Schlagwort-Archiv: Konzert

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Konzertbericht: Primus in der Live Music Hall, 20.06.2015

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Ach Live Music Hall, so sehen wir uns also wieder. Du bist wirklich keine Schönheit und doch warst du mein erstes Mal! Hier habe ich tatsächlich mein erstes, allererstes Live-Konzert gesehen, und wenn ich mich recht erinnere, waren das The Gathering mit ihrem sehr schönen Album “How To Measure A Planet” und einer komischen Vorband, in der ein Jüngling mit blonden wallenden Haaren Dosenbier in Rekordzeit killte und sich für keine Poserei zu schade war. Und wo ich schon wieder anfange zu ranten: Einen schöneren Ort für meine Entjungerferung hätte ich mir ehrlich gesagt auch gewünscht, da es sich hierbei um eine dieser komischen Stahlträger-Hallen handelt, die für manche rostigen Hinterhof-Charme haben, für mich aber einfach nur komplett austauschbar sind.

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Glory Glory Jesus Christ – Neutral Milk Hotel, Gloria, Köln.

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Die Apostelkirche neben dem unfassbar hässlichen Neumarkt, nicht zu verwechseln mit dem Heumarkt, ist eine schöne Ausnahme in der wohl verbautesten Metropole Deutschlands.

Die zweite angenehme, ungleich unscheinbare Erscheinung, ist das schmucke Gloria, das von außen wie ein die Jahre gekommenes Strip-Lokal aussieht, aber mit seiner Theater-Atmo und bewegten Geschichte vom Lesben/Schwulen-Treff in den frühen 90ern hin zu vielseitigem Programm der Gegenwart so etwas wie Charme versprüht, was bei den Mehrzweckhallen und Bunkern dieser Republik ja nun wirklich nicht Standard ist.

Der richtige Ort also für eine Auferstehung, auch wenn vor dem Gloria die Szenerie wenig feierlich ist: Weiterlesen

Feist – Video zu “A Commotion” und Tour 2012

Frau Feist und Mastodon haben sich ja unter dem Namen Feistodon für den Record Store Day zusammen getan und nun gibt es eine Art interaktives Video zu dem Song “A Commotion”.

Wieder komplett solo und ohne bärtige Progressive Rocker gibt es den großartigen Indie-Pop von Leslie Feist auf folgenden Events zu bestaunen:

15.08.  –  Hamburg, Stadtpark

21. 08. – Köln, Tanzbrunnen

22.08. – Stuttgart, Freilichtbühne Killesberg

Links Fürs Wochenende

Urheberrecht die 85.

Dieses Mal wird die Aktion nicht im Handelsblatt gefeatured, sondern prominent in der Print-Ausgabe der ZEIT (während sich deren Online-Angebot ziemlich zurück hält). Ausgangspunkt ist eine Unterschriftenaktion mit dem Titel Wir sind die Urheber!, an der sich zahllose Verwerter und Künstler (insbesondere Autoren) beteiligen. Erste “Netzreaktionen” gab es unter anderem von Netzpolitik und Udo Vetter, außerdem einmal ein erbostes, verdammt zutreffendes Wir auch., einmal ein verdammt zutreffendes Ohne mich sowie den Versuch einen Konsens-Findung zum einen von Tom Hillenbrand unter dem Titel Wer hat an dem Ur gedreht?, zum anderen – wenn auch polemischer und konservativer – beim Börsenblatt, das ähnlich wie das Handelsblatt in diesem Fall eher auf der Seite der Urheber Rechteverwerter wirtschaftlichen Interessenten steht. Ebenfalls eine eher konservative – trotzdem differenzierte – Position (jetzt echt mal wertneutral gemeint) nimmt Boris Hänßler mit der Frage Ist das Urheberrecht für Uropas? ein.

Und dann gibt es natürlich noch die – angenehm unpolemische – Gegenaktionen Wir sind Urheber und Wir sind die Bürger! Zum vermeintlich stabilen Schulterschluss zwischen Urhebern und Verwertern ist zusätzlich der aktuelle Fall Village People interessant. In diesem hat sich Urheber Victor Willis in den USA vor Gericht erfolgreich gegen die Enteignung durch die Musikindustrie durchgesetzt.

