The Brothers Quay waren die Inspirationsquelle für die Musikvideos von TOOL

The Brothers Quay - "Rehearsals for Extinct Anatomies"

Diese beengende, düstere Atmosphäre, durch die sich stop-motion-animierte Figuren und Puppen bewegen, haben nicht Tool, allen voran Gitarrist Adam Jones, erfunden, sondern die Stop-Motion-Künstler The Brothers Quay.

Adam Jones war auch Special Effect Artist und arbeitete gemeinsam mit Fred Stuhr an den ikonischen Tool-Musikvideos aus den 90er Jahren. Diese zeichneten sich vor allem durch einen exzessiven Einsatz von Stop-Motion aus, in einem vermoderten und farblich und auch sonst kargen Setup, wodurch diese bedrückende und groteske bisweilen unangenehme Atmosphäre entstand. Adam Jones arbeitete auch an Filmen wie „Ghostbusters II”, „Predator 2” und „Edward Scissorhands” mit. Damit war für mich die visuelle Kraft der Videos immer hinreichend erklärt. Nun erfahre ich aber, dass Werke der Stop-Motion-Künstler The Brothers Quay als Vorlage dienten für Jones Video-Arbei. Darüber war Kurt Cobain so angepisst, dass er hoffte, dass Tool für dieses „rip off” verklagt würden:

Und in der Tat. Tools „Sober” sieht schon sehr nachempfunden aus. Aber hey. Kurt hat sich bei einigen Nirvana-Riffs auch woanders inspirieren lassen, das sagt er selbst in seinem Tagebuch. Der politisch korrekte Terminus dafür lautet „remix culture” und ist völlig okay.

Hier mal zwei Arbeiten der Brothers Quay. „Bruno Schulz’s Street of Crocodiles” und „Rehearsals for Extinct Anatomies”.

 

Außerdem warten wir bereits seit mindestens fünf, wenn nicht zehn Jahren auf ein neues Tool-Album. Ob man von Metal überhaupt noch was erwarten kann, ist fraglich. Da wurde ja auch schon alles durchgespielt. Das Genre scheint nur noch was für Liebhaber zu sein. Es passt nicht mehr in den schnelllebigen Fashionlifestyle, bei dem es um Verkaufszahlen, Absätze und ständiges Reizen geht. Irgendwie.

Hip Hop Dokumentation: Urban Movements

Ausgezeichneter, semi-artifizieller Dokumentarfilm von David Köhlmeyer zu Lifestyle, Kunst und Attitüde rund um die urbanen Hip Hop Communities. Street Art, Rhymes, Rhythms, Breakdance… ist alles drin. Und verdammt schick dokumentiert und fotografiert obendrein.

 

Urban Movements – A HipHop Documentary
by David Köhlmeier. 34 Min. HD. 2010/11

Members of Blumentopf, Texta, AML, Hashtwins, Fovs-Crew, Beathoavenz, Prodigyy-Crew, Permanent-Unit, Tribe Vibes, Weisssgold and many others served as interviewees for the essayistic documentary Urban Movements. BBoys, Djs, Rapper and Graffiti-Writers answer questions about HipHop, the commercialization of it, as well as the sub culture being as a HipHoper. They talk about dreams and struggles for life. At times seriously, sometimes in a cheerful way … The HipHop conversations are accompanied by urban images, by time lapse and slow motion shots of Berlin, Vienna, Frankfurt, Munich, Graz, Linz, Bregenz and other german speaking cities.

Urban Movements via Mururoar