Oh mein Gott! Diese Pärchenbilder sind sooo schön! Ich bin so ein verdammter Emo! und das ist so eine schrecklich doofe Clickbait-Überschrift!

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Was soll ich sonst noch groß dazu sagen? Irgendwie treffen diese Pärchenbilder – die Singles wahrscheinlich vollkommen zurecht zum Kotzen finden – gerade voll meinen Nerv: Wunderschöne Alltagsszenen, ziemlich kitschig, fast schon himmelschreiend naiv, irgendwie auch kindlich, und dabei doch so verdammt pointiert, ehrlich, und schlicht und ergreifend sweet. Und natürlich tausendmal besser als jeder biedere “Liebe ist…”-Cartoon. Verantwortlich für diese tollen Illustrationen zeichnet sich die japanische Künstlerin puuung… und ich will mehr davon.

via demilked, danke Karen

Gruselige Kinderstatuetten von Maria Rubinke

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Zeit für ein bisschen Halloween-Content: Die traditionellen Porzellan-Skulptürchen der dänischen Künstlerin Maria Rubinke sind putzig, pittoresk, kitschig… und verdammt verstörend. Puppen und Kinder gehen eigentlich immer, wenn man mir einen gehörigen Schrecken einjagen will, diese Teile werden mich aber mit Sicherheit bis in meine Träume verfolgen. Mehr davon gibt es auf Rubinkes Facebook-Seite oder Beautiful Decay zu sehen. Ich wünsche euch eine schöne Woche…

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via Dangerous Minds

Tätowierte Porzellanfiguren von Jessica Harrison

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Take this, Kitsch! Die Künstlerin Jessica Harrison bemalt klassische unfassbar kitschig idealisierte Porzellanfiguren von Frauen mit genau so klassischen, idealisierten Tätowierungen von Matrosen. Ein großartiges Spiel mit prototypischen, traditionellen Erscheinungsbildern und Stilisierungen: Auf der einen Seite die zarten, fragilen “Püppchen”, auf der anderen Seite die zumindest in der zeitgenössischen Rezeption derben, von Männlichkeit sprühenden Seemann-Tattoos.

Andererseits sind diese ikonischen Bilder von zerstochenen Herzen und holden Seejungfrauen selbst wieder um Kitsch in ihrer reinsten Form, stereotype Männlichkeits-Ikonographien, die in ihrer Schlichtheit nicht weniger plump und sentimental daherkommen, wie die Fläche auf der sie hier verewigt werden. Fight Fire with Fire, dem Kitsch mit Kitsch begegnet und durch diese Multiplikation etwas tatsächlich kitschfreies, originär künstlerisches geschaffen. Groß!

Harrison proposes a multi-directional and pervasive model of skin as a space in which body and world mingle. Working with this moving space between artist/maker and viewer, she draws on the active body in both making and interpreting sculpture to unravel imaginative touch and proprioceptive sensation in sculptural practice. In this way, Harrison re-describes the body in sculpture through the skin, offering an alternative way of thinking about the body beyond a binary tradition of inside and outside.

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Ebenfalls sehenswert: Harrisons noch radikalerer Umgang mit den Porzellan-Frauen, wenn sie auf den Kitsch direkt mit physischer Gewalt reagiert. Diese und andere Werke sind Teil von Harrisons Ausstellung FLASH in der Galerie L.J. in Paris

via Colossal

Die 80er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts II

Nachdem ich im letzten Artikel ordentlich auf die Arthaus-Kacke gehauen habe, folgen nun die weitaus traditionelleren, romantischeren und auch prototypischeren Liebesfilme, sowohl in Gestalt der Screwball Komödie, als auch in Gestalt des poetischen Liebesdramas, aber auch in Gestalt des abstrakten Kunstfilms. Und ja verdammt, diese Schnulzen können auch heute noch alle ungemein unterhalten. Keine Scham für das entzückte Seufzen zum Balztanz Dirty Dancing, keine Reue über das Lächeln und die Träne im Auge zu den romantischen Komödien Roxanne, Mondsüchtig und Harry und Sally. Und kein schlechtes Gefühl beim Erschlagenwerden von den pathetischen Liebsreflexionen in Liebe bis in den Tod und Vorname Carmen. There will be Kitsch, there will be Romance, there will be Love, Baby!