Stoff für die Ohren gibt es auch zu der Diskussion: Das Kulturgespräch im Deutschlandfunk beschäftigt sich mit dem Digitalen Kulturkampf (45 Minuten), zu Gast sind Julia Schramm, Agnes Krummwiede und Niki Stein.

Ansonsten scheinen die Online-Ableger großer Printmedien mittlerweile – unabhängig von der eigenen Positionierung – etwas differenzierter und auch progressiver an die Sache heranzugehen, wie Christian Stöcker mit seinen fünf größten Irrtümern im Urheberrechtsstreit eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auch wenn es für die Netzuser und Piratenanhänger hier nichts wirklich neues zu lesen gibt, sei dennoch eine wärmste Empfehlung für den gut recherchierten, differenzierten Artikel ausgesprochen. Ebenfalls lesenswerte ein Fünf-Punkte-Plan im Freitag mit der Aufforderung: Schneiden wir den Kuchen neu an. Ebenso sei der Perlentaucher-Kommentar Wer den Apfel küsst empfohlen und Georg Diez hat sich ebenfalls herrlich direkt zu dem seiner Meinung nach Aufgeblasenen Protest geäußert: “Es ist eine Geste des Angstmachens und des Einschüchterns, eine Geste der Ab- und der Ausgrenzung. “Wir” wissen, wie es geht, “wir” schreiben Bücher und machen Kunst, “wir” sind nicht ihr. Das wirkt ein wenig wie früher auf dem Pausenhof: Klassenkeile für den Neuling und die Raucherecke nur für Oberstufenschüler.” Der Nilzenburger ist von beiden Seiten genervt und hat keine Lust mehr auf diese Kackdiskussion, Christopher Lauer von den Piraten dagegen findet den Protest richtig und die Debatte notwendig und schließt seinen Kommentar in der FAZ mit den Worten: “Ich habe keine Lust, jede Woche einen weiteren Aufruf für oder gegen das Urheberrecht zu lesen. Lasst uns endlich vernünftig miteinander reden.” Und irgendwie sind sie sich dann mit dieser Meinung, dass ein Handreichen, nicht ein Streit notwendig ist, doch alle erstaunlich einig, egal ob konservativ, progressiv, für oder gegen die Debatte…

“Ich kann doch machen, was ich will”

Ganz ehrlich, wer hat diesen großartigen Spruch, meist vorgetragen von nervigen Ignoranten, nicht schon einmal gehört? Der dauerplappende Vollhonk  oder Depp, der sich das ganze Konzert darauf konzentriert, schlechte und verwackelte Aufnahmen zu machen. Oli Schulz hat sich bei seinem Auftritt bei Stefan Raab besonders über Trolls auf Youtube und eben diese besonders großartige Typ an Konzertgängern aufgeregt. Sehr lustig, sehr lesenswert und sehr traurig. Mach dir nichts draus, Oli. Wir werde es niemals ändern, aber schön das du es mal gesagt hast.

Geht das Indie richtige Richtung?

Dennis von Superlevel macht sich Gedanken über die Indie-Kategorisierung bei Videospielen. Passend dazu auch: Bestes Indie-Spiel: Was die Branche denkt.

Geschichte (MP3)

Unsere Biographie besteht aus Fragmenten, Versatzstücken, einzelnen Geschichten. Allen gemein ist, dass sie uns ausmachen – ob gut oder schlecht, ob heute noch nachvollziehbar oder nicht, ob fact oder fiction. Wie wir sie lesen, liegt ganz bei uns.

Die Show aus dem Netz

Jürgen Vielmeier über die rasant wachsende Zahl an web-TV-Formaten, die direkt von und für Content-Verwerter wie YouTube oder Vimeo produziert werden.

Von Durchfallerkrankungen und Einschaltquoten

Vom Einfachen gibt es meist mehr als vom Komplizierten – das stimmt bei biologischen Organismen genauso wie bei Kulturgütern und Ideen. Vor allzu simplen Qualitätsbewertungen sollten wir uns hüten.

