Schlagwort-Archiv: Interview

Indiana-jones-death

Die grausamste Szene aus Indiana Jones and the Temple of Doom …und ihr Opfer

Indiana-jones-death

Ich fühle mich gleich mal verpflichtet, das voraus zu schicken: Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984) ist der am meisten unterschätzte Film der Franchise. Jaaa, ich weiß, Willie ist as annoying as it gets, und auch Shorty nervt. Aber abseits davon? Pure Trash Gold. Der zweite Teil der Reihe hat einfach mal verstanden, worum es in Indiana Jones im Kern geht: Um puren, traditionellen, cheesy Abenteuer-Spaß. Scheiß auf den Realismus, scheiß auf die Logik, scheiß auf die albernen Momente: Hab einfach nur Spaß! Und den hat man bei diesem Archäologen-Abenteuer zu Hauf.

Das gesagt, bei Yahoo findet sich ein Interview mit dem Mann, der in der wohl gleichermaßen albernsten wie grausamsten Szene des Films zuerst das Herz rausgerissen bekommt und anschließend bei lebendigem Leib verbrannt wird. Interessante Erkenntnis: Die ohnehin schon ziemlich sadistische Szene war ursprünglich um einiges grausamer geplant, was dann aber letzten Endes den Traumfabrik-Selbstzensoren so viel war. So blieb uns der Anblick eines schmelzenden Gesichts erspart… wobei wir ähnliches dann ja auch im ersten Indiana Jones Teil zu Genüge gesehen haben.

I asked them specifically, “Why is this happening?” And they said, “Because there’s going to be a scene where your body goes into molten lava, and we’ll be using this cast.” Actually, they made a lifelike face of mine for the film, including glass eyes. That was because, once the cage was lowered into this pit of molten lava, my body would disintegrate and you would see my face floating. But that scene was too gory for the censors, so they cut that! [Laughs.] If you ever get a chance to see the uncensored version, that will be there.

Meet the Man Who Had His Heart Ripped Out in ‘Indiana Jones and the Temple of Doom’ via io9


Der Nostalgia Critic hat sich Temple of Doom auch schon mal angenommen, und auch wenn ich ihm nicht im geringsten zustimme, weil ich den Tempel des Todes trotz aller Schwächen für einen der besten Abenteuerfilme der 80er Jahre halte, ist das entsprechende Video verdammt sehenswert.

The Nostalgia Critic – Indiana Jones and the Temple of Doom

Blank on Blank – Interview mit Kurt Cobain als minimalistischer Zeichentrickfilm

Kurt Cobain gehört zu jenen Musikern, die ich nicht nur musikalisch sondern auch der Musik beraubt, in intimen Interviews, unglaublich gerne zuhöre. Das hier zu hörende Interview wurde im Sommer 1993 (Das Jahr der In Utero) von Jon Savage auf Tape aufgenommen und zeigt Kurt Cobain als großartigen Erzähler und Menschen, der sich sowohl mit seiner Musik als auch seinem Leben auseinandersetzt. Der Clou: Blank on Blank haben den Inhalt des Interviews in minimalistischer Zeichentrickform umgesetzt… wodurch es nicht nur großartig zu hören sondern auch ein echter Augenschmaus ist. In ihrem Kanal gibt es noch weitere dieser “artifiziellen” Interview-Adaptionen zu bestaunen. Vorbeischauen lohnt sich definitiv. (via)

