Mashups von Gajin Fujita

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Der kalifornische Künstler Gajin Fujita remixt traditionelle japanische Blockdrucke und Holzschnitte mit Urban Art und Graffitistyle und zaubert dadurch wirklich spannende Mashups zwischen traditioneller und moderner, zwischen japanischer und amerikanischer Kultur.

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Gajin Fujita via Faith is Torment

Kurzfilm der Woche: Im Internetcafé gestrandete, obdachlose Japaner

Eindringlicher Kurzdokumentarfilm über Japaner, die sich keine Miete leisten können und daher im Internetcafé leben. Der Film ist ein Teil der Reihe Japans Disposable Workers von Shiho Fukada.

via boing boing

Catcontent aus dem Japan des 19. Jahrhunderts

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Als der Buddhismus im Japan des fünften Jahrhunderts zum Importschlager wurde, hatte er nicht nur tiefgreifende philosophische Gedanken zum Sein und Nicht-Sein im Gepäck, sondern zusätzlich flauschige Unterstützung an Bord. Katzen wurden von der fernöstlichen Religion ganz bewusst eingesetzt, um die fragilen Schriftstücke vor Mäusen und anderem Ungeziefer zu schützen. In Folge dessen erlebten Katzen einen wahren Siegeszug im Land der aufgehenden Sonne, sowohl als effektive Hauswächter, als auch als niedliche Weggefährten und nicht zuletzt auch als mystische Glücksbringer.

Die bekannteste Ausgeburt des japanischen Katzenkults dürfte Maneki-neko sein, der aufrecht sitzende, winkende Glücksbringer aus der Familie der Felidae. Aus dem Japan der Meiji-Zeit (19. Jahrhundert) gibt es die Legende einer zahmen Katze, die ihre Besitzerin eine Geisha – urplötzlich – als diese die Toilette aufsuchen wollte, anfiel, anfauchte, biss und kratzte. Die von den Schreien aufgeschreckten Besitzer der Geisha reagierten unmittelbar, indem sie dem scheinbar tollwütig gewordenen Tier in heller Panik köpften. Der abgeschlagene Kopf der Katze flog in hohem Bogen zu der Toilette, auf die die Geisha sich hatte setzen wollen, und biss in dieser im Sterben einer Giftschlange den Kopf ab, die dort gelauert hatte und die Geisha wohl in die ewigen Jagdgründe befördert hätte, wäre die Katze nicht gewesen.

Dem Kult um die Katzen Japans widmet nun das Shoto Museum of Art in Shibuya eine Ausstellung, in der Katzenbilder des 19. Jahrhunderts präsentiert werden. Und so weit sind diese mythologischen und zugleich niedlichen Kreationen vom heutigen Catcontent gar nicht entfernt. Der Name der Ausstellung ist  ねこ・猫・ネコ , eine Zusammenstellung drei verschiedener Schreibweisen für Katzen, und stattfinden wird sie vom 5. April bis zum 18. Mai. (via Spoon & Tamago)

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Transparent House in Tokyo

Transparenz ist ja momentan nicht zuletzt wegen der Piraten-Partei ein hippes Modewort geworden. Wer diese mal so richtig ausleben und nicht drüber twittern möchte, dem empfehle ich einen Besuch im Transparent House der japanischen Architekten von Sou Fujimoto.

Ein schöner Beweis wie man Nutzen, Kunst, Philosophie und Ästhetik perfekt miteinander vereinen kann.

“The intriguing point of a tree is that these places are not hermetically isolated but are connected to one another in its unique relativity. To hear one’s voice from across and above, hopping over to another branch, a discussion taking place across branches by members from separate branches. These are some of the moments of richness encountered through such spatially dense living…”

“The white steel-frame structure itself shares no resemblance to a tree. Yet the life lived and the moments experienced in this space is a contemporary adaptation of the richness once experienced by the ancient predecessors from the time when they inhabited trees…”

(Sou Fujimoto)

Photos by Iwan Baan

via Bored Panda

Trailerprogramm: Total Recall, Bernie, 100 Yen, Bar 25, Ted, Yellow Submarine, Frankenweenie

