Schlagwort-Archiv: Medienkritik

Animated Short der Woche: All Your Favorite Shows!

Absolut fantastisch animierter und geschnittener Kurzfilm, der die Geschichte eines Teenagers erzählt, der von dem medialen Überangebot seines Tablets latent überfordert ist. Dieser unglaublich furiose Bastard aus Sketch Animation und Action Supercut lässt sich am besten zusammenfassen mit: Videodrome trifft Kid’s Story trifft die gesamte fucking Filmwelt des 20. und 21. Jahrhunderts! Habe ich noch irgendwelche Superlativen parat? Nein verdammt, schaut euch das Teil einfach an! Wirklich groß!

All Your Favorite Shows! via pewpewpew

Kluge Worte von Ranga Yogeshwar

ranga

Als Nachklang zur Sonnenfinsternis heute morgen und auch darüber hinaus voll ins Schwarze treffend. Ranga Yogeshwar über unverhältnismäßige Panikmache und erdrückende Schutzbrillen:

Unsere Gesellschaft wird zunehmend von Angstszenarien geprägt. Bei der anstehenden Sonnenfinsternis füllen vielfältige Warnungen die Schlagzeilen: Niemals in die Sonne schauen!! Nur mit Schutzbrille. Die Energieversorger warnen:“ Droht uns jetzt der Strom-Blackout?“. Schulkinder dürfen nicht vor die Tür, Eltern sind besorgt. Unsere Medien warnen so sehr, dass die Sonnenfinsternis zur herannahenden Bedrohung wird. Schade!
Gestern habe ich ein kleines Video erstellt um all jenen, die keine Spezialbrille kaufen konnten, eine Alternative zu bieten: Mit einer Handy-Kamera. (Siehe Facebook-Beitrag) Prompt reagierten manche Medien erneut mit Angst: Fachredakteure schreiben mich an und fragen: Verbrennt da nicht die Handy-Kamera?
Offensichtlich scheinen unsere Medien aus der Spirale der ewigen Panikmache nicht mehr herauszufinden, dabei sind die Sorgen überzogen (…)

–> Weiterlesen auf Facebook

dschungelcamp2015

Ich bin ein Akademiker, holt mich hier raus! – Zum Start des Dschungelcamps 2015

dschungelcamp2015

Bei unserem Fernseher sind die Sender verstellt: Einmal komplett durcheinandergewürfelt in einer Reihenfolge, in der wohl kein deutscher TV-Zuschauer seine Sender einstellen würde. Irgendwann mitte letzten Jahres wollten wir von Zimmerantenne auf Kabel umstellen, und zack ist es passiert. Nicht, dass ich nicht wüsste, wie ich die ganzen verschiedenen Programme wieder auf ihren logischen Platz verschieben könnte… Aber das ist trotz vermeintlichem Smart-TV so zeitraubend wie eh und je, und außerdem habe ich mich mittlerweile an das hierarchielose Chaos gewöhnt. Auf den ersten zehn Programmplätzen tummeln sich RTL und RTL2 neben irgendeinem Home Shopping Kanal, Nickelodeon und einem nicht sauber eingestellten Kabel1. Will ich Arte schauen, muss ich auf die 11 gehen (ehrlich, ohne prätentiösen Snobismus: Das ist die einzige Zuordnung, die ich mir merken kann), und will ich die gute alte Tagesschau gucken, muss ich mich irgendwo in die 30er Regionen begeben. Gestern habe ich endgültig beschlossen, das jetzt so stehen zu lassen. So ein bisschen ist damit auch die Hoffnung verbunden, dass wenn meine Eltern das nächste mal zu Besuch kommen und mein Vater die ZDF-Nachrichten genießen will, er beim Einschalten einen Mordsschreck bekommt und mich fortan als Unterschichten-TV-Glotzer abstempelt. In unserem gutbildungsbürgerlichen ARD/ZDF/3SAT/Arte-Haushalt damals wäre meine derzeitige TV-Sender Top10 ein übler Affront gegen den guten Geschmack gewesen. Mehr noch: Geradezu ein Symbol für ein wachkomatöses TV-Konsumzombie-Dasein. Insofern darf ich mich sogar ein wenig als vom Elternhaus emanzipierter Rebell fühlen, wenn ich den Fernseher einschalte und auf meinem persönlichen ersten Programmplatz gleich mal von “Berlin bei Tag und Nacht begrüßt” werde.

