Die 80er Jahre: Die besten Kriegsfilme des Jahrzehnts (“Zivile Kriegsfilme”)

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Gute (Anti-)Kriegsfilme müssen nicht zwingend aktive Soldaten im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit haben. Das beweisen gleich alle fünf hier vertretenen Meisterwerke, die man mit Fug und Recht auch als “zivile Kriegsfilme” bezeichnen könnte. Ihre Protagonisten sind einfache Bürger (The Day after), ums Überleben kämpfende Kinder (Reich der Sonne), Radiomoderatoren (Good Morning Vietnam), Reporter (The Killing Fields) und traumatisierte Kriegsheimkehrer (Rambo). In der ein oder anderen Form finden aber alle auf Schlachtfeldern statt, seien es die Postmilitärischen oder die Ungesehenen an der Peripherie. Und ebenso wie die Protagonisten sind in diesem Fall auch die Genres vielfältig: Von der Tragikomödie über das große Melodram, über den Action-Flick bis zum annähernd dokumentarischen Kriegspanoptikum ist alles dabei.

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Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts I

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Zeichentrickfilme sind nicht nur für Kinder… das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Neben den 70ern mit ihren wilden, anarchischen Comicverfilmungen von Ralph Bakshi  gehören die 80er wohl zu dem Trickfilm-Jahrzehnt, das diese simple Tatsache am besten unter Beweis stellt. Nicht jedoch wie die Dekade zuvor mit lauten, rüpelhaften Hippiealpträumen, sondern mit nachdenklichen, düsteren und auch komplexen Stoffen, die in Pastell getaucht werden. So wie das Antikriegsdrama Wenn der Wind weht, dessen Zielpublikum sogar jenseits der 30 oder 40 liegen könnte, oder auch das symbolistische Mär Das letzte Einhorn, in dem der Fantasybackground für eine sehr komplexe, psychologisch feinfühlige Erzählung dient. Selbst Kinder- und Familienfilme wie Herrscher der Zeit, Feivel der Mauswanderer und In einem Land vor unserer Zeit dürfen – Don Bluth und Moebius sei Dank – in diesem Jahrzehnt ihre dunklen, tragischen und spannenden Momente, jenseits des Disney-Wohlfühlkinos besitzen und voll auskosten. Es gibt also eine Menge großartiger Trickfilme aufzuarbeiten. Viel Spaß mit Teil 1:

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Thomas Bernhard schimpft, aber nicht nur das

Google hat eine interaktive Karte mit verlinkten Orten und Städten über die sich Thomas Bernhard in seinem Werk ausgelassen hat. Ich hatte lange überlegt, wer der großartigere Schimpfer ist, Bernhard oder Serdar Somuncu. Beide haben ja ein ähnliches politisches und humanistisches Sendungsbewusstsein, wobei ich glaube dass Bernhard aus einer notwendigeren Notwehr heraus handelte. Muss ziemlich bedrückend gewesen sein, sein engstirniges, katholizistisches und nazistisches Österreich. Somuncu haben wir, die Kartoffeln, zu verdanken, dass das “c” in seinem Namen weder wie “z” noch wie “k”, sondern wie “sch” ausgesprochen wird. So geht Politik richtig, und nicht so wie derzeit bei unseren europäischen Nachbarn. Jedenfalls, weil Bernhards Hasstiraden formvollendeter sind, idiosynkratischer, erratischer (es ist ansteckend) ist er der großartigere Schimpfer. Ist vermutlich aber auch eine Geschmacksfrage, nicht jeder hat was übrig für diesen beckettschen Stil. Großer Tipp: Thomas Bernhard “Auslöschung”. Kleiner Tipp: Alle seine kleinen Texte, zum Beispiel “Gehen”.

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Würde / αξιοπρέπεια

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Es gibt derzeit wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, ob ein GREXIT den Niedergang Griechenlands in ein drittes (oder gar viertes) Welt Land bedeuten würde oder doch zu einer wundervollen Wiederauferstehung des Staates führen könnte. Es gibt wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, inwiefern die Wirtschaftskrise Griechenlands selbstverschuldet ist, oder inwiefern die gesamte EURO-Gruppe, allen voran Deutschland, Mitschuld an der Misere trägt. Es gibt wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, ob die Vorschläge der Troika die sinnvollste Lösung der Probleme bedeuten, oder ob Alternativen in Betracht gezogen werden können. Das sei an dieser Stelle den Volkswirtschaftlern überlassen.

