The Art Of Ian Moore

Ian Moore 4

Das unruhige Spiel von Psyche und Körper, mal morbid, mal naiv, auch unfertig, liegengelassen, aber immer voller Energie und Bewegung.

Meinte Spinoza nicht mal, dass man Fließgesetze anwenden müsse, wenn man das Denken verstehen oder darüber Aussagen treffen will? Im unteren Bild erscheint das Innere fast schon gasförmig. Im Moment seiner Selbstbetrachtung löst es sich auf.

ian moore - fellin gassy

Und selbst wenn ein Bild auf den ersten Blick unbeweglich wirkt, versteckt sich da immer eine potentielle Energie. Es ist ein bisschen die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt.

ian moore - Another on social anxiety

Ian Moore - the daily grind

 Ian Moore auf tumblr.

Oh mein Gott! Diese Pärchenbilder sind sooo schön! Ich bin so ein verdammter Emo! und das ist so eine schrecklich doofe Clickbait-Überschrift!

heartwarming-illustrations-art-sweet-love-couple-puuung-40

Was soll ich sonst noch groß dazu sagen? Irgendwie treffen diese Pärchenbilder – die Singles wahrscheinlich vollkommen zurecht zum Kotzen finden – gerade voll meinen Nerv: Wunderschöne Alltagsszenen, ziemlich kitschig, fast schon himmelschreiend naiv, irgendwie auch kindlich, und dabei doch so verdammt pointiert, ehrlich, und schlicht und ergreifend sweet. Und natürlich tausendmal besser als jeder biedere “Liebe ist…”-Cartoon. Verantwortlich für diese tollen Illustrationen zeichnet sich die japanische Künstlerin puuung… und ich will mehr davon.

via demilked, danke Karen

Deep Dark Fears by Fran Krause

deep-dark-fears-comic-illustrations-fran-krause-131__605

Gruseln zum Jahresabschluss: Illustrator Fran Krause hat sich in simplen – dafür aber umso verstörenderen – Illustrationen den verborgenen Ängsten verschiedener Menschen angekommen. Das Ergebnis sind minimalistische Bizarrerien, die auf den ersten Blick absurd und irrational erscheinen, in denen man allerdings seine eigenen Ängste sehr schnell widergespiegelt findet. Der menschliche Verstand ist ein böser Troll und die eigene Kreativität kann mitunter dein ärgster Feind sein. Mehr davon gibt es in Krauses TumblrFacebook oder Instagram zu sehen. Außerdem könnt ihr die Teile auch als Prints kaufen.

tumblr_nehonfaGdi1rmvzs8o1_1280

tumblr_ngar81OvEQ1rmvzs8o1_1280

deep-dark-fears-comic-illustrations-fran-krause-61__605

deep-dark-fears-comic-illustrations-fran-krause-91__605

Deep Dark Fears via Bored Panda

Hallo!? Echo!?

Ich schleiche mich vorsichtig rein in das Blog, das seit zwei Wochen nur noch sporadische Updates spendiert bekommen hat. Ich wische die Spinnenfäden beiseite und schaue mich ein wenig um… Jepp, immer noch gemütlich. Wird Zeit den Raum mal wieder mit neuem Stoff zu füllen. Los gehts mit Fashion-Vorschlägen für Superman von Mike Mitchell, die es nicht nur als Animated Gifs sondern auch als schicke  T-Shirts zu kaufen gibt.

