…Und dann war da noch die 150 Jahre alte Mausefalle, die noch einmal ein Mäuseleben vernichten durfte.

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So geschehen im Museum of English Rural Life (MERL), dass neben vielen anderen Gegenständen der englischen Alltagsgeschichte unter anderem eine sehr alte, aber ganz offensichtlich immer noch funktionstüchtige Mausefalle beherbergt. Obwohl sich in der aus den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts stammenden Apparatur nicht viel mehr als eine Staubschicht befand, war sie offensichtlich doch verlockend genug, dass sich im Jahr 2016 eine Waldmaus darin verirren und auch darin verenden konnte. Bewiesen ist nun auf jeden Fall der großspurige Aufdruck der Falle: “Will last a lifetime.”

Die Kuratoren überlegen derzeit noch, wie sie mit dem modernen Opfer der klassischen Falle umgehen sollen. Neben einer würdevollen Bestattung besteht auch die Option, die Maus zu präparieren und als permanentes Feature in der Falle zu belassen. Meine Empfehlung, wenn sich das Tier schon so selbstlos für den Kulturbetrieb opfert…

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155-year old mouse trap claims its latest victim via I fucking love science

Lesetipp am Rande: Mausetod! Die Kulturgeschichte der Mausefalle (Amazon-Partnerlink)

Und dann waren da noch die Kunstwerke für blinde und sehbehinderte Menschen im Prado-Museum

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Erst mal mit einem Axiom starten: Konsequenter kultureller Fortschritt ist ohne Inklusion nicht machbar. Wenn wir wirklich das kulturelle Potential der Menschheit voll entfalten wollen, setzt dies zwingend voraus, dass wir allen Menschen den Zugang zu Kulturgütern ermöglichen, unabhängig von körperlichen oder sozialen Dispositionen.

Unter dem Titel Touching the Prado hat das Museo del Prado in Madrid als erstes klassisches, großes Museum eine Ausstellung am Start, in der blinde und sehbehinderte Menschen ursprünglich flache Bilder haptisch erleben können. Zur Erstellung der dreidimensionalen Reproduktionen traditioneller Gemälde – wie der Mona Lisa – wurde ein ziemlich komplexes Verfahren angewandt: Unter Zuhilfenahme von ultraviolettem Licht wurden die Texturen der Originale analysiert und anschließend mit einer speziellen Tinte im 3D-Druckverfahren in mehreren Layern den neuen Werken hinzugefügt. Das Ergebnis sind plastische, für Sehbehinderte zum ersten Mal voll, für Nicht-Sehbehinderte auf vollkommen neue Weise erlebbare Klassiker der Bildenden Künste.

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Bereits das Louvre und das MoMA hatten in der Vergangenheit mit verschiedenen Möglichkeiten experimentiert, blinden Menschen Ausstellungsstücke greifbar zu machen. Aber so weit wie das Prado Museum ist bis dato noch keine Kunstausstellung gegangen. Das Ergebnis ist nichts anderes als eine Braille-Schrift für die schönste Sprache der Welt…

At Museo del Prado, Blind Visitors Can Touch Masterpieces via Open Culture

Zwei AntiKünstler trollen Museen für moderne Kunst

Ein Duo namens Doug und Mikael hat das Tate Modern und die Saatchi Gallery in London gehijackt, indem die beiden mit zwei Tischtennisbällen im Mund als lebendige Kunstwerke die Ausstellungsräume kaperten. Der Gedanke dahinter ist natürlich – mal wieder – ein Kommentar auf die Absurdität vieler moderner Kunstwerke, nach dem Prinzip: “Ist das Kunst oder kann das weg?”. Den Kommentar, dass diese Form der Anti-Kunst als Meta-Kunst zwangsläufig selbst zur Kunst wird, spare ich mir an dieser Stelle. Das wurde auch bei reddit schon zur Genüge getan. Stattdessen zitiere ich einfach mal Frank Zappa, dessen Meinung ich diesbezüglich fast 100%ig teile (nur noch mal in der Form radikalisiert, dass für das Framing nicht der Künstler sondern der Rezipient verantwortlich ist):

The most important thing in art is the frame. For painting: literally; for other arts: figuratively – because, without this humble appliance, you can’t know where The Art stops and The Real World begins. You have to put a “box” around it because otherwise, what is that shit on the wall?