Es gibt wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, ob das von Tsipras vorgeschlagene Referendum tatsächlich ein demokratischer Paukenschlag ist oder doch nur ein verzweifeltes oder gar manipulatives Manöver, um sich aus der eigenen Entscheidungspflicht herauszuwinden. Es lässt sich wahrscheinlich viel darüber reden, ob mit der antikapitalistischen SYRIZA und der rechtspopulistischen ANEL gerade die richtigen Parteien in der griechischen Regierung sitzen, um die aktuelle Krise zu handlen. Genau so, wie man viel darüber reden kann, ob es in Griechenland derzeit besorgniserregende Tendenzen Richtung Nationalismus und Anti-Intergouvernementalismus gibt.  Es gibt wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, ob Europa in diesem Fall ein Exempel statuieren muss, dass ein Verschleppen von Schulden nicht akzeptiert wird, oder ob Europa nicht viel mehr so dasteht, wie es heute dasteht, weil das Verschleppen von Schulden ein wesentlicher Bestandteil seiner Geschichte ist. Darüber dürfen gerne die Historiker und Politikwissenschaftler diskutieren.

Indiskutabel ist aber, wie grotesk herablassend ein ganzes Land derzeit sowohl von weiten Teilen der politisch und ökonomisch Elite als auch leider immer stärker von großen Teilen der einfachen Bevölkerung behandelt wird. In diesem Fall werden Paternalismus, Elitarismus, Erpressung, Herablassung bis hin zum Rassismus zum politischen Stilmittel erhoben. In diesem Fall werden Werte wie Solidarität, Respekt, Achtung und Empathie komplett aus dem Diskurs ausgeklammert. Die Art wie im Moment größtenteils über Griechenland – oder schlimmer noch DIE Griechen – geredet wird, widerspricht allen Regeln des Anstands und Humanismus und ist schlicht und ergreifend von Asozialität geprägt. Ein Europa, das sich so über einen seiner Teile das Maul zerreißt, verdient die Bezeichnung “Gemeinschaft” nicht. Und gegen diese Form und diesen Inhalt, der sich derzeit im Diskurs etabliert, muss aufgestanden werden. Gegen diese Behandlung verdient Griechenland, verdienen die Griechen jede denkbare Solidarität, jede denkbare Verteidigung. Und genau das geht eben nicht nur die politischen und ökonomischen Köpfe etwas an, sondern uns alle.

Die griechische Zeitung Εφημερίδα των Συντακτών zeigt auf ihrer aktuellen Titelseite die Zeichnung eines Mannes, der trotzig schweigend ein Banner mit dem Wort “Würde” den Lesern entgegenhält. Ob Griechenland den Weg der Insolvenz gehen muss, ob es das beste ist, wenn das Land aus dem EURO-Raum ausscheidet, ob es gezwungen werden sollte, einem harten Sparpaket zuzustimmen, oder ob es noch dritte, alternative Wege, Pläne B und C, gibt… ganz ehrlich ich weiß es nicht. Was ich aber weiß, ist, dass Griechenland – wie jeder andere Staat – es verdient, seine Würde zu wahren und zu verteidigen. Was ich weiß, ist, dass die Griechen – wie alle anderen Menschen – die Unantastbarkeit ihrer Würde verdienen. Diese Würde ist im aktuellen Diskurs viel zu oft gefährdet. Und jeder, der derzeit meint, über Griechenland – oder schlimmer noch DIE Griechen – urteilen zu müssen, sollte sich zuvor zumindest kurz die Worte Kants ins Gedächtnis rufen: Der Mensch als „Zweck an sich“ darf nie nur „Mittel zum Zweck“ sein. Niemand verdient es, so behandelt zu werden, so be- und verurteilt zu werden, wie es den Griechen derzeit geschieht. Diesbezüglich nehme ich dann auch gerne den Pathos in Kauf, der sich in meine Sätze schleicht: Ehrlich Leute, lasst das nicht so unwidersprochen zu!

love has no labels

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Einen Zeigefinger habe ich noch. Dann ist aber auch gut und es geht ins Wochenende: Und alles wird poppiger, eskapistischer und weniger politisch. Zuerst aber…

Before anything else, we are all human.