TV-Tipp: Salto Mortale – Helge Schneider als Clown

An dieser Stelle muss ich dann ja für gewöhnlich disclaimern, dass ich Teile meines Gehalts von dctp beziehe… Done! Und damit zum Wesentlichen: Heute Abend läuft zu später Stunde um 0:30 Uhr auf RTL mein definitives TV-Highlight des Jahres: 10 vor 11, Salto Mortale mit Helge Schneider und Alexander Kluge. Wir haben das Teil bei uns jetzt schon etwas länger im System hängen und ich kann es gar nicht erwarten, den 25Minüter endlich zu veröffentlichen. Kein Scheiß, das ist das Größte und Beste was 2012 an TV-Unterhaltung zu bieten hat. Raab, Lanz, Jauch und Konsorten können aber so was von einpacken wenn Helge im Clownskostüm über das Nix und das Garnichts philosophiert, wenn Bilder von mordenden Clowns gezeigt werden, wenn der Zirkusartist zum Soziologen und schließlich zum Philosophen wird, wenn Alexander Kluge immer wieder versucht, seinen Gesprächspartner durch fiese Fragen in die Ecke zu drängen und dieser sich immer wieder kongenial herausredet.

Highlights? Unzählige! Es geht um Hegel, den Furz des Nichts, die Tatsache das 0x0=unendlich ist und natürlich auch die Frage, was man auf dem Clowns-College alles lernen kann. Das ist schon mehr als groß. Das ist schlicht und ergreifend Fernsehen so, wie es immer sein sollte. Echt jetzt! Schaut euch das an oder ihr verpasst die besten 25 TV-Minuten des Jahres! Falls ihr tatsächlich zu verpennt seid, um bis halb eins zu wach zu bleiben… Schande über euch! Aber Gott sei Dank landet das Teil auch morgen früh im Catch-up Service von dctp.tv, wo es für die nächsten Wochen genossen werden kann (Ich werde es dann auch nochmal zeitnah hier einbetten). Und als Frühstücksfernsehen ist dieses Kunstwerk auch einfach perfekt geeignet, genau so wie als mittägliches Trash-TV oder als abendliche epische Unterhaltung oder als philosophisches Nachtprogramm. I’m not kidding! Mehr Spaß hatte ich dieses Jahr vor dem Fernseher einfach nicht…

Salto Mortale der Philosophie

Igor Crantz, Clown 1. Klasse (Helge Schneider), über das NIX und das GAR NICHTS

Ein Beispiel für „Philosophie im Zirkus“. Salto Mortale! Wir sehen Helge Schneider beschäftigt mit Grundfragen des Denkens. Warum, fragt z.B. Martin Heidegger, gibt es überhaupt das Seiende und nicht vielmehr das Nichts? Der Schriftsteller Karl May ergänzt das mit dem Satz: „Du Null, du Nichts, du Loch in der Natur.“ Der Dichter Heinrich Böll setzt die philosophische Frage mit dem Satz fort: „Der Feierabend des Nicht-Künstlers ist die Arbeitszeit des Clowns.“

Update: Hier ist der Film:

32-jähriger unterhält sich mit seinem 12-jährigen Ich

Mir gerade so vollkommen egal ob das hier Fake ist oder real. Die Idee das ein hibbeliger 12 jähriger eine VHS-Kasette mit Fragen aufnimmt, die sein 20 Jahre älteres Ich dann mit relativ trockenem Nerd-Humor (man beachte auch die vielen kleinen Details im Hintergrund) beantwortet ist einfach großartig! Ich habe keine Ahnung was ich mir für Fragen gestellt hätte und wenn ich ganz ehrlich bin haben mich die Probleme von alten Menschen ab 30 aufwärts auch gar nicht interessiert.

via Nerdcore

Kurzfilm der Woche: The Hands of Hollywood

Kurz-Dokumentation und Interview-Film, in dem Aufstieg und Fall des berühmten Handmodels Steve Hershon geschildert werden. Für mich als Handfetischist quasi essentielles Pflichtprogramm…

Directed by
Ryan Palmieri

Produced and Edited by
Ryan Palmieri and Austin Conroy

Visual Effects
Jarrett Lehman

Sound Design
AJ Pyatak

via Cinematze

Update or Die! – Francois Truffaut im Gespräch mit Alfred Hitchcock (August 1962)

Massive Audio-Content: Im Jahre 1962 traf sich einer der führenden Köpfe der Nouvelle Vague Francois Truffaut (Jules und Jim, Der Wolfsjunge, Die amerikanische Nacht) mit dem legendären amerikanischen Regisseur Alfred Hitchcock. Das dabei entstandene fast 12stündige (!) Interview kann man sich Dank des Alfred Hitchcock Wiki nun vollständig anhören. Auch ne Möglichkeit einen ganzen Tag rumzukriegen.