Weiterlesen

gamergate1

Ein paar Gedanken zu #Gamergate

gamergate1

Ich habe mich nun echt lange schwer getan mit der Überlegung, ob ich überhaupt etwas zu #Gamergate publizieren soll, nachdem ich mich seit einigen Wochen durch die Untiefen dieses Diskurses quäle. Zwischenzeitlich dachte ich an einen Vlog-Beitrag (Weil Youtube in dem Fall tatsächlich ein nicht zu unterschätzendes Meinungstool zu sein scheint), dachte an eine längere Reportage, einen schnippigen Kurzkommentar und lande mit diesem Text wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Die Gründe für mich, ein paar Gedanken zu dem Thema zu veröffentlichen, liegen dabei gar nicht einmal so sehr darin, dass es gerade ein großartiges Reizthema, eine (zumindest scheinbar) sehr kontroverse und ambivalente Debatte ist, sondern schlicht und ergreifend in der Tatsache, dass mir sowohl soziale Fragen als auch die Videospielkultur sehr am Herzen liegen, dass ich mich durch und durch als (kultureller) Nerd und Gamer verstehe und zugleich wohl das bin, was in der Debatte gerne mal spöttisch als “Social Justice Warrior” bezeichnet wird. Sorry, ich merke gerade, dass ich dabei bin, Epona von hinten aufzuzäumen. Nicht wenige, die das hier lesen, werden irritiert mit den Schultern zucken: “‘Gamergate?’ Nie gehört!”. So richtig ist der Diskurs inklusive Hashtag nämlich noch nicht in der deutschsprachigen Öffentlichkeit angekommen (manche würden sagen “leider”, andere würden sagen “zum Glück”) und daher ist es wahrscheinlich – obwohl die Schlammschlacht mittlerweile seit über 3 Monaten im englischsprachigen Netz tobt – sinnvoll an dieser Stelle bei 0 anzufangen.

Weiterlesen

Megaheftig: Sie hätten nie geglaubt, hinter dieser Headline seriösen Content zu finden, was sie aber dann sahen, brachte sie zum Weinen

megaheftigNeuer Lieblings-Tumblr für Qualitätsjournalismus mit Blick für Social Media Marketing Gedöns: Megaheftig verlinkt seriöse Inhalte wie wissenschaftliche Studien und feuilletonistische Debatten mit Headlines im Clickbait-Style: Und so verbirgt sich hinter dem rührseligen Life-Change-Titel kein kitschiger Eso-Film sondern ein Vortrag von Theodor Adorno und die unfassbare Beobachtung wurde nicht mit dem iPhone aufgenommen, sondern in einer soziologischen Studie gemacht. Großartige Inhalte mit dem Fischernetz verlinkt. Megaheftig, und am Ende musste ich weinen.

Das ist megaheftig! via Kotzendes Einhorn

republica-360

#rp14

republica-360

Ich bin diese Woche mal wieder überhaupt nicht zum Bloggen gekommen, weil ich voll und ganz in der re:publica-Bubble gefangen war. Und wie jedes Jahr war ich vor allem mit Arbeit beschäftigt, sowohl vor/nach dem eigentlichen Event, als auch während der drei Tage in der Station Berlin, und wieder einmal konnte ich daher den Großteil der Vorträge leider nur am Rande, in den folgenden Gesprächen oder – ironischerweise direkt vor Ort – im Livestream verfolgen. Trotzdem an dieser Stelle schnell meine zwei Pfennige zur diesjährigen Netzkonferenz.

