Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts III

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Da sind wir wieder… Und wieder mit Don Bluth… und wieder mit Walt Disney… und wieder mit Studio Ghibli… Was soll ich sagen, die waren allesamt in den 80ern einfach mal eine Institution. Mit Taran und der Zauberkessel werfen wir heute einen Blick auf eine der vergessenen epischen Disney Zeichentrickperlen. Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh dagegen dürfte wohl den meisten Don Bluth Fans noch in sehr guter – verdienter – Erinnerung sein. Nausicaä gehört mittlerweile wohl ebenfalls eher zu den unbekannten Werken der Ghibli Studios… und das hat dieses Meisterwerk beim besten Willen nicht verdient. Ebenso wenig wie der düsterste Asterix-Film Operation Hinkelstein die Verachtung verdient hat, die ihm viel zu oft entgegengebracht wird. Der bekommt in diesem Teil unserer Retrospektive weitere europäische Unterstützung durch die – sehr offene – Bibelverfilmung In der Arche ist der Wurm drin.

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Oh mein Gott! Diese Pärchenbilder sind sooo schön! Ich bin so ein verdammter Emo! und das ist so eine schrecklich doofe Clickbait-Überschrift!

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Was soll ich sonst noch groß dazu sagen? Irgendwie treffen diese Pärchenbilder – die Singles wahrscheinlich vollkommen zurecht zum Kotzen finden – gerade voll meinen Nerv: Wunderschöne Alltagsszenen, ziemlich kitschig, fast schon himmelschreiend naiv, irgendwie auch kindlich, und dabei doch so verdammt pointiert, ehrlich, und schlicht und ergreifend sweet. Und natürlich tausendmal besser als jeder biedere “Liebe ist…”-Cartoon. Verantwortlich für diese tollen Illustrationen zeichnet sich die japanische Künstlerin puuung… und ich will mehr davon.

via demilked, danke Karen

Lädierte Pokemon von Justin White

Ich bin ja definitiv zu alt, um Pokemon in meiner Kindheit mitgemacht zu haben. Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten, mich damals mit der Anime-Serie, den Spielen und dem ganzen Merchandising-Hype drumherum auseinanderzusetzen. Meine Quintessenz als spießiger Erwachsener: Pokemon ist schon so etwas wie die Kinderversion eines Hahnen- oder Hundekampfes. Unschuldige, eigentlich friedliebende Tiere werden von überehrgeizigen Kids eingefangen und in gigantischen Arenen zu brutalen Kämpfen gezwungen. Insofern fangen Justin Whites verspielte Grafiken schon ganz gut das amoralische Moment und den Sadismus ein, der in dieser Franchise verdeckt bis offen propagiert wird.

Natürlich könnte ich jetzt noch über die ganzen Marktmechanismen lästern, die hinter dem Konzept stecken, musste ich doch während meines Zivildiensts immer wieder feststellen, wie Grundschulkinder ordentlich Geld in Sammelkarten etc. investiert haben und beim Feilschen um Pikachu und Konsorten echte marktwirtschaftliche Erbarmungslosigkeit unter Beweis stellten. Aber andererseits hatten wir in unserer Kindheit halt die Panini-Sammelkarten, Murmeln und Stickeralben… und die waren so rein kapitalismustechnisch auch nicht viel anderes. Jetzt aber genug vom Fabulieren: Mein Lieblings-Pokemon war immer Bisasam und diese Bilder sind einfach awesome.

Busted Pokemon by Justin White via Who killed Bambi?

Trailerprogramm: The Raid, The Cabin in the Woods, Black Gold, I am not a Hipster, Into the White, Wish you were here, Ai to Makoto

The Cabin in the Woods [Drew Goddard]

Sieht schon ziemlich amtlich aus. Da werden klassische Slasher- und Backwoodhorror-Klischees zitiert und genüsslich durch den Mystery Science Fiction Fleischwolf gedreht. Wer jetzt an ne geerdete Teenie-Version von Cube denkt, liegt wahrscheinlich gar nicht mal so falsch. Die Frage ist, wie sehr sich der Film auf das Spiel mit den Genre-Referenzen einlässt, oder besser gesagt, wie mutig er ist, diese zu dekonstruieren. Denn gesehen hat man die Zutaten dann doch schon mal alle, irgendwo, irgendwie… nur eben noch nicht in dieser Kombination. Dem Trailer – der ziemlich verspoilert scheint – nach zu urteilen, läuft alles auf ein großes Mindfuck-Finale hinaus. Das muss auch erst einmal den Erwartungen entsprechen, sich nicht auf abgedroschenen Pfaden bewegen. Ist ja nach den ganzen Matrixes und Existenzen alles andere als einfach… Sieht trotzdem echt nett aus.

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Harry Potter als Anime- und Disney-Adaption

Derzeit grasiert ja bekanntlich das Potter-Fieber. Dank des zweiten Teils des siebten Teils (ähmmm) der Adaption von J.K. Rowlings Fantasysaga haben diverse Blogposts, Mashupfilme und Fanarts im Netz wieder einmal Hochkonjunktur. Und ja, ich muss zugeben, ich bin auch infiziert vom Potter-Fieber, und das nicht erst, seitdem uns die Nazi/Appeasement/Voldemort-Interpretation ordentlich Besucher von Google rüberspült. Harry Potter ist nunmal ungemein faszinierend, allein schon, weil er eben ein beispielloses Rezeptionsphänomen darstellt. Und auch wenn J.K. Rowling nicht die begnadetste Geschichtenerzählerin unter Gottes Sonne ist, kann sie zumindest eine Fantasywelt ungemein lebendig werden lassen. Auf jeden Fall scheinen auch Leute, die mit dem Hype zuvor nichts am Hut hatten, ebenfalls partiell angesteckt zu werden. So wie Gilly, der nach eigenem Bekunden noch keine Seite Harry Potter gelesen, aber trotzdem bei reedit diese beiden schicken Reinterpretationen des Potter-Kosmos rausgesucht hat, die ich hier einfach weiterreichen muss.