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Die besten Epen und Historienfilme der 80er Jahre: Fackeln im Sturm?

Ja…. was ist eigentlich mit Fackeln im Sturm (1985)? Viele, die wie ich in den 80ern und 90ern groß geworden sind, werden wohl kaum an diesem TV-Mehrteiler vorbeigekommen sein, sei es, weil die Eltern gebannt vor dem Fernseher saßen, als die epischen 90Minüter über den Bildschirm flimmerten oder sei es, weil man sich von den großartigen Kriegsimpressionen und dem Interesse am amerikanischen Sezessionskrieg verführen ließ. Unglaublich viele Jungs und Mädels meiner Generation haben die Geschehnisse um Nord und Süd in sich aufgesogen, die Serie bis zum bitteren Ende verfolgt und nicht wenige werden mit viel Wehmut und Nostalgie an die großen Ereignisse um Orry Main und George Hazard zurückdenken. Aber hält das gewaltige Drama um Liebe und Hass auch heutigen Sehgewohnheiten Stand…? Oder war es vielleicht sogar damals schon ziemlicher Mist und wird nur durch die rosarote Nostalgiebrille verklärt…? Oder haben wir es gar mit einem unterschätzten Meisterwerk des Historienfilms zu tun? Auf zum Direktcheck.

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<3 Kate Winslet

Kate hasst, hasst, hasst “My heart will go on” von Celine Dion. Und ebenso hasst sie, hasst sie, hasst sie dumme Witze, die sie in Verbindung mit sinkenden Schiffen oder Flugimaginationen auf Schiffbugs bringen… Und dafür können wir sie einfach nur lieben.

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Fantasyfilme und Märchen der 80er Jahre: Was sonst noch geschah…

…oder: Der ganze Rest. Ich habe ja schon in der ersten Fantasy-Retrospektive darauf hingewiesen, dass die 80er eine Dekade waren, in der Trash und gehobenes Niveau oft merkwürdige Melangen eingingen. Rein quantitativ betrachtet, wurden sie dann aber doch primär von eher zweifelhaften Fantasy-Werken dominiert. Das lag in erster Linie an dem ungeheuren Sword-and-Sorcery-Boom, der zu Beginn des Jahrzehnts aus dem barbarischen Boden brach und das Genre bis zum Ende der Dekade mit zahllosen muskelbepackten Recken (und Reckinnen) beglücken sollte. Und wer war dafür verantwortlich? Niemand geringeres als Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich. Das Helden- und Krieger-Epos Conan der Barbar (1981) löste eine ganze Welle an meist doch ziemlich beschränkten Fantasy-Flicks aus, die Dank minimaler Budget-Anforderungen in Massen produziert wurden. Der Klassiker selbst kann dafür am wenigsten. Ich würde mich zwar hüten, die Verfilmung von Roward E. Howards Pulp-Novels über Conan den Cimmerier zu den besten Filmen der Epoche zu zählen, immerhin bietet dieser überdrehte, dumpfe Fantasy-Flick aber eine Menge Unterhaltungspotential, viel Raum zum Schmunzeln und die nötige Dosis überproportionierter Low-Budget-Action, um alles in allem verdammt viel Spaß zu machen.

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Ugly Renaissance Babies

So, heute bekommt die Hochkultur auch mal einen mit! Wobei verkitschte Renaissance-Gemälde in Verbindung mit Kunst auch disktubal sind, jedenfalls scheinen die folgenden Künstler keine allzu großen Kinderfreunde gewesen zu sein…

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Alleinunterhalter-Rant: Zur Hölle mit den Hochzeitsmusikern!