It’s time to embrace diversity.

Let’s put aside labels in the name of love.

Love has no labels via the daily what

Filmabriss: Her, Lucy, The Wolf of Wall Street, Planet der Affen: Revolution

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Zweimal Kino, zweimal DVD. Zweimal Scarlett Johansson, zweimal Affengesichter (Sorry Leo). Gleich drei große Regie-Namen – Spike Jonze, Luc Besson, Martin Scorsese – und insgesamt viel hollywoodesker Eskapismus. Zeit für einen neuen Filmabriss…

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Turn into something beautiful – Boyhood von Richard Linklater

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Zu Beginn von Boyhood sehen wir den sechsjährigen Mason im Gras liegen und in den Himmel schauen, während Yellow von Coldplay erklingt. Dieses Bild repräsentiert wohl wie kein zweites die Attitüde sowie die Rezeption von Richard Linklaters Film. Es ist das Bild, das alle Kinoplakate schmückt, das jede Rezension, jede Kritik, jeden längeren Bericht begleitet; und tatsächlich ist es auch das Bild, das sich dem Zuschauer am stärksten einprägt. Und doch ist es innerhalb weniger Sekunden vorbei. Ein flüchtiger Moment, ein Augenblick, der keinen großen Pathos, keinen wahnwitzigen Symbolgehalt nach sich trägt; nur ein Augenblick im Leben eines Kindes, ein Augenblick, auf den in diesem Film noch viele weitere wunderschöne, erinnerungswürdige, banale und tiefgründige Augenblicke folgen werden.

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Filmabriss: Captain Phillips, 12 Years a Slave, Snowpiercer, Trance – Gefährliche Erinnerung

Tom Hanks

Unbedingt mal wieder Zeit für einen aktuellen Filmabriss… Irgendwie tut es mir derzeit um so ziemlich jeden Film leid, den ich sehe und zu dem ich es nicht schaffe, wenigstens ein oder zwei Zeilen zu Papier zu bringen; liegt nicht nur daran, dass ich das Gefühl habe, Seite360 giere nach Content, sondern auch einfach weil das Niederschreiben mir selbst hilft meine Meinung zu dem entsprechenden Film zu verarbeiten und zu fixieren, auch über den (ähnlichen) Effekt eines  Nach-Kinobesuch-Gesprächs hinaus. Hier also jetzt ein paar kurze Gedanken zu einigen Filmen, die ich in den letzten Wochen/Monaten gesehen habe. Keine tiefgründige Analyse, keine umfangreiche Auseinandersetzung, nur ein oder zwei Cents, die ich glaube zu den Werken noch loswerden zu müssen. Dieses Mal sind die Big Budget Großprojekte an der Reihe: Zweimal Oscar-Gewinner in Captain Phillips und 12 Years a Slave, einmal stilsicherer Heist-Mindfuck in Trance, und einmal groteske Weltuntergangsphantasien zwischen Korea und Traumfabrik in Snowpiercer. 2014 ist btw. bis dato ein verdammt gutes Filmjahr.

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Die Schönheit “böser” Menschen – Zeichnungen von Sean Lewis

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Ja, ich sehe es eigentlich ganz ähnlich wie Amber Frost von Dangerous Minds: Allein wenn ich schon höre, dass jemand Serienkiller oder sonstige Gewaltverbrecher auf Gemälden verewigt, setzt bei mir ein bestimmter Widerwille ein. Es geht nicht darum, dass ich ein Problem damit hätte, mit der Ästhetisierung des Bösen könnte eine Gewalt-Apologie oder gar -Glorifizierung einhergehen, viel mehr birgt diese Form der Kunst bereits im Ansatz die Gefahr zu irgendeinem Dark Gothic Kitsch Schmu ohne Substanz zu werden. Bei den Zeichnungen von Sean Lewis sieht das anders aus. Dieser versucht nämlich gar nicht erst eine kitschige Ästhetik des Bösen, Dunklen, metaphysisch Abgründigen zu entwerfen, sondern konzentriert sich stattdessen voll und ganz auf die Einsamkeit, Traurigkeit, die Melancholie und daraus auch resultierend die allermenschlichste Schönheit seiner Vorlagen und Sujets.

