Popmusikgeschichte: Der Amen-Break

Marinelli von den Blogrebellen berichtet von ein in Holz gefertigtes Kunstwerk, welches offensichtlich Schallwellen darstellt und das man auch kaufen kann. Es sei der Amen-Break, sagt er. Eigentlich kenne ich nur einen einzigen Breakloop und war schon auf der richtigen Spur, wusste bisher jedoch nicht wie der der/das Break heißt. Jedenfalls, unglaublich cool und wichtig ist das angehängte YT-Video, in welchem Popmusikgeschichte erzählt wird. Um es mit Marinelli kurz zu sagen: ohne den Amen-Break würde sich Hip Hop und Drum & Bass heute ganz anders anhören. Das Video zeigt warum das so ist, aus welchem Stück der Break ursprünglich stammt und zu was er sich entwickelte. Wer weiß, ob es Drum & Bass ohne diesen Breakbeat überhaupt gäbe, baut diese Musikrichtung doch konsequent auf Funk auf.

Newcomer 2015 – Seite 360 wagt einen Ausblick in die Zukunft

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Ach, der Blick in das Orakel war eigentlich schon immer ganz lustig und irgendwie habe ich diese Rubrik schleifen lassen, weil meine Musikleidenschaft sich schon seit einiger Zeit nicht mehr so wirklich auf Newcomer konzentrierte, bei denen ich eh gelangweilt nach 5 Sekunden die unüberhörbaren Vorbilder und viel zu wenig Eigenständigkeit heraushören kann.

Aber ich habe mich  für Anfang 2015 mal seit langer Zeit wieder durch massig Blogs gegraben und eine kleine Auswahl an Künstlern gefunden, die mich dann doch überzeugt haben, wenngleich auch kein massiver Hit wie “Wonderful Life” von den damals unbekannten Hurts dabei ist. Das macht aber nichts, wenn die vorgestellten Künstler danach eher durch Substanz auffallen als im Frühstücksfernsehen enden.

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Hörenswertes: D’Angelo, J.Cole, Haftbefehl, Run The Jewels, Big K.R.I.T.

Hrmpf, ich will mich gar nicht mit einer Entschuldigung aufhalten. Ich habe es total verpennt und werde die nächste Hörenswertes-Rubrik viel schneller an den Start bringen. Hier also noch der Best of The Rest 2014, während ich Besserung für 2015 gelobe und mich nicht wieder zu sehr…oh, wow ein tanzender Hund in meiner Timeline!

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Zur Geschichte der Hip Hop Kultur

Falk Schacht spricht über das Comic “Hip Hop Family Tree“, das die Entstehungsgeschichte der Hip Hop Kultur nachzeichnet. Die Veranstaltung fand auf dem Reeperbahnfestival statt und wurde von Niko Hüls (Backspin) organisiert. Schacht meldet hier begründetet Zweifel an der überlieferten Geschichte an und bemüht sich um historische Aufklärungsarbeit. Es sind insgesamt drei wirklich interessante Filmchen (Teil 2 ; Teil 3), voller kleiner Anekdoten bezüglich der Frühgeschichte des Hip Hop.

Falk Schacht und Gäste über den derzeitigen Hip Hop Hype

Macht man das Radio an, kommt man derzeit kaum an Deutschrap vorbei. Seine Künstler charten nicht nur, 2013 gab es sogar Zehn Nr.1 Alben. Die Hip Hop Kultur, vor allem das Street und Gangsta Genre ist so richtig in der bürgerlichen Kultur angekommen. Babo wurde das Jugendwort des Jahres 2013. Die Gründe dafür sind vielfältig. Darüber diskutierten Falk Schacht und seine Gäste auf dem Reeperbahn-Festival 2014. Schacht kennt der Eine oder die Andere vielleicht noch aus VIVA-Zwei-Zeiten. Er moderierte damals Supreme und machte dort den legendären Auftritt von Taktloss möglich. Außerdem dabei sind: Jens “Spaiche” Ihlenfeldt (Punchline; ehemals Aggro Berlin) Sebastian Schweizer (Chimperator; Manager von Cro) Ramin Bozorgzadeh (Chapter One/Universal Music; ehemals Groove Attack). Da alle Gäste im Vermarktungs- und Managementbereich aktiv sind, gewinnt man eine interessante andere Perspektive auf die deutsche Hip Hop Geschichte. Von derselben ausgehend wird die Frage gestellt, ob der Hype eine Blase ist, die bald platzen könnte, wie es schon Ende der Neunziger und dann noch mal zur Aggro Berlin Zeit passierte. Sehr sehr Hörenswert.

