Die 80er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts V

frantic

Thriller der 80er Jahre, die Fünfte. Thriller der 80er Jahre die Letzte. Ausschussware soll hier trotzdem nicht präsentiert werden. Stattdessen ein enervierender Mix aus klassischem Actionthriller-Flick und raffinierten Tricksereien in F/X – Tödliche Tricks, eine vorzügliche Hitchcock-Verbeugung im Post-Suspense Streifen Frantic, asiatische Genre-Kunst im knallharten “A Better Tomorrow” Quasi-Nachfolger City on Fire, ein elegantes Kammerspiel im französischen Thrillerdrama Das Verhör und den wundervollen Style over Substance Reißer von Brian de Palma Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren.

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Die 80er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts III

Wir werden international in unserer dritten 80er Thriller-Retrospektive. War der letzte Artikel noch von amerikanischen Genre-Beiträgen geprägt, beweisen nun Frankreich, Japan und Australien, dass auch sie ihr Publikum in Atem halten können. Mit Todesstille demonstriert Phillip Noyce eindringlich, wie viel sich aus einer minimalistischen Disposition und den richtigen Spannungsmomenten herausholen lässt, mit seinem Alterswerk Auf Liebe und Tod verbeugt sich François Truffaut mit einem Augenzwinkern vor dem Film Noir und den Krimis der Nouvelle Vague, während der ebenfalls aus Frankreich stammende Le Prix du Danger weit Richtung Zukunft weist und als besserer Running Man unter Beweis stellt, wie sich eine Science Fiction Dystopie realistisch und zeitnah, gegenwärtig erzählen lässt. Und dann gibt es natürlich noch Takeshi Kitano mit Violent Cop, der bereits in den 80ern wusste, wie sich Crime, Drama und abartige Komik perfekt kombinieren lassen. Ergänzt wird das Quartett durch den amerikanischen Romance-Krimi The Big Easy, der sich mit Charme und einer tollen Geschichte ins Herz seines Publikums spielt. Nach dem Klick gehts los…

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Evil Dead II als Katzen-Claymotion

Hin und wieder – also mindestens einmal in der Woche – sollte schon gesagt werden, dass Sam Raimis Evil Dead II einfach mal einer der besten Filme aller Zeiten ist. Mehr Gewalt, mehr Humor, mehr Action… definitiv der beste Teil der Reihe, und wer das anders sieht, ist doof.  Lee Hardcastle hat diesem epischen Meisterwerk des Horrorkinos ein kleines Denkmal gesetzt. Wie man es von ihm kennt mit Katzen und als Claymotion… Groß!

via Cinematze

Die 80er Jahre: Die besten Actionfilme des Jahrzehnts I

Okay… genug mit den weniger schönen Seiten des US-Actionkinos der 80er Jahre auseinandergesetzt. Jetzt geht es an die Highlights. Und die kommen zwar auch hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit dem asiatischen Genre-Vertreter A Better Tomorrow revolutioniert John Whoo das Hongkong-Kino und kreiert mal eben noch auf eigene Faust ein autonomes Subgenre, den Heroic Bloodshed Movie. Mit Klischees des Asiatischen Lifestyles und einer ordentlichen Eastern-Hommage erschafft John Carpenter in Big Trouble in Little China einen schrillen Fantasy/Action-Hybriden, während er in Die Klapperschlange unter Beweis stellt, dass auch dystopische, düstere, morbide Töne durchaus in das Genre passen können. Ebenfalls fantastisch geht es im furiosen Die Reise ins Ich zu, während uns Auf dem Highway ist die Hölle los uramerikanische, nostalgische Action-Unterhaltung präsentiert, die noch tief in den 70er Jahren verwurzelt ist.