Die Bandbreite seiner Motive reicht von anarchistischen Paranoikern wie dem Una-Bomber (oberstes Bild) über psychotische Killer wie Andrea Yates (Bild Nr. 2) oder Phil Spector (Bild Nr. 3) und klassische Serienkiller wie Ed Gain oder Aileen Wuornos (Bild Nr. 4) bis hin zu historischen Gewalttätern wie der Ku Klux Klan Koryphäe George Gordon (Bild Nr. 5). Bei Juxtapoz findet sich noch ein ziemlich spannendes Interview mit dem mMn. äußerst humanistischen Künstler:

Most of the figures I focused on are bastardized figures in society and adding to that condemnation didn’t seem like a particularly interesting angle to take. Especially after researching their lives I came away feeling sorry for them and their circumstances. Unchecked mental illness, negligent and manipulated upbringings, they’re all sad stories and I felt it was really important to step back and show some empathy for people that never really got any.

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Sean Lewis’ Blog via Dangerous Minds

Die 80er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts I

Die 80er Jahre als Thrillerjahrzehnt mit einem einfachen Claim zusammenzufassen ist in der Tat gar nicht so einfach. Im Grunde genommen lebt die Dekade vor allem von ihren Genrehybriden: Während das primär in den 70ern boomende Subgenre des Selbstjustiz- und Rachethrillers mit eher zwiespältigen Filmen langsam zu Grabe getragen wird, erleben vor allem die Actionthriller und Thrillercomedy-Mischungen eine wahre Blütezeit… leider oft in eher langweiligen 08/15-Stories vom Reißbrett. Ein ähnliches Schicksal erleiden auch die Politik- und Agententhriller der Epoche, die ein letztes Mal die Gelegenheit ergreifen auf den kalten Krieg zu rekurrieren und diesen – oft auch eher schlecht als recht – für konfuse Vexierspiele auszuschlachten. Dass es auch anders und vor allem besser geht, beweisen hingegen Filme, die ihrer Zeit schon ein Stück voraus sind, seien es die Thrillerdrama-Hybriden wie Mississippi Burning, Ein Mörderischer Sommer oder Der einzige Zeuge, die ebenso gut in den 90ern beheimatet sein könnten, sei es ein surrealer Urbanthriller wie Subway, dessen Ästhetik für die kommenden Jahrzehnte Maßstäbe setzt oder sei es ein düsterer Serienkiller-Film wie Blutmond, der bereits die Hochzeit dieser Genrevariation gekonnt und stimmungsvoll antizipiert. Also wo bleibt der Claim? Fassen wir es so zusammen: “Es gab viel. Es war nicht alles gut, es war nicht alles schlecht. Und die Ausbeute an Top-Filmen reicht immerhin für fünf Best-of-Artikel!” Der erste folgt nach dem Klick.

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Just the two of us – Cosplayer zu Hause

Ganz und gar fantastische Fotoserie von Klaus Pichler, der enthusiastische Cosplayer in ihren Kostümen alleine zu Hause ablichtet. Und so fallen dann auch folgerichtig gleich mehrere Ebenen in seinen Fotos zusammen: Auf der ersten Ebene die nahezu kindliche Begeisterung der Porträtierten für ihre aufwändigen, epischen Verkleidungen. Auf der zweiten Ebene der Transfer des Fantastischen in den Alltag. Das Kostüm wird nicht einfach als Lebensmittelpunkt dargestellt, sondern kontrastiert mit der gewöhnlichen bis pittoresken Einrichtung der dargestellten Wohnungen. Und schließlich als drittes Moment, die Auflösung des Dissoziativen, das einerseits durch den Titel “just the two of us” betont, andererseits durch die Kadrage der Fotografien in eine harmonische, nahezu meditative Einsamkeit überführt wird.