Ich war ja vor zwei Wochen in der guten alten Heimat auf einer Hochzeit… und irgendwie habe ich nach wie vor nicht den Schmerz überwunden, den ich an diesem Tag erleiden musste. Nein, dasbetrifft weder den katholischen Ritus, den ich mit einem Augenzwinkern und leicht nostalgischen Gefühlen gut überstanden habe. Es betrifft auch nicht das restliche Zeremoniell: Weißes Brautkleid, Blumenwurf, Kalt-warmes Buffet und Walzertanz. Das sind alles Dinge, mit denen ich klar komme. Wer’s braucht. Ich bräuchte es nicht, kann das ganze traditionelle Brimborium aber recht gut ertragen. Nein, was an diesem Tag wirklich unerträglich war, mir abwechselnd Angstschweiß, Schamesröte und schmerzhaft zusammengekniffene Augen ins Gesicht getrieben hat, war die musikalische Untermalung der Feier. Für diese war niemand anderes als ein Alleinunterhalter verantwortlich und dementsprechend bin  ich gleich mehrmals am Abend innerlich verblutet.

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125 Jahre Lebensfreude – Coca Cola Werbung, aber trotzdem großartig…

Verdammt!… Das ist ein unglaublich schöner Kurzfilm; nur die sich drehende Cola-Flasche am Schluss will so überhaupt nicht dazu passen. Muss den jetzt hier aber trotzdem posten, nachdem er mich als pre-post-mid-whatever-roll bei diversen Web-TV-Auftritten jedes Mal in Verzückung versetzt. So hat gute Werbung auszusehen! Hach…

Die 90er Jahre: Die schlechtesten Filme des Jahrzehnts

Nach dem unterhaltsamen Trash kommt die Schlechtigkeit… keine Frage. Und es gibt wie schon beim selben Thema in den 00er Jahren einfach zu viel in diesem Bereich. Dennoch soll es bei einem Artikel bleiben. Denn eigentlich gibt es viel zu viel Gutes, an das man sich zurück erinnern kann (und vor allem will) und eine Beschäftigung mit miesen Filmen ist – abgesehen von That guy with the glasses und Konsorten – meistens nicht mehr als bloße Zeitverschwendung. Daher an dieser Stelle ‘nur’ sieben miese Filme mit sieben kleinen Verrissen. Im Anschluss eine kurze Liste von 90’s Crap, den man in der Videothek großzügig umgehen sollte.

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Singing Bird Pistols aus dem 19. Jahrhundert

Geht es noch kitschiger, geht es noch cooler? In diesem Video präsentiert Aurel Pacs eine absolute Rarität aus dem Jahre 1820. Goldene Pistolen, die einen mechanischen singenden Vogel herausschießen. Nicht nur unglaublich filigran und verschnörkelt, sondern auch technisch höchst beeindruckend. Und die trockene Art, mit der Pacs seine Obszession für diese Spezialanfertigungen äußert, tut noch ihr übriges dazu… Unbedingt ansehen!

via Nerdcore

Die 90er Jahre: Die polarisierenden, extremen und kontroversen Filme des Jahrzehnts I

Wenn man diese Kategorie mit der selben der 00er Jahre vergleicht, stellt man fest, dass die Kinozuschauer und vor allem Kritiker in den 90ern weitaus dünnhäutiger waren als im 21. Jahrhundert. Scheinen die extremen und kontroversen Filme der letzten Dekade tatsächlich infam bis zur berechtigten Wut vieler Zuschauer, wirken die 90er dagegen fast schon handzahm; oft genug scheinen die provokanten Filme wie Basic Instinct dem Prinzip “Viel Lärm um nichts” zu folgen. Aber das ist retrospektiv natürlich leicht zu sagen und wer weiß schon, wie das Publikum in zehn Jahrenüber die Aufreger unserer Zeit schmunzeln wird… Egal, auch die 90er waren für so manche cineastische Provokation, für so manchen Tabubruch gut. Und mitunter hatte die Aufregung um den jeweiligen Film auch eine gewisse Berechtigung. Auch an dieser Stelle gilt wie beim letzten Mal: Nicht alle hier auftauchenden Filme sind Meistwerwerke, manche fallen sogar eher in die Kategorie ‘unterdurchschnittlich’. Aber durch ihren Mut beziehungsweise ihre Dreistigkeit oder eben auch ihre offene Infamität haben sie sich ihren Platz im Filmkanon verdient… und sei es nur, um daran zu erinnern, dass das Kino auch immer ein Ort der Skandale und Skandälchen sein kann.

