Schlagwort-Archiv: Mockumentary

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Die 80er Jahre: Die besten Filme des Jahrzehnts für Musikliebhaber

THE-BLUES-BROTHERS

Ich glaube, ich habe schon in einem der letzten Artikel mit Musikliebhaberfilmen erwähnt, dass Musicals so überhaupt nicht mein Genre sind. Dementsprechend sind sie auch in dieser Retrospektive nicht besonders präsent. Müssen sie auch gar nicht: Wer Musik und gleichzeitig Filme mag, ist keineswegs auf das naheliegendste und damit auch irgendwie ödeste Genre-Crossover angewiesen: Warum nicht stattdessen großartige Slapstick-Action mit viel Coolness, viel Humor und vor allem viel Rock N Roll (Blues Brothers)? Oder überlange surreale Musikvideos (The Amazing Mr. Bickford, The Wall), gerne auch dramatisch, pathetisch und voll mit Attitüde (Purple Rain). Oder warum nicht eine der besten Mockumentarys aller Zeiten (This is Spinal Tap)? Und wenns dann doch musicaleske Unterhaltung sein soll, kann ich zumindest Forbidden Zone anbieten… das wiederum ist aber auch ein Musical wie kein Zweites und passt somit perfekt in diese Reihe schriller, verquerer und ungewöhnlicher Filme.

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SciFi Filmabriss: The Congress, Interstellar, Young Ones, Apollo 18, Alles eine Frage der Zeit

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Zum Start von 2015 und Rückblick auf das vergangene Jahr, noch einmal Science Fiction satt. Nicht alle der hier rezensierten Filme stammen aus dem Jahr 2014, aber alle habe ich irgendwann in den letzten Monaten gesehen. Und so ziemlich alle – abgesehen von Interstellar – findet Ihr auch mittlerweile in eurer Videothek des Vertrauens. Wenn es also für das Ende von 2014, für den Beginn von 2015 noch einmal futuristisch, spacig, prophetisch werden soll, werdet Ihr hier bestimmt den ein oder anderen potentiellen Kandidaten für einen gemütlichen Filmabend zwischen den Jahren zum Jahresauftakt finden.

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The Great Martian War – Der Erste Weltkrieg als Krieg der Welten

Großartiges Viral vom History Channel zu “The Great Martian War”, eine Art History/SciFi-Mashup Mockumentary, in der die Alliierten im ersten Weltkrieg monströsen Alien-Tripods gegenübertreten.

On its 100th anniversary, The Great Martian War tells the story of the catastrophic events and unimaginable horrors of 1913-17, when Humankind was pitted against a savage Alien invasion.

With powerful and detailed First World War parallels, The Great Martian War fuses sci-fi fantasy with specialist factual history to explore the real-world tragedies and unique horror of World War One.

via Interweb

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Lass das mal den Papa machen! – Rezension zu “Stromberg – Der Film”

Nicht Lars von Triers neuster provokanter Streicher Nymphomaniac, nicht das abgefeierte und mit Preisen überhäufte American Hustle und auch nicht die kommenden Sommer-Blockbuster, die die Avengers, Spiderman und die Evolution vom Planet der Affen weitererzählen… Nein, ich gebe es ganz offen zu: Der Film, auf den ich mich im Kinojahr 2014 in den letzten Monaten am meisten freute, war tatsächlich die Verfilmung der selbst in Staffel 5 noch qualitativ erstaunlich konstanten Comedy-Serie Stromberg. Und an dieser Stelle gebe ich auch gleich mit zu, dass ich mich liebend gerne mit jedem streite, der Husmanns Baby für einen billigen “The Office”-Klon hält. Denn nachdem die Serie sich vom britischen Original emanzipierte – was im Grunde schon in Staffel 1 geschah – gelang es ihr, über die eindeutige Vorlage hinaus etwas spezfisch Deutsches zu erzählen und dabei kongenial zwischen Humor, Tragik, Gesellschaftskritik und toller TV-Unterhaltung zu pendeln. Ja, ich bin ein Stromberg-Fanboy, und daran konnte auch die extrem penetrante Promotion für den Film, inklusive Pro7-Dauerfeuer, peinlichen Auftritten  von Christoph Maria Herbst und nervigem Raab-Popsong “Lass das mal den Papa machen!” nichts ändern. Dafür war das Projekt dann auch von Anfang an einfach zu sympathisch: Gefordert von den Fans, geleistet vom großartigen Ralf Husmann (der mittlerweile mit dem Tatortreiniger auch außerhalb des Stromberg-Kosmos pures TV-Gold zaubert) und finanziert mit einem raffinierten Hybriden aus Crowdfunding und Investoren-Modell. Die besten Voraussetzungen also für eine epische Cinematisierung des Mockumentary-Stoffes.

