…Ich glaube ich hatte gerade so etwas wie einen Retrogamer-Orgasmus. Wenn es auf dem NES und Game Boy ein Jump N’ Run gab, das neben der Mario-Franchise bestehen konnte, dann war es Capcoms DuckTales. Und davon gibt es dann demnächst ein ziemlich cool aussehendes HD-Reamke. Haben muss!
Head back to Duckburg with Scrooge McDuck, Launchpad, Huey, Dewey and Louie with DuckTales Remastered, a hand-drawn reimagining of one of the most memorable 8-bit games of all time. Developed in loving collaboration with WayForward, Disney and Capcom, DuckTales Remastered comes to Xbox Live, PlayStation Network and the Wii U e-Shop in Summer 2013!
Passt zum letzten Post. Nice one and of course the best Dad ever!
My three year old daughter and I play a lot of old games together. Her favorite is Donkey Kong. Two days ago, she asked me if she could play as the girl and save Mario. She’s played as Peach in Super Mario Bros. 2 and naturally just assumed she could do the same in Donkey Kong. I told her we couldn’t in that particular Mario game, she seemed really bummed out by that. So what else am I supposed to do? Now I’m up at midnight hacking the ROM, replacing Mario with Pauline. I’m using the 2010 NES Donkey Kong ROM. I’ve redrawn Mario’s frames and I swapped the palettes in the ROM. I replaced the M at the top with a P for Pauline. Thanks to Kevin Wilson for giving me the lead on the tools and advice.
Ich glaube, wenn es um aktuelle Indie-Spiele geht, betone ich hin und wieder ganz gerne, wie sehr ich auf Meta-Games stehe. Jaja, ich bin nun mal ein Kind der Postmoderne und für mich kann es nie selbstreferenziell genug sein, eigentlich vollkommen egal um welches Medium es sich handelt. Das kostenlose Browsergame Atum spielt folgerichtig genau in der Liga, in der ich mich am wohlsten fühle. Als Hybrid zwischen 3D Point&Klick Adventure in Ego-Perspektive (Ebene 1) und klassischem 2D-Plattformer (Ebene 2) gelingt es dem atmosphärisch schicken Spielspiel raffiniert, zwischen beiden Ebenen zu interagieren und dabei immer wieder zu überraschen. Auf Ebene 1 seid ihr ein traditioneller Spieler, der sich anschickt, das PC-Game Atum zu spielen. In diesem wiederum – und damit auf Ebene 2 – steuert ihr einen Geheimagenten (?), der ganz klassisch von links nach rechts laufen muss. Und wie beide Ebenen dann zusammenlaufen… das muss man einfach selbst erlebt haben.
Jürgen Danvel macht sich Gedanken über eine mögliche Historisierung der Pop-Kultur, über die Frage ob wir uns bereits in einer Zeit nach dem Pop befinden (der ja immer mal wieder für tot erklärt wird) und wie die historisierende Forschung mit dem Phänomen als solches umgehen könnte:
Neben der Gretchenfrage, was wir eigentlich unter Pop in einer historischen Perspektive verstehen und wie er zeitlich zu verorten wäre, gibt es noch einige praktische Probleme für die pophistorische Forschung. Damit sich Zeitzeugenschaft und Historiographie nicht gegenseitig im Wege stehen, müssen diejenigen, die auf dem Gebiet der Popgeschichte arbeiten, ihre eigenen Sozialisationserfahrungen mit Pop kritisch als vorwissenschaftliche Prägungen reflektieren, um sie nicht unter der Hand zum Maßstab für die historische Betrachtung zu machen. Sonst könnte die begrüßenswerte Affinität zum methodischen Problem werden.
Gert Heidenreich bei SWR2 Wissen über die Beziehung zwischen Internet und welche Rolle es in Zukunft für die Bildung spielen könnte. Der Text kommt tatsächlich im Ansatz erst einmal für meinen Geschmack etwas zu kulturpessimistisch daher, und hat auch einige altlinke Dogmen im Programm, ist aber dennoch ein interessanter Beitrag zum Diskurs und ein schönes Manifest für eine Entschleunigung der kulturellen Perzeption und Partizipation (Transkript als PDF)
Sehr guter Kommentar zu dem “Shades of Grey”-Phänomen, vielleicht sogar der beste, den ich bisher zu dem Thema gelesen habe:
Warum ereifert sich nur jeder über den Softporno “Shades of Grey”? Warum kaufen Millionen ein todlangweiliges Sado-Maso-Buch? Weil der Sex wieder eine Utopie geworden ist.