Hardcore wird weiblicher

Um ehrlich zu sein, hätten Against Me! relativ wenig Chancen hier besprochen zu werden. Ich habe die mal so Mitte der 00er Jahre gehört und so richtig abfeiern konnte ich deren etwas eindimensionalen HC/Punk nicht so wirklich. Umso überraschender die Nachricht, dass Frontsänger Tom Gabel nun eine Frau sein möchte und schon seit seiner Kindheit das Gefühl hat im falschen Körper zu leben. So richtig will das visuell nicht in mein Gehirn vordringen, da Gabel auch rein vom Kleidungs-Code nicht unbedingt eine Ausnahme-Rolle in der Szene spielt(e) und seit Jahren schon erheiratet ist. Die Reaktionen seitens der Hardcore-Fans sind erfreulicherweise wohlwollend und zeigt das auch HC und Metal mittlerweile im 21. Jhrdt angekommen ist, wie man schon früher an dem Outing von Life Of Agony Sänger(in) Keith Caputo und der neuen Welle von Hardcore Bands sehen kann, die Homofeindlichkeit und Ignoranz gegenüber sexueller Orientierung nicht als Vorbild sehen.

Letztes Jahr auf Seite360:

Retro, Retro, Nostalgie, Retro und so weiter: Rinko kümmert sich um die breitbeinigen Testosteronbolzen der 90er Jahre im Rückblick auf die besten Hardrock-Alben des Jahrzehnts, Florian erinnert sich anlässlich des vierten Teils der Scream-Saga an den Beginn der Franchise mit Scream (1996) sowie seinen beiden Fortsetzungen. Abseits davon wird es kuschelig in der 90er Jahre Aufarbeitung: Die besten Tragikomödien Teil 3Die besten Tragikomödien Teil 4 und Gedanken über den Stellenwert von American Beauty im tragikomischen Kino der Dekade. Aber aktuelle Filme und aktuelle Alben werden auch unter die Lupe genommen. Musikalisch gibt es verspultes und verkopftes Material von 31 Knots, Gabby Young and other Animals, Blackmail und Wonga. Für das filmische Kontrastprogramm sorgen in diesem Fall Source Code, Paul – Ein Alien auf der Flucht und Wir sind die Nacht

Girls – 2 x 2 Tickets zu gewinnen

Herbst finde ich persönlich ja mäßig geil, auch wenn momentan gerade so wunderbar goldendes Sonnenlicht durch meine Wohnung flutet. Für die kommenden Tage ist es aber dann leider vorbei und einer der größten Arschlochmonate überhaupt beginnt. Wäre der November doch nur ein Typ, ich würde ihm für seine kalten, grauen und nassen Tage den Hintern versohlen. Zum Glück sind Herbst und Winter aber auch die Monate mit den schönsten Konzerten und wir laden euch dazu ein. Wie wäre es zum Beispiel umsonst und in Begleitung zu einem Konzert der Girls in Hamburg oder Köln zu gehen? Findet ihr ne gute Idee? Dann schreibt bis zum 07.11.2011 eine Mail mit dem Betreff “Mädchen” an redaktion@seite360.de. Euren vollständigen Namen und Wunschort bitte nicht vergessen!

14.11.2011      Hamburg – Molotow

17.11.2011      Köln – Werkstatt

Konzertbericht: Bon Iver, E-Werk, Köln und ein Koffer

Junge, Junge ich sag dir, diese Trips nach Köln sind ja schon so ein Abenteuer für sich. Wenn man mit einem schwer bepackten Koffer (liebevoll von Mutti zusammengestellt) in Köln-Mühlheim ankommt und keine Möglichkeit gefunden hat, diesen irgendwo abzuschließen, hat man eine bereits leise Vorahnung, dass dieser Abend interessant werden könnte. Die Tanke gegenüber der Haltestelle Keupstraße hat auch schon um 23 Uhr zu, so dass mir nix anderes übrig bleibt, als den Koffer irgendwo in eine dunkes lauschiges Plätzchen hinter 2 Gebrauchtwagen zu stellen. Wer Mülheim kennt, weiß, dass sowas leicht daneben gehen kann, aber das Konzert von Bon Iver ist wichtiger als ein paar Socken und 2 Hosen.

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Auf Tour: Fucked Up

Wohl nicht wenige werden bei dem Arcade Fire leicht konstatiert geschaut haben, als ein Sänger mit dem Aussehen eines serbischen Eisenbiegers die Bühne betrat und energiegeladen den Support Slot seiner Band Fucked Up begann. Wer bei den Kanadiern allerdings nur monotonen Krachcore vermutet, liegt falsch. Die Art und Weise wie die Kanadier ihren intelligenten Hardcore interpretieren, geht zeitweise sogar schon in Richtung Prog und hebt sie wohltuend von der Mittelmäßigkeit der anderen Genre-Bands ab. Eine Hardcore Band, die zusammen mit Vampire Weekend “Do They Know It`s Christmas Time Again?” oder Owen Pallet als Gastsänger auftritt, ist sicherlich alles, nur nicht normal.