In the fall of 1962, François Truffaut carried out extensive interviews with Alfred Hitchcock at his offices at Universal Studios. The interviews were recorded to audio tape and the content eventually edited down into the “Hitchcock/Truffaut” book.

Although Truffaut could speak a little English, he hired Helen Scott (of the French Film Office in New York) to act as the translator for the interviews.

Interview: Alfred Hitchcock and Francois Tuffaut via Open Culture

Kurt Cobain talks about literature and life

Ein langes Interview mit Kurt Cobain und ich bin mir gerade nicht sicher, jemals ein derart langes und intimes Gespräch mit dem ansonsten introvertierten Nirvana-Sänger gesehen zu haben. Dass hier kein MTV Logo oder sonstwas stört, macht das ganze noch persönlicher und authentischer und wirkt wie eine durch Zufall gefundene Amateur-Aufnahme. Cobains Blick ins Leere und diese unendliche Traurigkeit, die selbst dann noch in seinen Augen bleibt, wenn er unbeholfen lacht, verursachen bei mir immer noch Gänsehaut und machen mir mal wieder klar, wie sehr ich eine Persönlichkeit wie ihn derzeit vermisse.

via Dangerous Minds

Replik: Das System Wiesenhof

Rinko hat ja vor nicht allzu langer Zeit die ARD-Doku Das System Wiesenhof hier rein gestellt. Sina Trinkwald hat diese bedrückende Reportage zu einem offenen Brief an Herrn Wesjohann von Wiesenhof veranlasst. Dieser reagierte nun allerdings nicht – wie womöglich erwartet – mit Ignoranz, sondern lud die Bloggerin zu einem persönlichen Treffen ein. Herausgekommen ist ein einstündiges Gespräch – inklusive gemeinsamen Kochens – in dem Herr Wesjohann noch mal in aller Ruhe zu den Vorwürfen gegen ihn und seine Firma Stellung bezieht. Sorgt vielleicht nicht unbedingt dafür, dass man das System Wiesenhof sympathischer findet, ist aber allemal unaufgeregter und auch fairer (allerdings nicht zahmer) als der ARD-Beitrag.

via

Die 90er Jahre: Die besten Dokumentarfilme des Jahrzehnts I

Wie schon in der 00er-Filmretrospektive können wir uns, nachdem wir den fiktionalen Stoff hinter uns gebracht haben, der Realität widmen. Es gab einige großartige Dokumentarfilme in den 90er Jahren, aber ich befürchte auch hier habe ich Nachholbedarf. Die zwölf Filme, die jetzt – und im anschließenden zweiten Teil – folgen sind es aber allesamt wert gesehen zu werden. Es geht hinab in die Tiefen und Untiefen der deutschen Filmgeschichte, festgehalten in einem künstlerischen und menschlichen Porträt Leni Riefenstahls, weit hinein in die Befindlichkeiten Amerikas: Legendäre Boxkämpfe beim Rumble in the Jungle, legendäre Comickunst und Exzentrik von Robert Crumb, legendäre Filmgeschichte bei Francis Ford Coppolas Reise in die Hearts of the Darkness… und daneben gibt es auch noch einen Blick auf die kleinen großen Momente, die Glocken aus der Tiefe des russischen Glaubens und Aberglaubens und die Amerikanischen Träume, die an der harten, kapitalistischen Realität scheitern.

Weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Filme für Musikliebhaber

Wie schon bei den 00er-Filmretrospektiven gibt es auch für die 90er noch einen kleinen Nachschlag für Musikliebhaber. Warum dieser im Vergleich zu den letzten beiden so dünn ausfällt… I don’t know. Vielleicht waren die 90er im Gegensatz zu den 00ern einfach nicht das große Jahrzehnt für Musikfilme, vielleicht habe ich diesbezüglich auch einfach noch verdammt viel Nachholbedarf. Falls ihr an dieser Stelle also dieses oder jenes Meisterwerk vermisst, habt keine Scheu davor, diese Lücke in den Kommentaren lauthals kundzutun. Nach dem Klick gibts dann erstmal Nostalgie mit den Beatles, ein eindrucksvolles Neil Young Musikerporträt von Jim Jarmusch, Videoclipästhetik auf Filmlänge, Radiohead auf der Suche nach sich selbst, zwei Slacker in  Wayne’s World, sowie Abgesänge auf den Glam Rock, den Grunge und das 18. Jahrhundert.

Weiterlesen

Interview mit den Asylum-Filmschaffenden

Wenn es um zeitgenössischen Trash geht, führt kein Weg an den Mockbustern von Asylum vorbei: Snakes on a train, Transmorphers, Titanic 2… kein Blockbuster ist heilig genug, um nicht durch den Asylum-Fleischwolf gedreht zu werden. Moviepilot hat ein Interview mit den beiden Köpfen der Low-Budget-direct-to-DVD-Schmiede geführt, und die Jungs sind nicht nur verdammt sympathisch, sondern wissen auch genau, was für eine Grütze sie mit Asylum fabrizieren. Den Spaß daran, lassen sie sich trotzdem nicht nehmen. Und genau so sollte es bei gutem Trash auch sein. Who’s Uwe Boll?

via Filmfreunde

Quentin Tarantino and the Night of the Living Dead Hitler-Witches auf dctp.tv

Ist das ein Aufreißer?! Quentin Tarantino, Zombies, Hexen, Hitler… und das ganze noch im hochkulturellen Korsett. Wahrscheinlich genau das, was der vollkommen misslungene Sucker Punch eigentlich wollte, aber nicht geschafft hat. Und das Beste daran: Das Teil kommt aus dem Hause Alexander Kluge, wird als launisches, sprödes Interview präsentiert und hat dctp-Stammgast und Multiakteur Peter Berling in der Rolle eines Tarantino-Darstellers mit an Bord. Hochkultur trifft Nerdkultur oder so ähnlich. Das relativ kurze Interview gibts in der Themenschleife Der Tag an dem Hitler sich erschoss zu sehen, die ohnehin voll mit weird Stuff ist: Unter anderem Helge Schneider als Historiker und Zeitzeuge, Dr. Mark Benecke als Experte für Hitlers Überreste und der von der FSK extra für das Thema komponierte Song “Vom Himmel hoch da komm ich her…”

Bei so etwas nutze ich das Blog hier gerne, um ein bisschen Werbung für meinen derzeitigen Arbeitgeber zu machen…

dctp.tv Interviews auf der re:publica 2011

Da ich die letzten Tage hier quasi inaktiv war, an dieser Stelle kurz, was ich während dieser Zeit angestellt habe. Wie schon zuvor berichtet, war ich auf der re:publica und habe dort bei dctp.tv mitgearbeitet, größtenteils am Sichern und Schneiden der Filme. Die Interviews von Philip sind wie schon im letzten Jahr wieder ganz hervorragend und spannend geworden. Neben den klassischen Vertretern der Netzwelt wie Peter Sunde, Sascha Pallenberg und Markus Beckedahl sind es in diesem Jahr insbesondere die Frauen und Blogger der arabischen Welt, die Aufmerksamkeit verdienen. Das spannendste Gespräch war meiner Meinung nach allerdings mit Philipp Müller, das ich an dieser Stelle daher mal einbette. Aber auch die restlichen Interviews der Schleife sind sehenswert.

–> Zur Themenschleife bei dctp.tv