Interessanter Kommentar von Götz Eisenberg über eine neue Form der Missachtung des Kindes als Kind.
Eltern betrachten ihr Kind offenbar nicht mehr als Geschenk, sondern als eine Art Bio-Aktie, von der eine gute Performance erwartet wird. Seit die Bergwerke stillgelegt sind und keine Kohle mehr gefördert wird, hat man die kindlichen Gehirne als „Ressource“ und „Humankapital“ entdeckt.
Falls ihr noch nicht mitbekommen habt: Letzte Woche ist die fünfte, zweigeteilte und finale Staffel der herausragenden Serie Breaking Bad im US-Fernsehen angelaufen. Gehört für mich mit zum Besten, was in den letzten Jahrzehnten im TV gelaufen ist. Das Spiegel-Interview mit Hauptdarsteller Bryan Cranston (ebenfalls bekannt aus Malcolm Mittendrin) ist zwar schon etwas älter, liefert aber interessante Einblicke in die Genese der Serie bis zum Ende der vierten Staffel und ist es daher wert zu diesem tollen Anlass wieder hervorgekramt zu werden.
Neue Folge der großartigen Medien-Menü-Reihe von Christoph Koch. Wolfgang Michal – freier Journalist und Mitherausgeber von Carta – präsentiert eine angenehme, im besten Sinne des Wortes, medial-konservative und zugleich sehr vielfältige, offene Medienmischung zusammen. Am schönsten finde ich (als RSS-Leser) immer noch den Satz: “ Feed-Reader sind für mich protestantischer Extremismus”. Der wird eingerahmt.
Kanonisierungen und Listenwahn sind immer gut… und die Geschmackspolizisten von Stereogum dürfen sich so etwas ohnehin ausnahmslos erlauben. Und ganz nebenbei kann ich dieser Liste sogar fast ausnahmslos zustimmen: Vs. weit vorne, No Code weiter vorne, Ten nicht auf Platz eins… jepp da würde ich ne Unterschrift drunter setzen. Und jetzt wird erst einmal zurück in die gute alten 90er Jahre geflüchtet.
Alle denen der Name “I wanna be the guy” etwas sagt, die werden jetzt wohl entzückt aufjauchzen. Jepp, das Hardcore-Freeware-Game bekommt einen Nachfolger. Und der für seinen extrem hohen Schwierigkeitsgrad berüchtigte Vorgänger wird hier tatsächlich nochmal getoppt. Ich meine, wenn es bereits vor dem ersten Level auf der Weltkarte drei Möglichkeiten gibt, zu krepieren, dann weiß man worauf man sich einstellen kann. Ein Fest für Retro-Gamer, die sich von einer abartigen Herausforderung und tausend Toden nicht abschrecken lassen. Eindrücke auch im Let’s play unten.
Und noch ein großartiges Freeware-Game für Retro-Zocker. Seedling ist aber bei weitem nicht so knackig wie I Wanna be the Guy, setzt nur rudimentär Geschicklichkeit voraus und begeistert stattdessen als minimalistisches und zugleich episches Action-Adventure mit hohem Rätsel-Anteil. Gerade Zelda-Jünger dürften sich in der faszinierenden und geheimnisvollen Welt zwischen Dorf, Wald und Dungeon schnell wohlfühlen und einige Zeit mit diesem grundsympathischen Rollenspiel totschlagen.
Ich glaube, ich habe schon erwähnt, dass ich mich unglaublich auf Pixars Retro-Game-Animationsfilm Wreck-it Ralph freue. Auf dessen Promo-Website gibt es dann doch auch tatsächlich eine Vollversion des Arcade-Game Fix-it Felix, das den Ausgangspunkt des Filmes bildet. Und was soll ich sagen…? Wow! Obwohl es sich hier nur um viralen Marketing-Kram handelt, haben die Spieldesigner echt ganze Arbeit geleistet. Fix-it Felix atmet den Geist klassischer Arcade-Plattformer vergangener Zeiten. Freunde von Donkey Kong und Ice Climber werden sich gleich zurecht finden und viel Spaß beim Erklettern des Hochhauses haben.