Fucked Up
special guest: Dramamine
17.05.2011
Köln, Underground
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Tickets: 14,- € (zzgl. Geb.)

Links fürs Wochenende

14 Bands in Strange Locations

Irgendwann ist auch mal gut mit den ewig gleichen Mehrzweckhallen und schimmeligen Clubs. Warum nicht mal ein Konzert auf dem Dach des Labelhauses geben, mitten in Paris ein Spontankonzert veranstalten oder in einem Bowling Center  spielen?

Fred Durst und die Müllabfuhr

Tja, das kommt wohl dabei heraus, wenn man im Internet über Namen für öffentliche Dienstleister abstimmen lässt. Die Müllabfuhr von Austin Texas könnte in Zukunft nach dem Limp Bizkit Frontmann benannt sein…

Die Bravo Girl – Eine feministische Analyse

Ninia LaGrande beschäftigt sich mit einer Bravo Girl Ausgabe vom Februar 2011, die in ihren Empfehlungen für Mädchen gleich dutzende sexistische, chauvinistische Klischees bedient.

Wer ist der niedlichste Blogger?

Um nicht weniger als den Titel des Niedlichkeitsblogger geht es in der Fehde zwischen Gilly’s Playground und Marco von Minds Delight. Mittlerweile sind beide zuckersüßen Artikel für den epischen Kampf in Stellung gebracht: Elmo, eine staubige Chinchilla, ein liebreizendes Erdhörnchen und eine sehnsüchtige Katze bei Gilly, ein maisfressendes Streifenhörnchen, ein katzenkuschelndes Pferd und ein Schwein, das sich für einen Hund hält bei Marco. Welcher Beitrag niedlicher ist, darüber dürfen nun die Leser abstimmen. Beide versprechen jedenfalls zahllose “Och gööh!”s und Zuckervergiftungen.

“Ich hätte schon gern eine schöne Utopie”

Folge-Mag-Interview mit Constanze Kurz vom Chaos Computer Club

Jeopardy: Mensch vs. Watson

Ausführlicher Bericht über das Jeopardyduell zwischen den beiden erfolgreichsten Kandidaten der Sendung und einem monolithischen Supercomputer. Passend dazu auch gleich die Videos zu den ersten beiden Runden hier.

Casual Games helfen gegen Depressionen

Kaum zu glauben aber wahr. Casual Games sollen nach einer Studie East Carolina University dabei helfen, Stress, Depressionen und Ängste abzubauen. Das gerade diese Symptome bei Core Gamern auftreten, wenn ihre Freundinnen per Fuchtelsteuerung Tigerbabys streicheln oder beste Kumpels stundenlang gebannt auf Farmville starren wurde dabei nicht berücksichtigt.

Der Retweet oder: Platz für eine Fußnote ist selbst bei 140 Zeichen

Was die Netzcommunity und insbesondere Twitter Herrn von Guttenberg voraus hat…

Letztes Jahr auf Seite360

Florian beschäftigt sich mit Objektivität und Subjektivität in der Kunstkritik, bastelt ein Helene-Hegemann-Mashup und genießt einen Broken Social Scene Klassiker. Rinko kämpft mit seinem Tinnitus nach einem Japandroids-Konzert, sammelt fleißig Sehenswertes zum Oasis-Frontmann Liam Gallagher und entdeckt in industriellen Fotos die Schönheit des Potts.

Radiohead und Nine Inch Nails – Film und Konzert auf Youtube

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Wer nicht unbedingt Geld für eine Musik DVD ausgeben möchte oder einfach nicht die Möglichkeit hatte, bei einem legendären Konzert seiner Band dabei gewesen zu sein, hat nun die Möglichkeit, dies auf Youtube nachzuholen.

Meeting People is Easy

Meeting People is Easy hat zwar schon mehr als 10 Jahre auf dem Buckel, ist aber nichtsdestotrotz ein interessanter  und eigenwilliger Einblick in die Zeit der O.K. Computer Phase der größten britischen Band der letzten 20 Jahre. Weiterlesen