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Trailerprogramm: Jonas, The Ghastly Love of Johnny X, The Lorax, The Woman in Black, Games of Thrones, Lilyhammer

Jonas [Robert Wilde]

Nicht von dem Regie-Namen täuschen lassen… Jonas ist natürlich in erster Linie ein Christian Ulmen Projekt, in dem sich der Comedian und Verkleidungskünstler wieder auf dem ihm vertrauten Terrain der mockumentarischen Tragikomödie und Satire bewegt. Allerdings bringt er sein in ulmen.tv (2008 – 2010) und Mein neuer Freund (2005) bestens funktionierende Konzept auf ein neues Level, oder eben auch ein vorheriges Level,  je nachdem, wie man es interpretieren möchte. Die Maskerade fungiert hier nämlich nicht als Schein für die Beteiligten, dafür ist Ulmen in den Kreisen in denen sein neuer Film spielt, wohl einfach zu populär. Und trotzdem sind die “Statisten” auch hier echte Menschen mit echten Sorgen und Nöten, mit echten Geschichten, die im filmischen Mikrokosmos Ulmens zwischen Fiction und Mockumentary neu arrangiert werden. Jonas spielt auf einer Gesamtschule, Ulmen mimt den etwas debberten, viel zu alten Sitzengebliebenen, der eine letzte Chance bekommt. Ob und wie diese neue Variation seiner Rollenspiele aufgeht, wird sich zeigen. Immerhin birgt der Film nicht nur die Chance zur Authentizität sondern ebenso das Risiko zum unbeholfenen Vexierspiel der Statisten mit der omnipräsenten Kamera und dem absurden Gebaren Ulmens selbst. Der Trailer sieht auf jeden Fall schonmal sehr schick aus und macht auf den Film – allein wegen seines gewagten Konzeptes – neugierig.

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Schluss mit lustig! – Rezension zur fünften Stromberg-Staffel

Das ging dann alles doch schneller als vermutet. Im Überschwang der Vorfreude habe ich mir letzte Woche die Limited Pop-Up Edition zur fünften Stromberg-Staffel bestellt und deren Ankunft eigentlich erst die kommende Woche erwartet. Naja, Amazon hat mich bereits am Freitag mit dem Päckchen überrascht und das Wochenende war gerettet. Am Samstag Abend war ein Stromberg-Marathon angesagt: Immerhin 10 Folgen à 20 Minuten warteten darauf entdeckt und abgefeiert zu werden… Und es hat sich wieder einmal gelohnt. Nur soviel im Voraus: Die fünfte Staffel gehört mit zum Besten, was es von der großartigen Comedyserie – die ja alles andere als arm an Höhepunkten ist – bis dato zu sehen gab. Ich versuche die folgende Review so spoilerfrei wie möglich zu halten, was bei einer Serie natürlich immer etwas schwieriger ist. Wer Stromberg, Staffel 5 also so unbefleckt wie möglich sehen will, sollte gar nicht erst weiter lesen… wem ein kleiner, leicht verspoilerter Vorgeschmack nichts ausmacht, here we go.