Nur die Herausforderung ist nicht ganz so traditionell: Obwohl der Schwierigkeitsgrad im Laufe des Games auch ordentlich anzieht, orientiert sich dieses spieltechnisch doch eher an heutiger Casual-Ware denn an klassischen münzfressenden Arcade-Games. Klar, der Grund für die damaligen mitunter höllischen Schwierigkeitsgrade war vor allem das Ziel, den Automaten-Zockern das Geld aus der Tasche zu ziehen, aber dieses Gefühl gehört eben auch zum nostalgischen Arcade-Erlebnis. Anyway, Fix-it Felix macht verdammt viel Spaß, ist ein toller Zeitreisetrip und ein weiterer Grund sich auf den Film zu freuen.
Overthinking it analysiert, welche Skurrilitäten des Hollywood-Klassikers “Die zehn Gebote” nicht unbedingt die klassische Bibel-Narration treffen:
It is that time of year when, in observance of the holy days of Easter and Passover, the pop culturally devout choose yet again to watch one of the greatest movies of all time, Cecil B. DeMille’s The Ten Commandments.
Die Piratenpartei klettert in den Umfragen immer höher. Dieser Erfolg ist auch ein Zeichen für den Aufstieg der Internet-Nerds. Um ihre digitale Heimat zu verteidigen, müssen sie sich mit Politik, Konzernen und Kulturschaffenden anlegen – ein Dilemma.
In dem Kampf über die Deutungshoheit des Urheberrechtsbegriffs in der digitalen Welt hat das Handelsblatt nachgelegt. Dieses Mal mit einem Meta-Text, der wegen der Reaktionen im Netz auf die vorangegangene Berichterstattung lamentiert. Thomas Knüwer nimmt sich diesem Artikel an und das Handelsblatt dabei so richtig auseinander.
Der Biologe Cornelius Courts findet “Inzest auch zwischen einvernehmlichen Erwachsenen irgendwie unappetitlich”, akzeptiert aber, dass dies auch anders gesehen werden kann, und plädiert daher für eine Gesetzgebung im Sinn der sexuellen Selbstbestimmung.
Wahrscheinlich der überflüssigste Link, den wir hier jemals als Link fürs Wochenende gepostet haben. Falls ihr also die letzten Tage durchgeschlafen, auf dem Mond oder in einer Zeitkapsel verbracht habt, here we go. Ich benutze Spotify mittlerweile schon ein paar Tage und werde mit Sicherheit auch noch etwas Längeres dazu schreiben. Nur so viel schon mal vorab: Es lohnt sich! Sowohl als Musik-Stream-Portal als auch Organisations-Tool für die lokale Musikbibliothek. Es ist schlank, verdammt sexy und macht süchtig.
Sehr schöner Rant von Michael Erle über unangenehme Begleiterscheinungen der Popularisierung der Nerdkultur:
von A wie Alderaan bis Z wie Zwerg hat der Mainstream so ziemlich jedes Element einer Gedankenwelt, die früher noch Geeks, Dorks und Freaks gehörte, aufgesogen. Vampire als bevorzugte Lektüre von Teenagermädchen waren sozusagen der letzte Nagel im Sarg des Nischendaseins unseres Lieblingsgenres. Spätestens die Spekulationen über das „Next Big Thing“ (Zombies? Werwölfe? Zeitreisende Cowboys?) sollten uns einen Schrecken eingejagt haben: unser schönes, verschrobenes und geistreiches Hobby leidet unter dem Gesetz des Freien Marktes und seines Marketings.
Warum muss ich täglich auf Twitter lesen “Wer noch einmal Wort xy schreibt, wird entfolgt”? Wozu die ganzen abwertenden Vokabeln, warum andere lächerlich machen, anstatt einfach mit ihnen zu reden? Wie wäre es denn, der betreffenden Person, die etwas so unsägliches gebloggt/getwittert/gesagt hat, einfach mal in Ruhe zu erklären, was mir nicht passt? Anstatt sie durch einen abwertenden Tweet zu verhöhnen?
Ungemein persönliches Browsergame von ’Pixel Provocateur’ Auntie Pixelante, die ihren Weg zur Frau, von der gesellschaftlichen Ablehnung über die Hormontherapie bis heute spielerisch aufarbeitet.
Wenn es nicht ganz so artifiziell sein soll: Nelly ist ein spannender Plattformer zwischen jugendlichem Alptraum, Gothic Novel und Burton-Ästhetik. Narration und spielerische Herausforderung behindern sich hier nicht gegenseitig sondern ergänzen sich zu einem fantastischen, dunklen Anti-Märchen.
Der März wird endlich etwas hörenswerter, mit J Mascis, dem Esbjörn Svensson Trio, den Strokes, The Pain of being pure at heart, Earth und anderen… und dann gibt es natürlich auch noch die wundervolle neue Songcollage von R.E.M. Collapse into now und der musikalische Frühling ist gerettet. Cineastisch läuft eher weniger und so rezensiert Florian schon etwas weiter zurückliegende Filme wie Revanche und Hot Tub Timemachine.
