Naziaufmarsch wird zum unfreiwilligen Spendenmarathon gegen rechts

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Obwohl die Aktion bereits gestern durch so ziemlich alle Blogs, Magazine und Social Networks geflogen ist, will ich sie trotzdem noch schnell hier reinhauen, einfach weil sie so dermaßen cool ist, dass sie in jedem Jahrbuch verewigt gehört. Wie jedes Jahr am 15.11. sind die Nazis gestern mal wieder zum Gedenken an Rudolf Hess durch Wunsiedel marschiert. Und was lässt man sich gegen den Scheiß einfallen, wenn von Gegendemo bis Ignorieren schon alles durchprobiert wurde? Die Nazigegner hatten dieses Jahr die passende Idee und funktionierten den Deppenmarsch zum größten unfreiwilligen Spendenmarathon in der Geschichte Deutschlands um:

Rechts gegen Rechts – Nazis laufen gegen sich selbst. Für jeden gelaufenen Meter der Hohlbirnen gingen 10 € Spendengelder an EXIT-Deutschland, wodurch am Ende insgesamt stolze 10.000 € zusammenkamen. Die Marschierenden wurden wohl etwas später, genauer gesagt während ihres Marsches auf diese unfreiwillige Spendenaktion aufmerksam gemacht; wie es sich für einen Marathonlauf gehört mit Motivationspostern und kostenlosen Bananen als Wegration auf der Strecke (“Mein Mampf”).

Großartige Idee für eine großartige Sache und einer der coolsten politischen Real Life Hacks des Jahres.

Wunsiedel ist eine kleine Stadt mit einem großen Problem. Trotz zahlreicher Proteste der Bürger und Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht nutzen Neonazis aus ganz Europa die oberfränkische Stadt immer wieder als „Wallfahrtsort“.

Der Grund: Von 1988 bis 2011 lag hier das Grab von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Die Gedenkmärsche wurden dabei zu einer festen Institution der rechten Szene und funktionieren zunehmend als verbindendes Element zwischen Alt- und Neonazis.

Deshalb geht Wunsiedel in diesem Jahr einen anderen Weg und macht aus dem Trauermarsch der Neonazis den unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands

Rechts gegen Rechts via Nerdcore

CDU besser, Die Partei NOCH BESSER!

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Falls noch jemand Entscheidungshilfen für die kommende Europawahl braucht, sollte er dieses Plakat-Arrangement der Karlsruher Ableger von “Die Partei” auf jeden Fall in seine Überlegungen miteinbeziehen; insbesondere dann, wenn er ursprünglich vorhatte CDU wählen. Denn wie wir hier zweifelsfrei lesen können, mag die CDU vielleicht besser sein, fest steht aber auch, die Partei ist noch besser und steht damit bereits qua Definition in der Prioritätenliste über den Christdemokraten. Wer glaubt, das sei jetzt bloßes inhaltsleeres Wahlkampfgeblubber, sieht sich getäuscht. Die Partei behauptet das nämlich nicht einfach nur, sondern bringt auch gleich die richtigen Argumente an den Start: Für Soziales und so, für Tanztee, für Nachtschattenblümchen und natürlich auch für Babyeinhörner… Was will der geneigte Wähler mehr?

via TextundBlog via Ronny

#NotABugSplat – Kunst für die Drohnen-Krieger

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Es gab einmal eine Zeit, da war es Common Sense, dass Krieg ein schmutziges Geschäft ist, bei dem es sowohl zu militärischen als auch zivilen Opfern kommt, bei dem man, wenn man eine Waffe in die Hand nimmt, auch dazu bereit ist, Menschen womöglich Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen, kurz bevor man sie tötet. Ein Geschäft, bei dem man nach vollbrachter Tat das Blut an seinen Händen – mitunter im wortwörtlichen Sinne – noch sehen, den gebrachten Tod noch riechen kann. Diese erzwungene Rezeption für den Soldaten wird im Krieg des 21. Jahrhunderts sukzessive aufgeweicht: Die postmodernen Drohnenkrieger können ihren Krieg wie ein Videospiel steuern, die Leichen auf den Schlachtfeldern werden “Bug Splats” genannt, werden enthumanisiert. Wie soll der Mordende auch anders als mit Zynismus reagieren, wenn von seinen Opfern nicht viel mehr zu sehen ist als ein Fleck auf einem pixeligen Videobildschirm, der einen Ort zeigt, den der Drohnenflieger möglicherweise nie in Realität besucht oder gesehen hat?

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Es gab einmal eine Zeit, in der war Urban Art oder Street Art noch so etwas wie ein Hack der Öffentlichkeit, ein politisches oder soziales Statement, direkt hineingebrannt in den öffentlichen Raum, mit dem Impetus, die Welt tatsächlich zu etwas besserem zu verändern oder zumindest die Menschen aufzurütteln, ohne dass die sich dagegen wehren können, mit der Kunst und ihren Aussagen konfrontiert zu werden. Auch diese Zeit scheint vorbei, wenn Street Art mehr und mehr zum selbstreferenziellen Spiel oder zur von den Galeristen geliebten und geförderten Kunst wird.

