Die 80er Jahre: Die besten Filme des Jahrzehnts für Musikliebhaber

THE-BLUES-BROTHERS

Ich glaube, ich habe schon in einem der letzten Artikel mit Musikliebhaberfilmen erwähnt, dass Musicals so überhaupt nicht mein Genre sind. Dementsprechend sind sie auch in dieser Retrospektive nicht besonders präsent. Müssen sie auch gar nicht: Wer Musik und gleichzeitig Filme mag, ist keineswegs auf das naheliegendste und damit auch irgendwie ödeste Genre-Crossover angewiesen: Warum nicht stattdessen großartige Slapstick-Action mit viel Coolness, viel Humor und vor allem viel Rock N Roll (Blues Brothers)? Oder überlange surreale Musikvideos (The Amazing Mr. Bickford, The Wall), gerne auch dramatisch, pathetisch und voll mit Attitüde (Purple Rain). Oder warum nicht eine der besten Mockumentarys aller Zeiten (This is Spinal Tap)? Und wenns dann doch musicaleske Unterhaltung sein soll, kann ich zumindest Forbidden Zone anbieten… das wiederum ist aber auch ein Musical wie kein Zweites und passt somit perfekt in diese Reihe schriller, verquerer und ungewöhnlicher Filme.

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Metallica @ Rock am Ring 2012

Rinko hat hier ja schon ziemlich viel zu Rock am Ring rausgehauen. Metallica hat er allerdings fieserweise unterschlagen. Daher hole ich das an dieser Stelle mal nach: Coole Setlist, inklusive komplettem Black Album, gute Atmosphäre und viel Spielfreude von den Jungs. Metallica still rock!

Setlist
Main Set
1. Hit the Lights
2. Master of Puppets
3. Ride the Lightning
4. For Whom the Bell Tolls
5. Hell and Back
6. The Struggle Within
7. My Friend of Misery
8. The God That Failed
9. Of Wolf & Man
10. Nothing Else Matters
11. Through the Never
12. Don’t Tread On Me
13. Wherever I May Roam
14. The Unforgiven
15. Holier Than Thou
16. Sad But True
17. Enter Sandman
Encore 
18. Blackened
19. One
20. Seek & Destroy

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Metal der 90er Jahre: Was sonst noch geschah…

Dass subjektive Genre-Retrospektiven nie vollständig sein können, dürfte eine Binsenwahrheit sein, die ich wohl nicht extra erwähnen muss. Abgesehen von den Alben die ich bei den besten Heavy, Thrash, Death whatever etc pp und so weiter Metal Alben der 90er Jahre nicht genannt habe, weil ich sie schlicht und ergreifend nicht kenne, kommt gerade bei diesem Genre noch der Umstand hinzu, dass es einige Sachen gibt, die ich guten Gewissens ignoriert oder erfolgreich verdrängt habe. Und das betrifft ganze Subgenres… Okay, also beim Black Metal – der mit Sicherheit den ein oder anderen Höhepunkt in den 90ern erlebte – habe ich noch einiges nachzuholen, insofern darf der ein wenig aus der Reihe fallen. Darüber hinaus gibt es aber auch so manche Metal-Nischen, mit denen ich so gut wie gar nichts anfangen kann. Gemeint sind vor allem die mit einem Power, Melodic, True oder Symphonic Präfix… zusätzlich noch vieles von dem, was sich irgendwie Medieval oder mittelalterlich schimpft, und nicht zuletzt die diversen Hartwurst-Ausflüge, neben der NDH primär die ganzen Teutonen Metalgelage. Anyway, auch diese Genres haben in den 90ern stattgefunden. Und dass ich mit ihnen eher wenig anfangen kann, soll mich nicht davon abhalten, zumindest kurz meinen Senf dazu zu geben.