Sehr schönes Foto-Projekt von Tim Mantoani. Bei Behind Photographs gibt es die Möglichkeit einen Blick in die Gesichter zu werfen, die sonst nur hinter der Kamera tätig sind.
Slow-Media über die Möglichkeit der digitalen Publikation, nicht zu dem Material zu werden, mit dem die Fische von Morgen eingewickelt werden:
Medien sind Eisberge. Die jeweils aktuellen Hefte und Ausgaben sind nur die sichtbare Spitze des ganzen. Der weit größere und gewichtigere Teil liegt in den Archiven vergraben. Bisher ist man davon ausgegangen, dass die Zeitung von gestern oder die Zeitschrift von vor zwei Monaten Ladenhüter sind, die nicht einmal mehr für das moderne Antiquariat taugen. Das Internet ändert dies grundlegend. Im Prinzip ist nämlich alles, was jemals in einem Medium veröffentlicht wurde, nur einen einzigen Mausklick entfernt.
…denn er hat uns nicht nur Frankenstein Junior und Spaceballs geschenkt. Er hat auch den Broadway erobert, die Justice League of Comedy Writers gegründet, David Lynchs Elephant Man (1980) produziert und Gene Wilder sowie Dave Chappelle entdeckt. (englisch)
Die BILD-Zeitung plant für den 23. Juni 2012 einen Coup. Sie möchte an diesem Tag jedem deutschen Haushalt eine kostenlose Ausgabe des Blattes in den Briefkasten legen. Anlass ist der 60. Geburtstag der BILD. Ich gehöre zu den Leuten, die BILD gerne feiern lassen – aber bitte nicht mit mir.
Spannendes, poetisch philosophisches Flashgame aus der Ludum Dare Challenge (sprich: Es wurde innerhalb von 72 Stunden produziert). Als König Midas darf der Spieler bei diesem Plattform/Rätsel-Hybriden alles in Gold verwandeln… außer seine Angebetete, die am Ende jeden Levels auf ihn wartet.
Natürlich mal wieder mit der impliziten Frage: Wie weit darf die Kunst gehen?
Der tschechische Künstler Martin Zet hatte dazu aufgerufen, das seiner Ansicht nach ausländerfeindliche Sarrazin-Buch “Deutschland schafft sich ab” an verschiedenen Sammelstellen abzugeben. Bei der Berlin Biennale (27. April bis 1. Juli 2012) sollten die Bücher dann in einer Installation gezeigt und nachher für einen guten Zweck recycelt werden.
Malikah ist eine stolze Muslima und rappt wie eine Maschinenpistole. Sie ist überzeugt: HipHop ist auch wichtig für die Demokratisierung der arabischen Welt.
Enno Park, der früher fast schwerhörig gehörlos war und heute elektrische Implantate trägt über die Frage ob seine Entscheidung für die Prothese dem Inklusionsgedanken zuwiderläuft. Interessant ist auch die Debatte unter dem Artikel.
Hoaxilla, der skeptische Podcast aus Münster hat einen ganz besonderen Gast in seiner Januar-Sendung. Bernhard Hoëcker, nicht nur bekannt aus Genial Daneben sondern ebenso GWUP-Mitglied, äußert sich über 90 Minuten zu seiner Arbeit als Science Kabarettist, zu seiner wissenschaftlichen Leidenschaft und dem Skeptizismus. Hörenswert!
Johannes Kreidler bricht eine Lanze für Expertentum und Intellektualismus in der Neuen Musik:
Musik ist mehr als Emotion, Groove und Völkerverbindung, Musik kann auch asozial schwer verständlich sein und auch dazu hat sie ihr gutes Recht. Andernfalls nennen wir es künftig eben „ästhetische Akustik“. Übrigens heißt Intellektualisierung überhaupt nicht Verlust von Unmittelbarkeit – es gibt Mathematiker, denen beim Anblick einer Formel Tränen in die Augen treten.
Mal wieder ein süchtigmachendes Flashgame mit simplem Spielprinzip und großartiger Action. Der Plattformer IVE wird vollständig mit der linken Maustaste gesteuert… und wird trotzdem mit der Zeit verdammt anspruchsvoll: Springen, Boosten und in Quick Time Events gegen Roboter kämpfen. Groß!