Weiterlesen

remakes

RemakeORama: Evil Dead, RoboCop, Oldboy, Maniac

remakes

Es ist kein großes Geheimnis, dass der Traumfabrik in den letzten Jahren doch das eine oder andere Mal die kreativen und originellen Ideen fehlten, wenn es darum ging, Kinohits für die große Leinwand zu produzieren: Fortsetzungen, Remakes, Reboots, Prequels und Sequels wohin das cineastische Auge reicht. Und als ob das nicht schon frustrierend genug wäre, scheint selbst das vermeintliche Outsider- und Independent-Kino mittlerweile große Freude an der Resteverwertung gefunden zu haben. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass mittlerweile nicht nur Kassenschlager von einst durch die Konservationsmaschinerie gedreht werden, sondern ebenso dreckige Trash-Perlen, Splatter-Kultfilme und düstere, groteske Thriller-Dramen mit Exoten-Flair. Remaking ist keineswegs ein Privileg, das nur Hollywood vorbehalten ist und wird durchaus auch jenseits des großen Blockbuster-Kinos für die ganze Familie eingesetzt. Aber Remake ist auch nicht gleich Remake und selbst in der vermeintlichen Ideenlosigkeit lässt sich dann doch manchmal die ein oder andere Perle finden: Fünf aktuelle Remakes von “Indie-Klassikern” auf dem Prüfstand: Was machen sie besser, was machen sie schlechter als das Original. Und sind sie es wert geschaut zu werden?

Weiterlesen

First Kiss is fucking Advertisement and I hate it, hate it, hate it…

kiss-buy

…Dann also doch noch ein paar Gedanken meinerseits zum “First Kiss-Gate”, der unter Beweis stellt wie leicht sich Blogger und Qualitätsmedien – die sich in diesem Fall tatsächlich nicht viel nahmen – von Viral Videos hinters Licht führen lassen und ohne Reflexion Werbung für ein Modelabel teilen. Den Blogrebellen haben wir es zu verdanken, dass noch einmal hinterfragt wurde, ob wir Content-Sharing-Bloggern uns hier nicht einfach zu den Erfüllungsgehilfen einer Marketingindustrie machen, die freudig in die Hände klatscht, weil sie kein Geld mehr für Werbung ausgeben muss und sich stattdessen auf die viralen Mechanismen des Netzes verlassen kann. Mein erster Gedanke zu dem Fall wäre dann “Na und?”. Tatsächlich ist “First Kiss” bei weitem nicht das erste Mal, dass wir hier bei Seite360 Content teilen, der in irgendeiner Weise mit Advertisement in Verbindung steht oder von Marketingagenturen ausgeheckt wurde: Manchmal bewusst (wie im Fall der großartigen Tipp-Ex Werbung “A hunter shoots a bear”), manchmal unbewusst (wie im aktuellen Fall), bisher aber – Transparency-Info – ohne jemals Geld oder Geschenke oder ähnliches dafür erhalten zu haben.

Weiterlesen

Die ausbleibende Revolution – Analyse des deutschen TV-Serienmarktes

Drüben bei Dietrich Brüggemann findet sich derzeit ein wirklich, wirklich, wirklich großartiger Text, der zum einen analysiert, wie es zu der großen TV-Serien-Revolution in den USA kommen konnte, und zum zweiten den deutschen Fernsehmarkt darauf abklopft, ob er in naher Zukunft ähnliche Qualität liefern könnte. Dass das Ergebnis der Analyse eher pessimistisch ist, dürfte nicht überraschen, überraschend ist allerdings mit wie viel Akribie sich der anonyme Verfasser dem Thema widmet und wie fundiert und plausibel seine Argumentation aufgebaut ist. Nein, das ist kein gewöhnlicher “Die deutschen Fernsehmacher sind doof”-Rant, sondern eine komplexe, 32seitige (!) essayistische Analyse, die an den entscheidenden Stellen zwar auch nicht mit Polemik geizt, alles in allem aber äußerst sachlich und argumentativ untermauert daherkommt. Ja, das ist ein Lesebefehl.

Eine Analyse, was die Qualität der neuen US-Serien eigentlich ausmacht und warum genau diese Qualität im deutschen Fernsehen auf unbestimmte Zeit nicht zu sehen sein wird.

Die ausbleibende Revolution via Dietrich Brüggemann

Die 80er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts III

Wir werden international in unserer dritten 80er Thriller-Retrospektive. War der letzte Artikel noch von amerikanischen Genre-Beiträgen geprägt, beweisen nun Frankreich, Japan und Australien, dass auch sie ihr Publikum in Atem halten können. Mit Todesstille demonstriert Phillip Noyce eindringlich, wie viel sich aus einer minimalistischen Disposition und den richtigen Spannungsmomenten herausholen lässt, mit seinem Alterswerk Auf Liebe und Tod verbeugt sich François Truffaut mit einem Augenzwinkern vor dem Film Noir und den Krimis der Nouvelle Vague, während der ebenfalls aus Frankreich stammende Le Prix du Danger weit Richtung Zukunft weist und als besserer Running Man unter Beweis stellt, wie sich eine Science Fiction Dystopie realistisch und zeitnah, gegenwärtig erzählen lässt. Und dann gibt es natürlich noch Takeshi Kitano mit Violent Cop, der bereits in den 80ern wusste, wie sich Crime, Drama und abartige Komik perfekt kombinieren lassen. Ergänzt wird das Quartett durch den amerikanischen Romance-Krimi The Big Easy, der sich mit Charme und einer tollen Geschichte ins Herz seines Publikums spielt. Nach dem Klick gehts los…