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Vincent Van Goghs “Sternennacht” als beeindruckender Domino-Effekt

Die Domino-Künstlerin FlippyCat hat eine gigantische Domino-Konstruktion errichtet, die in ihrem Fall die Entstehung des post-impressionistischen Gemäldes Sternennacht (1889) von Vincent Van Gogh nachzeichnet. Die Eckdaten sind an und für sich schon mehr als beeindruckend: 7.067 Domino-Steine, 11 Stunden Arbeit, akribische Video-Dokumentation des Aufbaus… Was das ganze Projekt aber wirklich zum Meisterwerk werden lässt, ist die Tatsache, dass die Steine am Ende des Prozesses nicht einfach fallen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes die Entstehung des Bildes nachzeichnen: Von der Grundierung des Hintergrunds bis zur expressiven Linienführung der Wolken und Sterne ist in dem Sturz sämtlicher Steine der Arbeitsprozess Van Goghs widergespiegelt. Ein Juwel des verspielten Kultur-Remix und die schönste Hommage, die man sich für dieses Gemälde vorstellen kann.

via

Poetisches für den Sonntag: Reality Rearranged, René Magritte Revitalised

Eine der schönsten Reminiszenzen an den großen, modernen surrealistischen Künstler René Magritte, die ich je gesehen habe: In der schwarz-weißen fotografischen Reihe  Reality Rearranged entwirft der schwedische Künstler Tommy Ingberg die faszinierende Reise eines kopflosen, huttragenden Jedermanns durch die Wirren einer poetisch verkürzten supranaturalistischen Welt: Bilder, Symbole, Träume und ein angenehm nostalgischer Touch von Hommage an die Kunst des klassischen Surrealismus. Verträumt, verwegen, poetisch… und einfach nur wunderschön.

Reality Rearranged via My Modern Metropolis

Die 80er Jahre: Die besten Abenteuerfilme des Jahrzehnts II

Weiter geht es mit den besten Abenteuerfilmen der 80er Jahre, dem letzten Jahrzehnt, in dem dieses Genre tatsächlich noch eine gewisse Relevanz sowohl für Arthaus- und Independent- als auch das große Blockbuster-Kino hatte. Wer weiß, vielleicht erleben wir ja demnächst doch noch einmal ein etwas größeres Revival abseits von lahmen Piratenfilm-Ablegern. Bis dahin denken wir wehmütig an die gute alte Zeit zurück, als Indiana Jones und der letzte Kreuzzug sowie die Jugendversion des Abenteuer-Popcorn-Kinos Die Goonies Fantasy, Epik und Action perfekt unter einen Hut brachten, als Mosquito Coast, Greystoke und Wenn die Wölfe heulen sich in Zivilisationskritik und Überhöhung des natürlichen, kreatürlichen Leben übten, und die Zeit in der Im Rausch der Tiefe die Standards für ein beeindruckende Naturaufnahmen und herausragende Kameraführung neu definierte. So viel Nostalgie muss sein…

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Die 80er Jahre: Die besten Abenteuerfilme des Jahrzehnts I

Neben all den großen und kleinen Genre-Irrungen und Wirrungen steht für die 80er Jahre eins fest: Sie waren die letzte Dekade der wirklich großen Abenteuerfilme des Blockbuster- und Independentkinos. Und was für ein tolles Jahrzehnt waren sie für dieses Subgenre! Schatzjagden, Erkundungen im Dschungel, in Wüsten und auf Meeren, spannende Familienunterhaltungen und düstere Reisen in die Herze der Finsternis. Es erfüllt schon mit Wehmut, dass dieses ausufernde Genre in den folgenden Jahrzehnten kaum noch Berücksichtigung geschweige denn Anerkennung fand. Abenteuerfilme, wie die hier genannten, bewegen sich immer an der Grenze zwischen Action, Spannung und Fantasy. Gerade der letzte Aspekt kann sich auf vielfache  Weise niederschlagen, sei es in mythologischen Bezügen wie im ersten Indiana Jones Jäger des verlorenen Schatzes, in tatsächlich fantastischen Szenarien wie im zweiten Teil der Reihe Der Tempel des Todes oder sei es in fantastischen Wirklichkeitsverklärungen wie in Crocodile Dundee oder Piraten. Näher an der Realität, weiter weg vom Fantastischen – aber alles andere als naturalistisch – sind da schon der vergnügte Comedy Clash of the Cultures Die Götter müssen verrückt sein sowie der spannende Ökothriller Der Smaragdwald. Für ein sehnsüchtiges in die Ferne schweifen, sind sie allesamt geeignet, und großartige Filme noch obendrein.

