Mr.BeanCeption klassischer Gemälde

Rowan-Atkinson-Inserted-into-Famous-Paintings-10

Irgendwie haben mich die Malkovich-Fotografien, die vor einer Woche durch sämtliche Nerd- und Kulturblogs durchgerauscht sind ziemlich kalt gelassen. Liegt vielleicht daran, dass ich insgeheim gehofft habe, rechtzeitig bevor der Trend vorbei ist eine genialere, nicht ganz so naheliegende Celebrity-Inception klassischer, ikonischer Bilder zu finden. There it is! Künstler/Karikaturist Rodney Pike mixt Mr. Bean aka Rowan Atkinson aka Mr. Blackadder in klassische Gemälde und das Ergebnis ist einfach nur fantastisch. Und gerade wenn man Atkinson in seiner Rolle als Blackadder-Repräsentanten durch die verschiedensten Jahrhunderte kennt und schätzt, sogar weitaus konsequenter als die Idee John Malkovich ikonische Bilder infiltrieren zu lassen.

Rowan-Atkinson-Inserted-into-Famous-Paintings-1

Rowan-Atkinson-Inserted-into-Famous-Paintings-5-600x733

Rowan-Atkinson-Inserted-into-Famous-Paintings-8-600x712

Rodney Pike (Deviantart) via Visual News

Family Guy meets The Simpsons: Matt Groening und Seth MacFarlane malen sich gegenseitig

seth-matt

Kein Monat mehr bis zum epochalen Simpsons/Family Guy Mashup, mit dem die 13. Staffel von Seth MacFarlanes anarchischer Zeichentrickserie eingeläutet werden soll. Um die Kollision der beiden Welten noch ein wenig anzuteasern (als ob ich als Fan beider Serien nicht schon genug gehypt wäre), haben Family Guy Mastermind Seth und Simpsons-Macher Matt Groening sich nun gegenseitig gemalt.

Seth kommt im klassischen Simpsons-Stil ziemlich gut weg, während er selbst Matt als “Mayor of Television” ziemlich gehässig als TV-Aristokraten karikiert hat. Passt schon so. Gerade in den 2000ern, als die Simpsons immer braver wurden hat Family Guy einfach mal neue Standards gesetzt, wenn es um die Karikatur der Karikatur der Karikatur ging. Ich freu mich auf das Zusammentreffen der beiden “Konkurrenten”.

Liebe – Glaube – Hoffnung –
Die Paradies-Trilogie von Ulrich Seidl

Ulrich Seidl gehört zu den letzten großen Avantgardisten des deutschsprachigen Kinos, er ist ein Extremist mit Kamera, der hinter nacktem, bisweilen brutalem Naturalismus große Themen versteckt, der sich nicht zu schade dafür ist einen pseudodokumentarischen Überbau zu benutzen, um dahinter große gesellschaftliche, politische und philosophische Themen zu verhandeln. So gelang es ihm in Hundstage (2001) Wien und seine Einwohner bis auf den menschlichsten allzu menschlichsten Kern zu entblättern und anhand trister Lebensbilder ein großes, urbanes Panorama zu entwerfen. Und so konnte er auch in Import Export (2007) einen Clash of the Cultures als Bühne für tiefe humanistische Fragen benutzen. Auch in seiner Paradies-Trilogie verfolgt Seidl dieses Prinzip und geht dabei bereits titeltechnisch in die Offensive: Das hier “Größeres” erzählt werden soll, steht wohl außer Frage, wenn die drei Filme mit dem Paradies-Präfix gemeinsam den ersten Korintherbrief des Paulus zitieren, als Dreierbund die traditionellen christlichen Tugenden benennen und zudem noch Richtung Ödön von Horváth und dessen Drama Glaube Liebe Hoffnung (1932) schielen. Aber gibt es auch eine Verbindung zwischen den Filmen jenseits der Verbundenheit der Titel? Und wie funktionieren sie als einzelne Werke? Ein Blick auf einen cineastischen Kosmos zwischen Dokumentation und Transzendenz, zwischen Porträt und Satire, zwischen tristem Alltag und großen Drama:

weiterlesen

Links fürs Wochenende

Der beste schlechte Schauspieler der Welt

Großartige Auseinandersetzung mit Triumph, Niederlage und Triumph der Schauspieler-Karikatur Nicolas Cage:

Cage sehen heißt erkennen, wie Schauspiel zustande kommt. Man wird nicht wie bei anderen Stars in eine Illusion hineingezogen, sondern erlebt zur gleichen Zeit die Herstellung und Zertrümmerung einer Fiktion.

Warum ich das hier nicht auf einen Tumblr mache

Kraftfuttermischwerk-Ronny verteidigt seine Entscheidung, weiterhin klassisch zu bloggen und trotz mitunter knapper Texte – oder vollkommen ohne Text auskommender Bilder – nicht einen auf Tumblr zu machen.

Müssen wir uns vom Konzept des geistigen Eigentums verabschieden?

Eigentum an Sachen ist etwas, was die Menschheit seit Jahrtausenden kennt und anerkennt. Das Konstrukt des geistigen Eigentums stellt demgegenüber eine (juristische) Fiktion dar, die erst wenige Jahrhunderte alt ist und die von der Vorstellung getragen wird, dass man die Inhaberschaft an einem Geisteswerk in gleicher Weise wie eine Sache einer einzelnen Person ausschließlich und absolut zuordnen kann.

Geboren zwischen Katzen und Sex

Eine kleine Geschichte über die Hacker-Gruppe LulzSec, die sich aus dem Anarcho-Forum 4chan gebildet hat und diese Woche vom FBI ausgehoben wurde.

Mari0 (Game-Download)

Endlich: Der Portal/Mario-Hybrid von Stabyourself hat das Licht der Welt erblickt und begeistert mit den klassischen Mario-Bros-Levels, einer großen Portal-Spielwelterweiterung sowie einem sexy Level-Editor.

Der Drill des Gefällt mir

Titanic-Redakteur Leo Fischer setzt sich mit  satirisch mit der Generation Facebook auseinander und spart auch nicht an Selbstkritik.

Presserat: „taz-Fail“ als Meinungsäußerung zulässig

Der Presserat segnet die vollkommen falsche Behauptung, alle Amokläufer an Schulen hätten exzessiv Killerspiele gespielt, als legitime Meinungsäußerung ab.

Letztes Jahr auf Seite360:

Erschreckend wenig, was vermutlich wie derzeit unter anderem mit dem guten Wetter zusammenhängt: Rinko schafft es immerhin eine epische R.E.M.-Retrospektive zu veröffentlichen (was anderes als episch ist bei diesem enormen Output auch gar nicht drin) und Florian schaut sich den Himbeer-Abräumer Die Legende von Aang unter dem Motto “really that bad?” noch einmal genauer an.