Sind Rickrolls homophob, rassistisch und sexistisch?

rickrollJeder, der hier regelmäßig mitliest, weiß, dass ich schon ziemlich stolz bin, zur PC/Gutmenschen-Fraktion von Seite360 zu gehören. Beim Lesen der Überschrift dieses ziemlich ausführlichen Medium-Longreads musste aber selbst ich kurz schmunzeln: Rickrolling is sexist, racist and often transphobic in context. Klingt erst einmal nach ziemlich hartem Tobak gegenüber dem beliebten Internet-Scherz. Setzt man sich allerdings mit dem entsprechenden Text auseinander, kommt man nicht umhin festzustellen: Ja, da ist verdammt viel dran. Klar, man kann alles überinterpretieren, aber die hier zusammengesuchten Fakten sprechen schon eine ziemlich eindeutige Sprache, gerade auch was Ursprung und Verbreiter des Rickrollings betrifft.

Dennoch finde ich, dass dieses Essay etwas über sein Ziel hinausschießt und auch nicht gerade zimperlich ist, wenn es darum geht, die gesamte Netzgemeinde unter Generalverdacht zu stellen. Als wichtigen Diskursbeitrag sollte man ihn aber trotzdem gelesen haben. Was denkt ihr?

Rickrolls sind sexistisch, rassistisch und im Kontext of transphob via boingboing

Breaking News: The Scream accepts Ice Bucket Challenge

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Munchs Kreatur nominiert die blauen Pferde von Franz Marc, Kirchners sitzende Dame und Mackes Spaziergänger am See.

via Interweb3000 (FB)

Grumpy Cat im Interview


Ich hatte mir echt vorgenommen, dass hier jetzt nicht zu posten. Denn immerhin sind wir ein Kulturblog, haben gewisse Standards zu halten, ein hochkulturelles Image zu wahren, unseren Besuchern Qualität… Oh, wait! CATCONTENT!
via Feingut

Links fürs Wochenende

The Meme Generation – Hide your kids, hide your wife, hide your husband. The end is nigh

Matt Labash setzt sich mehr als ausführlich mit der Mem-Kultur auseinander, die er angesichts der ROFLcon halb amüsiert halb verzweifelt betrachtet.

Meme evangelists wheel out some pretty heavy artillery to defend stupid cat pictures. Just a few weeks before ROFLcon, I was listening to a favorite public radio show, On Point with Tom Ashbrook, which, coincidentally, was on memes. One of Ashbrook’s guests, Christina Xu, is a cofounder of ROFLcon and works at the MIT Center for Civic Media. Xu chewed over the question: “Is this building up our culture, or is this just a funny picture?” Her answer: “I would really argue there’s no distinction between the two. If you look back in history, how many of Shakespeare’s plays involved just, like, jokes about flushing the toilet essentially, right?”

Das Schiff des Theseus und andere Geistergeschichten

Das Problem ist vielschichtig, ausgesprochen kompliziert und bisher nicht schlüssig geklärt. Fangen wir mit der Frage an, warum die Menschen auf die Idee kommen sollten, dass es eine vom Gehirn unabhängige Seele geben soll, die der materiellen Welt nicht untergeordnet ist. Schließlich haben Menschen von jeher beobachtet, dass jegliche geistige Aktivität mit dem Tod des Körpers erlischt. Was sollte sie also dazu bringen, einen eigene geistige Welt zu vermuten?

Pretentious Game (Browsergame)

Poetisches, minimalistisches Geschicklichkeits- und Rätselspiel, das für die 23. Ludum Dare programmiert wurde.

Mr. Bree Returning Home (Browsergame)

Und wenn es etwas größer, ausufernder und weniger minimalistisch sein soll, kann der Plattformer Mr. Bree Returning Home wunderbar durchs Wochenende bringen: Zwischen Jump N Run, Rollenspiel, Rätsel und spannender Jagd nach der eigenen Geschichte mit gehobenem künstlerischen Anspruch. Macht Spaß und hält lange an…

Artigo

Und noch ein Spiel… wiederum aber ein ganz anderes. Dem Spieler werden Bilder unterschiedlichster Kunstepochen gezeigt, die dieser durch Stichworte kategorisieren muss. Punkte gibt es für Übereinstimmungen mit einem anderen, anonymen Mitspieler sowie früheren Eingaben. Besser kann Spiel und Datenbankerstellung eigentlich nicht fusioniert werden.