Supermans new Outfits via eayz

Pilz-Illustrationen

Gehört in den Bereich einer spezifischen Form von temporärer Kunst, die mir immer wieder ein Schaudern über den Rücken jagt.  Corey Corcoran illustriert Pilze von einer Größe von 15 – 20 cm: Kunst die darauf angelegt ist, mit ihrem Medium irgendwann zu verenden, Kunst die radikal den Gesetzen der Natur unterliegt, Kunst die einfach nur ungemein mitreißend ist und allein schon durch ihre Beschaffenheit nachdenklich stimmt.

via

3D-Notizblockzeichnungen von Nagai Hideyuki

Ich schiebe der Super-Mario-Street-Art mal gleich noch weitere beeindruckende 3D-Kunstwerke hinterher. In diesem Fall von dem japanischen Künstler Nagai Hideyuki (der erschreckend junge 21 Jahre alt ist), in diesem Fall angefertigt auf Notizblöcken. So skizziert und rough Bilder auch mögen müssen, die Fotos sowie das Entstehungs-Video nach dem Klick beweisen, dass da verdammt viel Arbeit dahinter steckt.

weiterlesen

The Hobbit in der Sowjetunion (1976)

Ein großartiger kulturhistorischer Leckerbissen wurde die Tage mal wieder vom Retronauten hervorgekramt. 1976 erschien in der Sowjetunion die russische Übersetzung von J.R.R. Tolkiens The Hobbit or There and Back Again (1937), unterlegt mit wunderbaren Illustrationen von M. Belomlinskij. Demnächst kommt dann ja auch Peter Jacksons “The Hobbit” in die Kinos und wird mit Sicherheit ein großer, bunter und mitreißender Fantasy-Blockbuster. So originell illustriert wie in der damaligen russischen Variante wird er indes mit Sicherheit nicht sein.

Weitere Bilder des “sowjetischen” Hobbit beim Retronauten

Digitale Science Fiction Illustrationen von Victor Mosquera

Die futuristischen, poetischen Zeichnungen von Victor Mosquera sind, obwohl sie am Computer entstanden und trotz ihrer technoiden Grundstimmung, ungemein poetische, fantastische und epische Gemälde aus einer fernen Welt, aus einer anderen Dimension. Dabei wirken sie keineswegs so seelenlos wie viele andere digitale Illustrationen, sondern sind kraftvoll, lebendig und auch irgendwie beseelt.

Weitere Bilder  via Maik

Justin Mezzell

Der Künstler und Designer Justin Mezzell präsentiert auf seiner Website einige ganz herausragende Illustrationen, irgendwo zwischen zeitgemäßem Polygon-Minimalismus und herrlich nostalgischer Pop-Art. Vorbeisurfen lohnt sich…

Justin Mezzell via Notcot

Garfield the Deconstructor

Bei diesen ganzen postpostmodernen Pop-Art Mashups spielt ja auch immer ein wenig die Musik der inhaltsleeren Referenzgeilheit im Hintergrund mit. Bei den Garfield-Dekonstruktionen von Tim Head jedoch sieht die Sache vielleicht ein bisschen anders aus: Wenn sich die Pop- und Comic-Ikone auf einem klassischen Gemälde wie der Mona Lisa oder dem ikonographischen Foto der rauchenden Türme des World Trade Centers ausbreitet, eröffnen sich gleich ein Dutzend Subtexte: Von einer Kritik an der destruktiven Ader der eben genannten Mashup-Kunst über eine generelle Auseinandersetzung mit der Lazyness der amerikanischen Popkultur bis hin zu einer Darstellung der subversiven Ader, die das Mashup-Prinzip per se in sich birgt.

Anyway, wem das zu viel Subtext ist, der kann diese – im Grunde ziemlich radikalen – Garfield-Dekonstruktionen auch einfach als schicke Prints bei Tim Head bestellen und an seine Wand zwischen Olly Moss und Banksy-Prints hängen. Ich warte weiter auf den Print, auf dem Garfield einen Garfiel-minus-Garfield Comicstrip okkupiert.

via

Super Mario ist erwachsen geworden

Geht es euch auch so, dass ihr Super Mario immer eher als Kind denn Erwachsenen wahrnehmt? Trotz Plauze, Schnauzer und Klempner-Profession ist der Jump N Run Held einfach zu sehr Identifikationsfigur der Kindheit, zu stark mit infantilem Spieltrieb gekoppelt, um mehr zu sein als der lustige Lausbub, der Schildkröten auf die Birne springt. Anthony Jones alias Robotpencil hat den Klempner in seinen Bildern trotzdem einen Reifeprozess durchmachen lassen, der sich gewaschen hat: Trübe Augen, ein Gesicht, das mit Furchen des Alters übersehen ist, ein heroischer und zugleich erschöpfter Blick plus eine Nase, die auf den ein oder anderen italienischen Weinkonsum schließen lässt. Passt! Auch wenn ich mir Mario doch etwas molliger vorstellen würde.

