotos zusammen: Auf der ersten Ebene die nahezu kindliche Begeisterung der Porträtierten für ihre aufwändigen, epischen Verkleidungen. Auf der zweiten Ebene der Transfer des Fantastischen in den Alltag. Das Kostüm wird nicht einfach als Lebensmittelpunkt dargestellt, sondern kontrastiert mit der gewöhnlichen bis pittoresken Einrichtung der dargestellten Wohnungen. Und schließlich als drittes Moment, die Auflösung des Dissoziativen, das einerseits durch den Titel “just the two of us” betont, andererseits durch die Kadrage der Fotografien in eine harmonische, nahezu meditative Einsamkeit überführt wird.

Auf seiner Website stellt Pichler klar, dass die Bilder beides porträtieren sollen: Sowohl die Kostüme als auch die Personen dahinter. Und das gelingt diesen intimen Impressionen zweifellos, offenbaren die menschlichen, komplett hinter den Kostümen verborgenen Stillleben doch weitaus mehr Humanismus, als jedes direkte Foto es jemals könnte: Die abgelichteten Personen werden weder als Freaks noch ausgestoßene, aber auch nicht als verspielte Kinder inszeniert; stattdessen als reale Menschen, mit all dem Facettenreichtum, der Tiefe und der Nachdenklichkeit, die einen Menschen auszeichnet. Groß.

For the photo series ‘Just the two of us’ I visited owners of elaborate costumes in their own homes. The choice of location is not a coincidence: Nowhere else is the (abstract) link between the person behind the mask and his or her alter ego as visible as in their own home. Nowhere else would it have been possible to portray the mask and, figuratively speaking, the person behind it on the same picture. The costume usually full body costumes, which completely conceal the ‘private’ person represents the alter ego whilst the surrounding living space, so to speak, the ‘backdrop’ or stage design cautiously impart information about the person behind the costume.

Just the two of us via beautiful decay

Comic Collage Art by Mike Alcantara

Schon ein paar Tage in meinem rss-Reader gespeichert… vorenthalten möchte ich euch diese großartigen Superhelden-Collagen allerdings nichts. Mike Alcantaras Arbeiten sprühen geradezu vor Leben, stecken voller Dynamik und transferieren das visuelle Chaos einer Comic-Collage perfekt in postmoderne Helden-Ikonographie. Zu bestaunen und zu kaufen gibt es die Teile bei etsy oder gleich auf Alcantaras Facebook-Page, wo man auf dem Laufenden bleiben kann. Und so einen Joker würde ich mir jetzt gerade echt gerne an die Wand hängen.

All pieces are done on canvas and are made from 100% comic….no pencil, marker, paint…..etc.

ComicCollageArt via Maik

Heath Ledger as Joker? Are you kidding!?

Ich wollte eigentlich nichts schreiben zu der geballten Aufregung der Nerd-Community darüber, dass Ben Affleck im kommenden Superman/Batman-Crossover die Rolle des dunklen Rächers übernehmen soll. Ich meine, klar, irgendwie ist das schon nachvollziehbar, dass die Fans auf die Barrikaden gehen, erinnert der Affleck in seinem tumben Sunnyboy-Habitus doch nicht zu knapp an den schlechtesten Batman ever, Val Kilmer. Aber muss diese Aufregung wirklich sein? Nachdem schon länger bekannt ist, dass Nerdkultur-Missversteher Zack Snyder die Regie des Superhelden-Flicks übernehmen soll, müsste doch eigentlich klar sein, dass diesbezüglich kein Meisterwerk zu erwarten ist. Ihr wisst schon… Zack Snyder, der Mann, der Sucker Punch verbrochen hat. Und ihr regt euch über Affleck auf? Echt jetzt?

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Grumpy Cat im Interview


Ich hatte mir echt vorgenommen, dass hier jetzt nicht zu posten. Denn immerhin sind wir ein Kulturblog, haben gewisse Standards zu halten, ein hochkulturelles Image zu wahren, unseren Besuchern Qualität… Oh, wait! CATCONTENT!
via Feingut

Star Wars durchs Teleskop schauen…?

….a long time ago, in a galaxy far, far away. Sollte für ein ordentliches Teleskop ja eigentlich kein Problem sein. Warum es dennoch nicht so einfach ist, erklärt uns Jake Roper im ebenso informativen wie hyperaktiven Nerd-Monolog über die Möglichkeiten der Weltraumbeobachtung und die sich in der Bewegungsunschärfe auflösende Niedlichkeit von Ewoks.

via Laughing Squid

Breaking Bad: Badger’s Star Trek Kuchen-Wettessen animiert…


Nachdem auf youtube heute wieder das kleine Upload/Ban/Reupload-Spiel gelaufen ist, verlinke ich an dieser Stelle dann mal ganz sauber auf das Original-Video von Vulture , deren Embed-Funktion tatsächlich ziemlich suckt. Aber fragt mich nicht, wo ich das Teil zuerst gefunden habe, dafür habe ich bei den üblichen Verdächtigen dann doch zu lange hin und her geklickt.

