Hörenswertes, Januar 2014: Sunn O))) & Ulver, Blank Realm, A Silver Mt. Zion, Xiu Xiu, Dum Dum Girls, Billie Joe and Norah Jones

Das Jahr 2014 startet groß… richtig groß. Bereits der Januar kann es locker fast im Alleingang mit 2013 aufnehmen und ich komme gerade gar nicht hinterher beim Reinhören in die ganzen fantastischen Alben, die hier durch den Stream rauschen. Und fuck ja, ich weiß, es ist schon Februar… und dann hat sich hierher auch noch mit Billie Joe und Norah Jones ein 2013er Output verirrt. Der hat mir den letzten Monat allerdings – trotz ein wenig zu braver Befriedung des Everly Brothers Klassikers “Songs our Daddy taught us” – mehr als einmal versüßt hat. Ansonsten gibt es in diesem Hörenswert-Artikel allerdings nichts aus der 13er Dose: Stattdessen neue Postrock-Highlights der Silver Mt. Zion, düstere Drone-Reisen in der Sunn O))) & Ulver Kollaboration, konfusen Retro Indie/Psychedelic-Rock von Blank Realm, Anti-Pop von Xiu Xiu und Pro-Pop von den Dum Dum Girls.

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Indie-B(r)ands auf Lay`s Chipstüten

Der Chipshersteller Lay`s  hat auf einen seiner Seite einen Namensgenerator, mit dem man Chipstüten virtuell bedrucken kann. Alex Young von CoS hat sich schon ein paar Gedanken gemacht und Death Crap for Cutie-Krupuk, The Soy Formidable und Godspeed You Snack Emperor sind schon mal derbe lustige Einfälle. Hättet ihr noch weitere Ideen?

via Consequence of Sound

Musikvideo der Woche: The Von Bondies – C’mon C’mon

Jo, ich habe gerade eine heftige 00er-Retro-Phase. The Vines, The Strokes, The…und so weiter. Die Von Bondies habe ich auch nur mal so halb mitbekommen, aber C`Mon C`mon lief damals irgendwie auf jeder Indie-Party, oder ?

The Von Bondies – C’mon C’mon(2004)

Regie: Charles Jensen

Album: Pawn Shoppe Heart

My Bloody Valentine veröffentlichen über Nacht ein neues Album…

…Fucking 20 Jahre nach dem Meisterwerk Loveless (1991). Ich komme gerade aus dem Yeah-Rufen nicht mehr heraus und stelle mich mental schon mal auf einen enormen Shoegaze-Orgasmus ein. Das Beste daran, Sämtliche neuen Songs wurden von den Iren auch noch auf youtube hochgeladen, womit meine Hauptbeschäftigung für diesen Sonntag feststehen dürfte. Das Leben ist manchmal einfach nur schön.


My Bloody Valentine – MBV on YouTube, Offizielle MBV-Website via boingboing

Weihnachtsstimmung XIV: Merry Indie X-Mas

Schön, dass jemand an Weihnachten auch an all die New Yorker, Londoner und Berliner Hipster da draußen denkt… und an die Menschen, die einfach nur guten Indie Rock und Indie Pop zu schätzen wissen. Animal NY leistet dazu seinen Beitrag mit einem schicken, weihnachtlichen Holiday Album, auf dem Bands wie Interpol, The xx und Bon Iver bekannte Weihnachtsklassiker covern. Kann man machen.

via Nerdcore

Hörenswertes Herbst 2012 II: Converge, Swans, The Mountain Goats, Dinosaur Jr, Portico Quartet

Lauter gute alte Freunde…

So kann der zweite Hörenswert-Artikel für den Herbst zusammengefasst werden. Ihr wisst schon, die Typen, die man einfach schon immer mochte, die man aber irgendwie trotzdem eine Zeit lang gar nicht mehr auf dem Plan hatte. Und dann sind sie plötzlich wieder da. Man freut sich, quatscht mit ihnen, feiert mit ihnen, und so plötzlich wie sie gekommen sind verschwinden sie auch wieder. Aber zumindest lassen sie ein gutes Gefühl zurück. Vielleicht denkt man sich sogar: “Ja, die könnte ich bei Gelegenheit mal wieder anrufen.” , und vergisst sie dann doch wieder ein wenig… zumindest bis zur nächsten großartigen Zusammenkunft.

John Darnielle sorgt mit den Mountain Goats für gemütliche amerikanische Lagerfeuerstimmung, Dinosaur Jr lassen an die guten alten Zeiten zurückdenken, als alles noch irgendwie easy war, die Swans dagegen erinnern einen daran, dass es immer noch ein Stück abgehobener geht und mit dem Portico Quartet kann man sich schlicht und ergreifend wohlfühlen, wenn auch auf sehr spezielle Weise. Achja, und dann gibt es natürlich Converge, die wieder einmal keine Ruhe, kein Punkt und kein Komma kennen und dich blutend auf dem angesengten Wohnzimmerteppich liegen lassen. “Bis zum nächsten Mal!” ruft man ihnen dennoch fröhlich hinterher, während man einen ausgeschlagenen Zahn ausspuckt und die blauen Flecken zählt. So ist das eben mit guten Freunden…

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Hörenswertes Herbst 2012: The XX, Animal Collective,The Hirsch Effekt, Grizzly Bear, Muse

Die Blätter fallen,

fallen wie von weit,

als welkten in den Himmeln ferne Gärten …

(Rainer Maria Rilke)

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Eine kurze Geschichte des Rock N Roll in hundert Riffs (by Alex Chadwick)

Ja…. natürlich fehlt da ne ganze Menge, und einiges Fragwürdiges ist auch dabei. Und natürlich viel zu wenig klassischer Metal… Aber abgesehen von dem Musikgeschmack des jungen Mannes ist das doch echt mal ne stramme Leistung. Alle angeteaserten Songs nach der Bridge.

