Sad Exhausted Alien

Ich stehe ja total auf Behind-the-scenes-Pictures, vor allem wenn es ihnen gelingt auf einem einzigen Foto ganze Mythen zu dekonstruieren. Und ich stehe auf Horrorfilme… und natürlich auch auf Alien. Insofern ist dieses Foto eines erschöpften – leicht depressiv wirkenden – Aliens ein Three Pointer. Weitere großartige behind the Horror Shots findet ihr bei walyou.

via thaeger

Musikvideo: Sufjan Steven – Mr. Frosty Man

Schoko-Nikoläuse im September kennt man ja schon, nun gibt es auch schon die ersten Weihnachtslieder bereits Anfang November. Sowas geht ja eigentlich gewaltig schief, aber Sufjan schrammelt hier so ein nettes Stück Anti-Folk dahin, das zumindest mir ganz warm ums Herz wird.

Sufjan Stevens – Mr. Frosty (2012)

Regie:  Lee Hardcastle
Album: Silver & Gold

Deep Sleep (Browsergame)

Holy Shit! Ich würde ja mal behaupten, dass ich ziemlich abgebrüht bin, was Horrorgames betrifft. Aber Deep Sleep hat echt ein paar grandiose, düstere Gruselmomente und effektive Schocks auf seiner Seite. Genau genommen habe ich mich bei einem Game nicht mehr derart gefürchtet, seitdem ich in Resident Evil durch die alte Zombie-Villa gelaufen bin und mich durch Fenster springende Hunde aufgescheucht haben. Das Spiel ist zwar ziemlich kurz und das Ende eher so meeh!, bis dahin wird aber feinste Point & Klick Adventure-Horrorunterhaltung geboten. SPIELEN!

Deep Sleep (Browsergame) via Superlevel

Filmabriss: Red State, Sleeping Beauty, Chronicle, Monsters, The Hunger Games

So…  ich habe mal wieder Lust auf einen kleinen Filmabriss. Deser Artikel liegt schon seit Januar 2012 ohne größere textuelle Bestückung bei unseren Entwürfen rum und wartet geradezu darauf, endlich mit Lob und Verriss gefüllt zu werden. Dementsprechend gibt es hier keinen großen neuen Stoff zu finden. Kinogänger können gleich weiter wandern, das Haltbarkeitsdatum für die Leinwand ist bei diesen Filmen längst abgelaufen. Aber gerade Leute wie ich, die eine sympathische Videothek ihres Vertrauens in der Nähe haben und am Überlegen sind, was sie sich aus dem Filmprogramm der letzten 12 Monate als nächstes ausleihen könnten, dürften hier fündig werden: Tarantinoeskes von Kevin Smith in Red State, Arthausiges in Sleeping Beauty, Sci-Fi-Action mit einem Schuss Gesellschaftskritik in Chronicle und Monsters… und der große Teenager-Hype The Hunger Games. Ich versuche die entsprechenden Rezensionen ein wenig rough zu halten: Keine großen Inhaltsangaben, keine tiefschürfenden Analysen, stattdessen just my two cents zu dem DVD-Kram, den ich mir aus dem aktuellen Programm in letzter Zeit so gegeben habe. Viel Spaß.

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SLENDER – Kostenloses Intense-Horror-Game

Du. Allein. Im Wald. Hört sich nach subtilen Horror an, aber dann… Definiere Intensität! Ihr solltet vorher eure Notdurft verrichtet haben, denn Slender wird für die ein oder andere Bremsspur in der Buchse sorgen. Versprochen! Hier der kostenlose Download.