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Metal Alben des Jahrzehnts II

Sorry @ all und vor allem sorry an Rinko: Einmal geht es noch durch die Prog-Hölle. Der Progressive Metal hat wohl vor allem das Problem, dass er nie populär, nie trendy war und damals in den 90ern in seiner “Frühphase” bereits antiquiert wirkte. Kein Wunder: Der Progressive Rock hatte zwar seine kurze Hochphase in den 70ern, wurde aber schnell zur Blaupause für pathetischen, anstrengenden, selbstverliebten Rock N Roll ohne coole Attitüde. Der Punk als Quasi-Gegenbewegung zog an seiner Antipode dementsprechend schnell vorbei, setzte Trends und verbannte die Progger auf die hinteren Bänke der Musikgeschichte. Dort wurde dann insbesondere in den 80ern eine Menge musikalischer Müll verbrochen. Auch der Metal gewann in den 90ern sukzessive den Ruf alles andere als cool zu sein: Eher überholt, konservativ, dogmatisch… Die trendbewussten Kids wanderten zum Hip Hop, die Geeks gaben sich dem Grunge und später immer mehr der elektronischen Musik hin. Logisch, dass die Fusionierung zweier eher unpopulärer Genres nichts weiter als ein weiteres unpopuläres Subgenre hervorbringen konnte, zumal der Progressive Metal bereits damals – wie schon im ersten Teil erwähnt – im Vergleich zum Extreme und Avantgarde Metal ziemlich brav und bieder klang. Anyway… er hatte seine Perlen. Vielleicht nicht als Trendsetter, vielleicht nicht als schicke Profilierungsmucke, aber allemal zum Genuss zu Hause oder aber auch auf diversen Metal-Festivals (zusammen mit den anderen Outsidern). Hier kommen sie: Noch einmal Proto-Prog-Pathetisches von Dream Theater, Düster-Pathetisches von Opeth, Pathetisch-Pathetisches von Symphony X und Ayreon sowie verquast Groovy-Pathetisches vom Liquid Tension Experiment und Pain of Salvation.

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Metal Alben des Jahrzehnts I

Achja… der Progressive Metal: Die Verbindung von klassischem Prog und Heavy Metal hat sich tatsächlich erst Ende der 80er Jahre etablieren können und anschließend Dank Bands wie Dream Theater die gesamten 90er Jahre mal mehr mal weniger erfolgreich beglückt. Dabei wirkte diese Nische des Metal damals schon merkwürdig antiquiert, nicht zuletzt auch weil die 90er Jahre die Geburtstunde des Extreme und Avantgarde Metal bedeuteten, gegen den der Progressive Metal schon ein wenig traditionell – beinahe konservativ – daherkommt. Aber große Werke hat er nichtsdestotrotz hervorgebracht: Natürlich Klassiker wie Psychotic Waltz, Threshold und wahrscheinlich am prominentesten Dream Theater, aber auch so manche Ausreißer aus anderen Genres, wie Devin Townsend, der mit Biomech dem Industrial Speed Metal den Rücken kehrte, oder aber auch Agalloch, die Gothic Metal mit Folk und Postrock ergänzten und die etwas in Vergessenheit geratenen Voivod, die mit der Fusion von Prog und Post Punk selbst in dieser Nische einen gewissen Sonderstatus innehatten. Auch dieses Mal reichen die Highlights für zwei Artikel, und die erste Fuhre folgt nach dem Klick.

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Die 90er Jahre: Die besten Thrash Metal Alben des Jahrzehnts I