Hinter der fehlerhaften Edition von „Das Schloss“ steht die Aktionsgruppe „The BirdBase“. Sie will auf die schlechte Bildung in Österreich aufmerksam machen.
Am 21. November vor 200 Jahren starb Heinrich von Kleist am Kleinen Wannsee bei Berlin. Im Jahr davor gründete er eine Zeitschrift und debütierte als Theaterkritiker, der nur einen Feind kannte: Iffland. Auszüge aus einer Biografie von Peter Michalzik.
Über die Freude der deutschen Filmlandschaft an historischen NS-Stoffen, Hitler und Co., an Filmen über den Linksterrorismus… und warum, aktuelle rechtsradikale bis rechtsterroristische Sujets fast überhaupt keine Rolle spielen.
Jürgen Tietz betrachtet interessiert die historischen und aktuellen Veränderungen des Kurfürstendamms in Berlin, der mittlerweile stolze 125 Jahre auf dem Buckel hat.
Pop ist die Verkörperung des Jetzt. Doch in Wirklichkeit ist es der größte Irrtum, dass es ständig etwas Neues geben könnte. Das gab es noch nie, und deshalb hören die Jungen heute alles – von Bob Marley bis Motörhead. Eine Analyse zur Lage der Pop-Musik.
Originelles, fesselndes Jump N Run / Browsergame: Der Spieler hat die Aufgabe einen Klotz (?) von links nach rechts, von unten nach oben zu geleiten. Die Daumenschrauben bestehen in diesem Fall in der Konstitution des Protagonisten. Frei nach Crank verliert er Lebensenergie, sobald er einen Moment innehält. Ständige Bewegung ist also gefragt, was dem Spiel eine ordentliche Portion Spannung und Hektik und vor allem einen erhöhten Panikfaktor mit auf den Weg gibt.
Loutellic’aaarrrrghhh!
Die Resonanz auf die Lou Reed Metallica / Collabro ist überwältigend, das Urteil fast immer vernichtend. Pichfork vergibt 1.0 Punkte und lästert über das Machwerk, dem es nicht einmal gelinge, das schlechteste Album aller Zeiten zu sein. Sputnik Music zieht ordentlich über das Album her, während sich Joseph Viney fragt, ob denn niemand während der Aufnahmesessions auf die Idee gekommen sein könnte, dass da gerade großer Mist entsteht. Bei Alternativenation lässt sich fast ein wenig Trauer über das große Scheitern von Loutellica erahnen, während Mark Read bei Plattentests tatsächlich auch gute Seiten an Lulu findet: “Selten lagen Plus und Minus, Genialität und Peinlichkeit, Poesie und Dadaismus näher beieinander” und zu der nichtssagenden Endnote 5/10 Punkten kommt. Einzig Ulf Kubanke von Laut.de scheint das Album beinahe bedingungslos, abgöttisch zu lieben und findet in ihm “einen faszinierend schillernden Appell an Menschlichkeit und echte Liebe frisch aus dem Herzen der Verdammnis”.
Die besten Filme der 00er Jahre für Musikliebhaber drehen eine kleine Ehrenrunde, die Redaktion sinniert auch noch einmal über ihre liebsten Filme der Dekade… und damit wäre dann das Mammutprojekt Die besten Filme der 00er Jahre auch endgültig abgeschlossen. Aber kanonisieren kann man immer und so sucht Rinko auf Plattentests derweil nach DEM Oasis-Song für die Ewigkeit und vergnügt sich zwischendurch mit dem schlechtesten englischen Dichter aller Zeiten: William Topaz McGonagall. Vielleicht ist auch die Herbstlethargie daran schuld, dass es sonst nicht viel neues zu berichten gibt. Immerhin reicht es bei Flo noch für einen what-the-fuckigen Blick auf Gapar Noes berauschendes Meistermachwerk Enter the Void.
Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen… Ich bin jetzt nicht soooo der große Portal-Fan… Ahhh, Buhhh, Öähhh!!!… Jaja, ich weiß. Keine Ahnung, irgendwie törnt mich schon seit längerem alles ab, was irgendwie mit Ego-Perspektive arbeitet. Liegt wahrscheinlich schlicht und ergreifend an meiner Übersättigung mit öden First Person Shootern seit den Spät 90ern. Whatever, Portal (2007) ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Mysteriös, dunkel, verspielt, knifflig und mit genialem Konzept. Gäbe es das Teil in 2D oder 2 1/2D oder wenigstens im Third Person Look, ich würde sofort zuschlagen und mich nochmal auf die Jagd nach dem Kuchen machen.
