Die 90er Jahre: Die besten Postrock-Alben des Jahrzehnts II

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Also, Butter bei die Fische: Was ist denn dieser DHL-Rock nun genau? Ich persönlich bin ja ein großer Fan der Definition von Simon Reynolds, der in die Schublade Post-Rock (Post Rock? Postrock? Whatvever!) all das steckt, was sich mit “using rock instrumentation for non-rock purposes” umschreiben lässt. Oder um es noch abstrakter auszudrücken: Rock, der nicht nach Rock klingt. Oder zumindest nicht nach Rock N Roll. Aber dann sind wir schon bei nem ziemlichen Allgemeinplatz angekommen.

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Die 90er Jahre: Die besten Postrock-Alben des Jahrzehnts I

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Okay… machen wir uns nichts vor. Die 2000er sind DAS Jahrzehnt des Postrock. Hier wurden die Meilensteine produziert, hier erhielt das Genre seine endgültige Form und seinen endgültigen Charakter, hier machte es sich – wenn auch nur für einen sehr kurzen Zeitraum – auf, die Feuilletons und Musikmagazine zu erobern. Dabei vergisst man allerdings sehr leicht, dass das Genre im Grunde genommen in den 90ern geboren wurde. Klar, wenn man besonders historisch sensibel ist, kann man die ersten Auswüchse im Postpunk der 80er oder gar im erweiterten Prog- und Space Rock der 70er ausmachen, aber die ersten richtigen Lebenszeichen zeigte diese Mischung aus Komposition und Redundanz, aus Monotonie und ekstatischen Eruptionen in den 90ern. In diesem Jahrzehnt entstanden Tortoise und wurden zu Legenden, in diesem Jahrzehnt durften Mogwai ihre ersten Gehversuche unternehmen, ebenso GY!BE und Sigur Ros, nicht zu vergessen die Genre-Prototypen von Talk Talk und Bark Psychosis. Ein guter Grund, sich die Apokalypse dieses Rockjahrzehnts genauer anzuschauen.

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Life Is Strange Ep. 1 – Das Spiel über Adoleszenz von Square Enix

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Mit seinem Antihelden Holden Caulfield hat J.D. Salinger die Zeit der Adoleszenz wohl wie kaum ein anderer Autor so treffend und zugleich schmerzhaft wiedergegeben. Der “Fänger im Roggen” ist vollkommen zurecht in den Literaturkanon aufgenommen worden und nicht ohne Zufall der Namensgeber für die Protagonistin des neuen Spiels von Square Enix.

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Mogwai @ Pitchfork Music Festival Paris

60 Minutes of pure Postrock Awesomeness. In your Face, November!

Setlist:
01. Heard About You Last Night
02. I’m Jim Morrison, I’m Dead
03. Travel is Dangerous
04. Rano Pano
05. Hunted By a Freak
06. Mogwai Fear Satan
07. Deesh
08. Remurdered
09. Teenage Exorcists
10. Mexican Grand Prix
11. We’re No Here

Mogwai Full Set – Pitchfork Music Festival Paris

Kurzfilm der Woche: Thirty Century Man (Mogwai Remix)

In letzter Zeit verlassen wir ja hier etwas unsere klassischen Linie und tragen dem Kurzfilm-Trend unter den Musikvideos Rechnung. So neu ist das ja eigentlich alles nicht und bereits Michael Jackson gönnte sich in den 80ern für seine Musikvideos gerne mal ein Länge von 18 Minuten, aber das waren ja auch noch die aufregenden Zeiten von MTV. Heute sehen (oder eher “sahen”, MTV ja nur noch als Bezahlversion verfügbar) wir dort meist unterbelichtete Prollos aus irgendeinem Kaff in den USA und äußerst selten künstlerisch wertvolle Videos. Der heutige Kurzfilm der Woche läuft jedenfalls aktuell bei Live-Konzerten der Postrocker von Mogwai und veredelt ihren epischen Sound von “How To Be A Werewolf” in Zusammengang mit dem Kurzfilm “Thirty Century Man”. In diesem Film geht es um Radfahrer James Bowthorpe, der bereits im Guiness Buch steht und einen Weltrekord in einer Erdumrundung mit seinen Rad hält. Der Film zeigt Bowthorpe in der Einsamkeit Norwegens und einen abschließenden majestätischen Augenblick, in dem er sich selber wiederfindet.

 

Thirty Century Man (2010)

Regie: Antony Crook

Musik: Mogwai- “How to Be a Werewolf”

Hörenswertes: Februar 2011 (II)

Nachschub von großen Bekannten: Bright Eyes veröffentlichen mit “The People’s Key” ein Album, in dem sie tatsächlich als Band (!) funktionieren, Mogwai feiern erneut überzeugende Postrockexegesen und PJ Harvey überrascht mit einem vielschichtigen und komplexen Folkwerk.

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Postrock für lau – Rien: 3

Für alle geizigen Postrockfreunde gibt es die neuste EP der französischen Band Rien auf der Labelseite L’amicale Underground zum kostenlosen Download. Rien spielen auf 3 stimmungsvollen und treibenden Instrumental Postrock, der zwischen atmosphärischem Filmscore (a jerk in da hell) und klassischen Progressive Rock Zitaten (V) pendelt. Dadurch ist die gerade mal vier Songs umfassende EP abwechslungsreich genug, um auch längere Zeit unterhalten zu können. Der Song Masterkraft taucht gar in wüste Noise-Gefilde ab, ohne jedoch den harmonischen Gesamteindruck der kompakten EP zu zerstören. Neben der Möglichkeit des kostenlosen Downloads kann das Album auch inklusive äußerst stilvollem Coverartwork beim Label bestellt werden. Fans von Fantomas, Mogwai und Ennio Morricone sollten einen Hördurchgang wagen.

Die 100 Alben des Jahrzehnts der User von Plattentests.de (Plätze 100 – 51)

Gestern hatten wir bereits an dieser Stelle die Plätze 200 – 101 veröffentlicht. Heute geht es weiter mit den beliebtesten 00er-Alben der Plattentestsleser.

Zum Einstieg ein kurzer Rückblick…

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