Exklusiv: Die erste Ausgabe der Postillon24 Nachrichten

Letztes Jahr auf Seite360:

Sommerloch, Sommerloch, Sommerloch! Immerhin gibt es noch Hörenswertes für den Mai: Zum einen Lady Gaga, Eddie Vedder, Death Cab For Cutie und Mona, die ordentlich Stimmung für die heiße Jahreszeit machen, zum anderen Arch Enemy, Bohren & der Club of Gore, TesseracT und This will destroy You, die eigentlich alle so gar nicht nach sommerlichen Tönen klingen. Auch 2011 begeistert die Ludum Dare Competition, unter anderem mit dem faszinierenden Kunstspiel Don’t go alone. Johannes reist weiter durch die Filmgeschichte von New York nach Hollywood  und für das trashige Kontrastprogramm sorgen die Exploitation-Hits der 90er Jahre (HELGE!!!!) sowie die grauenhaften Videospielverfilmungen unserer Kindheit (MARIO!!!!)

10 WebTV-Formate, ohne die ich nicht leben könnte…

Den Artikel wollte ich eigentlich schon länger schreiben…quasi der persönliche Beweis für mich, dass es auch ohne Fernsehen geht. Obwohl die Netzvideo-Landschaft budget-technisch nicht mit klassischen TV-Produktionen mithalten kann, gibt es doch genug Sendungen, um locker eine (kleine) TV-Woche zu füllen. Ich habe bei meinen Top10 versucht, so weit wie möglich auf TV-Zweitverwertungen zu verzichten. Sprich, ARD-Mediathek, Arte+7 etc. fallen raus. Einzige Ausnahme bilden die dctp-Formate 10to11 und News & Stories, die ich in diesem Fall aber wegen der unchristlichen Sendezeit ohnehin im Netz präferieren würde. Ansonsten war ein zumindest einigermaßen regelmäßiger Veröffentlichungs-Turnus wichtig. Serielles TV-Programm sollte eben auch bedeuten, dass man als Zuschauer regelmäßig neues zu sehen kriegt und sich nicht nur durch große Video-Archive wühlen muss (diesem Prinzip viel u.a. South Park zum Opfer). Ansonsten habe ich – wider die Dominanz der zahllosen Comedy-Blogs – versucht, eine gesunde Mischung zu finden, die aber natürlich dennoch meine Favoriten widerspiegelt. Alle die hier genannten Sendungen schaue ich regelmäßig, habe sie in meinem rss-Reader, und eine Woche ohne sie ist schon auch irgendwie eine verlorene Woche… Achja, die Liste ist unhierarchisch, stellt eine Momentaufnahme dar und ich würde mich riesig über weitere Empfehlungen in den Comments freuen. So, here we go… 10 WebTV-Formate ohne die ich nicht leben kann…

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Links fürs Wochenende

Fehlerhaftes Buch: Mit Kafka die Medien getäuscht

Hinter der fehlerhaften Edition von „Das Schloss“ steht die Aktionsgruppe „The BirdBase“. Sie will auf die schlechte Bildung in Österreich aufmerksam machen.

Gene, Meme und Programme

Marcus Frenkel überträgt Ideen der Genetik und Memtik auf die Funktionalität von Computersoftware.

Heinrich von Kleist: David gegen Goliath

Am 21. November vor 200 Jahren starb Heinrich von Kleist am Kleinen Wannsee bei Berlin. Im Jahr davor gründete er eine Zeitschrift und debütierte als Theaterkritiker, der nur einen Feind kannte: Iffland. Auszüge aus einer Biografie von Peter Michalzik.

An den Rand gestellt

Über die Freude der deutschen Filmlandschaft an historischen NS-Stoffen, Hitler und Co., an Filmen über den Linksterrorismus… und warum, aktuelle rechtsradikale bis rechtsterroristische Sujets fast überhaupt keine Rolle spielen.

Firebug

Ziemlich cooles Browsergame zwischen gediegenem Rätseln und hyperaktivem Nervenkoller.

Städtebauliches Schaufenster

Jürgen Tietz betrachtet interessiert die historischen und aktuellen Veränderungen des Kurfürstendamms in Berlin, der mittlerweile stolze 125 Jahre auf dem Buckel hat.

