Schlagwort-Archiv: Google

Androiden träumen von elektrischen Schafen

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Vielleicht irgendwann. Das ist eine andere und philosophische Frage. Jedenfalls hat ein Google-Forschungsteam, dass Künstliche Intelligenz, insbesondere künstliche neuronale Netze erforscht, herausgefunden, dass Computer, genauer: künstliche neuronale Netze, in der Lage sind Bilder zu imaginieren.

Wenn ich es richtig verstehe: Ein künstliches neuronales Netz, bestehend aus 30 Ebenen, wurde mit Millionen Bildern bespeist, wobei eine jeweilige Ebene ein jeweiliges Bild nur nach spezifischen Informationen analysiert, wie zum Beispiel “Gibt es Rundungen? Wenn ja wo?” usw.. Die gewonnenen Informationen werden an die nächst höhere Ebene weitergegeben, die ihrerseits nach spezifischen Informationen sucht usw. Kurz das Netzwerk “lernt” Objekte erkennen. Und nun ist es wohl so, dass es mit diesem eigenen “Wissen” Bilder generiert, sich also “Vorstellungen” macht von zum Beispiel einer Banane. Philosophisch betrachtet ist das ein ziemlich großer Schritt in Richtung künstliches Bewusstsein. Von außen betrachtet, also mit menschlichen Begriffen, sieht es so aus als ob die KI eine eigene Phänomenologie entwickelt, weil sie in der Lage ist Phänomene, also Dinge, vorzustellen.

Die Forscher haben dann noch andere Experimente gemacht. Zum Beispiel haben sie, einer jeweiligen neuronalen Ebene, die auf das Erkennen spezifischer Informationen spezialisiert war, befohlen, das was sie erkennt zu verstärken, wie zum Beispiel “Kanten”. Das führte dann zu einer Feedbackschleife und erzeugte trippige Bilder. Dies wurde dann auch mit höheren Ebenen, die komplexere Dinge erkennen können als Kanten oder Rundungen durchgeführt. Dann interpretiert das System zum Beispiel Natur into Architektur und ähnliches.

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Um noch mal auf die Schafe zurückzukommen:

via SingularityHub

Genaueres auf dem Google Research Blog

Alle Bilder bei Google Fotos

Game: Duet – Trance, Terror und Sucht

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Danke Duet! Wegen dir bin ich endgültig zum Zombie geworden, ich wollte dich eigentlich schon vor 10 Min beenden, weil du so ein gemeines Arschloch-Game bist und trotzdem ramme ich gerade zum zehnten mal mein Rad gegen einen unfair platzierten Block, der trotz der vielen Aufprall-Momente auch noch schick aussieht.

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Eine Google-Suchanfrage per Post… und die Antwort

googlefrage

Komme gerade von sieben Tagen Danzig zurück (langweiliger Reisebericht folgt) und muss mich erst einmal warmbloggen. Daher starte ich den Tag mit etwas, was ohnehin schon durch die halbe Bloglandschaft gewandert und mittlerweile als Nicht-Fake bestätigt ist:

In diesem Jahr ist Michael Wiethe (Rettungsassistent) mit seinen beiden Söhnen Timm (12) und Henri (9) in dem Nordseebad Otterndorf. Das tägliche Ritual des Geschichtenvorlesens am Abend, vor allem die Geschichte des Deichhörnchens, hat Timm Wiethe jedoch grübeln lassen. „Mein Sohn wollte wissen, ob es das wirklich gibt“, erklärt Vater Michael. Der routinierte Griff zum Smartphone und der Suchmaschine Google war in Otterndorf aufgrund schlechten Empfangs nicht möglich. Sohn Timm hatte aber schnell eine Idee: einen Brief an Google schreiben. Gedacht – getan. Da der Postweg zu lange gedauert hätte, ging das nette Schreiben mit der Frage nach dem Deichhörnchen per Fax an das Unternehmen.

…und dann kam das als Antwort.