via visualnews

Videospiele in der ständigen Ausstellung im Museum of Modern Art in New York

Das Museum of Modern Art in New York hat endlich (jetzt erst?) seine ständige Ausstellung um Video- und Computerspiele ergänzt. 14 Games sind in die permanente Kollektion gewandert. Mal abgesehen davon, dass es grundsätzlich begrüßenswert ist, wenn das Medium Spiel von etablierten Kulturinstitutionen gewürdigt wird, stellt sich natürlich fast zwingend die Frage: Durch welche Eigenschaften verdient es ein Spiel in den kulturellen Kanon aufgenommen zu werden? Wann ist ein Spiel “museumsreif”? Ist der künstlerische Anspruch entscheidend oder ist es die Historizität bzw. der Einfluss, den das jeweilige Spiel auf das Medium als solches hatte? Ein Blick auf die Liste der aufgenommenen Spiele offenbart, dass die Verantwortlichen des MoMA sich um eine – vielleicht nicht ganz ideale – Zwischenlösung bemüht haben.

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Ausstellung in Berlin: BIOS – Konzepte des Lebens in der zeitgenössischen Skulptur

So, jetzt muss ich doch noch ein paar Worte zur Ausstellung BIOS verlieren, die derzeit im Georg-Kolbe-Museum in Berlin zu sehen ist. Um ehrlich zu sein war ich schon am Eröffnungstag, am 26. August da, weniger ob des feuilletonistischen Eifers als viel mehr aus Zufall. Mein Bruder, der für ein paar Tage in Berlin zu Besuch war, wollte unbedingt noch etwas Beeindruckendes sehen und die Ankündigung des Museums versprach einen ganz guten Querschnitt aus meiner kulturellen Leidenschaft und seinem medizinischen Interesse. Der Tagestipp in irgendeinem Berliner Stadtmagazin gab schließlich den entscheidenden Ausschlag und was soll ich sagen? Es hat sich wirklich, wirklich, wirklich gelohnt. Die Ausstellung hat in ihrer Gesamtheit einen großen Eindruck bei mir hinterlassen und bevor ich groß ins Fabulieren komme, schicke ich gleich vorweg: Leute, wenn ihr irgendwie die Möglichkeit dazu habt, geht dahin! Es lohnt sich für jeden, der Interesse an aktueller Plastik, Anthropologie und wissenschaftlicher Kunst hat… aber auch für jeden, der mal wieder eine kleine, kulturell legitimierte Geisterbahnfahrt erleben möchte.

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Animated Short der Woche: La mano de Nefertiti

Ich verstehe zwar kein Wort Spanisch, aber dieses kurzweilige Video macht auch so eine Menge Spaß. Mir ist das zwar auf Dauer etwas zu viel Slapstick, aber der Kurzfilm kann dafür mit viel Charme punkten. Wer also einen leicht mauligen Papagei, einen naiv-blöden Hund und die Hand einer verstorbenen Pharaonin nachts im Museum erleben möchte darf hier auf Play drücken.

La mano de Nefertiti (Spanien, 2012)

Regie: Guillermo García Carsí

Rahmen im Rahmen

Der Künstler Taylor Holland hat für sein Projekt Fra[mes] hochauflösende Fotos von Gemälde im Louvre geschossen, deren Rahmenornamente multipliziert und diese wiederum in das Innere der Rahmen geshoppt. Herausgekommen sind Bilderrahmen, die sich selbst ausstellen, allerdings nur selten in geordnetem Minimalismus sondern zumeist in einem sich selbst referierenden, selbst auflösenden Chaos. Die Verzierung der Präsentationsfläche wird zu ihrem eigenen Ausstellungsobjekt, das Framing wird zur Kunst an und für sich. Eine faszinierende Auseinandersetzung mit der Wirkung von Rahmenbedingungen und Kontextualisierungen der Kunst im musealen Milieu und eine nicht zuletzt auch bissige Abrechnung mit dem Ausstellungsfetisch der postkulturellen Epoche.

using high-resolution digital photographs of ornate frames at the louvre museum in paris as source material, i have taken frames and digitally filled them with the content of themselves.

this project was born of the idea that, on several visits to the louvre, i was often more interested in the artistic merit of the frame than the art itself. the result hopefully challenges the viewer’s notion not only of what art is, but the viewer’s own perceptions about where to find and appreciate art in various settings such as the louvre.