Weiterlesen

Wenn Barbie die Maße einer durchschnittlichen Frau hätte…

Auch schon etwas älter, das. Aber man kommt ja zu nichts, wenn man akademisch arbeitet und gleichzeitig versucht zumindest ein wenig das sommerliche Wetter zu genießen: Künstler Nickolay Lamm hat anhand der Durchschnittsmaße weiblicher US-Teenager aus Kalifornien eine “Normal Barbie” erstellt, die im Gegensatz zum originalen Mattel-Produkt als echtes Lebewesen nicht mit zahllosen Krankheiten zu kämpfen hätte. Macht Sinn.

Some people say that we shouldn’t pay attention to the body proportions of Barbie because she is just a toy. On the surface, that sounds like a valid argument. But a closer look, through research, suggests that Barbie may lead to the following…

Heightened body dissatisfaction among young girls (Dittmar)
Unhealthy eating behaviors (Dittmar)
A desire to achieve a slim body and therefore eat less (Anschutz)

The above Barbie vs “normal” Barbie images were created with the help of a 3D printed model of a normal woman.

This white model was made using measurements that match up closely with CDC measurements of the average 19 year old woman in America.

The end result is what Barbie would look like if she was a healthy, beautiful, 19 year old woman.

What if Barbie looked like a real woman? via One360 und SZ

Links fürs Wochenende

Schießen Sie nicht auf den Pappkameraden

Großartiger Essay über Mythos und Wirklichkeit der “Political Correctness”. Ließe sich so auch in vielerlei Hinsicht auf den unsäglichen Begriff des “Gutmenschen” übertragen:

Dass „Neger“ eine üble Bezeichnung ist, weil sie bis zum Hals im Bodensatz einer langen Kolonialgeschichte aus Unterdrückung, Versklavung und Ermordung steht, konnte man 1990 schon wissen. Weil es aber plötzlich „PC“ gibt, darf man richtig „inkorrekt“ noch länger so tun, als wisse man davon nichts. Denn „politisch inkorrekt“ funktioniert wie ein Schutzanzug, der gegen das Wissen vom „falsch“ und eine dahingehende Kritik imprägniert. Trickreicherweise sieht der Schutzanzug aus wie das Gewand eines Märtyrers: Seht her, ich traue mich „noch“, „Klartext“ zu reden!

Top 20 Iconic Movie Posters

Gesammelt und kommentiert vom Creative Bloq. Zu Wort kommen Designer, Künstler und Cineasten, die ikonische Filmplakate wie das zu Ghostbusters oder Pulp Fiction analysieren, historisch einordnen oder schlicht und ergreifend abfeiern.

My Kiez is my Castle

Über die mitunter absurde, mitunter aber vor allem auch einfach beängstigende Abneigung der Berliner Kiez-Bewohner gegenüber Touristen.

Halluzinationsgefahr

Über den Amoklauf von Aurora wurde ja eigentlich schon mehr als genug berichtet. Bert Rebhandl betrachtet die Geschehnisse um die “The Dark Knight Rises”-Premiere, den Schrecken und die Reaktionen der Presse noch einmal aus einer anderen, lesens- und beachtenswerten Perspektive.

Edzard Ernst -“Little H”

Der renomierte und gegen die Esoterik kampferprobte Professor für Alternativmedizin Edzard Ernst äußerst sich zu der #Camgate-Geschichte (Schmutzige Methoden der sanften Medizin), bei der es vor allem darum ging, dass ein Blogger – gesponsort von homöopathischen Unternehmen – im Netz auf diversen Websites ordentlich gegen Homöopathie-Kritiker und Alternativmedizin-Skeptiker schoss. So dreckig diese ganze Geschichte auch ist, so habe ich doch das Gefühl, dass von ihr vor allem die positive Auswirkung ausgeht, dass sich auch Leute, die zuvor nicht in dem Thema drin waren, kritisch mit der Homöopathie auseinandersetzen, die einfach mal mit zu den nervigsten pseudowissenschaftlichen Erscheinungen unserer Zeit gehört. Eine deutsche Übersetzung des Textes gibt es bei Psiram.

