Hörenswertes: Coldplay, Lana del Rey, Alt-J, Royksopp & Robyn, Mastodon, Honeyblood, Dexter

Ja ich war faul und habe trotzdem direkt noch eine zweite Ausrede im Gepäck: So richtig große Sachen sind ja in in den letzten Monaten nicht raus gekommen. Jungle wurden mir empfohlen, aber haben einfach nicht überzeugt, La Roux finde ich im zweiten Versuch nach dem nervtötenden Debüt auch nicht besser und überhaupt…ach nee, wir wollen ja nicht meckern, hat sich doch letzten Endes was Altbewährtes Hörenswertes gefunden. Rise Against sind immer noch die Könige unter den Stadion-Punkern, Lana Del Rey zeigt uns die Welt hinter dem schönen Schein, Coldplay sind wieder traurig und zum Ende gibt es sogar Blut, Schweiß und Honig. Wohl bekommt`s!

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Hörenswertes, Januar 2014: Sunn O))) & Ulver, Blank Realm, A Silver Mt. Zion, Xiu Xiu, Dum Dum Girls, Billie Joe and Norah Jones

Das Jahr 2014 startet groß… richtig groß. Bereits der Januar kann es locker fast im Alleingang mit 2013 aufnehmen und ich komme gerade gar nicht hinterher beim Reinhören in die ganzen fantastischen Alben, die hier durch den Stream rauschen. Und fuck ja, ich weiß, es ist schon Februar… und dann hat sich hierher auch noch mit Billie Joe und Norah Jones ein 2013er Output verirrt. Der hat mir den letzten Monat allerdings – trotz ein wenig zu braver Befriedung des Everly Brothers Klassikers “Songs our Daddy taught us” – mehr als einmal versüßt hat. Ansonsten gibt es in diesem Hörenswert-Artikel allerdings nichts aus der 13er Dose: Stattdessen neue Postrock-Highlights der Silver Mt. Zion, düstere Drone-Reisen in der Sunn O))) & Ulver Kollaboration, konfusen Retro Indie/Psychedelic-Rock von Blank Realm, Anti-Pop von Xiu Xiu und Pro-Pop von den Dum Dum Girls.

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Die 90er Jahre: Die besten Crossover Alben des Jahrzehnts

Rinko will sich endlich den musikalischen 80er Jahren widmen und ist dafür schon fleißig am LP-Sammeln. So wie er im Moment über New Wave und Postpunk philosophiert und mir dabei irgendwelche Bandnamen an den Kopf wirft, die ich noch nie gehört habe, kann es eigentlich nicht mehr lange dauern, bis die musikalische Aufarbeitung meines Geburtsjahrzehnts hier auf Seite360 stattfindet. Als in den 90ern musikalisch sozialisierter Hörer habe ich mit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Und während Rinko sich in die Untiefen von No Future, Glam, Synthie und Postpost-irgendwas begibt, will ich zumindest noch ein paar Genres würdigen, auf deren Aufarbeitung er bisher in unserer 90er Retrospektive verzichtet hat. Wobei der Genre-Begriff im Falle des Crossover etwas diffus ist. Tatsächlich ist diese Bezeichnung für die Vorreiter des Nu Metal, für die ersten, die Rap, Rock, Funk und Metal zusammenmixten, primär eine deutsche Erscheinung. In den USA wurden die folgenden Bands stattdessen gerne dem Funk-Rock, dem Rapcore oder anderen Genrehybriden zugeordnet. Hierzulande dagegen sind wir mit genau jenem Crossover-Begriff groß geworden, nicht nur Dank deutscher Bands wie H-Blockxx oder Such a Surge, sondern auch Dank vieler Bands aus Übersee, denen wir dieses Label – stolz etwas neues musikalisches zu entdecken – aufgedrückt haben. Im Folgenden widme ich mich den besten Alben des klassischen Crossover, wie er Anfang/Mitte der 90er Jahre geboren wurde und ebenso schnell wieder in der Versenkung verschwunden ist, um diversen Core- und Nu-Metal-Labels Platz zu machen. Es war nicht alles golden in diesem mixwütigen Genre, ein paar herausragende, spannende Hybrid-Alben sind trotzdem dabei rumgekommen.

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Links fürs Wochenende

Kompass: Wie der Heavy Metal in den Leitmedien abschneidet

Teil 2 der Power-Metal-Reihe zum Thema “Heavy Metal im Mainstream-Journalismus”. Dieses Mal stehen Fernsehen und Radio im Mittelpunkt, inklusive interessantem und kuriosem Anschauungsmaterial.