Was denkt der Internet-Benutzer?

Ich bin empört…

Letztes Jahr auf Seite360:

Ein bisschen in Master of the Universe Nostalgie schwelgen, ein wenig Filmkonzepte jenseits der linearen Erzählweise erkunden, und ein paar ganz geerdete TV-Serien der 00er Jahre schauen… viel mehr war hier nicht los in der dritten Novemberwoche…

Links fürs Wochenende

Quotenoffensive bei Arte: Huch, wo ist denn der Anspruch hin?

Spiegel Online, Spiegel Online?, ausgerechnet Spiegel Online zeigt sich erschüttert angesichts des offensichtlich nahenden Anspruchsverlustes von Arte. Das von SPON zitierte interne Papier klingt allerdings tatsächlich ziemlich besorgniserregend.

Existiert Gott?

Eric Djebe setzt sich in diesem interessanten, leider viel zu kurzen, Artikel weniger mit der Existenz Gottes auseinander, sondern viel mehr mit dem Sinn und Unsinn dieser Frage und der Möglichkeit der Epistemologie diese in eine sinnvolle Frage zu tranformieren.

Hass und Diskriminierung: Was Burda für preiswürdig hält

Am Donnerstag Abend wurde Bushido mit dem Bambi für Integration ausgezeichnet, was für eine Menge Zündstoff in der feuilletonistischen Welt sorgte. Neben dem DWDL setzt sich auch Spiegel Online unter dem Titel Pöbeln bis der Preis kommt mit dem Sinn der Verleihung aber auch dem Sinn der Aufregung um Bushidos Ehrung auseinander. Auslöser der massiven Beschwerden gegen die Auszeichnung des Rap-Rüpels ist unter anderem eine Stellungnahme des LSVD, der sich vollkommen zurecht über die aggressive  Homophobie Bushidos auslässt, sowie ein offener Brief von Terre de Femmes zum Sexismus und der chauvinistischen, gewaltbereiten Agitation des deutschen Hip-Hop-Stars. Auch Meedia beschäftigt sich (linksatt) mit der Protestwelle gegen den Bushido-Bambi, während die altehrwürdige – etwas angegraute – feministische Institution Emma nur noch mit Hallo, gehts noch? reagieren kann.

The Tetris Effect

The world’s first commercial electronic video game, Computer Space, was released in 1971. The world’s first electronic stock market, the National Association of Securities Dealers Automated Quotations (NASDAQ), opened in 1971. The world’s first scholarly journal devoted to the study of autism and autism spectrum disorders in children, The Journal of Autism and Developmental Disorders, published its first issue in 1971.

GEMA kassiert Geld für Veranstaltung auf der nur CC-Musik lief

Unfassbare Geschichte, die von einer ungeheuren Dreistigkeit von Seiten der GEMA zeugt…

Kommentar zum Perlentaucher-Urteil

Fünf Jahre lang wurde in Frankfurt ein Rechtsstreit um das Urheberrecht ausgefochten. Auf der einen Seite die mächtigen Zeitungsverlage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung und auf der anderen Seite das mühselig ernährende Eichhörnchen Perlentaucher.

Arthur recreates Scenes from classic movies

Neues Lieblingsblog für die nächsten sieben Tage: Nachwuchsdarsteller im besten Babyalter stellt Filmszenen von Teen Wolf über The Blair Witch Project bis American Beauty nach… so cute!

Warum Gott nie einen akademischen Titel bekam…

Letzes Jahr auf Seite360:

In einer weiteren Schlingensief-Retrospektive beschäftigen wir uns mit dem krassen TV-Format Talk 2000 und suchen nebenbei auch noch nach den besten TV-Serien der 00er Jahre. Die Premiere des Kurzfilms Little Brother is watching You steht bevor, ebenso wie Konzerte der Emocore/Alternative/Rock/Popper von Jimmy eat World.

Links fürs Wochenende

Kritik am “Gutmenschen”: Friedlich, edel und an allem Schuld

Es wäre wirklich mal an der Zeit für eine politisch Studie zum pejorativen Gebrauch des Wortes “Gutmensch” im politischen Diskurs… dieser Artikel liefert allemal einen interessanten Ansatz dazu.