Auf seiner Website stellt Pichler klar, dass die Bilder beides porträtieren sollen: Sowohl die Kostüme als auch die Personen dahinter. Und das gelingt diesen intimen Impressionen zweifellos, offenbaren die menschlichen, komplett hinter den Kostümen verborgenen Stillleben doch weitaus mehr Humanismus, als jedes direkte Foto es jemals könnte: Die abgelichteten Personen werden weder als Freaks noch ausgestoßene, aber auch nicht als verspielte Kinder inszeniert; stattdessen als reale Menschen, mit all dem Facettenreichtum, der Tiefe und der Nachdenklichkeit, die einen Menschen auszeichnet. Groß.

For the photo series ‘Just the two of us’ I visited owners of elaborate costumes in their own homes. The choice of location is not a coincidence: Nowhere else is the (abstract) link between the person behind the mask and his or her alter ego as visible as in their own home. Nowhere else would it have been possible to portray the mask and, figuratively speaking, the person behind it on the same picture. The costume usually full body costumes, which completely conceal the ‘private’ person represents the alter ego whilst the surrounding living space, so to speak, the ‘backdrop’ or stage design cautiously impart information about the person behind the costume.

Just the two of us via beautiful decay

Poetisches für den Sonntag: Otherscapes – Erotische Landschaften

Der Fotograf und Künstler Carl Warner arrangiert menschliche Körper zu faszinierenden Landschaften, in denen Natur und Kultur aufeinandertreffen. Wohl kaum notwendig, zu erwähnen, dass seine Bilder sowohl hocherotisch als auch wunderschön, eskapistisch sind. Und ein wenig humanistische Grundgedanken gibt es dann auch noch mit in die Landschaft:

An alternative portrait of a human being whose body becomes a landscape of themselves and plays on the sense of space in which we dwell. The external view of ourselves therefore becomes a more abstract and perhaps more intimate reflection of our inner being when viewed as a landscape or given a sense of place.

Otherscapes by Carl Warner via Faith is torment

Filmabriss (2012er Recap): Prometheus, Monsieur Lazhar, Iron Sky, The Hobbit

Spät dran und mit einigem Abstand – der einen (*hust) objektiveren Blick zulässt – will ich dann doch noch Kurzrezensionen zu ein paar 2012er Filmen nachschieben, die mir entweder in Erinnerung geblieben sind oder die ich tatsächlich erst vor kurzem gesehen habe. Wer meinen Arschloch-Zuschauer-Artikel gelesen hat, weiß, dass ich derzeit alles andere als gerne ins Kino gehe. Das liegt noch nicht einmal so sehr an dem – zugegeben von mir überzeichneten – Bild der nervenden Kinobesucher sondern einfach an dem meiner Meinung nach immer offensichtlicher werdenden Verfall der Institution Kino an und für sich: Überhöhte Preise, nervige 3D-Gimmicks, verloren gegangenes Flair und eine seltsame Form der Arroganz, mit der die Filmspelunken – ehemals Filmpaläste – glauben, ihren Besuchern mangelnden Komfort mit durchschnittlichen bis schlechten Filmen und übertriebenen Hypes versüßen zu müssen. Daher lautet mein Credo im Moment: Wenn schon Kino, dann lieber die kleinen, familiären Betriebe, die überraschende – von der Öffentlichkeit sträflich ignorierte – Perlen zu okayen Preisen und in gediegener Atmosphäre präsentieren. Und wenn es ein Blockbuster sein soll, genügt es auch vollkommen ein paar Monate zu warten, bis die Videothek meines Vertrauens (Nein, nicht kinoxto.2k oder so) den Film im Programm hat. Egal, hier soll es um die Filme gehen, und da ist alles dabei, was 2012 im zu bieten hatte: Hyperventilierender Hype (Prometheus), epischer Blockbuster (The Hobbit), ausgezeichnetes Arthaus-Drama (Monsieur Lazhar) und Direct-to-DVD-Trash mit originellen Produktionsumständen (Iron Sky). Bleibt die Frage, wie sich die eigentlichen Filme fernab ihres Paratextes/Kontextes schlagen. Und die soll im Folgenden beantwortet werden.

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