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Kurzfilm der Woche: Mr. Foley

Immer noch im “Update or Die!”-Modus: Mr. Foley ist eine schräge, surreale, rabenschwarze Komödie über einen Mann im Krankenhaus, der sich mit einer ganzen Armada an Geräuschemachern konfrontiert sieht, die jeden einzelnen seiner Schritte musikalisch und soundtechnisch begleiten. Der Name Mr. Foley ist wie der gesamte Film eine Reminiszenz an die so genannten Foley Artists, die Geräuschemacher, die im Tonstudio diverse Gegenstände zweckentfremden um für Filme die richtige Geräuschkulisse zu erschaffen. Und ja, diese Hommage an die oft unterschätzten Sound-Tüftler wäre echt urkomisch… wenn sie nicht so verdammt düster wäre.

A darkly funny but nightmarish scenario, a man wakes up in hospital with a group of sound artists soundtracking his life. Mr Foley is an award winning short film directed by Dublin directing duo Mike Ahern & Enda Loughman aka D.A.D.D.Y. The film has been on the festival circuit for a while but has just premiered online for all to see, YAY!

Mr. Foley via The Fox is black

Kikujiros Sommer auf Arte+7

Verdammt… wäre fast an mir vorbei gegangen. Auf Arte+7 läuft derzeit (wahrscheinlich nur noch ein paar Tage) der herausragende, mehr als empfehlenswerte Kikujiros Sommer (1999) von Takeshi Kitano. Der poetische Film zwischen Tragikomödie, leichtem Surrealismus und gediegener Hommage gehört mit zu den besten Filmen von Kitano überhaupt. Don’t miss it!

Der achtjährige Masao lebt bei seiner Großmutter in einer kleinen Wohnung in Tokio. Seine Eltern hat der schweigsame Junge nie kennengelernt, da sie, so erzählt es seine Großmutter, bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Für Masao stehen die Sommerferien an, doch dieses Jahr bleiben er und seine Großmutter zu Hause. Die langweiligen Tage nehmen eine ungeahnte Wendung als Masao das Fotoalbum der Familie und ein Bild seiner Mutter entdeckt. Daraufhin beschließt er, seine Mutter besuchen zu gehen.
Der Zufall will es, dass Kikujiro, ein Bekannter der Großmutter und im Leben augenscheinlich ein Versager und Gauner, von seiner Frau beauftragt wird, den kleinen Masao zu begleiten. Doch der griesgrämige Kikujiro denkt gar nicht dran, auf direktem Wege zu Masaos Mutter zu fahren. Stattdessen steuert er mit dem Jungen als Erstes ein Wettbüro an, in dem er die Reisekasse verprasst, so dass die beiden gezwungen sind, von nun an zu trampen. Es folgt eine Reise durch die japanische Provinz, auf der sie den skurrilsten Gestalten begegnen und in die außergewöhnlichsten Situationen geraten.

Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts I

Während es bei den Fantasyfilmen der 80er Jahre die schräge Albernheit ist, die die Filme von damals aus heutiger Sicht mitunter sehr befremdlich und lächerlich wirken lässt, ist es beim Horror-Genre mitunter der plastische und überzeichnete Gewaltanteil. Brutalität hatte diese Nische zwar schon in den 70ern zu bieten, aber erst in den 80er Jahren kam es – zumindest im Independent-Bereich – zu einer wahren Welle an Gore- und Splatter-Flicks. Während die Gewalt des 70er Jahre Kinos vor allem durch den Terror dominiert war, der in Filmen wie Texas Chainsaw Massacre (1974) weniger visueller als viel mehr inhaltlicher Natur war, standen im folgenden Jahrzehnt vor allem die explizite Darstellung im Mittelpunkt. Dabei ist diese Dekade keineswegs brutaler als die vorhergehende, viel mehr wurde das dystopische Moment der Gewalt zurückgeschraubt, um dafür blutigen, organischen Visualisierungen – vom gnadenlosen Realismus bis hin zur comichaften Überzeichnung – Platz zu machen. Gerade Letztere wiederum wirkt aus der heutigen Sicht mitunter albern, unseriös und alles andere als gruselig. Neben den zahllosen dreckigen Independent-Flicks gab es aber auch den ein oder anderen subtilen, traditionellen Horrorfilm. Ein Recht auf Beachtung verdienen beide Auslegungen des Genres und so pendeln wir in den folgenden Retrospektiven munter zwischen intelligenten Schauergeschichten und blutrünstigen BPjM-Zensur-Kandidaten.