Fra[mes] by Taylor Holland via Minimal exposition

Links fürs Wochenende

Günter Grass – Europas Schande

Ja, ja… wir sind ein Kulturblog und so. Und wenn Günter Grass mit viel Brimborium mal wieder ein neues Gedicht zu einem politischen – kontrovers diskutierten – Thema veröffentlicht, kommen wir daran nicht vorbei. Das Echo darauf hält sich aber dieses Mal in Grenzen. Ein Skandal ist ohnehin nicht zu erwarten, zumindest wenn es nach Spiegel Online geht. Ohnehin beschränken sich die Kommentare von den großen Medien bisher eher auf Agenturmeldungen. Er hat es schon wieder getan… Mehr fällt den meisten nicht dazu ein. Immerhin hat das Teil schon einen eigenen Wikipedia-Artikel (Das ging schnell). Weder auf Twitter noch sonst wo ist bisher allerdings viel passiert. Daher an dieser Stelle nur ein kurzer Hinweis auf die logische Forderung der @leipzigerin: Herr G. braucht ein Blog sowie meinen eigenen Analyseversuch. Vielleicht hat sich der Günter G. dieses Mal tatsächlich vergaloppiert mit seiner Suche nach Aufmerksamkeit und das große Echo bleibt aus. Wäre nicht allzu schade…

Im Auge des Shitstorms

Sarah Kuttner benutzt – um Alltagsrassismus anzuprangern – das Wort “Negerpuppe” und gerät ungewollt in einen albernen, vom Boulevard und empörten Facebook-Nutzern angestachelten Skandal, der auch zum kleinen Shitstörmchen wird. Mittlerweile hat sich die Lage Gott sei Dank beruhigt und ausgerechnet SPON ist mit einem differenzierten Artikel dafür verantwortlich.

Bertrand Russell explains: “Why I’m not a Christian.”

Lord Bertrand Russell’s famous (or infamous if you prefer) 1927 essay “Why I Am Not A Christian” is one of the “classics” of “atheist literature” and one that is still likely to be read to this very day by budding unbelievers trying to inch themselves out of the church pew

Forget me not (Browsergame)

Das schon längere Zeit als Download-Version erhältliche Independent Game “Forget me not” gibt es jetzt auch zum bequemen Spielen im Browser. Simples Prinzip, herausfordernder Schwierigkeitsgrad. Top Gameplay!

Gamgea vor Ort: Computerspielemuseum Berlin

Schon etwas älterer Erfahrungsbericht vom wirklich tollen – wenn auch zu kleinen – Computerspielemuseum auf der Frankfurter Allee. Hingehen lohnt sich, auch wenn das Wetter derzeit eher nach See und Freibad schreit.

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Hilfe, wir werden inkompatibel

Nun also ist es mal wieder soweit. Revolution. Disruption. Oder wenigstens Evolution. Unter dem Begriff Zeitenwende macht es heute kein Experte mehr, der sich das Netz, die Software oder gar Mechatronik/Robotik vorgenommen hat. Da plätschern die Innovationen in der Automobilbranche, der Pharmaindustrie oder der Bankenwelt so vor sich hin. Aber die Welt der digitalen Technik hält wacker das Fähnchen der Innovation hoch. Nur wir dumme Gesellschaft kommen nicht mit – durch unser soziales Gewese…

Letztes Jahr auf Seite360:

Im Zuge der filmgeschichtlichen Exkurse erinnern wir uns an einen der ältesten Animationsfilme überhaupt. Florian erinnert sich mit viel Gänsehaut an die große Zeit von Sonny und Cher, lauscht noch einmal ihrer bewegenden Grabrede und hört ein-, zwei- vielleicht auch dreimal den wunderschönen Song “I got you babe”. Außerdem wirft er einen ätzenden Blick auf ätzende Videospielverfilmungen, wirft einen etwas analytischeren Blick auf David Finchers Fight Club und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Filmtiteln auf den Erfolg des jeweiligen Films. Rinko genießt währenddessen räudige Gitarrenmusik von Fucked Up in Köln und steckt ansonsten wohl irgendwie in dem selben Sommerloch, in das Flo und Marcus gerade geraten sind.

Das ist Kunst! Das muss dahin!

