Behind the Hunger Games – Drei aktuelle Fantasybücher für Kinder & Jugendliche

Eigentlich kann man sich mittlerweile schon fast den Kalender danach einrichten. Alle paar Jahre kommt ein Jugendbuch auf den Markt – der Beginn einer Franchise vornehmlich – und räumt so richtig ab. Auf Harry Potter folgte die Twilight-Saga und diese wiederum wurde dicht gefolgt von den Hunger Games, den Tributen von Panem, die jetzt das selbe Spiel durchziehen, wie die Bestseller davor: Fanatische Fans, ungewöhnlich hohe Verkäufe, Verfilmungen, Merchandising und zwischen drin die Hater, Feuilletonisten, die den Erfolg nicht erklären können, und natürlich auch die, die sich darüber freuen, dass die Jugend endlich mal wieder an schicker Belletristik interessiert ist. Und was findet dazwischen statt? Ne Menge. Zahllose Autoren versuchen sich an eben genau jenem Erfolg, schreiben fantastische Romane für ein jüngeres Publikum (in der Hoffnung zugleich ältere Leser zu erreichen) und präsentieren diese ebenfalls als Beginn einer ganzen Reihe. Also werfen wir doch einfach mal einen Blick auf drei (mal mehr, mal weniger) aktuelle Vertreter der fantastischen Jugendliteratur. Nicht mit der Frage, ob sie das Zeug zum Hype haben, sondern viel mehr, ob es sich lohnt in die Franchise einzusteigen. Bartimäus, Méto und Die Chroniken vom Anbeginn harren des Urteils einer kritischen Leserschaft.

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Der Lebensretter im Roggen – Zum Tode Jerome David Salingers

What really knocks me out is a book that, when you’re all done reading it, you wish the author that wrote it was a terrific friend of yours and you could call him up on the phone whenever you felt like it.

(Holden Caulfield)

Am 27. Januar 2010 ist Jerome David Salinger im Alter von 91 Jahren gestorben. Für einen Mann, der gerade mal einen Roman publiziert und nur 35 Kurzgeschichten veröffentlicht hat, der sich nach dem Welterfolg „Der Fänger im Roggen“ aus dem gesellschaftlichen und literarischen Leben praktisch komplett zurückgezogen hat, ist die Liste an Kondolenzen und Nachrufen in den letzten Tagen ungewöhnlich lang geworden. Scheinbar… Denn trotz des kleinen Oeuvres gilt J.D. Salinger als meistgelesener und meistbesprochener amerikanischer Autor der Nachkriegszeit. Und das liegt selbstverständlich am „Catcher in the rye“, an dieser legendär gewordenen jugendlichen Seelenschau. Ein Roman, der zu seiner Erscheinungszeit 1951 viel Häme und Kritik ausgesetzt war, der in einigen Ländern gar verboten wurde und es dennoch zu Weltruhm und zur festen Verankerung im literarischen Kanon der Gegenwartsliteratur geschafft hat.

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