Judging a Book by its Cover

Eine Sechsjährige errät anhand der Covergestaltung, wovon berühmte  Werke der Weltliteratur wie Der große Gatsby oder Clockwork Orange handeln könnten. So schreibt sie über Hermann Hesses Steppenwolf:

“That looks VERY CREEPY!!!” (My daughter insisted that there be three, exactly three exclamation points). “It looks like it would be scary and very very strange and about creepy things. The story is about a very very hairy eagle who hangs out with fancy ladies.”

Oswald the Elephan (Browsergame)

Lust auf ein wirklich stressiges, unglaublich schön anzusehendes Abusing Game? Dann ist Oswald the Elephant das Richtige.

Zelda Mystery of Solarus DX (Freeware-Game)

Fanmade Fortsetzung des grandiosen, grandiosen, grandiosen SNES-Zelda A Link to the Past (1991). Das Game, das sich grafisch und spielerisch stark an den 16-Bit-Klassiker anlehnt,  gibt es schon eine ganze Weile, wurde aber erst vor kurzem ins Englische übersetzt und ist daher dankenswerterweise nun auch für alle nicht französisch sprechenden Zeldafreaks in seiner ganzen Pracht genießbar.

Video Game Tourism

Tolles junges Videospiel-Blog, das den feuilletonistischen Weg einschlägt. Videospiele werden als Kunstform, als ästhetisches Erlebnis analysiert und dargestellt.

VGT ist ein Ort, an dem über Computerspiele geschrieben wird – und zwar so, wie wir es gerne auch in arrivierten Medien sehen würden. Computerspiele sind nicht nur ein sehr populäres Massenmedium, sondern möglicherweise auch die Kunstform des 21. Jahrhunderts. Denn schon im August 2008 machte es zumindest die EU-Kommission offiziell: Computer- und Videospiele sind Kulturgut, in dessen Erhaltung und Förderung auch öffentliche Mittel fließen sollen.

rrrrrrroll

Tumblr, in dem sich alles dreht. Mehr muss dazu eigentlich nicht gesagt werden.

Letztes Jahr auf Seite360:

Marcus begibt sich in die Soundcloud und gräbt mit Shlohmo, Nocow und Downliners Sekt hörenswerte Musik hervor. Die Darbietung von Wagners Siegfried-Idyll durch das Israel Chamber Orchestra in Bayreuth ist ein netter, kleiner feuilletonistischer Aufreger für das sonst weit klaffende Sommerloch. Ebenfalls aus dem Sommerloch reißt uns die erschreckende Nachricht vom Tod von Amy Winehouse, der Rinko einen kleinen Nachruf widmet. Ein wenig Nostalgie ist auch wieder am Start: Die besten Alternative Rock Alben der 90er entführen in diesem Fall zurück in die gute alte Zeit.

Tropes vs. Women in Video Games – Kickstarter-Projekt über Sexismus in Videospielen und die misogynen Reaktionen der Gamer-Szene

Um ganz ehrlich zu sein, bis zu diesem Wochenende war mir der Name Anita Sarkeesian nicht geläufig. Um so mehr freue ich mich jetzt darüber, diesen Schatz an analytischen, akribisch recherchierten und unterhaltsamen Schatz an YouTube-Filmen vor mir zu haben. Schon seit einiger Zeit analysiert Sarkeesian auf großartig pointierte Weise Sexismus und Misogynie in Kultur und Medien, von den Schlümpfen über LEGO bis hin zum großen Blockbuster-Kino. Auch ihr neustes Projekt ist eine ambitionierte Angelegenheit. In der Serie Tropes vs. Women in Video Games möchte sie Stereotypien, Klischees und Sexismus anhand von Videospiel-Charakteren untersuchen.

Weiterlesen

Links fürs Wochenende

Das weltweit schwerste Sudoku…

…entwickelt von einem finnischen Mathematiker. Habe mich selbst noch nicht rangetraut, auch wenn ich Sudokus so grundsätzlich eigentlich sehr mag, auch und insbesondere die richtig schweren. Siehe dazu auch, Bericht vom Daily Telegraph: World’s hardest sudoku: can you crack it?