Total Recall [Len Wiseman]

Ach kommt schon… muss das so aussehen? Dass ein Remake von Total Recall sich von dem 90er Exploitation-Szenario von Paul Verhoevens Klassiker verabschiedet, finde ich ja noch okay, war auch irgendwie zu erwarten: Aber ernsthaft, dieses Matrix trifft Minority Report Szenario scheint mir gerade derart dröge, dass ich echt nicht die geringste Lust verspüre den Film zu sehen. Okay, die ein oder andere Blade Runner Referenz ist schon ganz nett, aber eigentlich hätte ich mir doch ein wenig mehr Philip K. Dick und ein bisschen weniger Action-Spektakel gewünscht. Ohnehin scheint mir in dem Trailer noch nicht so ganz klar, woran sich die Macher jetzt tatsächlich orientieren wollen: Der literarischen Vorlage  Erinnerungen en gros (1966)? Dem Original Total Recall (1990)? Oder wollen sie doch ihr eigenes, Post-Matrix CGI-Spektakel inszenieren. Ich befürchte das Letzte und erwarte schon eher einen kleinen bis mittelschweren Fail. (via)

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Zelda-Retrospektive III: Kurioses und Absurdes

Dass Nintendo seine Ikonen und Sprites gerne prostituiert dürfte ein offenes Geheimnis sein. Und dennoch sind sie mit Link, Zelda und Hyrule weitaus respektloser umgegangen als mit jeder anderen ihrer Franchises (inklusive Mario). Hand aufs Herz: Link is a fucking Bitch! Ausgeschlachtet, adaptiert, dem Fernseher, dem Werbemarkt und Philips hilflos ausgeliefert und von diesen erbarmungslos vergewaltigt. The Legend of Zelda hat so einiges an merkwürdigen Adaptionen durchgemacht, und mehr als einmal darf man sich dabei fragen: Wo ist der Respekt, wo ist die Würde, wo ist der menschliche Anstand? Hier jedenfalls nicht. Denn wir erinnern noch einmal an Links peinlichste Aussetzer, Karrieretiefpunkte und Prostituierungen…

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Can You Please Crawl Out Your Window? von Bob Dylan, gesungen von einem Japaner mit Sonnenbrille…

… und das ist mitnichten so schräg, wie die etwas launige Überschrift vermuten lassen könnte. Ganz im Gegenteil. Diese Cover-Version von Bob Dylans Klassiker der “Highway 61 Revisited” (1965) atmet und lebt den Geist Dylans: Die Stimme, das Gitarrenspiel, die Attitüde, das Unperfekte und gerade dadurch so Authentische… Da stört auch das akzentdurchsetzte englisch, des Sängers nicht im Geringsten. Das ist einfach nur verdammt gut. Und weil’s so schön ist, gibts nach dem Klick noch gleich das Original obendrauf.

via Dangerous Minds

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Links fürs Wochenende

Der Deutsche Fernsehpreis ist tot

…er muss noch begraben werden. Spannender Kommentar zum Chaos um die Preisverleihung, die auch 2010 wie jedes Jahr von öffentlichen und privaten Sendern organisiert wurde.

Filmstudio lässt Banksy-Clip löschen

Artikel auf SPON zur wieder mal absurden Copyrightpolitik von FOX, die dafür sorgte das Simpsons-Intro von Banksy auf Youtube löschen zu lassen.

Strohfeuer-Appfragen

Der Sascha Lobo schon wieder… Fast 20 Euro sind natürlich ganz schön happig für ein E-Book-App. Lobo entschuldigt dies mit der Rowohlt’schen Preispolitik und verspricht seinen Lesern im Gegenzug ein interessant klingendes Feature. Ob dieses tatsächlich den gewünschten Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Eine gute Idee ist es allemal.

Was macht eigentlich Noel Gallagher ?