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Trailerprogramm für den Dienstag: The Rum Diary, Apollo 18, Tyrannosaur, The Artist, Moviacs

The Artist [Michel Hazanavicius]

Das könnte groß werden, mehr als groß. The Artist präsentiert sich als wunderbar unzeitgemäßer, zeitloser Film, der sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch die goldene Stummfilmära Hollywoods wieder aufleben lässt. Zwischen beschwingter Hommage und großem Drama, dass den künstlerischen und gesellschaftlichen Wandel der damaligen Zeit greifbar werden lässt, erzählt als Stummfilm mit Tanzeinlagen, der keine Angst  davor hat Inszenierungstechniken, Ästhetik und Dramaturgie der damaligen Zeit konsequent einzufangen und umzusetzen. Eine wohltuende Abwechslung zu den High End Blockbustern der heutigen Zeit und im besten Sinne des Wortes ein konservativer Film, der gerade aus seinem Traditionsbewusstsein Originalität und Progressivität zu schöpfen scheint. Muss ich unbedingt sehen!

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Die 90er Jahre: Die besten Komödien des Jahrzehnts VI

Auf ein Letztes… Einmal noch treten die Komödien zum Stelldichein an. Danach können wir uns wieder anderen Genres widmen. Aber zuvor wird es noch einmal lustig: Mit einer deftigen Modesatire von Robert Altman, einer albernen James Bond Parodie mit Mr. Cool himself Bill Murray, gediegener und intelligenter Woody Allen Unterhaltung im Doppelpack, pechschwarzem Humor von der Insel und einer gewagten Comedyhommage unserer Dauergäste, den Coen-Brothers.

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Kubrick vs. Scorsese

35 Tage, 34 Filme, 1 Tribut…

So beschreibt Leandro Copperfield – der schon für den Clash der Coens mit Quentin Tarantino verantwortlich war – seine Hommage an Stanley Kubrick und Martin Scorsese. Genau das ist nämlich dieses Mashup-Video und alles andere als ein Filmmacher- Battle. Viel mehr ein pointierter Tanz der beiden New Hollywood Veteranen  und Regievirtuosen, die sich hier umschleichen, zueinander finden, auseinander driften und immer wieder eine ungewöhnliche harmonische Einheit bilden. Cineasten-Futter, wie es besser nicht gemasht sein könnte:

Many friends after seeing my video “Tarantino vs Coen Brothers” requested me to do a new video duel of directors, so I decided to do now a tribute to my two favorite directors, Stanley Kubrick and Martin Scorsese, were 25 days re-watching 34 films, selected more than 500 scenes, and a hard work editing.

via Filmmakeriq

Alle vermashten Filme nach dem Klick…

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Die 90er Jahre: Die besten Comicverfilmungen und Superheldenfilme des Jahrzehnts

Batman und Robin, Captain America, Steel, Tank Girl, Das Phantom… Mit Fug und Recht wurden in den 90er Jahren der Superheldenfilm und die klassische Comicverfilmung für Tod erklärt, bevor das Genre in den 00er Jahren durch herrausragende Beiträge ein unerwartetes Revival feierte. Ein paar gelungene Filme haben sich aber auch in dieses Jahrzehnt gemogelt, und die sollen trotz der Weltenretterflaute der 90er nicht unterschlagen werden

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