Schlagwort-Archiv: MTV

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Travis Scott reitet auf einem Riesenvogel #Emas

Ich gebe es einfach zu: Travis Scott finde ich persönlich ganz grauenhaft und beobachte ich eigentlich nur am Rande. Der Mann ist allerdings ein Superstar und reißt mal eben das Frauenfeld 2017 auseinander.

In der Größenordnung ist es dann ja selbstverständlich, dass er auf einem Riesenadler über das Publikum der MTV Awards gleitet. Auf einem Riesenadler, der auch noch einen Scheinwerfer in seinen Klauen hat. Wunderbare Over The Top-Performance, bei dem das wie immer schwache Songwriting dann auch egal ist.

Die 90er Jahre: Die besten TV-Serien des Jahrzehnts IV

Auf zum letzten Teil unserer 90er TV-Kanonisierung. Dieses Mal gibt es viel Teenagerherzschmerz, einmal der realistischen und zugleich hochästhetischen Art mit der wundervollen Drama-Serie Willkommen im Leben, einmal als warmherziges Nostalgie-Paket Wunderbare Jahre. Neben Teenagern war die Dekade gegen Ende besonders von den Arzt- und Krankenhausserien geprägt. Der Vorreiter Emergency Room soll hier nicht unterschlagen werden, ebenso wenig die makabere, surreale Umsetzung des Topos in Lars von Triers grotesker Horrorserie Hospital der Geister. Zum Lachen gibt es dann aber auch noch was: Das großartige Review-Format Mystery Science Theater 3000 und die sarkastische, trockene High School Außenseiterin Daria. Alles ordentlich sortiert und rezensiert… nach dem Klick.

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Nirvana – MTV Live & Loud, Seattle, 1993

Sorry, aber so schnell hören wir hier nicht mit den Nirvana- und Grunge Gedenk-Wochen auf und präsentieren das komplette MTV Live & Loud Konzert, was schon einen ordentlich angepissten Kurt Cobain und die großartige Energie von Nirvana-Konzerten gut rüber bringt.

 

 

Setlist:

1 ) Radio Friendly Unit Shifter

2 ) Drain You

3 ) Breed

4 ) Serve The Servants

5 ) Rape Me

6 ) Heart-Shaped Box

7 ) Pennyroyal Tea

8 ) Scentless Apprentice

9 ) Lithium

Internet im Jahr 1995

Yeah, Nostalgieflash! Einmal wegen MTV News und dann natürlich wegen allerhand lustiger Sachen wie z.B. dem längst vergessenen Netscape Navigator, der tatsächlich mal ein Star unter den Browsern (gab ja anfangs eh nur einen) war. Immerhin zwei Sachen haben sich in den letzten Jahrzenten nicht geändert: Ozzy Osbourne sah bereits 1995 eher tot als lebendig aus und schon damals war Porn ein sehr großes Thema im “Cyberspace”.

via Whudat

MTV Movie Awards 2011

Stimmt… da war ja noch was. Heute Nacht steigen die MTV Movie Awards 2011. Wer kein Pay-TV besitzt, kann auf einen der zahllosen potentiellen Livestreams wie Justin.TV hoffen, wobei natürlich wie jedes Jahr bei diesen ‘speziellen’ Awards die Frage angebracht ist: Wer jenseits der Achtzehn Jahre braucht das überhaupt? Naja, immerhin sind auch dieses Jahr die Kategorien wieder grundsätzlich ziemlich cool, wie eh und je eben. So etwas wie “Best Kiss” oder “Best Fight” findet man nunmal einfach nicht bei den klassischen Filmwettbewerben. Allerdings verleitet die Nominiertenliste auch MTV-Award-klassisch dann doch zum Kopfschütteln. Wenn das kitschige Gefummel der Twilight-Saga gleich zweimal bei der besten Kuss-Szene auftaucht, dann – naja – kann ich auf die eigentlich coolen Kategorien auch gut und gerne verzichten. Anyway: Heute Nacht um 3 Uhr (MEZ) steigt die Party, und nach dem Klick gibts nochmal die Listen aller Nominierten.

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Nerdfilmabriss: Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Sucker Punch, Kick-Ass

Üblicherweise kommen die Filme bei unseren Abrissen ja aus den verschiedensten Genres und haben keinen direkten Zusammenhang untereinander. Das ist in diesem Fall anders. Die drei Filme, die ich hier rezensieren möchte, fallen nicht nur in ein gemeinsames vages Genre, das man mit Fug und Recht als Nerdfilm bezeichnen könnte, sie leiden auch alle drei genau deswegen – mal mehr, mal weniger – unter dem selben Problem: Dem forcierten Awesomeness-Faktor, der in einem Fall die Qualität des Films eher steigert, in dem anderen die gute Grundidee torpediert und im dritten Fall schließlich für ein peinliches Beinahe-Disaster sorgt. Scott Pilgrim vs. the World, die Verfilmung eines in Nerdkreisen kultig verehrten Comics, Kick-Ass die Reinterpretation von Superheldenmythen in Zeiten des Nerds und Sucker Punch, das versuchte und gescheiterte Metastatement sind für sich jeweils Filme, die direkt am Puls der Zeit sitzen, den aktuellen kulturellen Diskurs der Popmoderne – oder eben Nerdkultur – widerspiegeln und zugleich für ihre eigene Vermarktung ausnutzen. Aber wie viel steckt tatsächlich hinter diesen Streifen?