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“Büro ist wie Achterbahnfahren!” – Stromberg-Retrospektive (Staffel 1 – 4)

Ich liebe Stromberg (2004 bis heute), seitdem die Serie das erste Mal über die deutschen Fernsehbildschirme flimmerte. Das Rip-Off der (ebenfalls genialen) britischen Satire The Office (2001 – 2003) gehört für mich zu den wenigen Fällen, bei denen das Remake besser funktioniert als das Original. Vielleicht liegt es daran, dass die Mockumentary und Parodie des klassischen Büro-Muffs, die Kombination aus Biedermeierei, fehlender Sensibilität und dreister Inkompetenz noch besser zur deutschen Arbeitswelt passt als zur britischen Mentalität. Vielleicht liegt es daran, dass Autor Ralf Husmann damals genau wusste, wo er die Vorlage abändern muss, wo er konkret Dinge finden konnte, die deutsche Verhaltensauffälligkeiten perfekt persiflieren. Vielleicht liegt es auch am herausragenden Cast, von Christoph Maria Herbst bis zu Bjarne Mädel. Auf jeden Fall war Stromberg immer groß… auch in seinen schwächeren Momenten. Kurz vor der fünften Staffel, die am 8. November auf Pro Sieben startet, will ich an dieser Stelle noch einmal einen kleinen Blick auf die Vergangenheit des “schlechtesten Chefs der Welt” werfen.

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Trailerprogramm für den Dienstag: The Rum Diary, Apollo 18, Tyrannosaur, The Artist, Moviacs

The Artist [Michel Hazanavicius]

Das könnte groß werden, mehr als groß. The Artist präsentiert sich als wunderbar unzeitgemäßer, zeitloser Film, der sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch die goldene Stummfilmära Hollywoods wieder aufleben lässt. Zwischen beschwingter Hommage und großem Drama, dass den künstlerischen und gesellschaftlichen Wandel der damaligen Zeit greifbar werden lässt, erzählt als Stummfilm mit Tanzeinlagen, der keine Angst  davor hat Inszenierungstechniken, Ästhetik und Dramaturgie der damaligen Zeit konsequent einzufangen und umzusetzen. Eine wohltuende Abwechslung zu den High End Blockbustern der heutigen Zeit und im besten Sinne des Wortes ein konservativer Film, der gerade aus seinem Traditionsbewusstsein Originalität und Progressivität zu schöpfen scheint. Muss ich unbedingt sehen!

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Kurzfilm der Woche: Hands Solo – Mockumentary über gebärdenden Pornostar

Hands Solo ist eine 15minütige Mockumentary über einen gebärdenden Pornostar, der Dank seines Könnens der Gebärdensprache mit seinen Fingern entsprechend geschickt umzugehen weiß und genau deswegen im Sex-Business äußerst gefragt ist. Klingt bescheuert…? Ist es auch, gleichzeitig allerdings ungemein genial und schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sowohl Humor als auch Sex-Appeal sind in der medialen Verarbeitung der Gebärdensprache sträflich unterrepräsentiert. Und von beidem besitzt sie – egal ob lautbegleitend oder komplett gebärdet – mehr als genug. Zusätzlich besitzt Hands Solo natürlich noch einen ordentlichen Trash-Charme, viel schwarzen und auch bitteren Humor und die notwendige Leichtigkeit, um über 15 Minuten unterhalten zu können.

What if a Deaf man became an internationally famous adult film star, all because he’s very very good with his hands?

Hands Solo is a short comedy mockumentary about one lucky person who makes it to the top.

DIRECTOR’S STATEMENT:
Three years ago this month, I was in the pub with Charlie Swinbourne watching the end of a disappointing Euro 2008 game, when he reached into his rucksack and brought out a script he wanted me to read. It was called HANDS SOLO. I knew right there and then I wanted to make that film no matter what. It was the start of a beautiful working relationship, and a long filmmaking process.

