Schlagwort-Archiv: Lo-Fi

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Hörenswertes: Biffy Clyro, The Avalanches, Gone Is Gone, Billy Talent, Owen, Dinosaur Jr, Blossoms, Roosevelt

 

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Während ich die Einleitung schrieb hat Frank Ocean sein neues Album für dieses Wochenende angekündigt und überhaupt war ich der festen Überzeugung im Sommer keine Rezension schreiben zu müssen.

Ist es vielleicht schon die vielbeschworene Krise, von der alle immer reden und ist der Sommer schon so doof, dass man schon die Releases auf die Zeit vorverlegt, wo Leute doch lieber draußen grillen.

Egal, als Musikliebhaber nimmt man natürlich alles mit und hey, die Avanlaches melden sich zurück, Biffy Clyro leider auch. Gone is Gone, Billy sein Talent auch irgendwie. Blossoms bedienen sich gleich mal ausgelutschter Ideen, anstatt selber noch mehr falsch zu machen. Immerhin kann Roosevelt die Ehre der Jungmusiker rettet und zaubert ein wirklich frisches Dance-Album und ein versöhnliches Grinsen auf das Gesicht des muffeligen Kritikers.

Ach so, gerade kam noch die Beginner rein…

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Die 90er Jahre: Die besten Indie-Alben des Jahrzehnts II

Willkommen zurück in der charmanten Unfertigkeit und dem genialistischen Unperfektionismus der besten Indie Alben der Neunziger. So schluffig neben der Spur wie The Breeders, The Vaselines, Belle & Sebastian, Spiritualized und Guided By Voices konnten es eben nur wenige Bands. Die genau richtige Musik für gemütliche Slacker, die keinen Bock auf depressive Destruktion, aber auch nichts mit der Karrieregeilheit ihrer Eltern zu tun hatten. Also macht euch doch einfach locker und chillt zu den folgenden Bands.

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Fundstücke aus der SoundCloud: Tea Leigh, Strangr, Sotus

Dieser Artikel lag hier noch rum, aber er muss unbedingt raus! Denn es ist mal wieder an der Zeit Musiker vorzustellen, die trotz offensichtlicher Großartigkeit nur wenigen bekannt sind. Indier than Indie sozusagen. Außerdem fällt mir grad auf, dass diese Mucke, echt gut ist gegen diese bösartige Kälte. Wenn das kein Grund für ein Yeah! ist!?? Weiterlesen

Jack White – Love Interruption (Stream)

Also, ich weiß gar nicht was ich sagen soll… vielleicht einfach nur, dass ich hin und weg bin. Jack White von The White Stripes macht auf Lo-Fi… und wie! Die Solo-Single Love Interruption vom bald erscheinenden Album Blunderbass atmet nicht nur den Blues, die Nashville-Attitüde und den Geist der glorreichen analogen Zeit, sie ist auch zum Daniederknien amerikanisch, ruppig, rau und steckt dennoch voller Charme und Herzblut. Yes, I am in Love.


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Die 90er Jahre: Die besten deutschen Alben des Jahrzehnts II

“Damals hatten wir noch Gefühle” stand bei dem Youtube Kommentaren zu einem Jonas Video, die wir im ersten Teil der 90er Alben-Retrospektive vorgestellt haben. Ist natürlich “Früher war alles schöner”-Gejammer, aber so wütend wie auf Digital ist besser waren Tocotronic vielleicht nie wieder: Wo heute gesetzter Indie-Pop für Berlin Mitte regiert, war es früher roher Lo-Fi infizierter Sound, der irgendwo in einem dunklen Keller in Hamburg entstand. Ihre Begabung für Pop schimmerte schon damals durch. Die Einstürzenden Neubauten wagten sich mit Tabula Rasa erst einmal sehr vorsichtig und schemenhaft an das von ihnen eher ungeliebte Genre der Populärmusik, Selig und Die Fantastischen Vier indes hatten damit noch nie Probleme und erreichten mit ihren 90er Alben den künstlerischen Zenit.

