Die 80er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts I

Die 80er waren ein Jahrzehnt der großen cineastischen Meisterwerke, aber ebenso auch ein Jahrzehnt der cineastischen Peinlichkeiten. In kaum einer anderen Dekade liegen verquaste Cheesyness und große ästhetische Reife so dich beieinander. Fast in jedem Film der Zeit findet man sie, die 80’s Ingredienzen, denen der Lauf der Zeigt nicht gut getan hat: Glitzernd, funkelnd, synthetisch albern… und retrospektiv betrachtet mitunter mehr als peinlich. Gerade das Fantasy-Genre bietet überbordernde Möglichkeiten, um all das bis zum Exzess auszuspielen, was die 80er so charmant trashig machte. Dementsprechend lautet die Frage in unserer ersten 80er Retrospektive nicht nur “Was waren die großen Meisterwerke des Fantasyfilms?” sondern im selben Maße auch “Funktionieren diese noch in unserer Zeit?”. Und fürwahr, es gibt mehr als genug große Märchen und fantastische Filme, die man sich auch heute noch ohne Schamgefühl, mit viel Vergnügen oder gar echter Ergriffenheit geben kann… genug Meisterwerke für gleich mehrere Best-Of-Aufstellungen. In der ersten begegnen wir unorthodoxen Rotkäppchen-Interpretationen in der Zeit der Wölfe, genießen Märchen-Romantik am Tag des Falken, reisen durch die Zeit mit den Time Bandits, landen in einem alptraumhaften Paperhouse und gönnen uns größenwahnsinnige Lügenmärchen von Münchhausen persönlich.

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Trailerprogramm: The Amazing Spider-Man, Osombie, Ai Weiwei, Red Lights, PlayStation Vita, Side by Side, Brake, Zelda: The Lost Oracle

The Amazing Spider-Man [Marc Webb]

Okay, auch auf die Gefahr hin, mich an dieser Stelle unbeliebt zu machen: Ich verstehe einfach nicht, warum es jetzt schon wieder einen Reboot des Spinnenmannes braucht. Und ja verdammt, ich liebe die Raimi-Trilogie, auch den verlachten dritten Teil. Scheiß auf die Goofyness, die zahllosen cheesy Momente, den Emo-Peter-Parker. Spiderman in der Raimi-Variante bietet perfektes Popcorn-Kino mit einigen überraschend gehaltvollen Drama-Elementen, coolen Oberbösewichtern und schicken Effekten. Da ist es mir auch egal, dass sich die neue Version stärker an die klassischen Comics anlehnt, dunkler und erwachsener ist. Nichts gegen Marc Webb, aber der neue Trailer wirkt auf mich doch ziemlich lame, vorausschaubar, und die Special F/X scheint eher einem besseren PS3-Game entsprungen. No need for this… und ich werde ihn mir wahrscheinlich trotzdem ansehen. (via)

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Kurzfilm der Woche: Too Late

Großartiger, knapper und pointierter short Short über die Zombifizierung in postromero’schen Zeiten…

Too Late (2011)

Directed & Edited: Rani Naamani
Makeup & Set Dressing: Nedy Acet
Performance: Nelson Brown
Color Correction & FX: Carlos Puertolas

via KFMW

From Enchantment To Down: Gefallene Disney-Prinzessinnen

Puh… ganz schön düster, was uns Fotograf Thomas Czarnecki da auftischt. Erst vor kurzem hat Rinko hier ja schon mal ziemlich bissige Disney-Dekonstruktionen gepostet, die gefallenen und verlorenen Prinzessinnen und Märchenfiguren dieser Fotos gehen aber einen ganzen Schritt weiter… allein schon wegen der Dinge, die sie ausmalen ohne zu zeigen.

From Enchantment to Down via Whokilledbambi?