Harry Potter als Anime von 中川 und als  Disney-Zeichnung von Makani gibt es – wegen der extremen Höhe der Bilder – erst nach dem Klick.

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Die 90er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts II

Dass die 90er Jahre keineswegs ein rein amerikanisches Zeichentrickjahrzehnt waren, hatte die letzte Trickfilmretrospektive bereits unter Beweis gestellt. Hier sind die USA sogar in der Unterzahl. Dominiert werden die 90er Zeichentrickklassiker von Asien – selbstredend insbesondere dem Studio Ghibli. Aber auch eine klassische Disney-Produktion hat sich hierher verirrt, und sogar ein unglaublich bezaubernder Hybrid aus traditioneller Zeichentrickkunst und Up-to-Date-Computeranimationen.

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Die 90er Jahre: Die besten Comicverfilmungen und Superheldenfilme des Jahrzehnts

Batman und Robin, Captain America, Steel, Tank Girl, Das Phantom… Mit Fug und Recht wurden in den 90er Jahren der Superheldenfilm und die klassische Comicverfilmung für Tod erklärt, bevor das Genre in den 00er Jahren durch herrausragende Beiträge ein unerwartetes Revival feierte. Ein paar gelungene Filme haben sich aber auch in dieses Jahrzehnt gemogelt, und die sollen trotz der Weltenretterflaute der 90er nicht unterschlagen werden

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Die 00er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts

Lass es bunt sein… manchmal auch schwarz weiß… mit der Hand, mit dem Stift, vielleicht auch mit dem Computer ein wenig nachgeholfen… auf jeden Fall aber gezeichnet, gemalt, gepinselt, mit feinem Strich gezogen, mit kräftiger Farbe gefüllt, mit großen Klecksern geklotzt. Obwohl der klassische Zeichentrickfilm durch die CGI-Technik und Animationsstudios wie Pixar immer mehr an Prestige verliert und durch computeranimierte Werke sukzessive verdrängt wird, gab es in diesem Jahrzehnt einige herausragende, handgezeichnete Werke. Auch erwachsene Zuschauer durften sich über so manchen düsteren oder auch nachdenklichen und berauschenden Trickfilm freuen. Hier sind die Besten: Für jung, für alt, oder auch mal für die ganze Familie… Und den animierten und computerisierten Nachschlag gibt es dann zum nächsten Mal.

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Eurovision Song Contest 2010… eine ganz ganz kurze Nachlese

Wir wollen uns zurückhalten… Irgendwie freut es uns dann ja auch, dass Lena trotz fehlender BILD-Rückendeckung, trotz unzähliger Lästereien aus dem Heimatland und trotz zahlloser Schwarzmalereien den Eurovision Song Contest 2010 gewonnen hat. Am erstaunlichsten an diesem Abend: Es hat tatsächlich das beste Lied gewonnen. Der gerade mal – nunja – nette Discopopsong “Satellite” war den restlichen Stücken aus Europa meilenweit überlegen. Das Feld war, wie schon die Jahre zuvor, unfassbar schwach und wirft weder ein repräsentatives noch besonders positives Licht auf die europäische Musikszene. Verloren in einem seltsamen Nimbus zwischen Pop und Schlager präsentierten sich peinliche Boygroup-Retrospektiven (Großbritanniens Josh Dubovie, der zurecht mit einer kläglichen Punktzahl abgestraft wurden), gelackte Semi-Spacerocker (die zumindest hörbaren Vertreter aus der Türkei maNga) und entweder unfassbar peinliche Gaga-Nummern oder sterbenslangweilige Powerpopballaden (das gesamte restliche Feld). Der traurige Höhepunkt war dann auch, als der Zuschauer die grauenhafte spanische Zirkushymne “Algo pequeñito” von Daniel Diges dank eines durchgeknallten Fans gleich zweimal über sich ergehen lassen musste. Positive Ausnahme war neben dem deutschen Discohit maximal der Vertreter aus Belgien Tom Dice, der gediegenen Songwriter-Folkpop zu präsentieren wusste. Ansonsten musste man sich den gesamten Abend durch schmerzhaft lächerliche Bühnenshows,  uninspirierte Sediernummern, schrecklich gestelzten Pathos und lausige Schlagerpopsongs quälen.

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Die 00er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts

Nach den besten Fantasyfilmen des Jahrzehnts bleiben wir noch kurz im phantastischen Bereich. Grusel- und horrortechnisch ist so manches passiert in der letzten Dekade. Es gab eine ausufernde Zombie-Widergeburt, einen unglaublichen Hype um das asiatische Gruselkino (das diesen Artikel auch wie eine Welle überfluten wird), eine strukturell interessante Horror Nouvelle Vague aus Frankreich und die Ankunft des Splatter, Gore und Midnightmovies im Mainstreamkino. Folgerichtig erlebte der Horrorfilm einen wahren Boom, ein Hoch an Zuschauerzahlen, das man seit der verebbenden Slasher-Welle nicht mehr für möglich gehalten hatte und eine ganze Riege an erstklassigen, zweitklassigen und leider auch drittklassigen Filmen. Unsere Highlights des Spuk- und Blutoverkills wollen wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten.

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