Major is the new Indie? – Ist der HipHop Hype eine neue Blase die bald platz?

via Falk-Schacht on facebook

Hip Hop Periodensystem

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Absolut großartiges Ding von den Leuten vom Pop Chart Lab. Die haben die wichtigsten, zumindest aber bekanntesten Hip Hop Künstler of all time (Erkennt man daran, dass Vanilla Ice dabei ist, Riffraff dagegen nicht. Obwohl Riffraff genauso wie Vanilla Ice fernab von skill, dennoch unterhaltsam ist.) in ein informationsvisualisiertes PSE gepackt, in welchem das erste Releasejahr plus die Genres des jeweiligen acts angegeben sind. Man kann diese Grafik im Pop Chart Lab käuflich erwerben. Via Blogrebellen.

Musik aus der Heimat I: Messer, Alligatoah, Love A, The Ocean, Feine Sahne Fischfilet, Die höchste Eisenbahn

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Schland steht Kopf. Die Onkelz sind wieder zurück und erfreuen uns mit Männergeheule, Patrioten-Geprolle und ausgelutschten Rocker-Fantasien aus der Steinzeit. Ein Glück, dass es in unserer Heimat genug Alternativen und eine Menge großartiger Newcomer gibt, die es allesamt wert angehört zu werden, allein schon weil sie teils mit viel Charme, aber auch mit genügend Wut im Bauch auf sich aufmerksam machen. Hier also nach längerer Pause wieder eine kleine Auswahl wirklich spannender Bands aus der ganzen Republik. Tja, Raab und BuViCo never made it happen…

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Die 90er Jahre: Die besten Crossover Alben des Jahrzehnts

Rinko will sich endlich den musikalischen 80er Jahren widmen und ist dafür schon fleißig am LP-Sammeln. So wie er im Moment über New Wave und Postpunk philosophiert und mir dabei irgendwelche Bandnamen an den Kopf wirft, die ich noch nie gehört habe, kann es eigentlich nicht mehr lange dauern, bis die musikalische Aufarbeitung meines Geburtsjahrzehnts hier auf Seite360 stattfindet. Als in den 90ern musikalisch sozialisierter Hörer habe ich mit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Und während Rinko sich in die Untiefen von No Future, Glam, Synthie und Postpost-irgendwas begibt, will ich zumindest noch ein paar Genres würdigen, auf deren Aufarbeitung er bisher in unserer 90er Retrospektive verzichtet hat. Wobei der Genre-Begriff im Falle des Crossover etwas diffus ist. Tatsächlich ist diese Bezeichnung für die Vorreiter des Nu Metal, für die ersten, die Rap, Rock, Funk und Metal zusammenmixten, primär eine deutsche Erscheinung. In den USA wurden die folgenden Bands stattdessen gerne dem Funk-Rock, dem Rapcore oder anderen Genrehybriden zugeordnet. Hierzulande dagegen sind wir mit genau jenem Crossover-Begriff groß geworden, nicht nur Dank deutscher Bands wie H-Blockxx oder Such a Surge, sondern auch Dank vieler Bands aus Übersee, denen wir dieses Label – stolz etwas neues musikalisches zu entdecken – aufgedrückt haben. Im Folgenden widme ich mich den besten Alben des klassischen Crossover, wie er Anfang/Mitte der 90er Jahre geboren wurde und ebenso schnell wieder in der Versenkung verschwunden ist, um diversen Core- und Nu-Metal-Labels Platz zu machen. Es war nicht alles golden in diesem mixwütigen Genre, ein paar herausragende, spannende Hybrid-Alben sind trotzdem dabei rumgekommen.

