Schlagwort-Archiv: Jim Morrison

Die 90er Jahre: Die besten Drogenfilme des Jahrzehnts

Wir unterbrechen die 90er Komödienretrospektive für ein kleines Subgenre, das in den 90ern jedoch omnipräsent war. Drogen waren der Pop dieses Jahrzehnts. Auf die eher düsteren 80er folgte eine hedonistische Dekade, in der möglichst lange, euphorisch und ekstatisch gefeiert wurde. Ectasy wurde schnell zur Modedroge Nr 1 und ebenso wie sich LSD auf das Wirken vieler Filmemacher der 60er auswirkte, hatten andere bewusstseinserweiternte Mittel Einfluss auf die 90er, in denen der sogenannte bleiche und ungesunde Heroin-Chic es sogar dank Models wie Kate Moss auf die Laufstege dieser Welt schaffte. Auch auf dem Plakat von Trainsspotting schaut uns ein kotzbleicher Ewan McGregor entgegen. Doch genau wie es in den Kriegsfilmen der Dekade nur selten wirkliche Gewinner gab, sind auch die hier nominierten Filme kein affirmatives Statement für Drogen, sondern zeigen gleichberechtigt sowohl ihre bewusstseinfördernde als auch destruktive Kraft.

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When You`re Strange – Eine weitere Doku über The Doors feat. Johnny Depp

Mal wieder eine weiterer Film über die Doors und den Mythos Jim Morrison, der in den späten 60ern den Prototyp des Rockstars mit seiner Mischung aus Genie, Wahnsinn und Egomanie verband, in den prüden Siebziger auch zur Symbolfigur als  Gegenkultur zum Establishment gefeiert wurde und erst gegen einen autoritären Vater und später gegen sämtliche Autoritäten, vor allem übermütige Polizeibeamte auflehnte.

Diese Zusammenfassung kann wohl mittlerweile jeder runterbeten, der auch nur eine Dokumentation über den Sommer of Love und den späteren Wandel zur Protestkultur der 68er angesehen hat, von denen es gefühlte 100 im Jahr gibt. Leider hat auch diese Dokumentation keine neuen Erkenntnisse auf Lager sondern ist eine Collage aus sattsam bekannten Fotos, Konzertfilm und einem monoton aus dem Off brummenden Johnny Depp, der hier mal wieder den unterdrückten Rocker in sich raus lässt und dessen Leben bis auf einen frühen Drogentod fast analog zu Morrisons Drogen –  und Musikkarriere verläuft, nur das Depp irgendwann seinen Dämonen entkommen konnte und mittlerweile wohl dieses etablierte Leben in Paris führt, welches der von Depression, Sinnsuche und Stimmungsschwankungen geplagte Morrison nicht mehr erleben konnte. Weiterlesen