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Klar ist die Antwort von Google PR und so… aber so verdammt niedliche PR, dass sie einfach nicht ignoriert werden kann.

via

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Elders react to Google Glass

In den letzten Monaten hatten die großartigen Fine Bros ja ne Menge Spaß dabei, Kindern von heute die Technik von gestern zu zeigen. Was läge da näher, als nun den umgekehrten Weg zu gehen, und Senioren von heute, die Technik von Morgen zu zeigen. Alte Menschen reagieren auf Google Glass: Verdammt unterhaltsam und zudem mit Reaktionen, die alles andere als borniert, konservativ oder kulturpessimistisch sind.

Direktlink

Neues Lieblingsspielzeug für die nächsten 48 Stunden: Google Ngram Viewer

Jaja, ich weiß: Google ist böse und so. Obwohl ich den Google Reader praktisch nie benutze und dort nur ein Backup meiner rss-Feeds für den Notfall habe, habe ich doch das Gefühl zumindest aus Solidarität mit den Blogger-Kollegen fortan auf Google-Posts verzichten zu müssen. Denn offensichtlich war für ziemlich viele Blogger, die ich täglich lese, der demnächst eingestellte Google Reader das essentielle Werkzeug schlechthin… was ich wiederum überhaupt nicht verstehen kann: Grauenhaftes Interface, hässlicher Look und browserbasiertes rss-Lesen finde ich auch eher so suboptimal. Dafür läuft bei mir mein rss-owl einfach zu sauber im Hintergrund, lässt sich weitaus besser konfigurieren und macht (zumindest seit dem letzten Update) trotz meiner ziemlich großen Masse an Abonnements nicht schlapp. Okay, java, auch scheiße, aber zumindest riskiere ich mit ner ganz konservativen, lokalen rss-Abfertigung kein böses Erwachen, wie das, das es gerade bei Google-Reader-Nutzern gab.

Egal, anderes Thema: Trotz Solidaritätsgefühl muss ich an dieser Stelle einfach auf Googles ngram Viewer verweisen, der aus 5 Millionen Büchern, die von Google Books digitalisiert wurden, leckere quantitative Analysen darüber erstellt, wie häufig ein bestimmtes Wort – oder eine bestimmte Phrase – in einer bestimmten Zeit publiziert wurde. Inklusive übersichtlicher Grafik und verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten. Damit kann man dann interessante, aufschlussreiche oder einfach nur alberne Vergleiche anstellen und z.B. die erschreckende Erkenntnis gewinnen, dass das Wort Schwarzer erst seit 1995 in der digitalisierten deutschen Literatur öfter auftaucht als das Wort Neger oder einfach nur Spaß am Vergleich verschiedener Synonyme für den Beischlaf haben. Unten gibt es noch einen unterhaltsamen, absolut sehenswerten TED-Vortrag zu dem Tool, und da ich gerade wegen akuten Hungers zu unkreativ bin… Probiert es einfach selbst aus!


via

Google 2012 – Das Bilderbuch

Die beiden Londoner Künstler und Designer  Ben West und Felix Heyes haben die 21.000 Wörter eines klassischen englischsprachigen Dictionarys durch Bilder ersetzt. Dabei griffen sie auf nichts geringeres auf die jeweils ersten Bilder-Suchergebnisse von Google zurück. Heraus gekommen ist ein ganz offensichtlich herrlich diversifiziertes Bilderbuch, in dem Nonsens-Pictures neben wissenschaftlichen Illustrationen stehen, Catcontent auf einer Seite mit Popstar-Fotos sowie Markenlogos auftaucht und sowohl Sinn- als auch Sinnlosigkeit gleichberechtigt nebeneinander existieren. Ein Kompendium des visuellen Internets 2012, eine absolute Momentaufnahme, eine Enzyklopädie zwischen jpg, png und gif und natürlich auch eine wunderbare Allegorie auf die Diversifizität des Internet überhaupt.

via Ignant

Google Beatbox

Einfach den folgenden Text ins Google-Übersetzer-Tool hauen, von englisch nach deutsch übersetzen und genießen…

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Thx Katrin

 

Die Mode des Internet

Der italienische Designer Neko-Vi hat sich Gedanken über die Rolle verschiedener Internetdienstleister gemacht und entsprechende Modevorschläge für festliche Bankette und rote Teppiche kreiert. Passt! Während Facebook im putzigen Rüschen-Abendkleid fast schon konservativ bis kitschig – und zugleich geerdet – wirkt, läuft die Dame Megaupload mit einem konfusen, übervollen – im Grunde genommen ziemlich stillosen – Dynamik-Dress auf. Youtube ist am Oberkörper mit schillernder Eleganz ausgestattet, während in Bodennähe ebenfalls die Konfusion ausbricht. Google und Yahoo sind einfach liebreizend, während Twitter ziemlich fesch und stylish – und irgendwie auch am trendigsten – daherkommt. Alle festlichen Abendgarderoben folgen nach dem Klick.