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Musikjahr 2010 – Ein Nachschlag aus der Heimat

Jau… das Musikjahr ist zu Ende, die Musikveröffentlichungen wurden nochmal überflogen, die Bestenlisten wurden ausgewertet, die Kanons erstellt. Wir haben ihr trotzdem noch einen kleinen Nachschlag… und zwar komplett aus deutschen Landen. Denn neben den wie immer kassenträchtigen Neuveröffentlichungen von Wir sind Helden und Reinhard Mey und den erst seit neustem – aber auch wenig überraschend – kassenträchtigen Alben von Tocotronic und Unheilig gab es auch so manches unabhängige Kleinod. In dem ein oder anderen Falle so unabhängig, das es beinahe komplett übersehen wurde. Kristof Schreuf, Hans Unstern und Bratze: Deren drei eher am Rand des deutschen Musikbetriebs stattgefundenen neuen Alben soll hier nachträglich ein wenig Gerechtigkeit widerfahren…

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In the Fishtank 7: Low & Dirty Three (2000)

Nach dem Solo-Intermezzo von June of 44 wurde munter weiter kollaboriert bei Konkurrents Fishtankreihe. Pünktlich zur Jahrtausendwende standen sich die Indie-Rocker von Low und das instrumentelle Folk-Trio Dirty Three gegenüber. Diese haben durchaus Erfahrung, was die Zusammenarbeit mit Alternativerock und Indie-Größen betrifft. Warren Ellis war seinerzeit Mitglied bei “Nick Cave and the Bad Seeds”, die anderen beiden im Bunde – Mick Turner und Jim White – sind unter anderem als Backgroundmusiker bei Cat Power, PJ Harvey oder gar Sonic Youth zu hören. Da scheint die Zusammenarbeit mit den Lo-Fi, Slowcore-Rockern von Low nur folgerichtig.

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Rezension zu Wavves – King Of The Beach

VÖ: 30.07.2010

Label: Cooperative

Eine fast unerträgliche Hitze macht sich über Deutschland breit und wenn sich das Blut verdickt und es einem nach einer Flasche Bier schon schwarz vor Augen wird könnte man in kaum besserer Verfassung für das neue Wavves Album sein, das immer noch seine beste Wirkung im halluzinogen Zustand entfaltet und diesmal mehr als nüchtern erträglich ist oder eigentlich viel mehr als das: es ist richtig großartig geworden. Wo das Debütalbum schroffe Lo-Fi Punk Attitüde war hat Nathan Williams nun auch das Songwriting für sich entdeckt und das schemenhaft erkennbare Potential bekommt nun feste Strukturen und das großartige ist, daß King Of The Beach nichts von der Wucht des Vorgängers verloren hat. Weiterlesen

In the Fishtank 2: Guv'ner (1997)

Ich muss zugeben, dass Guv’ner mir vor der Konfrontation mit ihrem “In the Fishtank”-Auftritt eine vollkommen unbekannte Größe waren. Dementsprechend gäbe es an dieser Stelle auch nicht viel, was ich an Wissen über sie verbreiten könnte. Karge Informationen im Internet verraten zumindest, dass es sich bei Guv’ner um eine New Yorker Alternative-Band handelt, die von Thurston Moore von Sonic Youth entdeckt worden ist. Immerhin drei ganze Studioalben haben sie im Laufe der 90er Jahre bei Merge veröffentlicht, dazu gesellen sich mehrere Singles und EPs und eben jener Fishtank-Auftritt, der nun vor mir liegt.

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Cover-Versionen von Girls und The Soft Pack

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Wie fürchterlich Coverversionen sein können wissen wir nicht seit erst grauenhaften Remixen von zurecht unbekannten Proll DJ´s und geistig unzurechnungsfähigen Schlagersängern. Das nebenbei auch was Gutes herauskommt wenn aufregende Newcomer sich eh schon grandiosen Orginalen annehmen vergisst man allzu leicht. Die momentan schwer angesagten Girls übernehmen das wunderschön traurige “True Love will find you in the End” von Daniel Johnston, den wir ja auf dieser Seite bereits erwähnten, während die Rotzlöffel von The Soft Pack den filligran charmanten  Popmusikern von Phoenix das Rocken beibringen. Vor allem The Soft Pack sollte man im Auge behandeln, da hier das nächste grosse Ding aus der Blogosspähre nur darauf wartet gezündet zu werden.

Girls – True Love Will Find You In The End

The Soft Pack – Fences (Phoenix Cover)

Phoenix bieten übrigens auf ihrem Blog noch mehr gelungene Remixe an, unter anderem von Animal Collective und Devendra Banhardt:

http://wearephoenix.com/journal/index.php?s=remix