Schlagwort-Archiv: Mural

Abandoned Barock

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Der irische Künstler Ted Pim nutzt verlassene und heruntergekommene Gebäude, um in diesen seine barocken Malereien zu verewigen und diese anschließend auf zwischen Klaustrophobie und Offenheit pendelnden, zentralsperspektivischen Fotos festzuhalten: Dunkel, mysteriös, monumental.

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Die Kunst von Ted Pim via Faith is Torment

Mural by Seth GlobePainter in Montreal

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Sehr schicke Street Art von Seth GlobePainter in der kanadischen Millionenmetropole. Was auf den ersten Blick “nur” großartige Fassadenkunst zu sein scheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als sehr cleveres urbanes Yin und Yang Motiv, das geschickt mit der Beschaffenheit seines Fundaments spielt und natürliche und menschliche Schöpfung ordentlich ineinander rasseln lässt, ohne dabei auch nur im Ansatz pathetisch zu werden.

via Street Art News

Urban Trash Art von Bordalo II

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Der Street Artist Bordalo II hat kürzlich ein paar echt großartige Hybride aus Literally Trash und Urban Art auf die Straßen Lissabons gezaubert: Aus (industriellem) Abfall und traditioneller Muraltechnik entstandene, beeindruckend plastische Tiere, die aus dem Müll der Stadt emporklettern und sich den urbanen Raum allein mit schierer Größe und Präsenz zurückerobern: Fantastisch!

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via colossal

I see my Mural and I want to paint it black – Blu zeigt der Gentrifizierung den Stinkefinger

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Das BLU-Mural an der Curvystraße gehörte nicht nur zu den ikonischsten Urban Art Stücken Berlin, darüber hinaus zauberte es auch mir, selbst beim hundertsten Vorbeigehen, immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Das war Kreuzberg, das war Berlin… und nun ist es weg, für immer. Vom Meister selbst beauftragt, einmal komplett mit schwarz überzeichnet, so dass nur noch – für kurze Zeit – ein Stinkefinger zu sehen war, der der schwarzen Tapezierung letztendlich aber auch zum Opfer fiel.

Hintergrund der Aktion ist, dass ein Münchner Investor die Curvy-Branche bebauen wollte und schon länger klar war, dass Blus urbanes Meisterwerk dieses Bebauungsplänen im Weg stand. Es gab ne Petition bei Change.org, das Werk unter Denkmalschutz zu stellen, es gab Proteste, es gab das bekannte Aufbäumen gegen die Gentrifizierung. Und nun hat Blu selbst einen Schlussstrich unter die Sache gezogen. Breit, schwarz, konsequent… und vor allem nicht zu übersehen. Die ganze Aktion hat schon etwas von einer Beerdigung: Ein dunkler, trauriger Moment für Street Art Freunde.

The Pessimism, Despair and Hypocrisy of Berlin’s Street Art via Kotzendes Einhorn und Nerdcore