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts III

Die Schublade ist weiterhin der Feind. Und so dürfen in diesem Artikel Radiohead vom Brit-Pop aus Richtung Progressive Rock schielen, wie es mit Sicherheit einige britische Rocker in den 90ern getan haben, wenn auch kein einziger so konsequent wie Thom Yorke und seine Mannen. Vom Art Pop und Postrock kommt Mark Hollis hereingeschneit und selbst Pallas, Robert Fripp und David Sylvian durchbrechen ihre Traditionen, während zumindest  Höyry-Kone den Banner des klassischen Progressive oben halten (Und wie sie das machen!). Achja, und ein klein wenig Jahre Reminiszenz an die 80er Jahre – oder wie ich sie nenne: “Die dunkle Ära des Prog” – hat sich auch hierher verirrt; mit Collage, die den Neo Prog Sound von Marillion gekonnt in die nächste Dekade  transferieren. Progressive Rock, Art Rock, Art Pop, Post- irgendwas? Die Schublade ist tot, es lebe die Schublade!

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Hörenswertes Juni 2012 II: Patti Smith, 2:54, dEUS, King Tuff, The Future of the Left

Fetzen muss es! Immerhin ist Sommer, Schluss mit den netten Pop-Hymnen, rein ins Leben. Naja, bevor das hier zum Manifest für den Vitalismus wird, ich bin gerade einfach auf der Suche nach Rock, nach heftigen, schrammeligen, noisigen Klängen, nach fetziger und dennoch tanzbarer, nach wilder und dennoch eingängiger Musik. Ob ich sie gefunden habe? Zumindest partiell. King Tuff rocken und poppen ordentlich durch sommerliche Garage Sounds, 2:54 revitalisieren die sphärische Schrammel-Seite des Post Punk und The Future of the Left drehen komplett am Noise-Rad. dEUS dagegen wissen noch nicht genau wohin, produzieren dabei aber wieder eines ihrer besseren Alben, und dann gibt es noch Patti Smith. Und die ist ja jetzt alt und weise und geerdet… und verdammt nochmal, vermisse ich ihr junges, ungestümes, einfach mal fetzendes Ich! Was solls! Es ist Sommer und zum Nörgeln ist der Herbst da. Also fünfmal hörenswerten Rock/Pop der Marke zum Anfassen und Genießen. Viel Spaß.

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Hörenswertes Mai/Juni 2012: Sigur Ros, Die Toten Hosen, Laurel Halo, Japandroids, Maximo Park

Ich verzichte mal auf einen größeren Einstieg zu einem der leider momentan seltenen Hörenswert-Artikel und nutze die Pause zwischen dem hochklassigen Spanien/Italien Spiel und trabe danke akuter Biernot für einen Ausflug zur nächsten Tanke (Anmerkung des Lektors: Das kommt davon, wenn man die Einleitung zu früh schreibt und den Artikel erst einige Zeit nach dieser veröffentlicht ;- ) ). Ich wünsche viel Spaß mit den nicht mehr irdischen Sigur Ros, den ungestümen Japandroids, der wunderlichen Laure Halo und den bodenständigen Hosen. Selbst Maximo Park haben sich leicht verändert, was allerdings in diesem Fall weniger das Album selber betrifft.

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Shoreline Is – Dear Kindly (Stream)

Verträumter und wunderschöner Indie-Pop aus Deutschland. Das klingt so gar nicht nach Dortmund, wo die Band herkommt, sondern gerade Parts Per Million könnte auch von englischen Post Punk/Shoegaze-Bands wie Editors oder IlikeTrains, aber auch fröhlicheren Gesellen wie The Pains Of Being Pure At Heart stammen. Da haben die Jungs wirklich was Feines auf internationalem Niveau hinbekommen und wer danach immer noch weiterhin Bock auf den biederen Befindlichkeits-Rock der anderen deutschen Newcomer hat ist es einfach selber schuld.

via Bandcamp

Neues Album von dEUS: Following Sea

Still und heimlich, quasi fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben die belgischen Indie-Rocker dEUS heute ein neues Album unter dem Titel “Following Sea” veröffentlicht. Zeitgleich präsentieren sie ein Video zur neuen Single “Quatre Mains”, die für dEUS-Verhältnisse (zumindest was die letzten Outputs betrifft) überraschend spröde daher kommt. Nicht nur, dass die Lyrics komplett auf französisch sind,  auch musikalisch  entfernen sich Tom Barman und seine Mannen vom sehr poppigen Indie Pop von Keep you close und Vantage Point. Stattdessen gibt es beschwörend gesprochene Vocals, düsteren und beklemmenden Backgroundsound sowie eine beinahe experimentelle atonale, dichte Atmosphäre, die an ältere dEUS Soundscapes und prophetischen Post-Pop (oder so ähnlich) erinnert. Auf jeden Fall ein spannender Opener und evt. auch Wegweiser für die Zukunft der Band, als Song indes durch seine Monotonie und verloren wirkende Dichte nicht 100% überzeugend. Mal sehen wie der Rest des Albums klingt…