Weitere erwachsene Super Mario Charaktere von Robotpencil via thaeger

Cutaway Drawings: Objekte und ihr Innenleben

Ahhh… ich liebe diese übervollen Cutaway Drawings, diese Schnittbilder, die das Innenleben von Maschinen, Gebäuden, Fahrzeugen und so weiter offenbaren. Wie oft habe ich als Kind davor gesessen und die einzelnen Details in mich aufgesogen. Dabei war ich immer weniger der Technikenthusiast als viel mehr der Träumer, der sich in riesigen Behausungen verlieren konnte. Je mehr kleine Menschen in den Schnitten herumwuselten, um so besser: Autos, uninteressant. Raumschiffe, großartig! Dampfer, Zeppeline, Hochhäuser um so besser. Core77 hat den großen Künstlern der Cutaway Drawings mehrere Porträts gewidmet: Hans Jenssen, Stephen Biesty und andere Illustratoren werden hier vorgestellt… und ich werde gerade wieder unglaublich nostalgisch. Groß… im wahrsten Sinne des Wortes.

Cutaways are a fantastic intersection of technical drawing, graphic design, transportation design and architecture. Over the course of this blog series, I’ll be spotlighting some of the masters of the medium.

Masters of the Cutaway via 11k2

R.I.P. James Rizzi

James Rizzi, einer der im heutigen Alltag wohl präsentesten Künstler ist in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag im Alter von 61 Jahren verstorben. Mit seinen quietschbunten, hoffnungslos naiven Bildern ist der Pop Artist Rizzi auf zahllosen Alltagsgegenständen vertreten, von Briefmarken über Turnschuhe bis hin zu Tassen, Tellern und Autos. Auf seiner Website wurde nun sein Tod verkündet:

Mit großer Bestürzung und Trauer haben wir den Tod James Rizzis bekanntzugeben. Der weltbekannte Pop Art Künstler ist in der Nacht auf den zweiten Weihnachtstag in seinem Studio im New Yorker Stadtteil SoHo friedlich eingeschlafen. Sein plötzlicher und unerwarteter Tod ist ein Schock für Hinterbliebene, Freunde und Sammler gleichermaßen.

Bild: James Rizzi with the Volkswagen New Beetle designed by him, the “Rizzi Beetle”. Photograph 2006 by A. Lieventhal (own work) (via wikimedia)

Internet-Superhelden

Sehr schöne Illustrationen von Caldwell Tanner: Die Internet Justice League vereint alle großen Superhelden des Internets, listet deren Superkräfte auf und sucht nach ihren Gegenspielern. Schick ist das Ganze zweifelsohne, allerdings verstehe ich nicht, warum sämtliche Big Player ausgerechnet als Heroes und nicht als Villains auftreten. Zumindest Facebook könnte auch so etwas wie der Lex Luthor oder Green Goblin des Webs sein…

weiterlesen

Passend zum Weltuntergang: Cthulhu-Kalender für das Jahr 2012

Bei daupo gibt es einen ziemlich schicken Cthulhu-Mythos Kalender für das Jahr 2012. Kostet für alle US-Bürger 21 Dollar und $24 für den Rest der Welt. Eine Lieferung zum Mars kommt für schlappe $8,999 daher: “Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.”

In the Year of our Lord 2012, the universe is destined to collapse into a nightmarish and twisted horror, so let us honor this special occasion with the first-ever, all-original, Cthulhu Mythos calendar, featuring one dozen startling images by Daupo, each inspired by the strange and dream-like visions of Howard Phillips Lovecraft and the other writers of the Lovecraft Circle.

via