Betörend futuristische Maschinenmenschen – Body Paintings von Michael Rosner

Ich habe das Gefühl, dass der eigentlich zeitlose Topos des Maschinenmenschen, der in den 80ern durch Filme wie Blade Runner eine kleine Renaissance erlebte, im Grunde genommen aber bis zur Düsterromantik zurückreicht (zum Beispiel bei E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann (1816)) gerade wieder voll im Trend ist. Kein Wunder, lässt sich doch nur bei wenigen Motiven so wunderbar der Humanismus in Kontrast zu Utopie und Dystopie eines Übermenschen setzen, eines perfekten Hybriden aus Natürlichkeit und Künstlichkeit, aus unheimlicher, maschineller Perfektion und formvollendeter Sinnlichkeit.

Diese Dichotomien bringt auch der amerikanische Body Artist Michael Rosner grandios auf den Punkt, wenn er halbnackte Menschen als betörende, gottgleiche Maschinen-Wesen in Szene setzt. Die daraus entstehenden, lebenden Skulpturen atmen ebenso Sinnlichkeit wie einen futuristischen Grusel, sind betörend, erotisch, mystifiziert und oszillieren zwischen maschineller Sakralität, hypnotischer Schönheit, düsterem Sex-Appeal und dystopischem Horror. Viele weiteren dieser unmenschlichen, gottgleichen Menschmaschinen – fotografiert von  Tim Engle – findet ihr in Rosners Eye Level Studio. Hinsurfen lohnt sich.

Menschmaschinen Body Art via Visual News

Evil Dead II als Katzen-Claymotion

Hin und wieder – also mindestens einmal in der Woche – sollte schon gesagt werden, dass Sam Raimis Evil Dead II einfach mal einer der besten Filme aller Zeiten ist. Mehr Gewalt, mehr Humor, mehr Action… definitiv der beste Teil der Reihe, und wer das anders sieht, ist doof.  Lee Hardcastle hat diesem epischen Meisterwerk des Horrorkinos ein kleines Denkmal gesetzt. Wie man es von ihm kennt mit Katzen und als Claymotion… Groß!

via Cinematze

Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts IV

Ich befinde mich gerade in so einer Art unheimlichem Progressive Rock Rausch, Dank dem ich die entsprechenden Artikel beinahe in einem Rutsch runter geschrieben habe. Ich hoffe mal, dass sich meine derzeitige Begeisterung für die Art Rock Nische auch ein wenig in den Texten Lobeshymnen auf die Genre-Alben der 90er Jahre niedergeschlagen hat. Wie bei jedem guten Rausch wird früher oder später der Kater folgen und diesen werde ich mit den Stooges, Ramones und Sex Pistols dann auch hoffentlich erfolgreich bekämpfen. Bis dahin gibt es aber noch einmal eine volle Ladung Prog-Rock der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts. Morte Macabre laden zum düsteren Tanz ein, Mats / Morgan versetzen dem Fusion neue Stromschläge, Tool weiden sich in Undertow in einer Mischung aus Stoner, Alternative und Art Rock, während Bondage Fruit und Simon Steensland den Zeuhl erfolgreich in eine neue Epoche transferieren. Auch Buckethead und Tenhi klingen alles andere als nach klassischem RetroProg und mixen stattdessen Ambient, Postrock, Gothic, Metal, Experimental und was ihnen sonst noch in den Kram passt in ihren originellen, ungewöhnlichen Sound. Schubladenzertrümmerung erfolgreich, würde ich sagen: Der Patient lebt.

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Creepy Probeaufnahmen aus Alien

Jepp, da kann ich Marco eigentlich nur zustimmen. Mindestens unangenehm, im Grunde genommen aber ziemlich verstörend. Der 2,13 Meter große Bolaji Badejo zwängt sich halbnackt, nur mit Slip bekleidet in die Maske des Aliens und übt für die Kamera schon einmal die prototypischen Bewegungsmuster des xenomorphen Monsters. Ich liebe die ersten Alien-Filme (inklusive dem unterschätzten dritten Teil) ja alle (Teil 4 dagegen würde ich am liebsten vergessen), freue mich wie Bolle auf Prometheus und dieses verdammte Wesen kann mir nach wie vor eine höllische Angst einjagen… Aber das da ist in der Tat gruseliger als alle Filme zusammen genommen. Nicht nur wegen der verstörenden Musik sondern vor allem auch wegen dieser irgendwie ziemlich abartigen Hybrid-Form aus Mensch und Weltraum-Monster.