Der polnische Kunststudent Andrzej Sobiepan wollte nicht länger warten, bis seine Werke einem Kuratoren oder Feuilletonisten bekannt werden und hat so heimlich kurzerhand eines seiner Bilder im Breslauer Nationalmuseum installiert. Nachdem das Bild von den Sicherheitskräften entdeckt wurde, ließ es der Kurator des Museums in die Cafeteria des Hauses verfrachten, wo es zumindest für sieben Tage ausgestellt und anschließend für einen wohltätigen Zweck versteigert werden soll. Im Grunde genommen und soweit ich weiß, der erste echte Fall, bei dem der Gedanke der Street Art (nicht deren Derivate) Einzug in ein großes Museum hält.

“I decided that I will not wait 30 or 40 years for my works to appear at a place like this,” Sobiepan told TVN24. “I want to benefit from them in the here and now.”

Sobiepan, a Wroclaw Fine Arts Academy student whose last name means “his own master,” said he was inspired by the elusive British graffiti artist known only as Banksy. His own painting is small, white and green, and partly uses swine leather to show a drooping acacia leaf.

Impatient student hangs own painting in museum

Masel Tov! – Zehn Jahre Jüdisches Museum Berlin

Diese Woche feiert das 2001 eröffnete Jüdische Museum Berlin sein zehnjähriges Bestehen. Und es gehört seit seinem Entwurf von Daniel Libeskind 1989 nicht nur zu den beeindruckendsten Museen sondern ebenso den faszinierendsten Bauwerken Berlins überhaupt. Ich kann gar nicht genau sagen, wie oft ich mittlerweile in dem Hybriden aus klasischem, barocken Altbau und postmodernem architektonischen Spiel zu Besuch war, kann aber mit Sicherheit sagen, dass sowohl Ausstellungsinhalt als auch Gebäude mich jedes mal aufs Neue faszinieren. Im Grund genommen ist es sogar so, dass sobald jemand den ich kenne nach Berlin kommt und ein gutes Museum besuchen will, ich ihn oder sie erst einmal in das Jüdische Museum schleppe… auch einfach weil das immer ein guter Grund ist, das Museum selbst nochmal zu sehen.

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Ambivalenz als Markenzeichen – Gerhard Richter Retrospektive im Tate Modern (London)

Mit einem Œuvre, das über fünf Jahrzehnte zurückreicht gehört Gerhard Richter mittlerweile zu den bekanntesten und angesehendsten Künstlern der deutschen Postmoderne. Das Tate Modern in London zeigt ab Donnerstag – anlässlich seines 80. Geburtstags im Februar dieses Jahres – eine Retrospektive des beeidnruckenden und zugleich beispiellos ambivalenten Werk des faszinierenden Künstlers. Popjunkies dürften ihn am ehesten als den Verantwortlichen für das Coverartwork von Sonic Youth – Daydream Nation (1988) kennen, für dessen Frontcover die Zeichnung Kerze (1983) herangezogen wurde. Aber auch darüber hinaus hat Richter seine Spuren in der internationalen Kunstszene des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Es dürfte wohl schwerlich jemand zu finden sein, der nicht mindestens einmal über ein Bild Richters gestolpert ist.

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Museum of Digital Art – Prophetische Fotos von Léo Caillard

Großartige Fotomanipulationen von Léo Caillard, die als Serie die Vision einer möglichen zukünftigen digitalen Bibliothek zeichnen: Wir sehen Museumsbesucher mit i-Devices durch das Museum navigieren und interaktive Kunstwerke abspielen. Eine Frau schreibt direkt in ein digitales, interaktives Gemälde “Art is not a Game”, auf Art-Book können die Gäste ihre eigenen Kunstwerke hochladen, und wenn etwas schief läuft, stürzt das ganze Museum ab und hinterlässt einen nichtssagenden Datensalat in den Bilderrahmen. Den Rest der beeindruckenden und zugleich beängstigenden Fotostrecke gibt es bei My modern Metropolis oder der Website von Léo Caillard direkt zu sehen.

Die Entschälung des Gegenstands aus seiner Hülle, die Zertrümmerung der Aura, ist die Signatur einer Wahrnehmung, deren “Sinn für das Gleichartige in der Welt” so gewachsen ist, daß sie es mittels der Reproduktion auch dem Einmaligen abgewinnt.

Walter Benjamin

Links fürs Wochenende

Was, wenn das Löschen eines Facebook Profils Mord wäre?