Oasis – deren kreative Hoch-Phase irgendwann Mitte der 90er war – haben sich bekanntlich letztes Jahr aufgelöst. Während Front-Proll Liam Gallagher immerhin eine Band namens Beady Eye ankündigt, die sicherlich ähnlich progressiv wie der letzte Oasis-Output ausfallen wird, gibt Bruder Noel nun bekannt daß er sich unheimlich gerne und oft langweilt. Schön, daß haben wir bei “Dig Out Your Soul” auch mehr als genug getan.

Wer hat den Zombie ins Haus gelassen ?

Ähm ok, daß Japaner einen recht eigenen Humor haben, dürfte hinlänglich bekannt sein. In einer neuen Game-Show müssen Kinder nun vor einem Zombie flüchten und während sie am Anfang wie erwartet in ängstliches Gekreische fallen, gewinnen sie mit zunehmener Dauer an Mut. Und am Schluss gibt es ordentlich Haue für den Mann in der Gummimaske, der doch so höflich war einen Zettel zu schreiben, auf dem steht daß er gleich die Treppe hoch kommt.

Retro-TV – Sendung 43: Fernsehprogramm vom Oktober 1970

Mit Bäng Bäng, 3 mal 9 und Percy Stuart

Die 00er Jahre: Die besten Dramen des Jahrzehnts III

Auf ein Letztes…. Der ganze Rest. Nach Teil 1 und 2 nun der der dritte Teil unserer liebsten und besten Dramen des Jahrzehnts…

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Die Stille nach dem Sturm – Envy "Recitation"

VÖ: 22.10.2010

Ein schwer Sturm kam 2006 über uns herüber. “Insomniac Dose” war vertonte Schwermut, aufkommende und endgültige Dunkelheit, die sich zum Ende in eine Verzweiflung und Hass steigerte. Nun, nachdem sich die Wolken entfernt haben, schauen wir uns um, erleben vollkommene Ruhe und werden uns bewusst was wir verloren und doch wieder neu hinzugewonnen haben. Das neue Album der Post Rock Legenden Von Envy versprüht in vielen Momente,n und mehr als je zuvorn die majestätische Schönheit von Sigur Ros. Auch die obligatorischen Ausbrüche erfolgen nicht mehr in Moll sondern wirken befreiend und karthartisch.

Auch wenn es nun viele verschreckt, aber auch Coldplay dürfen hier genannt werden, zumindest aus der Zeit als ihre Songs noch überlebensgroß wie “Amsterdam” waren. Envy öffnen sich auf Recitation mehreren Stilen und erweitern ihr en ohnehin nicht geringen Kopfkino-Score um weitere Emotionen, die auch gut zu einem Album von Thursday, mit denen sie eine Split EP aufgenommen haben, gepasst hätten. Hardcore Fans mag zwar der fast punkige Ausflug von “Dreams Coming To An End” sauer aufstoßen. Aber wer erkannt hat, wie sehr Post-Rock schon vor Jahren an seine Grenzen gestoßen ist, kann sich über derlei Neuerungen nur freuen. Recitation ist einfach das vielseitigste Envy Album und wird bestimmt auch Fans bei den Hörern finden, denen das Grau in Grau der vorigen Alben zu erdrückend schien. Hier ist Licht und fragile Hoffnung auf einen Neuanfang nach dem Ende.

Die 00er Jahre: Die besten Dramen des Jahrzehnts II

Ohne große Vorrede…. Teil 1 gibt es hier, Teil 3 folgt in Kürze, nach einem kurzen Klick geht es währenddessen  mit Teil 2 weiter….

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Die 00er Jahre: Die extremsten, polarisierendsten und kontroversesten Filme des Jahrzehnts

Extrem ist natürlich ein ziemlich dehnbarer Begriff… und mit den besten Horrorfilmen und auch den besten surrealen Filmen haben wir diese Sparte bereits ganz gut bedient. Aber es gab noch Krasseres als das bisher Vorgestellte: Hartes, Gewalttätiges, an der Schmerzgrenze Balancierendes. Filme die sadistisch waren, oder auch masochistisch; Filme die ihren Zuschauern einiges abverlangten und nicht zuletzt auch immer wieder für abgebrochene Kinobesuche oder Empörungen bei diversen Festivals gut waren. Dabei sind es nicht zwangsläufig gute Filme, mitunter sind sie einfach nur hart, schwer verdaulich oder tatsächlich polarisierend und kontrovers bis zur Ärgernis. Dennoch haben alle die vorgestellten Filme ihre Existenzberechtigung. Sie haben dem Medium seine Grenzen aufgezeigt, indem sie diese überschritten haben, indem sie mit diesen gespielt haben, indem sie bewusst den Weg des größten Widerstandes gingen. Die härtesten, die kontroversesten, die am meisten diskutierten… die extremsten Filme der Dekade. Wie immer nach dem Klick.