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Stromae – Formidable

Ich glaube ja, der wird auch in Deutschland noch ziemlich groß… und wenn nicht, er sollte es auf jeden Fall werden, allein schon wegen dieses fantastischen Musikideos, das durchaus Zeug hat mein persönlicher Videoclip des Jahres 2013 zu werden: Tu étais formidable, j’étais fort minable… Großartig!

Beginner melden sich zurück…und ab

Woa, selten so eine coole und ehrliche Ansage einer Band gehört. DJ Mad erklärt mal kurz und knackig, warum die neue Pladde von den Beginnern noch länger braucht warum das RockAlbum von Jan Delay ziemlich scheiße ist und die Fans das Album eh nur runtergeladen hätten oder es mit dem Bambule verglichen hätten. Ach Beginners, dafür nen feddes <3 und…YEEP!

Zombies! Ninja-Rapper! Knarren!: Doctor P and Adam F feat. Method Man – The Pit (Video)

So Kinder, damals vor ca. 100 Jahren habe ich mir in einem Müller um die Ecke die The Anti Acoustic Warfare von Adam F. geholt. Wie der Titel vermutet war das keine Ansammlung von Folkies, die Vögel und Bäume besingen, stattdessen gab es lautige krachige Beats und ein paar angesagte Rapper. Die neuerliche Zuammenarbeit von Wu Tang Member Method Man und Adam F. ist auch mal wieder subtil wie Miley Cyrus, aber hey…das Video bläst mal alles Weg! Zombies! Roboter! Rapper-Ninjas! Fette Knarren! Hell yay!!!!

Happy Birthday, Breakbeat

So was… Da war ich dermaßen in den Breaking Bad Hype vertieft, dass ich ganz vergessen habe, dem Breakbeat und damit auch irgendwie dem Hip Hop zum Geburtstag zu gratulieren. Am 11. August 1973 legte Clive Campbell als Herc auf einer Back to School Party auf und nutzte diese Gelegenheit mal kurz, um die gesamte Musikwelt zu revolutionieren: Anstatt einen Song in Gänze zu spielen, switchte – der später unter dem Namen DJ Kool Herc Berühmtheit erlangende – Campbell einfach direkt zu den Breaks der aufgelegten Funk-Songs, und weil das ziemlich cool klang – und das Publikum entsprechend reagierte – loopte er das ganze einfach munter weiter, um eine ganz neue, ganz eigene Form von Rhythmus zu kreieren. Der Breakbeat war geboren. Und der Rest ist Geschichte… großartige Musikgeschichte!


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Neues aus dem Hinterland: Casper – Im Ascheregen (Video)

Casper ist wieder da und die neue Single bläst mal ganz ordentlich. Post-Rock,Country,Blues, Hip Hop zu einem mitreißenden Pop-Song zu verarbeiten verdient Respekt und steigert natürlich die Vorfreude auf das neue Album Hinterland.

Jay-Z – Magna Carta Holy Grail (Stream)

Ich muss ja nicht jetzt ernsthaft was über Jay-z sagen, oder ? Ok, doch ! Das neue Album erscheint – kein Witz!- tatsächlich erst als App für Samsung-User und danach erst für den Rest der Menschheit. Der Stream ist aber schon ab jetzt verfügbar und dürfte wohl al die entschädigen, denen Kanye West mittlerweile zu abgedreht erscheint.

Stream

Cro – Sunny (Free Download Mixtape)

Den Sommer seines Lebens dürfte Cro wohl schon seit einiger Zeit feiern und trotz eher verhaltener Resonanz bei uns miesepetrigen Kritikern konnte der Gute-Laune-Panda einen großen Hype um sich erzeugen, der ihn sogar bis auf die Centerstage von Rock am Ring führte. Sunny ist nun das nächste Free Download Mixtape und dürfte wieder den in oder anderen Sommer-Hit beinhalten. Der Download des Mixtapes ist leider etwas umständlich und funktioniert als Einkauf, der aber nicht berechnet wird und man bekommt obendrein noch 5 Euro für den Shop des Chimperator-Labels.

Download über Chimperator-Shop