Interessantes, schön spinnertes Gedankenspiel von Robert Basic, das auf interessante Weise zeigt, wie sehr die Social Networks mittlerweile unser Leben bestimmen

Ich bin ein wohlmeinender Sexist

Doch während diese Bewusstmachung bei modernem Sexismus (= die Überzeugung, dass sexstische Verhaltensmuster heute keine Rolle mehr spielen, etwa: “Heute ist das doch längst kein Problem mehr”) und Neosexismus (= das Ablehnen von Maßnahmen gegen Diskriminierung auf der Basis des Geschlechts, also: “Dieser ganze Gleichberechtigungskram geht mir gegen den Strich!”) einen gewissen, korrigierenden Effekt zeige, sei der wohlmeindende Sexismus (der Frauen als besonders schützenswert, damit aber auch als dem Mann nicht ebenbürtig ansieht und dadurch zu ihrer Benachteiligung beiträgt) schwerer zu bewältigen – nicht zuletzt, weil er ja in positive Gesten verpackt daher kommt.

Bilder des Virtual Typewriter Museum

Großartiges Fotoarchiv des Virtual Typewritermuseums. Besonders exquisit sind natürlich die Typewriter Eroticas. Aber auch die anderen Aufnahmen, historischen Fotos, Postkarten und Trade Cards, können den Freund historischen Bildmaterials ganz schön lange aufhalten.

Open Air Festivals

Haben und Nichthaben – Insolvenz des Eichborn-Verlags

So schnell kann das gehen: Nachdem diese Woche amtlich geworden war, dass der Frankfurter Eichborn Verlag nicht wie geplant am 1. Juli in das neue Aufbau-Haus am Moritzplatz in Berlin ziehen würde, hat der Verlag am Donnerstag beim Amtsgericht Frankfurt einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt.

Letztes Jahr auf Seite360:

Wir würdigen die besten Tarantinoesken Filme der 00er Jahre und stellen fest, dass der Nu Metal gar nicht tot ist, sondern einfach nur komisch riecht. Ganz Deutschland ist im WM-Fieber und so kommen wir nicht drumherum, die dunklen Seiten des Fußballgeschäfts in dem herausragenden 90er Jahre Drama Nordkurve in Augenschein zu nehmen. Ansonsten ist natürlich Sommer und auch die Seite360-Redaktion wird ein wenig von dessen Loch verschluckt. Immerhin erfrischen die Klaxons mit der Ankündigung eines neuen Albums  und auch Male Bonding können mit ihrem Album Nothing Hurts die heiße Jahresezeit ein gutes Stück versüßen. Was noch…? …Achja, Hochkultur trifft Popkultur und Marilyn Monroe liest James Joyce’ Ulysses. Nice!

Tim Burton Ausstellung im Los Angeles County Museum of Art

Vom 29. Mai bis zum Oktober 2011 findet im Los Angeles County Museum of Art (LACMA) eine Ausstellung der kreativen Arbeit Tim Burtons statt. Diese beinhaltet scheinbar so ziemlich alles, was der Regisseur von Filmen wie Edward mit den Scherenhänden oder Sweeney Todd in den letzten Jahren kreiert hat. Und das ist viel, wirklich viel: Nicht nur Animationen und Kurzfilme gibt es zu sehen, sondern auch Zeichnungen jeglicher Couleur, Skulpturen, Fotografien, Texte… Tim Burton als Vincent van Gogh des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Jedenfalls kann man diesen Eindruck gewinnen, wenn man die Vielseitigkeit seines Œuvre zu Gesicht bekommt. Auf The Fox is Black gibt es satte 74 Bilder der Ausstellung zu sehen. Ein noch größeres Erlebnis wäre es freilich direkt in L.A. vorbeizufliegen. Aber auch das hier ist schon ein wahrer Overkill an fantastischer Kunst. Hinsurfen!

The Los Angeles County Museum of Art will present Tim Burton, a major retrospective exploring the full range of Tim Burton’s creative work, both as a director of live-action and animated films, and as an artist, illustrator, photographer, and writer. Taking inspiration from popular culture, fairy tales, and traditions of the gothic, Burton has reinvented Hollywood genre filmmaking as an expression of a personal vision.


Böse Menschen stehen auf Kitsch

Herrlich, wie der koreanische Diktator Kim Jong-il die bunten Einhörner bemustert… Noch besser, wie er die Hände faltet, so als hätte er gerade ein wesentliches Detail entdeckt, welches ihm den unschätzbaren Wert des hier zu sehenden Kunstwerkes offenbart

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http://kimjongillookingatthings.tumblr.com/

via Kraftfuttermischwerk

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