Ein ziemlich cooles Interview mit Bolaji Badejo, dessen Auftritt im ersten Alien (1979) tatsächlich seine einzige Filmrolle blieb, gibt es hier zu finden. Und ich harre – trotz ernüchternder Kritiken aus den USA – weiter dem demnächst hierzulande anlaufenden Prequel.

via Minds Delight

Trailerprogramm: Django Unchained, Monster University, 360, The Master, Looper, Beyond: Two Souls, ZombiU

Django Unchained [Quentin Tarantino]

Okay, okay… dürfte wohl schon so ziemlich jeder gesehen haben. Trotzdem noch schnell meine 2 cents zum neuen Streifen von Quentin Tarantino. Das Mashup-Prinzip seiner letzten Filme scheint das Spielkind des postmodernen Exploitation-Kinos hier auf jeden Fall fortzuführen. Nachdem er Martial Arts und Comic (Kill Bill), Action und Giallo (Death Proof) sowie Kriegsfilm und Spaghetti-Western (Inglorious Basterds) zusammengeführt hat, steht im Falle Django Unchained die Hochzeit von Spaghetti-Western und Blaxploitation auf dem Programm. Wie schon bei den letzten Flicks, gelingt es Tarantino – zumindest dem Trailer nach zu urteilen – die beiden so unterschiedlichen Genre-Ansätze so perfekt zusammen zu führen, dass sie wie eine untrennbare, homogene Einheit erscheinen. Jepp, dieser Django ist nicht nur ein dunkler Racheengel, sondern obendrein ein ziemlich cooler Blaxploitation-Prototyp, der einen tödlichen Schuss auch mal mit einem launischen Oneliner – unterlegt von funkigen Klängen – kommentiert. Sieht natürlich alles schick aus und so weiter… auch wenn ich ein bisschen das Gefühl habe, dass Tarantino sich dieses Mal allzu uninspiriert bei sich selbst bedient haben könnte. Außerdem wird Django sich wohl oder übel mit der letzten – noch gar nicht so alten – Western-Revitalisierung der Coens True Grit messen lassen müssen. Gegen deren intelligente, düstere und charmante Auseinandersetzung mit dem Genre könnte Tarantinos Spiel-Exzess ziemlich alt aussehen. Ist aber nicht das erste Mal, dass ich nach Sichtung eines Trailers des Großmeisters kritisch bin; und bisher hat mich der Quentin doch jedes Mal wieder positiv überrascht. Auch zuletzt mit Basterds, den ich für eine der besten Exploitation-Hommagen der letzten zehn Jahre und einen der originellsten Kriegsfilme überhaupt halte. We’ll see… (via)

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Fragmentierter Humanoider Surrealismus

Einem von humanoiden Formen bevölkerten Gruselkabinett entsprungen scheinen die surrealen virtuellen Installationen des Künstlers Adam Martinakis. Aus fragmentierten, ineinander fließenden und versprengten Körpern, aus Raum und Vision entstehen beängstigende Installationen, die menschliche Körperlichkeit ebenso reflektieren wie Geist, Maschine und die alles verschlingende Kraft des metaphysischen und öffentlichen Raums. Großartige Kunst zwischen postmoderner Verzweiflung und nerdiger Horrorspielerei. Weitere Installationen gibt es bei Behance zu sehen. Einige meiner Favoriten folgen nach dem Klick.