Für alle, die im Gegensatz zu mir, einen knackigen Rätselspaß trotz Ego-Perspektive zu schätzen wissen, dann doch der kurze Hinweis darauf, dass es Portal derzeit völlig umsonst auf Steam gibt. Get It Here!Mindestens einmal im Leben sollte jeder diesen Klassiker angespielt haben… Das ist die perfekte Gelegenheit.
Großartige Fotos von Alexey Titarenko, der die Geschwindigkeit und die Geschichtsträchtigkeit Sankt Petersburgs auf seinen Bildern vereint. Neben wunderschönen Bildern verweist Dangerous Minds auf eine dreiteilige Dokumentation zu Titarenkos Arbeit, die ebenfalls durch und durch sehenswert ist.
Interessante, sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Genus des Wortes “Blog”. Ich bin ja selbst auch ganz gerne mal auf der Seite derer, die nach der “Tradition” des Neutrums schreien, auch wenn ich da selbst ziemlich inkonsequent in meiner Genuswahl bezüglich des Blogs bin. Anatol Stefanowitsch hat aber natürlich recht mit seiner Einschätzung der sprachlichen Entwicklung. Auch den merkwürdig konservativen Sprachelitarismus, den diesbezüglich einige Blogger an den Tag legen, kann man dabei kritisch betrachten. Gerade weil das Progressive Moment in der digitalen Kultur eigentlich eine dominante Rolle spielen soll(te) und derartige verbissene Sprachkonservierung dazu gar nicht so recht passen will.
Zweiter Teil der Informationsreihe des #PB21 Web 2.0 in der politischen Bildung (gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und des DGB Bildungswerks) zu dem Thema Creatice Commons. Hier gehts zu Teil 1. Finde es ja immer toll, wenn sich “öffentliche” Institutionen, die vermeintlich keinen Plan von der digitalen Welt haben, eines solchen Themas annehmen. Und das hier ist zusätzlich noch verdammt gut recherchiert, detailliert beschrieben und informativ aufbereitet.
Have you ever stopped to contemplate the existence of rubber barf? It opens up enough philosophical quandaries to make your head spin. Who would ever think of such a thing? Why would he feel the need to manufacture it?
Spannendes Browsergame über den Tod, das Leben, den Glauben, die Wissenschaft und die Philosophie hinter all diesen Dingen. Ihr seid gestorben, habt das Ende erreicht und wollt jetzt das Ende des Endes erreichen. Dies gelingt euch nur mit viel Geschick, gutem Timing und ein wenig Strategie bei der Bewältigung der Jump N Run Passagen, der Bosskämpfe und bei der Beantwortung persönlicher, existenzieller Fragen.
Georg Diez über die unrühmliche Verehrung des preußischen Konservatismus und des Adels bei der Inszenierung der Hochzeit eines Ururenkels von Wilhelm II.
Jörg von 4players rechnet mit der diesjährigen Kölner Gamecon ab… und dann gabs auch noch die Aufregung um einen wirklich, wirklich schrecklichen Beitrag von RTL Explosiv, der ganz unabhängig davon was man von der diesjährigen Gamescon halten mag, mal wieder unter Beweis stellt, dass die deutsche Fernsehwelt weitaus schlimmer dran ist, als es die Game-Szene jemals sein könnte… …woran auch diese Entschuldigung wohl kaum etwas ändert
Endlich mal wieder ein schön verqueres Arty Browsergame für mehr als nur zwischendurch: In TransDimensional von Willem Rosenthal spielt ihr einen kleinen Roboter, dessen ursprüngliche Aufgabe es ist Dinge von a nach b zu transportieren. Einige dieser Gegenstände sind allerdings äußerst empfindlich und können bei falscher Handhabung einen Riss im Zeit-Raum-Kontinuum erzeugen und so ein Tor in eine andere Dimension öffnen. Und genau in dieser landet man auch früher oder später, wenn man an den knackigen Jump N Run Passagen scheitert. Mit der Erkundung jener fremden Dimension wird das Spiel aber erst so richtig weird und faszinierend.
TransDimensional ist ein packender Hybrid aus Jump N Run, Adventure und bewusst schrägem Storytelling. Die Steuerung ist simpel, der Schwierigkeitsgrad nicht ohne und die verbastelten Ideen pendeln schön zwischen gaga und philosophischem Subtext. Bitte unbedingt die Tastatur auf englisch umstellen, wenn ihr euch nicht die Finger verrenken wollt. Ansonsten unbedingt Probespielen!