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Die 90er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts II

Dass die 90er Jahre keineswegs ein rein amerikanisches Zeichentrickjahrzehnt waren, hatte die letzte Trickfilmretrospektive bereits unter Beweis gestellt. Hier sind die USA sogar in der Unterzahl. Dominiert werden die 90er Zeichentrickklassiker von Asien – selbstredend insbesondere dem Studio Ghibli. Aber auch eine klassische Disney-Produktion hat sich hierher verirrt, und sogar ein unglaublich bezaubernder Hybrid aus traditioneller Zeichentrickkunst und Up-to-Date-Computeranimationen.

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Die 90er Jahre: Die besten elektronischen Alben des Jahrzents I

Die 90er waren gerade für den elektronischen Bereich ein Quantensprung nach vorne. Sicherlich hatten Techno und House ihren Ursprung unter anderem in der Detroit Szene der 80er Jahre, aber dank  Events wie der Loveparade entwickelten sich harte und schnelle Beats erst zu Beginn der 90er zu einem Massenphänomen, das sogar Rockbands infizierte. Ende der 90er gehörte es schließlich zum guten Ton, wenn man angesagt und hip erscheinen wollte, mit Electro zu arbeiten.  Selbst U2, in den 80ern eher für Vokuhila-Frisuren und erdigen Rock-Sound bekannt, flirteten schon zu Beginn der 90er heftig mit Hooks aus den Techno-Clubs und schockten ihre Fans mit dem Dance-orientierten Album “POP” und einer Bühnenshow, die man eher auf der mittlerweile etwas vergessenen Großveranstaltung Mayday erwartet hätte als im klassischen Rockstadion. Weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts I

Wow! Die 90er waren ein mehr als sattes Jahr für gute Liebesfilme. Und dementsprechend bekommen sie hier, wie schon die Horrorfilme, gleich zwei Artikel spendiert. Diese Überfülle an hervorragenden Liebesfilmen – insbesondere aus den USA – lag vor allem daran, dass das romantische Kino in den 90ern nicht nur ein- oder zwei- sondern gleich mehrspurig fahren durfte: Romcom und Screwball erlebten eine unerwartete Renaissance, Hollywood durfte sich und das Massenpublikum mit epischen Schnulzen erfreuen, Independentregisseure entedeckten plötzlich die Möglichkeiten des romantischen Kinos, und ganz nebenbei erblickten noch ein paar schwarze, düstere und abwegige Liebesreigen das Licht der Welt. Die besten Liebesfilme der 90er: Wir haben sie geschaut, gesammelt und liefern auch hiermit die erste Portion feinstes Romantikkino…

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Oasis Fans

Oasis Special: Die 90er Alben im Rückblick

Auf Plattentests fand mal wieder ein Voting statt (ja, die haben auch alle zuviel Zeit) und nach “Elektronik-Tracks für die Ewigkeit” und ” 100 besten Filmen” waren nun Oasis dran. Oasis sind wohl der Verein, bei dem man beim ersten Stadionbesuch weiß, daß einen diese Leidenschaft nie wieder los lassen wird, egal welch schwere Zeiten man mit dieser Band und ihrem Weg vom meistverkauften Uk Act über den krassen Beliebtheitsverlust der Post-Britpop Ära zurück zum versöhnlichen Comeback mitmachen muss.

Hier noch einmal alle Alben im Schnelldurchlauf:

Definitely Maybe

VÖ: 30.08.1994

1994 bringt sich Kurt Cobain um und beendet die Ära der amerikanischen Grunge-Bands aus Seattle. Ungefähr zur gleichen Zeit findet auch in Großbritannien ein Umbruch statt. Nach den eiskalten Thatcher -und den drögen Major-Jahren betritt ein junger charismatischer Labour Kandidat namens Tony Blair die politische Bühne und ruft nach seinem Wahlsieg  “Cool Britannia” aus. Weiterlesen

Musikvideo der Woche

Düstere verwaschene Farben, Industrial-Look und ein androgynes Wesen (Tilda Swinton), das sich in Slo-Mo konträr zu der ihm feindlich wirkenden Umwelt bewegt; eine Frau, die resigniert, entfremdet und gebrochen wieder den Weg zurück in ihre Parallelwelt antritt. Nein, auch dieses Video verspricht keine heiteren Frühlingsgefühle, sondern lässt einen den bitterkalten englischen Regen-Schauer den Rücken runterlaufen. Das Dark Ambient Projekt Orbital malte uns mit The Box 1996 eine düstere Zukunft, in einer Zeit in der MTV auch verstörend sein und die Sehgewohnheiten der Zuschauer brechen durfte. Auf einer Vocal-Version der Singleauskopplung ist übrigens eine damals noch gänzlich unbekannte Alison Goldfrapp zu hören.

Orbital – The Box (1996)

Album: In Sides

Regie: Jens Benstock and Luke Losey