Filmabriss (2012er Recap IV): Cabin in the Woods, Looper, Twixt, John dies at the end

Material für den nächsten Filmabend zu Hause… und für die Nerd-Fraktion. Die folgenden Rezensionen kümmern sich ein wenig, wenn auch nicht ausschließlich, um die Direct-to-DVD Ecke des Jahres 2012. Ziemlich frisch reingerauscht ist – zumindest bei uns in der Ecke – John dies at the End, der versucht einen neuen Rekord an verwursteten Genres aufzustellen. Ebenfalls direkt auf DVD ist Copollas 2011er Spuk/Pulp-Drama Twixt gelandet, während sowohl Looper als auch The Cabin in the Woods zwar im Kino liefen, im Grunde genommen aber auch für einen Heimkinoabend weitaus geeigneter sind als für ein großes Lichtspielhaus. Wie die Filme sich auf dem TV, Sofa in Front, bewährt haben, erfahrt ihr nach dem Klick…

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The Secret of Lucas Arts (Point&Click-Crossover)

R.I.P. Lucas Arts! Disney is an evil bitch!

Großartiger Crossover/Supercut/Adventure-Bastard von Felipe Machado. Leider nur als Video, aber Hölle, würde ich so was gerne spielen!

via IGN

re:publica 2013 Nachtrag

Shew… zwischen Magisterarbeit und Job bin ich nach wie vor leider noch im Blogvernachlässigungsmodus. Einen kleinen Nachtrag zur re:publica wollte ich trotzdem noch hier reintackern. Wie schon die Jahre zuvor war ich während des Großteils der Messe an meinen Arbeitsplatz gekettet (siehe Foto oben) und konnte deswegen exakt 0 (in Worten: Null) Reden und Workshops live miterleben. Meine Eindrücke vom Event beschränken sich daher zwangsläufig auf Rundgänge über das Gelände in den Pausen, die Videos von interessanten Vorträgen (die ich mittlerweile ganz gut abgegrast habe) und natürlich die Interviews, die wir zusammen mit Philip gedreht haben, bzw. die Gespräche mit deren Protagonisten davor und danach.

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Luke’s Change – Die Zerstörung des Todessterns war ein Inside Job…

…und dieses Video, das die Verbindungen zwischen Darth Vader, Luke Skywalker und Princess Leia aufdeckt, ist der beste Beweis dafür. Als ob tatsächlich noch jemand glauben würde, dass ein einfacher Bauernjunge aus Tatooine mal so eben mit ein paar Raketen den größten Planetenzerstörer in der Geschichte des Imperiums in die Luft jagen könnte. Wahrscheinlich ging es dabei ums Geld, machte Darth Vader doch erheblichen Profit aus der Kreierung des zweiten Todessterns. Vielleicht steckt sogar noch mehr dahinter, wenn man sich die obskuren Verbindungen zwischen Rebellen und Imperium anschaut, die in diesem Film entlarvt werden. Die ganze Wahrheit werden wir wohl nie erfahren, aber eins ist sicher: Der offizielle Report des Imperiums verschweigt so manches…

An examination of some questionable events and circumstances leading up to the destruction of the Death Star, through the eyes of an amateur investigative journalist within the Star Wars galaxy. The focus is mainly on the connections between the people who created and operated the Death Star and those responsible for destroying it.
For those who don’t care for the obvious, this is a satirical spoof of the 9/11 truther video Loose Change.

Gefunden habe ich diese großartige Loose-Change Parodie bei Florian Freistetter, der seinen Text dazu noch mal schnell mit der besten Truther-Satire ever einleitet.

Hallo!? Echo!?

Ich schleiche mich vorsichtig rein in das Blog, das seit zwei Wochen nur noch sporadische Updates spendiert bekommen hat. Ich wische die Spinnenfäden beiseite und schaue mich ein wenig um… Jepp, immer noch gemütlich. Wird Zeit den Raum mal wieder mit neuem Stoff zu füllen. Los gehts mit Fashion-Vorschlägen für Superman von Mike Mitchell, die es nicht nur als Animated Gifs sondern auch als schicke  T-Shirts zu kaufen gibt.

Supermans new Outfits via eayz

Gekritzelte Superhelden-Dekonstruktionen von Hardy Hinrichs

Der spielerische, postmodern verspielte Umgang mit klassischen Ikonen ist ja per se schon mal großartig. Und wenn dann auch noch ein gewisser Nerd-Faktor mit ins Spiel kommt, ist definitiv die Grenze zur Genialität überschritten. So geschehen bei Hardy Hinrichs, der Superhelden des 20. Jahrhunderts aus ihrem pathetischen Comic-Ambiente herausreißt und in einen neuen, im besten Sinne des Wortes kindlich naiven Kontext rückt. Seine liebevoll gekritzelten Superheroes sind weniger Weltenretter und Rächer im Kampf gegen das Böse als viel mehr niedliche Kleinkinderfantasien, deren Diskrepanz zwischen Ambition und zeichnerischer Wirklichkeit gar einen leicht melancholischen Hauch versprüht. Übergroße Köpfe, süße Gesten, Kaffeeflecken… und schon ist die entzückende Trivialität hinter jedem Heldenmut entlarvt. Ganz fantastisch!

Superhero by Hardy Hinrichs via thaeger