Schlagwort-Archiv: Indie Komödie

Trailerprogramm: The Raven, VS, Norman, My Week with Marilyn, Tim und Struppi, Lulu

My Week with Marilyn [Richard Curtis]

Und hier haben wir dann auch gleich einen heißen Favoriten für die Academy Awards 2012. My Week with Marilyn, der von der kurzen und heftigen Romanze zwischen Marilyn Monroe und dem jungen Colin Clark erzählt, bringt alles mit, was die Academy derzeit und auch grundsätzlich liebt: Geschichte des 20. Jahrhunderts, ein Clash of the Cultures von Amerika und Großbritannien, edle Sets und Kostüme, große Darsteller (u.a. Kenneth Branagh und Judi Dench) und natürlich den notwendigen Schuss Menschlichkeit, Emotionalität und Big-Budget-Pathos. Ist mir fast zu sehr auf Oscargewinn gebürstet, sieht aber nichts desto trotz fantastisch aus. Michelle Williams funktioniert als Norma Jean, auch wenn sie nicht gerade meine Traumbesetzung für die Verkörperung der Hollywood-Legende wäre. Die Geschichte scheint erlesen, nicht zu effekthaschend erzählt, die Bilder sind natürlich episch… und hoppla, da stolpert ja auch eine deutlich gereifte Emma Watson durchs Bild, die hoffentlich nun auch jenseits der Potter-Reihe beweisen darf, dass sie eine verdammt gute Schauspielerin ist. Doch… das will ich sehen. Andererseits habe ich The King’s Speech (2010) bisher auch ausgespart. Angst vor der Academy Award Formel

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Trailerprogramm: Being Elmo, The Pirates! Band of Misfits, Glitch in the Grid, Extremely Loud and Incredibly Close, The Catechism Cataclysm

The Pirates! Band of Misfits [Peter Lord]

Arrrr… Das Genie hinter Chicken Run ist zurück. Und was hat er mit gebracht? Einen Piratenfilm. Och nööö. Trotz meiner temporären Begeisterung für gewisse Parteien konnte ich mit Piratenfilmen noch nie viel anfangen. Ich hasse alle Fluch der Karibik Teile, jeder Errol Flynn lässt mich kalt, jede Piratenbraut kann mich mal kreuzweise. Aber heh, das sieht echt cool aus. Geradezu genial… und ich habe schon lange nicht mehr bei einem Trailer so oft lachen oder wenigstens schmunzeln müssen. Die Animationen sind schick, die Gags können sich sehen lassen, die Dialoge sprechen eine angenehm “erwachsene” Sprache… und natürlich auch Thumbs Up für die Ramones. Wird vorgemerkt.

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Really Fucked Up Super Heroes – Rezension zu “Super” von James Gunn

Zu den Filmen, die mich im letzten Jahr am meisten enttäuscht haben, gehört auf jeden Fall die halbgare, möchtegerncoole und sich dem Nerdtum anbiedernde Superheldensekonstruktion Kick-Ass. Eine nette Idee, der allerdings in letzter Konsequenz die Eier fehlten, um mehr zu sein als ein lauer tarantinoesker Reißer ohne Biss. So viel Potential, so viel Mindfuck-Möglichkeiten… einfach verschenkt. Ein Glück, dass die Idee des simplen Next-Door-Superhelden nicht nur den Kick-Ass-Machern in den Sinn kam, sondern ebenso Slither-Regisseur James Gunn. Und dieser James Gunn hat Eier… und was für welche. Super, der sträflicherweise immer noch keinen deutschen Kinostart-Termin hat, ist das bösartigsten und abgefuckteste Stück Nerd-Film, das mir in letzter Zeit untergekommen ist. Indie Komödie, Actionspaß, Referenzfest… Und nicht nur das: Nebenbei zertrümmert dieser infame Streifen auch die gesamte Superheldenmythologie im Vorbeigehen, tritt ordentlich rein in die Zwiespältigkeit von selbsternannten Rächern und wandelt sich mehr und mehr zur düsteren, tragischen und zutiefst pessimistischen Parabel auf Verbrechen und Strafe, auf Schickslasgläubigkeit und Wahn.

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500 Days of Summer – Rezension zur Indie Komödie von Marc Webb

500-days-of-summer

Das ist keine Liebesgeschichte und es geht lediglich um einen Mann und eine Frau, die den gleichen Musikgeschmack und den gleichen Humor  haben, aber dabei doch nicht verliebt sind – irgendwie . Klingt komisch, ist es aber nur teilweise. Marc Webb`s Film „500 Days of Summer“ ist mal wieder einer der Filme, bei dem man die alten Hornsby Bücher ausgraben möchte und sich obendrein fragt, warum man die durchweg genialen Belle & Sebastian so lange im Regal hat verstauben lassen. Weiterlesen

"Away we go" – Rezension zum neuen Film von Sam Mendes

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Manche Filme muss man einfach nett finden. Da kann man noch so sehr einen auf überpeniblen Chefkritiker machen, bei solchen Filmen setzt man im Endeffekt einfach die Scheuklappen auf – und das gerne. Wer dieses Bekenntnis in einer Rezension nun für einen Offenbarungseid hält, der hat sicher recht, aber der hat sicher auch „Away we go“ noch nicht gesehen. Eigentlich könnte man „Away we go“ im Duden nämlich gleich bei „nett“ als Synonym listen. Weiterlesen