Trailerprogramm: Prometheus, The Hobbit, Bad Ass, John Carter, Keyhole, Schilf, Mars et Avril, MIB 3, The Theatre Bizarre, A Monster Calls

So, Winternickerchen ist vorbei… und damit zurück zur Seite360-Normalität. Irgendwann im Frühherbst dieses Jahres haben wir damit angefangen, Trailer zu kommenden Filmen in einzelne, wöchentliche Artikel zu hauen, die meistens Dienstags veröffentlicht wurden. Das will ich versuchen in der Form auch nächstes Jahr weiter zu führen, einfach weil es irgendwie doch mehr Sinn macht, kommende Filme und spannende Trailer geballt zusammen zu fassen, anstatt das Blog täglich mit einzelnen Artikeln, die nur einen Trailer enthalten, zuzuspammen. Da die letzten Wochen diesbezüglich nicht viel bis gar nichts gelaufen ist, gibt es einiges nachzuholen… Sprich, ne Menge frischer und weniger frischer Trailer folgen nach dem Klick.

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Trailerprogramm: The Raid, The Cabin in the Woods, Black Gold, I am not a Hipster, Into the White, Wish you were here, Ai to Makoto

The Cabin in the Woods [Drew Goddard]

Sieht schon ziemlich amtlich aus. Da werden klassische Slasher- und Backwoodhorror-Klischees zitiert und genüsslich durch den Mystery Science Fiction Fleischwolf gedreht. Wer jetzt an ne geerdete Teenie-Version von Cube denkt, liegt wahrscheinlich gar nicht mal so falsch. Die Frage ist, wie sehr sich der Film auf das Spiel mit den Genre-Referenzen einlässt, oder besser gesagt, wie mutig er ist, diese zu dekonstruieren. Denn gesehen hat man die Zutaten dann doch schon mal alle, irgendwo, irgendwie… nur eben noch nicht in dieser Kombination. Dem Trailer – der ziemlich verspoilert scheint – nach zu urteilen, läuft alles auf ein großes Mindfuck-Finale hinaus. Das muss auch erst einmal den Erwartungen entsprechen, sich nicht auf abgedroschenen Pfaden bewegen. Ist ja nach den ganzen Matrixes und Existenzen alles andere als einfach… Sieht trotzdem echt nett aus.

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Trailerprogramm: Jonas, The Ghastly Love of Johnny X, The Lorax, The Woman in Black, Games of Thrones, Lilyhammer

Jonas [Robert Wilde]

Nicht von dem Regie-Namen täuschen lassen… Jonas ist natürlich in erster Linie ein Christian Ulmen Projekt, in dem sich der Comedian und Verkleidungskünstler wieder auf dem ihm vertrauten Terrain der mockumentarischen Tragikomödie und Satire bewegt. Allerdings bringt er sein in ulmen.tv (2008 – 2010) und Mein neuer Freund (2005) bestens funktionierende Konzept auf ein neues Level, oder eben auch ein vorheriges Level,  je nachdem, wie man es interpretieren möchte. Die Maskerade fungiert hier nämlich nicht als Schein für die Beteiligten, dafür ist Ulmen in den Kreisen in denen sein neuer Film spielt, wohl einfach zu populär. Und trotzdem sind die “Statisten” auch hier echte Menschen mit echten Sorgen und Nöten, mit echten Geschichten, die im filmischen Mikrokosmos Ulmens zwischen Fiction und Mockumentary neu arrangiert werden. Jonas spielt auf einer Gesamtschule, Ulmen mimt den etwas debberten, viel zu alten Sitzengebliebenen, der eine letzte Chance bekommt. Ob und wie diese neue Variation seiner Rollenspiele aufgeht, wird sich zeigen. Immerhin birgt der Film nicht nur die Chance zur Authentizität sondern ebenso das Risiko zum unbeholfenen Vexierspiel der Statisten mit der omnipräsenten Kamera und dem absurden Gebaren Ulmens selbst. Der Trailer sieht auf jeden Fall schonmal sehr schick aus und macht auf den Film – allein wegen seines gewagten Konzeptes – neugierig.

