Filmography 2011 (Mashup)

Ich stelle gerade meine Film-Top 5 für 2011 zusammen und muss gerade doch stark überlegen ob ich die noch überhaupt voll bekomme, da ich entweder einiges verpasst habe oder einfach nicht die Zeit oder Geduld  hatte um mich mit Arschlochzuschauern in einem muffigen Kinosaal zu setzen. Genrocks hat zum Glück ein schönes Kinofilm-Mashup zusammengestellt und das auf Youtube veröffentlicht. Da die kleinen Schweinchen von der Gema und andere Geldeintreiber auch noch reinschauen sollte man sicher besser beeilen.

Die Songs und die komplette Liste der Filme auf Filmography 2011.

via Seitvertreib

Gedankenschnipsel: South Park, Steve Jobs, Tomas Tranströmer, Melancholia und ein bissel Privates

Die neuste South Park Folge, die diese Woche angelaufen ist, gehört wohl mit zum Deprimierendsten, was ich in letzter Zeit an klassischem Serien-Format sehen durfte. Gleich aus mehreren Gründen: Natürlich in erster Linie das selbstreferenzielle Moment, Parker und Stone, die mit der beginnenden pubertären Krise ihres Protagonsiten Stan auch so etwas wie die Angst vor der eigenen Ideenlosigkeit thematisieren. Dazu passt es dann auch ganz gut, das Ass Burgers zu den schwächsten Folgen dieser Staffel und darüber hinaus zu  den schwächsten South Park Episoden der letzten Jahre überhaupt gehört: Das Wortspiel aus Asperger und Ass-Burger ist zwar niedlich, aber irgendwie hat man das schon besser bei Jared has Aides gesehen.. Außerdem mag dieser ganze Matrix-Subplot nicht so recht zünden, wirkt für South Park Verhältnisse fast schon anachronistisch, ist der hier karikierte Film doch immerhin über zehn Jahre alt. Andererseits ist die Folge auch irgendwie genial, gerade wegen ihrer Schwächen. Vielleicht liegt es daran, wie offensiv die Schöpfer mit der schleichenden Gefahr der eigenen Irrelevanz umgehen: Ist die Luft raus? scheint sich nicht nur der Zuschauer sondern auch die Episode selbst zu fragen… Gerade wenn sie gegen Ende die Option eines vollkommen veränderten South Park ins Spiel bringt, nur um den Zuschauer mit einem seltsam unentschlossenen Wanken noch ein gutes Stück weiter zu irritieren.

weiterlesen

Trailerprogramm für den Dienstag: Melancholia, Don’t be afraid of the Dark, Wilde Salome, The Skin I Live in, Captain Planet

Melancholia [Lars von Trier]

Auf Melancholia von Lars von Trier freue ich mich schon länger… viel zu lange, wie mir mittlerweile scheint. Warum dauert das so verflucht lange, bis dieser merkwürdig scheinende Hybrid aus Familiendrama und surrealem Weltuntergangsszenario endlich in den hiesigen Kinos läuft? Am 10. Oktober soll es endlich so weit sein, und bis dahin können wir uns immer noch mit dem aktuellen Trailer vorwärmen. Der erzählt zwar im Vergleich zu den vorangegangenen nichts Neues, ist aber wunderbar anzuschauen und verspricht die richtige Mischung aus narrativer Bild-, Symbol- und Sprachverliebtheit, die ich an dem einstigen Dogma95-Wunderkind so schätze.

weiterlesen

Dem Antichrist folgt der Antisemit – Skandal um Lars von Trier in Cannes

Dass Lars von Trier alles andere als ein umgänglicher Mensch zu sein scheint, liess sich ja schon des Öfteren aus Kommentaren seiner bisherigen Schauspieler erahnen. Von “kräftezehrend”, “dogmatisch” und “anstrengend” ist da des Öfteren die Rede. Björk dachte nach den mühsamen Dreharbeiten zu “Dancer in the Dark” sogar daran, ihre noch frische Schauspielkarriere komplett an den Nagel zu hängen. Nur eine von vielen Opfern der Trier’schen Regieexzentrik. In Cannes ist er jedoch anscheinend noch einen Schritt weiter gegangen, zu weit, wenn man die Reaktion der Festivalleitung und des Feuilletons auf seine Verbalentgleisungen während der Pressekonferenz zu Melancholia betrachtet. Bei dieser bediente er sich nähmlich – angestachelt durch nervige Reporterfragen – eines Themas, das die feuilletonale Aufregung schon mit im Gepäck hat: Verständnis für Hitler, Kokettierung mit eigenen Naziattitüden und schließlich unverhohlener Antizionismus, ergänzt durch Antizipation der Empörung.

weiterlesen

Trailer zu Melancholia (Lars von Trier)

Nachdem sich das Publikum mittlerweile von dem Antichrist-Schock erholt haben dürfte, sickern peux a peux Informationen zum neuen Film von Lars von Trier durch. In Melancholia trifft mal wieder ein hochkarätiger Cast (unter anderem Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland und John Hurt) auf die melodramatische, groteske Inszenierungswut des kompromisslosen Regisseurs. Die Geschichte unterliegt (natürlich) strengster Geheimhaltung und auch der hier zu sehende Trailer lässt den Zuschauer eher verwirrt zurück. Es geht wohl um eine Hochzeit, Familienklüngel, einen Planeten auf Kollisionskurs zur Erde und das Ende der Welt. Zumindest dem Trailer nach eine Mischung aus Festen, Bis ans Ende der Welt und Antichrist, an den nicht nur das Titeldesign sondern auch die wunderschönen, verstörenden Bilder erinnern. Wir sind gespannt.

via Cinematze