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Google Maps goes 8-Bit

Weiß noch nicht genau, wie ich das dieses Jahr mit dem ersten April handhaben will: Ignorieren, wie ich es mir fast jedes Jahr vornehme (und dann doch nicht mache)? Aktiv und begeistert suchen? Auf einen Sammelartikel habe ich jedenfalls eher weniger Lust. Warum etwas aufsetzen, was ein Hashtag wie #Aprilscherz bei Twitter weitaus besser erledigt, als man selbst dazu  jemals in der Lage wäre? Egal, auf dem schön nerdigen Gag von Google Maps bin ich jetzt doch hängen geblieben… allein schon wegen dieses unglaublich niedlichen 8-Bit-Ritters und des erhöhten Final Fantasy whatever Nostalgiefaktors. Bester Aprilscherz, so far!

Starten sie ihre Mission

  • Entdecken Sie Sehenswürdigkeiten in 8-Bit
  • Seien Sie ein Held und erforschen Sie die Welt!
  • Finden Sie versteckte Monster!
8-Bit Quest Maps verwendet unsere Beta-Maps-Technologie und stellt bestimmte Anforderungen an Ihr System. Möglicherweise kann Ihr System 8-Bit-Architekturen nicht verarbeiten.

http://maps.google.de/

Porn vs. Christmas (2011)

Puh… 2011 war es echt knapp. Aber auch in diesem Jahr hat der Suchbegriff Christmas pünktlich zum Fest den Suchbegriff Porn bei Google ausgestochen. Die Statistik auf der Google-Trends-Seite zeigt sehr schön, wie die Suchenden jährlich im Dezember zumindest für einen kurzen Zeitraum nur noch Weihnachten im Sinn haben, um darauf dann doch wieder zu ihrem Lieblingsterm zurück zu finden. Und es wird enger, Jahr für Jahr. 2012 dürfte es dann so weit sein, und der Weihnachtsmann durch Rentiersex und nackte Weihnachtsfeen ersetzt werden. Aber in dem Jahr geht ja ohnehin bekannterweise die Welt unter. Insofern nicht so schlimm…

via The Atlantic (die es wie ich genießen, dass Weihnachten zumindest einmal im Jahr wichtiger ist als unrealistisches Bildschirmgerammel)

Internet-Superhelden

Sehr schöne Illustrationen von Caldwell Tanner: Die Internet Justice League vereint alle großen Superhelden des Internets, listet deren Superkräfte auf und sucht nach ihren Gegenspielern. Schick ist das Ganze zweifelsohne, allerdings verstehe ich nicht, warum sämtliche Big Player ausgerechnet als Heroes und nicht als Villains auftreten. Zumindest Facebook könnte auch so etwas wie der Lex Luthor oder Green Goblin des Webs sein…

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Links fürs Wochenende

Terroranschläge und Doppelstandards in alle Richtungen

Bester Artikel zur (medialen) Reaktion auf den Terroranschlag in Norwegen (oder war es jetzt doch ein Attentat? Hängt das von der Identität des Täters ab). Ali von zoon politicon zeigt den Hysterikern, Gehässigen und Bigotten, wie eine differenzierte Analyse der Geschehnisse (und deren Rezeption) auszusehen hat.

Kunst aus der Webcam

Interview mit dem Fotografen Jens Sundheim, der als Traveller rund um den Globus reist und sich von verschiedensten Live-Webcams fotografieren lässt.

30 Jahre MS-DOS

Heise erinnert an das wunderbare, minimalistische Betriebssystem, das weder grafisches Interface noch Multitasking-Optionen benötigte, um seine Benutzer zu verzaubern.