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Passend zum Weltuntergang: Cthulhu-Kalender für das Jahr 2012

Bei daupo gibt es einen ziemlich schicken Cthulhu-Mythos Kalender für das Jahr 2012. Kostet für alle US-Bürger 21 Dollar und $24 für den Rest der Welt. Eine Lieferung zum Mars kommt für schlappe $8,999 daher: “Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.”

In the Year of our Lord 2012, the universe is destined to collapse into a nightmarish and twisted horror, so let us honor this special occasion with the first-ever, all-original, Cthulhu Mythos calendar, featuring one dozen startling images by Daupo, each inspired by the strange and dream-like visions of Howard Phillips Lovecraft and the other writers of the Lovecraft Circle.

via

Trailerprogramm: ParaNorman, The Inkeepers, Into the Abyss, The Muppets, Das Fenster zum Sommer, The Secret World of Arrietty

ParaNorman [Chris Butler, Sam Fell]

Kleiner Junge, der mit dem Tod sprechen kann und es mit Zombies, Hexen, Geistern und uralten Flüchen aufnimmt, inszeniert als Stop-Motion-Film. das stinkt natürlich gewaltig nach Tim Burton und Henry Selick. Tatsächlich war für die Umsetzung dieses Animationsfilms das Studio Laika (Coraline) verantwortlich… einerseits. Andererseits, sieht das Resultat, dem Trailer nach zu urteilen, angenehm unburtonesk aus. Statt Gothic-Kitsch und Emo-Grusel scheint ParaNorman eher eine herrlich relaxte, coole und erdene Swing-Ästhetik zu bieten zu haben. Ich hoffe es zumindest. Denn von diesen ganzen Düsterromantik-Animationen habe ich schon länger die Schnauze voll. Irgendwie kann mir die Burton-Ästhetik einfach zu wenig Neues erzählen, auch wenn sie in der Vergangenheit für einige herausragende Meisterwerke gesorgt hat. Im Falle ParaNormans bin ich optimistisch und hoffe auf einen kleinen, netten Familienfilm, der sich auf neue Pfade jenseits der abgetrampelten Gothic/Emo/Fantasy-Welten begibt.

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Halloween-Content: Schon ne Idee für das abendliche/nächtliche Filmprogramm?

…Wenn nicht, empfehle ich einen Besuch in der Videothek eures Vertrauens und verweise dabei schnell auf die Seite360-Empfehlungen der Besten Horrorfilme der 00er Jahre, sowie der besten Horrorfilme der 90er Jahre (Teil1, Teil2). Was natürlich auch immer geht, sind klassiche oder aktuelle Zombiefilme, und zur Not können auch mehr oder weniger gute Slasher für den notwendigen Thrill sorgen.

Einer der besten Horrorfilme aller Zeiten ist übrigens nach wie vor Das Cabinet des Dr. Caligari (1920), der trotz seines gehobenen Alters und obwohl er “nur” ein Stummfilm ist, auch heute noch Gänsehaut erzeugen kann. Den gibt es erfreulicherweise auch in ganzer Länge auf youtube zu sehen.

Halloween-Content: Nostalgiaween – Schlechte Horrorfilme bei ‘That Guy with the Glasses’

Doug Walker alias The Nostalgia Critic hat sich zu Halloween auch ein paar Klassiker der Horror-Filmgeschichte vorgenommen: The Tommyknockers (1993), das Remake von Das Geisterschloss (1999), Blair Witch 2 (2000) und Exorcist II (1977) sind aber auch allesamt furchterregende, grauenvolle Filme, die Doug mit gewohnt spitzer Zunge wunderbar fies und gnadenlos komisch auseinandernimmt. Alle vier Videokritiken gibt es nach dem Klick.

