Schlagwort-Archiv: Helge Schneider

Direkt aus Helge Schneiders Experimentierkeller

Man vergisst ja allzu gerne im Angesicht – der zugegeben wirklich genialen – Blödelfilme und von Katzeklo was für ein Multitalent Helge Schneider doch ist. Wenn er einfach mal nur er selbst sein kann, dann geht er auf jeden Fall ab wie Schmidts Katze (oder so…). Meine Top3 der Helge’schen Veröffentlichungen sind btw.:

1.) Die Arbeiten mit Alexander Kluge 
2.) Seine Jazzalben
3.) Doc Snyder

…aber Katzeklo schafft es auch in die Top10.

via Dressed like Machines

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Neues von Helge Schneider auf dctp.tv

Achja… der Helge… im verbalen Schlagabtausch mit Alexander Kluge immer herausragend. Und in diesem Fall in – selbst für dctp-Verhältnisse – ziemlich irren Rollen: Als Skilehrer der Kanzlerin, als Lenins Friseur, als verkanntes Model von Abu Dhabi und in inniger Beziehung zu seinem Saxophon. Kultur + WTF = TV-Highlight dieses Monats. Wir haben den 45Minüter auf dctp.tv gerade online gestellt; und das hier ist ein Einschalt-Befehl!

Neu im Catch-up Service: Late Night Show mit Helge Schneider; inklusive Bildergalerie und weiteren fantastischen Helge Schneider Filmen (magazin.dctp.tv)

► Late Night Show mit Helge Schneider (45 Minuten; dctp.tv Direktlink)

 

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Full Nerd Jacket: Fail Compilation – Inszeniertes Scheitern und Kapitalismus

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Ist inszeniertes Scheitern Scheitern? Ist es nicht vielmehr etwas Geglücktes? Ein Anti-Fail? Spiegelt sich dieses Verhältnis nicht im Kapitalismus wieder? Sind geplante Obsoleszenz und Börsenblasen nicht Sinnbild für dieses Verhältnis? Erfolgreiche Geldakkumulation auf der einen Seite und Arbeitslose, Armut und Schrott auf der anderen. In einem interdisziplinären und kulturtheoretischen Move blicke ich zunächst  auf das (nicht-) Versagen in Kunst und Kultur. Davon dann ableitend wird deutlich, dass das Scheitern nicht nur ein weit größeres Ausmaß hat als uns lieb ist, sondern darüber hinaus uns alle angeht, weil das Failen nicht selten systemimmanent ist.

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TV-Tipp: Salto Mortale – Helge Schneider als Clown

An dieser Stelle muss ich dann ja für gewöhnlich disclaimern, dass ich Teile meines Gehalts von dctp beziehe… Done! Und damit zum Wesentlichen: Heute Abend läuft zu später Stunde um 0:30 Uhr auf RTL mein definitives TV-Highlight des Jahres: 10 vor 11, Salto Mortale mit Helge Schneider und Alexander Kluge. Wir haben das Teil bei uns jetzt schon etwas länger im System hängen und ich kann es gar nicht erwarten, den 25Minüter endlich zu veröffentlichen. Kein Scheiß, das ist das Größte und Beste was 2012 an TV-Unterhaltung zu bieten hat. Raab, Lanz, Jauch und Konsorten können aber so was von einpacken wenn Helge im Clownskostüm über das Nix und das Garnichts philosophiert, wenn Bilder von mordenden Clowns gezeigt werden, wenn der Zirkusartist zum Soziologen und schließlich zum Philosophen wird, wenn Alexander Kluge immer wieder versucht, seinen Gesprächspartner durch fiese Fragen in die Ecke zu drängen und dieser sich immer wieder kongenial herausredet.

Highlights? Unzählige! Es geht um Hegel, den Furz des Nichts, die Tatsache das 0x0=unendlich ist und natürlich auch die Frage, was man auf dem Clowns-College alles lernen kann. Das ist schon mehr als groß. Das ist schlicht und ergreifend Fernsehen so, wie es immer sein sollte. Echt jetzt! Schaut euch das an oder ihr verpasst die besten 25 TV-Minuten des Jahres! Falls ihr tatsächlich zu verpennt seid, um bis halb eins zu wach zu bleiben… Schande über euch! Aber Gott sei Dank landet das Teil auch morgen früh im Catch-up Service von dctp.tv, wo es für die nächsten Wochen genossen werden kann (Ich werde es dann auch nochmal zeitnah hier einbetten). Und als Frühstücksfernsehen ist dieses Kunstwerk auch einfach perfekt geeignet, genau so wie als mittägliches Trash-TV oder als abendliche epische Unterhaltung oder als philosophisches Nachtprogramm. I’m not kidding! Mehr Spaß hatte ich dieses Jahr vor dem Fernseher einfach nicht…

Salto Mortale der Philosophie

Igor Crantz, Clown 1. Klasse (Helge Schneider), über das NIX und das GAR NICHTS

Ein Beispiel für „Philosophie im Zirkus“. Salto Mortale! Wir sehen Helge Schneider beschäftigt mit Grundfragen des Denkens. Warum, fragt z.B. Martin Heidegger, gibt es überhaupt das Seiende und nicht vielmehr das Nichts? Der Schriftsteller Karl May ergänzt das mit dem Satz: „Du Null, du Nichts, du Loch in der Natur.“ Der Dichter Heinrich Böll setzt die philosophische Frage mit dem Satz fort: „Der Feierabend des Nicht-Künstlers ist die Arbeitszeit des Clowns.“

Update: Hier ist der Film:

Die 90er Jahre: Die besten deutschen Filme des Jahrzehnts II

Ein wenig lustiger und absurder als im ersten Teil geht es heute weiter. Schuld daran sind mal wieder die Ösis, die uns mit Single Bells und Hinterholz 8 zwei schwarzhumorige Perlen geschenkt haben. Doch auch wir Deutschen mussten uns im 90er Jahre Kino keinesfalls verstecken und schickten Uns Helge ins Rennen, der auch heute neben Ausnahmen wie Studio Braun immer noch ein Leuchtturm in den seichten germanischen Humorgewässern darstellt. Kleine Haie mag gegen den Ideenreichtum eines Schneider kein Land zu sehen, ist aber ein schöner Generationenfilm der beginnenden Dekade.

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Die 90er Jahre: Die besten Trash-Filme des Jahrzehnts II

Und weiter gehts im Kino der niedersten Niederungen, der obskuren Ideen und kostengünstigen Antipoden zum Big Business. Dieses Mal haben sich gleich ein paar qualitativ hochwertige Filmversatzstücke in unserer Trash-Schau eingefunden. Neben Christoph Schlingensiefs Trash-Blaupause United Trash – die wie alle seine Filme heftig mit Avantgarde und Hochkultur kokettiert – kümmern wir uns um das deutsche Trashurgestein Helge Schneider und seinen Anti-Western Texas, freuen uns noch einmal auf Troma-Ware bei Sgt. Kabukiman und packen mit dem Geballer von Rutger Hauer in Split Second und den Nippeln von Demi Moore in Striptease zumindest noch zwei Filme dazu, über deren Qualitäten man vorzüglich streiten kann.

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