No Surprises? Der große Radiohead-Coveralbum-Showdown

Uli vergleicht bei Auftouren das OK-Computer-Tributalbum OKX (2007) von Stereogum (Download-Link) mit dem aktuellen OK-Computer-Tributalbum A Tribute To OK Computer (2012), das vom Musikexpress herausgegeben wurde.

21/22

Ausdeutungen des Balotelli-Jubels konnte man in der Süddeutschen, der Welt und der taz lesen. Keiner der Exegeten ist auf Cantona gekommen, um Balotelli einzuordnen. Das ist nicht verwunderlich, denn sie haben alle drei etwas anderes im Blick: dass Balotelli schwarz ist. Dass er so gejubelt hat, ist ihnen immer auch Zeichen seines Schwarz-Seins.

Liebling, ich habe ein Viral kreiert – Wie konnte das passieren?

Jannis von Netzfeuilleton fragt sich, wie sein Video Gratis-BILD Unboxing zum viralen Hit auf YouTube mit über 100.000 Visits werden konnte.

.

Plants vs. Zombies online (Browsergame)

Zwar nur die gekürzte, dafür aber kostenlose Version des großartigen, großartigen, großartigen (Oh mein Gott, ist das großartig!) Tower-Defense-Games für PC und diverse Mobile Devices. Wer es noch nicht gespielt hat, sollte das jetzt ganz dringend nachholen. Eines der besten, lustigsten und putzigsten Strategiespiele der letzten zweitausend Jahre.

Warum Musik Angst einflößen kann

Was wäre ein Gruselfilm ohne schaurige Musik? – Forscher präsentieren nun eine Erklärung, warum uns beispielsweise die Musik bei der Duschszene des Hitchcock-Thrillers „Psycho“ einen Schauer über den Rücken jagt.

How I watch Movies

Infografik, über den Unterschied cineastischer Sehgewohnheiten zwischen Kinovorführung und Computer-Konsum. Traurig, aber allzu oft wahr.

UNDERGROUND NEW YORK PUBLIC LIBRARY

Bilder von lesenden Menschen in der New Yorker U-Bahn

The IRL-Fetish

Sehr cooler Artikel über den Real Life, bzw. Offline-Fetisch, über die permanente Gegenüberstellung von echtem Leben und digitaler Sphäre, sowie über den Stolz, mit dem viele “Offliner” ihr “wahres Leben” präsentieren:

In great part, the reason is that we have been taught to mistakenly view online as meaning not offline. The notion of the offline as real and authentic is a recent invention, corresponding with the rise of the online. If we can fix this false separation and view the digital and physical as enmeshed, we will understand that what we do while connected is inseparable from what we do when disconnected. That is, disconnection from the smartphone and social media isn’t really disconnection at all: The logic of social media follows us long after we log out. There was and is no offline; it is a lusted-after fetish object that some claim special ability to attain, and it has always been a phantom.

How Accurately Does Hollywood Age Actors?

Fotostrecke des Slate-Magazins über die Diskrepanz zwischen der “künstlerischen Alterung” von Darstellern in Hollywoodfilmen und ihrem tatsächlichen Alterungsprozess. So haben die Star Trek Schöpfer von 1967 nicht im Geringsten bedacht, wie James T. Kirk William Shatner im Alter in die Breite gehen könnte, überraschend gut getroffen dagegen sind die Protagonisten aus Back to the Future.

The Art of Danger and Suspense

Im wahrsten Sinne des Wortes spannende Fotos bei Creative Review: Glas, scharfe Kanten, fatale Winkel… Die Gefahr der Verletzung ist in jedes einzelne dieser Bilder eingeschrieben.

Letztes Jahr auf Seite360:

Weiter geht es mit den musikalischen 90er-Retrospektiven, weiter geht es im Speziellen mit dem besten Alternative Rock des Jahrzehnts. Ebenfalls Richtung 90er schielt die Betrachtung sämtlicher Kuriosita der Zelda-Reihe, seien es die grauenhaften CD-I-Games oder die groteske Zeichentrickserie. Ebenfalls etwas kurios aber darüber hinaus erfolgreich: Die Suche nach historischen Allegorien in der Harry-Potter-Reihe.