Jung & Naiv: Mit Peer Steinbrück

Bin tatsächlich erst vor kurzem auf dieses – mittlerweile gar nicht mehr so junge – Politiker-Interview-Format aufmerksam geworden. Die Selbstbeschreibung lässt eigentlich schlimmes erwarten: “Politik für Desinteressierte. Ungekürzt, endlich bearbeitet und weiterhin uninformiert.”? So kokett, so bemüht lässig, so bemüht anders… das kann doch nur in die Hose gehen. Tut es aber eben gerade nicht. Jung & Naiv ist wunderbar unangestrengtes, tatsächlich ziemlich lässiges Quatschen über Politik, das mit Tilo Jung einen ziemlich coolen Moderator zur Verfügung hat und in seiner Naivität angenehm spitzfindig daherkommt. Vielleicht gerade in diesem Jahr die beste Medizin gegen Politikverdrossenheit.

Irrer Qualitäts-Wahnsinn! - Bild-Mann Blome wird Spiegel-Chefredakteur

Prophetische Tagesspiegel-Satire vom April dieses Jahres. Siehe dazu auch: Der Fuchs im Hühnerstall und Satire sagte Blomes Spiegel-Wechsel voraus.

Süssem und McFit-Coupons

Schöner Semi-Rant von Herm zum System of a Down Konzert in Berlin Wuhlheide.

Hero Quest (Browsergame)

Großartiges Meta-Game, das man in relativ kurzer Zeit durchspielen kann, das sein wahres Potential aber erst offenbart, wenn es gegen den Strich gespielt wird. Experimentierfreude und das kritische Reflektieren der durch Spiele evozierten Grenzen sind aber schon notwendig, um überhaupt erst dahinter zu kommen, was diesen kleinen gehässigen Plattformer so besonders macht. Achja, und die Tastatur auf “englisch” umstellen, nicht vergessen. Um xz-Fingerkrämpfe zu vermeiden. (via)

Super Mario Bros. NES Game Builder

Eigentlich ist es unfassbar, dass Nintendo bis dato keinen coolen Level-Builder für die Super-Mario-Klassiker zur Verfügung gestellt hat. Die letzte Super Mario Allstars Jubiläumsausgabe wäre dazu geradezu prädestiniert gewesen. Anyway, Fans wissen sich zu helfen. Und dieser Editor für das erste Super Mario Bros Jump N Run für das NES hat alles an Bord, was man braucht, um seine eigenen kleinen und gemeinen Level zu erstellen. Fix, stabil und intuitiv zu bedienen. Was will man mehr? (via)

16 “Simpsons” Episodes That Made You Teary-Eyed

Achja… das waren goldene Zeiten. Als schwarzhumorige Zeichentrickserien auch noch emotional bewegen konnten. So sehr ich Family Guy und South Park schätze. DAS haben sie nie hingekriegt.

BoooTube

The worst rated videos in youtube-history. Nuff said. (via)

Happy Birthday, James Hetfield

Zum 50. Geburtstag von James Hetfield, der sich als Sänger von Metallica in zahllosen grandiosen Songs und als Person der Öffentlichkeit in zahllosen dummen Aussagen verewigt hat, wird heute 50 Jahre alt. Darauf erst einmal ein ganzer Sack voller “Yeaahhh”‘s.

Every James Hetfield “Yea” from the ‘Kill ‘Em All’ album through ‘Beyond Magnetic’… in one epic sound byte! -Kevin Conklin

conklinradio.com

Queens Of The Stone Age – …”Like Clockwork” Short Film

Einen spooky Kurzfilm kurz vor dem Schlafengehen gefällig? Die Queens Of The Stone Age sind zurück und bescheren uns unangenehme Träume zum bald erscheinenden Album.

via

Hörenswertes Frühling 2013 II: Phoenix, Junip, Frank Turner, Ghost B.C.,!!! (Chk Chk Chk)

Wie angekündigt widmen wir unsere Hörenswertes-Rubrik den ansteigenden Temperaturen und der sich bessernden Laune. Selbst die Okkult-Rocker von Ghost B.C. machen mit und lassen bei allem Düster-Image auch Selbsrironie durchblicken, Phoenix wagen großes Kino, Junip mögens es ruhig und Frank Turner begeistert die Massen. Als klarer Sieger gehen diesmal aber Chk Chk Chk hervor und bringen den Groove in den Frühling.

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Black Sabbath – God Is Dead? (Stream)

Öööhm, Black Sabbatah sind zurück und haben tatsächlich einen neuen Song auf Lager. Ach je, ich verpasse momentan auch alles und freue mich natürlich auf diese tolle Nachricht straight outta RSS-Reader. Der Song dröhnt zwar nicht so sehr wie Iron Man und könnte dreckiger produziert sein, ist aber für nen Haufen Mit-60er doch überraschend okay geraten.

R.I.P.Chi Cheng (Deftones-Bassist) *1976 † 2013

Our dearest Family,

This is the hardest thing to write to you. Your love and heart and devotion to Chi was unconditional and amazing. I know that you will always remember him as a giant of a man on stage with a heart for every one of you. He was taken to the emegency room and at 3 am today his heart just suddenly stopped. He left this world with me singing songs he liked in his ear.