Neben dem Heavy Metal ist der Thrash wohl das schwermetallene Genre, das am weitesten in die 80er Jahre zurückreicht. Von den Größen der Bay Area Scene blieb in den 90er Jahren freilich nicht viel übrig. Metallica wanderten zum Heavy und schließlich Alternative Rock ab, Testament versuchten sich ebenfalls in dunkleren Heavy Metal Tönen und Exodus lebten irgendwo, irgendwie so langsam weiter vor sich hin, ohne im Genre noch Großes zu reißen. Retrospektiv betrachtet war es vielleicht sogar besser so. Denn an die Stelle der alten Haudegen rückten neue Propheten des prügelnden Sounds. In Brasilien, den USA aber auch in Deutschland wurde die Härte des Thrash sukzessive  mit Groove und Tribal-Sounds ergänzt. Neo Thrash war eine lange Zeit das Schlagwort für diesen Trend, später auch Groove Metal, sogar zu Proto Nu Metal ließen sich wenige hinreißen. Daher sei mir so manche Genre-Unschärfe in diesem Best-Of verziehen. Denn auch wenn Sepultura, Ministry und Fear Factory alles andere als klassische Thrasher sind, so erfüllt ihre Musik doch die wichtigsten Kriterien: Sie knallt, ist schnell, verflucht hart und bricht dem Metal so manchen Zacken aus der Krone. Und ein paar Klassiker wie Slayer, Anthrax und Overkill haben sich dann schließlich auch noch, in gewohnt gehobener Qualität, in das 90er Thrash Metal Programm eingeschlichen…

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Die 90er Jahre: Die besten Heavy Metal Alben des Jahrzehnts

Och nee…! Heavy Metal? Das ist doch so 80er. Wurde die “traditionellste” der Metal-Stilrichtungen in den 90ern nicht durch viel lebendigere Subgenres wie Neo Trash, Neo Death und Neo Neo Metal abgelöst? War die Zeit der Nieten- und Kuttenträger in diesem Jahrzehnt nicht endgültig vorbei? Maybe. In den 90ern war Heavy Metal im Grunde genommen längst Relikt, und alles was sich mit dem schwermetallenen Klang verknüpfte versuchte tunlichst eben genau jenes “Heavy” im Namen zu vermeiden. Dann doch lieber True, Power oder sonstwas Metal… und bloß nicht den Eindruck vermitteln, man wäre zehn Jahre zu spät gekommen. Egal. Ich will an der Stelle nicht den feigen Weg gehen und alle “traditionellen” Heavy Metal Bands bei den besten Metal-Alben der 90er zwischen Meshuggah und Machine Head einordnen. Ich suche nach dem Label “Heavy”, nach den letzten Überlebenden und vielleicht sogar Neu-Arrangeuren des ursprünglichsten, oft gestorbenen oft wiederbelebten, Metal-Subgenres; nach denen, die die HEAVY Metal Fahne weiter stolz in der Hand hielten und dennoch hervorragende Alben produzierten. Weitere Subgenres können dann auch gerne folgen, aber als erstes gibt es den vollkommen traditionellen, verklemmten und nostalgischen Heavy Metal Overkill. Rock on Dudes!

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Hörenswertes September/Oktober 2011: Opeth, Dream Theater, Wolves in the Throne Room, Machine Head, Mastodon

Jetzt beginnt die unwirtliche und raue Zeit des Jahres… Aber wir wollen nicht lamentieren und stattdessen den Herbst mit deftiger und roher und vor allem metallschwerer Musik begrüßen. Die gibt es in diesem Soundcheck gleich auf mehrere verschiedene Arten: Die Progressive Metaller von Opeth entdecken die 70er Jahre und bedienen sich ganz ungeniert bei Led Zeppelin und Konsorten, während Wolves in the Throne Room ihre ganz eigene Version eines Smooth Black Metal spielen. Mastodon nehmen knapp vorm selbstverliebten Prog noch rechtzeitig die Ausfahrt und landen so bei deftigen Metal-Attacken zwischen Tradition, Groove und Experiment. Und Machine Head machen das, was sie am besten können und schon immer konnten: Knallen. Falls es neben den deftigen Metalbrettern zwischen Doom, Thrash und Black noch etwas Pathos geben soll, kommen Dream Theater gerade Recht, die sich nach dem Ausstieg von Mike Portnoy zwar nicht runderneuert dafür aber solide wie (fast) immer präsentieren.