#NotABugSplat ist ein großartiges Urban Art Projekt, das nicht im urbanen Raum stattfindet, sondern mitten in der Kampfzone Pakistans. In der permanent von Drohnen angeflogenen und beschossenen Khyber Pukhtoonkhwa Region hat ein Künstler Kollektiv ein riesiges Banner mit einem Kindergesicht installiert. Der Blick von oben, sprich aus einer Drohne, macht deutlich, dass auch dieser ferngesteuerte Krieg alles andere ist als ein Fucking Video Game. Die Drohnenkrieger werden gezwungenermaßen mit ihrem Ziel konfrontiert und die zuvor kleinen Pixel werden rehumanisiert. Öffentliche Kunst als Hack mit tatsächlichem, direkten Impact und Krieg als tatsächliche, direkte Erfahrung des eigenen Mordens. Groß!

In military slang, Predator drone operators often refer to kills as ‘bug splats’, since viewing the body through a grainy video image gives the sense of an insect being crushed.

To challenge this insensitivity as well as raise awareness of civilian casualties, an artist collective installed a massive portrait facing up in the heavily bombed Khyber Pukhtoonkhwa region of Pakistan, where drone attacks regularly occur. Now, when viewed by a drone camera, what an operator sees on his screen is not an anonymous dot on the landscape, but an innocent child victim’s face.

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#NotABugSplat via Nerdcore

Super Mario Bros with lowest possibles Score…
…and some Speed Run Awesomeness

Wenn ich die Tage auf YouTube rumklicke und nicht genau weiß, auf welche Videoschnipsel ich gerade am meisten Lust habe, zieht es mich immer öfter zu den großartigen Speed Run Aufnahmen von den Awesome Games Done Quick Conventions. Daher haue ich hier gleich noch ein paar Videos mit Kommentaren meinerseits hier rein, wahrscheinlich auch, um mir selbst erstmal klar zu machen, warum es so faszinierend ist, Hardcore-Gamern dabei zuzusehen, wie sie ein Spiel so schnell wie möglich durchzocken. Zum Warmwerden seht ihr oben – via Kotaku – Super Mario Bros, einmal durchgespielt mit der minimal zu erreichenden Punktzahl. Neben dem Ausweichen von Feinden (Murder makes Points), dem Verzicht auf Münzensammeln (Money makes Point) und dem Warten vor der berühmten Exit-Fahne bis die Zeit auf 0 runter ist (Time is Money), gehören dazu auch ein paar echt anspruchsvolle Sprung-Passagen, die einen wie mich – der den ersten Teil der berühmten Reihe gerade so mit Ach und Krack durchspielt – einfach nur beeindruckt zurücklassen. Aber NotEntirelySure hat das einfach mal drauf! Und nach dem Klick geht es weiter mit Awesome Games Done Quick…

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Donkey Kong: Pauline Edition


Passt zum letzten Post. Nice one and of course the best Dad ever!

My three year old daughter and I play a lot of old games together. Her favorite is Donkey Kong. Two days ago, she asked me if she could play as the girl and save Mario. She’s played as Peach in Super Mario Bros. 2 and naturally just assumed she could do the same in Donkey Kong. I told her we couldn’t in that particular Mario game, she seemed really bummed out by that. So what else am I supposed to do? Now I’m up at midnight hacking the ROM, replacing Mario with Pauline. I’m using the 2010 NES Donkey Kong ROM. I’ve redrawn Mario’s frames and I swapped the palettes in the ROM. I replaced the M at the top with a P for Pauline. Thanks to Kevin Wilson for giving me the lead on the tools and advice.

via Superlevel

N64 Advance – Portable Nintendokonsole Marke Eigenbau

Wenn schon der aktuelle Konsolenbetrieb von ein paar Innovationen abgesehen nichts Besonderes zu bieten hat, so kann man sich zumindest in die Nostalgie flüchten: Super Mario 64, Zelda – The Ocarina of Time, Mario Kart 64, Goldeneye… Ach, waren das noch Zeiten! In der Mod-Szene wird schon längere Zeit daran gearbeitet, diese glorreichen Tage der Videospielszene in portabler Form wieder aufleben zu lassen. Aber so stylish und schick wie beim N64 Advance gab es das Ganze noch nie. Könnte sowohl optisch als auch interfacetechnisch (zumindest wenn man dem Video glauben schenkt) glatt von Nintendo selbst stammen. Ist aber tatsächlich schlicht ein extrem cooler und offensichtlich auch technisch sauberer Hardwarehack. Respekt!

via Engadget

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