He fought the good fight.You stood by him sending love daily. He knew that he was very loved and never alone. I will write more later. I will be going through the oneloveforchi and any other information may not be reliable. If you have any stories or messages to share please send them to the onelove site. Please hold Mae and Ming and the siblings and especially Chi’s son, Gabriel in your prayers. It is so hard to let go.

With great love and “Much Respect!” Mom J (and Chi)

via  

Hörenswertes Winter 2013 III: Karl Bartos, Daughter, Depeche Mode, Devendra Banhart, Kvevertak

Winter? Winter! Mir ist bewusst, dass wir hier Frühlingsanfang haben, aber nachdem mir gerade nach einem Kurztrip in den Supermarkt das Gesicht eingefroren ist  - und ich mich danach am liebsten in den Backofen zum Auftauen gelegt hätte – verzichte ich mal auf das meteorologisch korrekte Frühling in der Headline. So richtig warm ums Herz wird einem bei den wirklich bezaubernden Daughter, Karl Bartos erzählt von früher, Depeche Mode verlieren sich in der Gegenwart, Devendra Banhart macht auf seriös und Kvevertak müssen sich in der Bild-Zeitung nun schon als Hipster-Metal bezeichnen lassen.

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Die Physik der Moshpit: Studie und Simulator

Moshpits, Hell Yeah! Eine anarchische, atavistische Explosion in die Masse, heraus aus der Masse, sich in diese integrierend und zugleich diese mitreißend. Mit ihrem Wechselspiel aus Massendynamik und Spontanität spielen sich Moshpits in einer merkwürdigen Grauzone aus konformisierendem Totalitarismus und anarchischem Freiheitsstreben: Quasi die Anarchie in der Konformität und zugleich das Konforme im radikalen Individualismus. Neben ihrer kulturellen Spannung sind Moshpits offensichtlich auch ein tolles Betätigungsfeld für Soziobiologen und Physiker, lehren sie uns doch manches über die Physik des kollektiven Verhaltens des Menschen, die nicht weit von der Dynamik von Gasen und anderen Stoffen entfernt ist. Das passende Science Paper im PDF-Format gibt es dazu auch mittlerweile und für alle, die sich mit zu viel Theorie schwer tun – und einfach nur spielen wollen – den passenden Moshpit-Simulator, inklusive zahlloser, einstellbarer Variablen.


New Scientist: Mosh pit physics could aid disaster planning

The Atlantic: Mosh Pits Teach Us About the Physics of Collective Behavior

Moshpit-Simulator

via Nerdcore und Mururoar

Hörenswertes Herbst 2012 II: Converge, Swans, The Mountain Goats, Dinosaur Jr, Portico Quartet

Lauter gute alte Freunde…

So kann der zweite Hörenswert-Artikel für den Herbst zusammengefasst werden. Ihr wisst schon, die Typen, die man einfach schon immer mochte, die man aber irgendwie trotzdem eine Zeit lang gar nicht mehr auf dem Plan hatte. Und dann sind sie plötzlich wieder da. Man freut sich, quatscht mit ihnen, feiert mit ihnen, und so plötzlich wie sie gekommen sind verschwinden sie auch wieder. Aber zumindest lassen sie ein gutes Gefühl zurück. Vielleicht denkt man sich sogar: “Ja, die könnte ich bei Gelegenheit mal wieder anrufen.” , und vergisst sie dann doch wieder ein wenig… zumindest bis zur nächsten großartigen Zusammenkunft.

John Darnielle sorgt mit den Mountain Goats für gemütliche amerikanische Lagerfeuerstimmung, Dinosaur Jr lassen an die guten alten Zeiten zurückdenken, als alles noch irgendwie easy war, die Swans dagegen erinnern einen daran, dass es immer noch ein Stück abgehobener geht und mit dem Portico Quartet kann man sich schlicht und ergreifend wohlfühlen, wenn auch auf sehr spezielle Weise. Achja, und dann gibt es natürlich Converge, die wieder einmal keine Ruhe, kein Punkt und kein Komma kennen und dich blutend auf dem angesengten Wohnzimmerteppich liegen lassen. “Bis zum nächsten Mal!” ruft man ihnen dennoch fröhlich hinterher, während man einen ausgeschlagenen Zahn ausspuckt und die blauen Flecken zählt. So ist das eben mit guten Freunden…

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Baroness – Yellow and Green Album (Stream)

Nachdem Mastodon letztes Jahr gezeigt haben wie progressiver Metal geht sind nun wieder Baroness an der Reihe. Das Cover-Artwork von Frontgröhler John Baizley finde ich zwar diesmal nicht so großartig wie beim Red Album, aber was man auf NPR hört geht wieder unter die Decke.

Stream