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Die 90er Jahre: Die besten Filme für Musikliebhaber

Wie schon bei den 00er-Filmretrospektiven gibt es auch für die 90er noch einen kleinen Nachschlag für Musikliebhaber. Warum dieser im Vergleich zu den letzten beiden so dünn ausfällt… I don’t know. Vielleicht waren die 90er im Gegensatz zu den 00ern einfach nicht das große Jahrzehnt für Musikfilme, vielleicht habe ich diesbezüglich auch einfach noch verdammt viel Nachholbedarf. Falls ihr an dieser Stelle also dieses oder jenes Meisterwerk vermisst, habt keine Scheu davor, diese Lücke in den Kommentaren lauthals kundzutun. Nach dem Klick gibts dann erstmal Nostalgie mit den Beatles, ein eindrucksvolles Neil Young Musikerporträt von Jim Jarmusch, Videoclipästhetik auf Filmlänge, Radiohead auf der Suche nach sich selbst, zwei Slacker in  Wayne’s World, sowie Abgesänge auf den Glam Rock, den Grunge und das 18. Jahrhundert.

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Die 90er Jahre: Die besten Hardrock-Alben des Jahrzehnts

Babes, billiger Fusel und große Posen. Während wir auf unsere Zeitreise die elektronischen Alben und den Britpop mit ein wenig Wehmut hinter uns lassen, verbleiben wir bei den breitbeinigen Macho-Posern eher ungern und gönnen uns doch der Vollständigkeit halber einen kurzen Überblick auf die Hard Rock Alben. Das Genre stand wie kaum ein anderes für die 80er und wurde zu Zeiten von Grunge und der Neo-Punkwelle tunlichst vermieden. Dafür erlebte es aber plötzlich zum Ende des Jahrzents eine ungeahntes Comeback, weil die Schweden sich wieder der ursprünglichen Rebellenattiüde des Hard-Rock annahmen und diese weit zurück an die Punk Rock Wurzeln führten. Wir zeigen an dieser Stelle mit Guns`n Roses, daß auch dieses Genre durchaus Qualität zu bieten hatte und die Hellacopters dem Punk die Solis beibringen konnten. Dem Rest wünschen wir trunkenes Vergnügen mit Ugly Kid Joe und den Proll-Rockern von den Backyard Babies.

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Die 00er Jahre: Die besten Filme des Jahrzehnts für Musikliebhaber I

Ein kleiner cineastischer Nachschlag für alle Musikliebhaber und Nerds da draußen. Sowohl Fiktionales als auch Dokumentarisches. Aber immer mit der Musik im Zentrum… oder dem Lebensgefühl, das sie vermittelt. Fans und Künstler, Nostalgisches und Hippes. Und weil man so viel über Musik drehen und noch mehr schreiben kann, unmöglich in einen Artikel zu quetschen. Daher in Kürze ein zweiter Teil. Die ersten besten Filme für Musikliebhaber direkt nach einer kurzen WordPress-Bridge…

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Rush: Caravan – Downloadsingle als Vorbote zum neuen Album der Progressive Rock Urgesteine

Die Dinosaurier des progressiven Hard Rock melden sich zurück. Rush waren mit ihrem satten, druckvollen Sound und ihren eingängigen Hooklines ja schon immer irgendwo an der Schnittmenge zwischen Progressive, AoR und klassischem Hard Rock mit Metaleinflüssen. Daran hat auch ihre Entdeckung des Synthesizers Mitte der 80er nichts geändert, ebenso wenig die deftige Metal-Schlagseite zu Beginn des neuen Jahrtausends. Trotz Frickeleien und viel technisch versierter Spielfreude waren Rush immer eingängig und ordentlich unterhaltsam. Daran wird sich wohl auch auf dem kommenden Album Clockwork Angels (2011) nichts ändern, zumindest wenn man dem Vorboten, der Downloadsingle Caravan, Glauben schenken darf. Druckvoller harter Rocksound, eine deftige Metalattitüde (im zweiten Song BU2B), eingängige Hookline und trotzdem noch genug Platz für geschickte, verspielte Frickeleien und massive Bassläufe. Caravan und sein Begleiter BU2B machen Spaß, gehen gut ins Ohr, rocken und sind vielseitig genug, um Vorfreude auf das kommende Material zu wecken. Auch im Jahr 2010 klingen Rush alles andere als altersmilde.

http://www.myspace.com/officialrush