Mehr Geist bitte, liebe Games-Tester

Interessante Denkanstöße zu einer Feuilletonisierung der Spielkritik, die langsam ins Rollen kommen sollte, wenn Spiele auch als echtes Kulturgut angesehen werden sollen. Auf Kaliban finden sich eine Langfassung des Beitrags inklusive Replik und eine kurze Nachlese zu dem Wirbel den der Text verursacht hat.

Der Kampf des Bösen

Zehn Jahre nach dem 11. September 2001 gibt es nur Verlierer: Der Islam wurde von verblendeten Ideologen als Geisel genommen. Der Westen hat im Kampf gegen den Terror seine Werte verraten. Und jetzt haben wir auch noch die Islamophoben an der Backe.

Fast jeder Filmtitel lässt sich stark verbessern durch den Zusatz ‘in meiner Unterhose’

Eigentlich ein Twitter-Mem, das sein Zenit schon wieder überschritten hat. Die Titanic hat trotzdem den “in my pants”-Gag ins Deutsche übersetzt. Und die Filmfreunde haben fleißig gesammelt. Gar nicht so sehr der Artikel sondern viel mehr die Kommentare sind dort eine wahre Fundgrube an albernen Kalauereien… um mal wieder richtig schön ein wenig rumzupubertieren.

Mosaik 9/11

Da die Terroranschläge vom 11. September sich 2011 zum zehnten Mal jähren, werden selbstverständlich wieder alte Verschwörungstheorien und Truthseeker-Selbstdarstellungen hervor gekramt. Daher kommentarlos der Link zu dieser Seite, die sich intensiv mit den selbsternannten Wahrheitsverkündern wie Bülow und Bröckers auseinandersetzt und dabei die Absurditäten unzähliger Verschwörungstheorien aufdeckt.

Hurra, Sinnlosigkeit!

Sascha Lobo über attestierte Sinnlosigkeiten:

Antipareidolie: Der beliebte Netzkommentar “Das braucht niemand” ist dumm. Denn Sinnlosigkeit ist fast immer situativ und subjektiv.

Letztes Jahr auf Seite360:

Ein Open Source fanmade Radiohead-Konzertmitschnitt begeistert nicht nur uns sondern auch die Band selbst, die zu der Bootleg-Aktion ihren eigenen Sound beisteuert. Die schlechtesten Filme der 00er Jahre unterhalten abwechselnd mit Amusement und Grauen, während Everything Everything den Indie Pop nach dem Indie Pop und Linkin Park den Nu Metal nach dem Nu Metal bereithalten.

Links fürs Wochenende

Memetische und massenmediale Kommunikation

Slowmedia über Unterschiede in der Struktur, Kommunikation und Medialität von klassischen Massenmedien und dem Internet als medialem Verbreitungskanal.

The men who made Zelda

Spannendes Interview mit den Machern von “Legend of Zelda – A Link to the Past”, entnommen einem Guidebook, das 1991 von Shogakukan produziert wurde.

Wie katholische Ärzte Homosexualität mit Homöpathie heilen wollen

Zusammentreffen der obskuren Weltbilder: Katholizismus meets Homophobie meets Homöpathie… Irgendwann musste es ja so weit kommen. Strange!

Clowns…

…sind eben doch meistens nicht lustig sondern viel eher… (Infografik)

Vor 40 Jahren: Wir haben abgetrieben

Alice Schwarzer über die damalige Unterschriftenaktion und ihr Gefeilsche mit dem Stern über die Art des publizierten Artikels. Unabhängig, was man von der heutigen Publikationstätigkeit der Feministin halten mag, lesenswert.

Letzte Jahr auf Seite360:

Die 00er-Retrospektive wird um die besten Erotikfilme und die besten Liebesfilme des Jahrzehnts ergänzt. Florian interpretiert das Ende von LOST und langweilt sich beim Eurovision Songcontest, während Rinko schräge und andersartige Live-Musik von Xiu Xiu genießt Wir betrauern den Tod von Dennis Hopper und feiern den Geburtstag von Marcel Reich-Ranicki.

 

News of the Weekend – Mashup

Das wird mit Sicherheit nicht die letzte Zermashung des Obama-Stabs bleiben, ebenso wenig die letzte Verarbeitung des Balkon-Kindes… aber es ist jetzt schon das coolste Mem-Mashup der Woche, wenn nicht sogar des Jahres. Wenn aktuelle Meme zeitnah kollidieren… groß!

via boingboing