3 years later, after many late night meetings, email exchanges, filming days and editing, Hands Solo has been round the world at various festivals, won lots of awards, reviewed in Empire magazine and Sight and Sound, shocked a few people and made even more people laugh. We’ve even caused an outrage in The Daily Mail which means we’ve finally become truly famous…

Hands Solo (Großbritannien 2010)

Regie: William Mager

Drehbuch: Charlie Swinbourne

Kamera: Stuart Bentley

Darsteller: Matt Kirby, Nicola Stapleton, Ben Green, Deepa Shastri

http://www.hands-solo.com

via Grenzgängerin

Mockumentary: 20 Jahre Galaxy Quest

Galaxy Quest gehört definitiv zu den besten Komödien der 90er Jahre und darüber hinaus zu den besten Science Fiction Komödien überhaupt. Auch wenn er als Parodie nicht bissig genug ist, um das Trekkie-Äquivalent zu Mel Brooks’ Spaceballs darzustellen, so funktioniert er doch vor allem zu Beginn perfekt als Satire auf Star Trek Conventions, Seriendarsteller, die in ihren Rollen gefangen sind und den Größenwahn der amerikanischen TV-Landschaft. Und nebenbei hat er sogar noch eine saubere Science Fiction Geschichte zu bieten, die auch ohne ihre diversen – sau komischen – Metaebenen zu unterhalten weiß. Anyway: Im Netz ist jetzt eine offizielle Mockumentary über den Aufhänger des Films aufgetaucht (nämlich die gleichnamige fiktive TV-Serie). Und die toppt nochmal jedes parodistische Element des ohnehin schon großartigen Films.

Hier gehts weiter zu Teil 2 und 3 Weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts I – Serienkillerfilme

Die 90er Jahre waren ein ausuferndes Jahrzehnt für Thriller und Krimis. Neben den klassischen Crime-Stoffen war es vor allem der Serienkillerfilm, der einen zweiten Frühling erlebte. Natürlich sind auch hier die Genregrenzen oft fließend: Viele der hier genannten Filme könnten ebenso gut in der Horrorecke stehen; von den unzähligen – oft pubertären – Slasherrevivals heben sie sich aber deutlich sowohl in ihren Ausgangspunkten als auch Umsetzungen ab. Ein perfekter Serienkillerfilm arrangiert psychologische Tiefgründigkeit mit ganz realem physischen Terror, sucht nach Motiven und Ursachen, ermittelt ebenso akribisch, wie er akribisch tötet und schafft dabei eine unheilschwangere, düstere Atmosphäre. So werden die guten dieser Filme nicht zum bloßen Thriller sondern zum komplexen Persönlichkeits- und Gesellschaftsporträt, wenn nicht gar zu brutalen, düsteren und apokalyptischen Anthropologien.

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Die 90er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts I

Im Vergleich zum 00er Horrorjahrzehnt stinken die 90er schon gewaltig ab… Während es im neuen Jahrtausend ein großartiges Zombie-Revival, eine neue Torture-Welle und ausgezeichnete asiatische Spukgeschichten gab, bleiben die 90er Jahre diesbezüglich genretechnisch ziemlich diffus und heterogen. Ein paar Gothic-Horror-Schinken, ein kurzes Slasher-Revival gegen Ende des Jahrzehnts, und das wars auch schon. Ansonsten viel Mittelmäßiges, Uninteressantes, Vergessenswertes… Kein gutes Jahrzehnt für den Horrorfan. Und dennoch findet sich auch in den 90ern die ein oder andere Genreperle. Wir haben sie für euch ausgegraben und sogar so viel gefunden, dass wir das Ganze wider Erwarten in zwei Teilen veröffentlichen können. Das erste satte Horrorpaket steht schonmal hier. Teil 2 in Kürze…

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Die 00er Jahre: Die besten Dokumentarfilme des Jahrzehnts II

Wie angekündigt der zweite Teil der besten Dokumentarfilme der Dekade von 2000 – 2009…

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Die 00er Jahre: Die besten Komödien des Jahrzehnts

Erstmal den Ernst bei Seite geschoben! Hatten wir uns schon bei den Tarantinoesken Filmen vor allem den selbstironischen, überspitzten  Seiten des Kinos gewidmet, so sind wir nun vollkommen im Komödiengeschäft angekommen. Es wird laut, es wird bunt, es wird überdreht und vor allem  wird es witzig. Die besten Komödien der Jahre 2000 bis 2009, alles was unser Zwerchfell ordentlich reizte, was Gelächter fest mit einkalkulierte und was uns ein fettes Grinsen aufs Gesicht zauberte. Zwölf astreine Lacher, direkt nach dem Break…

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