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Filmabend: The Kids aren’t allright

Passend zu unserer Glorifizierung des Teenager-Films der 80er Jahre wird es mal wieder Zeit für einen ausgiebigen Filmabend, mit dem man locker ein viertel Wochenende – sprich Samstag Abend und Nacht – füllen kann. Und auch bei diesem sollen die Teenager im Mittelpunkt stehen, allerdings primär ihre dunklen und morbiden Seiten. Be afraid, the kid’s aren’t allright! Sie lügen, stehlen, morden in den schlimmsten Fällen sogar, werden zu pubertären Monstern und Unglücksbringern für die erwachsene Welt… denn sie wissen nicht was sie tun. Die folgenden Filme veranschaulichen, warum die Kids schon immer böse aber auch verloren, ohne Hoffnung waren, in den 50ern ebenso wie in den 70ern, in den 80er Jahren ebenso wie im neuen Jahrtausend. Eine kleine cineastische Zeitreise durch die Abgründe der Jugend, flankiert von passender Musik, gutem Essen und angenehmer Gesellschaft. Eben alles, was ein traditioneller Homevideo-Abend benötigt.

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Behind the Hunger Games – Drei aktuelle Fantasybücher für Kinder & Jugendliche

Eigentlich kann man sich mittlerweile schon fast den Kalender danach einrichten. Alle paar Jahre kommt ein Jugendbuch auf den Markt – der Beginn einer Franchise vornehmlich – und räumt so richtig ab. Auf Harry Potter folgte die Twilight-Saga und diese wiederum wurde dicht gefolgt von den Hunger Games, den Tributen von Panem, die jetzt das selbe Spiel durchziehen, wie die Bestseller davor: Fanatische Fans, ungewöhnlich hohe Verkäufe, Verfilmungen, Merchandising und zwischen drin die Hater, Feuilletonisten, die den Erfolg nicht erklären können, und natürlich auch die, die sich darüber freuen, dass die Jugend endlich mal wieder an schicker Belletristik interessiert ist. Und was findet dazwischen statt? Ne Menge. Zahllose Autoren versuchen sich an eben genau jenem Erfolg, schreiben fantastische Romane für ein jüngeres Publikum (in der Hoffnung zugleich ältere Leser zu erreichen) und präsentieren diese ebenfalls als Beginn einer ganzen Reihe. Also werfen wir doch einfach mal einen Blick auf drei (mal mehr, mal weniger) aktuelle Vertreter der fantastischen Jugendliteratur. Nicht mit der Frage, ob sie das Zeug zum Hype haben, sondern viel mehr, ob es sich lohnt in die Franchise einzusteigen. Bartimäus, Méto und Die Chroniken vom Anbeginn harren des Urteils einer kritischen Leserschaft.

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Update or Die! – A History of Horror with Mark Gatiss

Dokumentarische Cineasten-Awesomeness fürs Wochenende: Im großartigen BBC-Dreiteiler A History of Horror (2010) beleuchtet und feiert Hollywood-Darsteller Mark Gatiss die Geschichte des Horrorfilms. So kümmert er sich im ersten Teil Frankenstein goes to Hollywood um die goldene Ära des US-Horrorkinos, widmet sich in Teil 2 Home Counties Horror den britischen Hammer-Films, um dann schließlich im finalen, dritten Teil The American Scream einen Blick auf die New Hollywood Horrorfilme der 60er und 70er Jahre zu werfen. Pflichtfutter für alle Cineasten und Genre-Freunde.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts II

Genre-Hybriden sind einfach das Beste… Warum auch sich mit nur einer Schublade begnügen, wenn man es sich gleich in einem Dutzend davon gemütlich machen kann? Die folgenden 80er Science Fiction Meisterwerke jedenfalls springen munter zwischen den Stühlen: Von Horror und Science Fiction (Dreamscape) von Drama und Science Fiction (Enemy Mine, Cocoon), von Action und Science Fiction (The Terminator, Aliens), von “Was zur Hölle versuchst du mir zu sagen?” und Science Fiction (Dune – Der Wüstenplanet) und lassen sich dabei dennoch alle wunderbar dem futuristischen, utopischen/dystopischen und prophetischen Genre zuordnen.

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