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How to make a David Lynch Film

Na wenn das so ist, habe ich meinen ersten Lynch-Streifen demnächst auch zusammengebastelt…. Dieses How-To muss ich dann aber doch als bekennender Lynch-Fan entscheidend verurteilen. Gelacht habe ich trotzdem an der ein oder anderen Stelle…

A “Lynchian” man and woman find a 1950’s style educational video that teaches them How To Make A David Lynch Film. While going through Lynch’s canon, they learn how to achieve long pauses for no reason, crazy music and sounds, stories with no plot, and how to confuse the shit out of their audience! HOW TO MAKE A DAVID LYNCH FILM is a parody that will bring Lynch lovers and haters together in comical harmonium!

This short was the runner up for 2 huge awards at Dances With Films 2011! The Grand Jury Prize and the brand new Industry Choice Award!

via Honk

Superior Firepower: The Making of Aliens – Dokumentation

Okay… ich habe das jetzt noch nicht gesehen und werde dieses Wochenende vermutlich auch nicht mehr dazu kommen. Aber, trotzdem gibt es an dieser Stelle erst einmal ein präventives “Wow!”. Über drei Stunden dauert das Making of Superior Firepower, in dem es um die Entstehung des zweiten Teils der legendären Sci-Fi-Horror-Franchise Aliens (1986) geht. Das wird demnächst definitiv verschlungen:

This feature-length documentary plus extras, made especially for the 2003 Aliens (1986) DVD release, is incredibly informative with all its interviews with both the cast and crew, as well as behind the scenes footage filmed during the making of the film. Every possible element towards what went into making the movie is included here and gives fans an overload of information to fill their brains with.

via Mururoar

Die 90er Jahre: Die besten TV-Serien des Jahrzehnts III

Ich glotz TV, die Dritte. Auch dieses Mal gibt es eine exquisite Mischung aus tollen Kindheitserinnerungen und heute noch bestens funktionierenden Serien. Die Simpsons haben beides zugleich zu bieten, während die beiden Mystery-Serien Sliders und Outer Limits doch sichtlich gealtert sind, auch wenn sie immer noch zu unterhalten wissen. Familie Heinz Becker fällt wohl eher in die Ecke “nostalgischer Regionalstolz”, während South Park bereits seine spätere globale Klasse erahnen lässt. Achja und mit Roseanne hat sich doch tatsächlich wieder eine Sitcom eingeschlichen, eine ganz ganz klassische sogar, die im Gegensatz zu vielen anderen Comedy-Programmen der 90er aber überraschend würdevoll gealtert ist. Warum, lest ihr nach dem Klick.

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Die 90er Jahre: Die besten TV-Serien des Jahrzehnts II

Im ersten Teil habe ich ja besonders durch die rosarote Nostalgiebrille geschrieben und empfohlen. Die gibt es dieses Mal auch, allerdings nur in einem Fall: Dem wunderbaren, cheesy 90er-Teenager-Prototypen Parker Lewis, der Coole von der Schule. Ansonsten wird es im zweiten Teil weitaus ernster und düsterer. Mit Twin Peaks und Akte X kann ich gleich zwei Mystery-Klassiker empfehlen, an die sich alle 80er Jahrgänge wahrscheinlich noch gut erinnern können und die alle zu spät Geborenen schleunigst nachholen sollten. Dazu gesellt sich mit NYPD Blue ein echter Crime-Klassiker, aus einer guten alten Zeit, in der Thriller-Serien nicht nur daraus bestanden, in Leichen rumzupuhlen. Ein bisschen Science Fiction gibt es dann auch noch mit dem zweiten großen 90er Star Trek Ableger, der umstrittenen Soap im Weltraum Deep Space Nine. Und wenn es einfach nur klassische Sitcom-Unterhaltung sein soll… kein Problem. Der Comedy-Klassiker Seinfeld zeigt allen Kings of Queens und two and a half men wie echter Humor auszusehen hat.

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