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Die 00er Jahre: Die besten surrealen Filme und die besten Mystery Filme des Jahrzehnts

Im Zuge des “The sixth Sense”-Erfolges 1999 erlebte das US-Mystery-Kino zu Beginn des neuen Jahrtausends eine wahre Blütezeit. Zahllose Filme schossen aus dem Boden, meistens mit sich allzu sehr ähnelnder Struktur: Seltsame, irreal erscheinende Ereignisse, eine dunkle diffuse Atmosphäre und schließlich gegen Ende ein vermeintlicher Mindfuck, der die mysteriösen Ereignisse aufklärte. Das Genrekino rieb sich mehr und mehr selbst an seinen abgedroschenen Strukturen auf und statt wirklich interessanter Variationen bekam man zu guter Letzt immer das Gleiche zu sehen (Wodurch schon bei Beginn des x-ten Mysterystreifens eigentlich nur noch die Frage im Raum stand: “Gibt es eine psychologische Erklärung oder eine durch übersinnliche, übernatürliche Phänomene?”) Gott sei Dank gab es auch erwähnenswerte Ausnahmen; und diese bewegten sich fast vollständig abseits dieser vielbetretenen Pfade: Filme die verschrobener waren, mysteriöser, merkwürdiger, diffuser und vor allem surrealer…

Und damit wäre auch schon der Link zum zweiten wesentlichen Genre gesetzt, das in diesem Artikel Erwähnung findet: Dem surrealen Kino. weiterlesen

Die 00er Jahre: Die besten Comicverfilmungen und Superhelden-Filme des Jahrzehnts

Nachdem die Superhelden- und Comicverfilmungsausbeute in den 90er Jahren ziemlich dünn war, sind die 00er diesbezüglich derart stark durchgestartet, dass wir gar nicht anders können, als diesem Genre eine eigene Kategorie zu widmen. Überraschend ist vor allem, wie bunt und vielfältig das Ergebnis ausfällt: Es gibt Düsteres, Schweres, Spannendes, ebenso wie Parodistisches, Schräges, Skurriles. Es gibt Helden und Anti-Helden, Retter, Märtyrer, aber auch Versager, traurige Gestalten und vom Schicksal Geschlagene. Hier sind sie nun versammelt: Vom Comic auf die Leinwand, oder für diese extra erdacht: Welten zerstörend, Welten rettend, vielleicht auch hin und wieder nur ihren Alltag überstehend. Aber immer einen Blick wert. Die Besten und Tapfersten des Jahrzehnts, direkt nach dem Klick.

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Die 00er Jahre: Die besten Animationsfilme des Jahrzehnts

Nachdem wir letzte Woche dem klassischen Zeichentrick unsere Aufmerksamkeit gewidmet haben, werfen wir nun einen kleinen Blick auf die besten Animationsfilme des Jahrzehnts. Hierbei handelt sich – im Gegensatz zu den Trickfilmen – fast ausschließlich um Familenunterhaltung, hauptsächlich von einer  bestimmten Produktionsschmiede mit P. Aber es gibt auch den ein oder anderen düsteren, erwachsenen, schrägen Ausreißer. Genretechnisch geht es ohnehin bunt zu: Science Fiction, Fantasy, Abenteuer, Parodien… von allem etwas. Meist am Computer entstanden, jedoch mit einigen rotoskopischen, knetgeformten, Stop-Motion-Animierten Ausnahmen… Well on. Die besten Animationsfilme, direkt nach dem Break…

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