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Links fürs Wochenende

Exzesse des Bunten

Jens Jessen über die nicht verebbende Begeisterung an Franz Marcs bunten – und wenn es nach Jessen geht kitschigen – Naturbildern mit blauen Pferden und roten Rehen.

“Ein goldener Moment in der Geschichte des deutschen Feuilletons”

Der Umblätterer in einem sehr ausführlichen, mehr als lesenwerten Interview mit dem Geisteswissenschaftler und Feuilletonisten Hans Ulrich Gumbrecht.

Auf Kaffeefahrt – Ein Erlebnisbericht

Poppe twittert live von einer Kaffeefahrt und hat die Zusammenfassung seiner Erlebnisse nun auch in sein Blog gestellt. Irgendwie ganz schön gruselig das.

‘Ich glaube es hackt.’

Die Werbeagentur Jung von Matt fragt bei den Helden an, ob sie nicht – für die mittlerweile sattsam bekannte Plakatwerbung – Testimonials für die BILD werden wollen. Und Judith Holofernes reagiert mit einem wunderbaren Rant offenen Brief.

Oscarnacht-Livechat…

…der Fünf Filmfreunde, Moviepilot und Film-zeit.de. Sonntag Abend, wenn die Party in Hollywood steigt. Nicht verpassen. Spätestens dann ist das Wochenende gerettet.

Duslog.tv

Auch 2011 begleiten Lukas Heinser und Stefan Niggemeier den Eurovision Songcontest in einem eigenen Blog.

Kleine Radiohead-Presseschau:

Nachdem wir “The King of Limbs” hier pflichtbewusst abgefeiert haben, interessiert uns doch auch, was die anderen sagen.  Pitchfork beschäftigt sich mit der Enttäuschung und Begeisterung, die das neue Material auslösen kann, Oliver Ding attestiert auf Plattentests, dass “The King of Limbs” das perkussivste Album Radioheads sei, Erich Renz findet bei Laut.de in seiner Track by Track Review ein Album, dessen Schatten auf die aktuelle Musikindustrie bei jedem Hören größer wird. Lennart von Auftouren knüpft sich auch einen Song nach dem anderen vor und genießt dabei ein sowohl bescheidenes als auch wunderbares Album, während der NME während der First Listening Session vor allem Ähnlichkeiten zum “Kid A”-Nachfolger Amnesiac feststellt. Positiv gestimmt sind übrigens alle dieser Reviews. Für negative Meinungen lohnt es sich dann eher die Foren und Leserkommentare abzugrasen. Einige sind zum Beispiel bei der kollaborativen Live-Review von 78s zu finden.

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko lässt die EPs der Hurts und Drums zum Zweikampf in den virtuellen Ring steigen, Florian lästert über den Eurodance der 90er Jahre und findet einen Haufen verfilmenswerter Bücher. Die Redaktion schwelgt Dank Tim Burton in einer großen “Alice im Wunderland”-Nostalgie und nimmt sich den vergessenen Alben der 00er Jahre an.

Böse Menschen stehen auf Kitsch

Herrlich, wie der koreanische Diktator Kim Jong-il die bunten Einhörner bemustert… Noch besser, wie er die Hände faltet, so als hätte er gerade ein wesentliches Detail entdeckt, welches ihm den unschätzbaren Wert des hier zu sehenden Kunstwerkes offenbart

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http://kimjongillookingatthings.tumblr.com/

via Kraftfuttermischwerk

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