Pseudonymintoleranz

Interessanter Kommentar der Ennomane – als Betroffene – zu der Pseudonym vs. Klarnamen Debatte auf Google+. Sowohl im Bezug auf das Spiel mit Identitäten und Neukonzeptionierungen der eigenen Persönlichkeit im Netz als auch auf Redefreiheit und das Recht anonym zu sein.

Captain America and His Non-Struggles Against the Holocaust and Racism

(…) Most of this is due to its setting in World War II and that it’s an origin story focused on the creation of a hero. But even with those two factors as a given, the movie takes great care to steer clear of anything even remotely controversial. Even the gravitas of Nazi evil is mostly pushed aside by the fictional HYDRA, a rogue Nazi science unit that breaks off from the Third Reich and even targets it as one of its enemies. Rogers recruits African- and Asian-American members for his team, but the racial prejudices that both men would have surely endured are never mentioned in the movie. (…)

Letztes Jahr auf Seite360:

Endlich mal wieder Kanonisierungs-Futter für die 00er-Filmnerds: Dieses Mal sind die besten Science Fiction Filme sowie die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts an der Reihe. Außerdem gibt es noch eine schnieke Rezension zu Church with no magic von PVT und einen Lobgesang auf Christopher Nolans Inception. Das Wetter ist besser als 2011 (was nicht besonders schwierig ist) und so hängen wir weiter im Sommerloch und am Strand, den angesagten Cafés und den düsteren Clubs rum.

Links fürs Wochenende

Kulturpolitik: Hoch die Hockultur

…und nieder mit ihren Verächtern. Jens Jessens Manifest über die Notwendigkeit einer subventionierten Hochkultur und deren Abgrenzung zur Massen- und Popkultur.

Google+: Tipps und Tricks zum neuen Social Network

Die Jungs von Netbooknews haben – als Benutzer der ersten Stunde – einen kleinen aber sehr aufgeräumten Artikel mit Tipps und Tricks für die ersten Schritte bei GooglePlus zusammengestellt. Passend hierzu auch der Hinweis aus der selben Ecke auf das Blog InsideGooglePlus, das sich als eines der ersten Blogs im deutschsprachigen Raum einzig und allein der neuen Social Community widmet.

Skeptizismus/Atheismus/Feminismus und wie Richard Dawkins sich ins Aus trollte

Riesengroße Aufregung in der Science Community. Rebecca Watson wird auf einem Kongress ungebührlich angebaggert und äußert ihren Unmut über diese Situation. Zahllose Männer laufen Amok, Richard Dawkins ganz vorne mit dabei… und schließlich wird aus der kleinen Zwischenepisode ein Politikum. Man lese nur die Kommentare, Fehden und Kämpfe im Kommentarbereich von Scienceblogs, um einen kleinen Einblick zu bekommen, welch hohe Wellen ein solches Thema schlagen kann.

Offen für alle: Open Spreeblick

Ich mag ja Spreeblick, auch wenn das Blog in den letzten Jahren inhaltlich deutlich dünner geworden ist (zumindest quantitativ). Mit Open Spreeblick sollte sich das ändern. Schreiben und veröffentlichen darf jeder. Nach einer Überprüfung werden die Inhalte frei gegeben und deren Autoren profitieren selbstverständlich vom Spreeblick-Traffic – während Spreeblick wiederum von frischem, kostenlosen Content profitiert. Ob sich das positiv oder negativ auf die Qualität der Seite ausschlagen wird, ob Spreeblick damit zur “Dorfmatratze des Internets”  wird… bald werden wir es wissen.

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko nimmt When you’re strange, die ungefähr zwölfrillionsten Doors-Dokumentation unter die Lupe, die in diesem Fall immerhin von Johnny Depp gefeaturet wird. Und da ein solches Lebensgefühl immer ansteckend wirkt, geht er anschließend zwischen Gras und eingängigem Punk und Surf Pop in Wavves – King of the Beach verloren. Florian kümmert sich derweil um die besten Epen der 00er Jahre… Der Kampf gegen das Sommerloch hat begonnen.