Happy Birthday, Game Boy – Die 10 besten Spiele für den Handheld-Klassiker

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So bevor es zu spät ist, schicke ich an dieser Stelle auch noch schnell meine Geburtstagsgrüße zum 25jährigen Bestehen des Game Boy heraus. Auch wenn der kleine Handheld nicht meinen ersten Kontakt zu Videospielen darstellt (davor gab es bei uns zu Hause ne uralte Pong-Konsole und nen Atari VCS 2600, außerdem habe ich intensiv bei nem Freund Amiga und C64 gezockt), so markiert der Game Boy doch meine intensivste und prägendste  Auseinandersetzung mit Videospielen… bis zum heutigen Tag, über mehrere Variationen und Generationen hinweg. Ich habe den klassischen Game Boy zur Erstkommunion geschenkt bekommen (der beste Teil meiner katholischen Sozialisation), habe mir später vom Taschengeld einen Super Game Boy Adapter für mein SNES gekauft, hatte einen Game Boy Light, einen Game Boy Advance und wurde doch ziemlich wehmütig, als Nintendo den prototypischen Handheld mit der Veröfentlichung der DS-Franchise offiziell beerdigte. Anyway, wenn schon jeder das Jubiläum des kleinen Kastens damit feiert, eine Best-Of-Liste rauszuhauen, dann kann ich das auch. Es folgen – ohne große Einleitungsworte – meine subjektiven Top10-Games für den schwarzweiß-Handheld. Nur Games, die auf jedem Game Boy Modell spielbar waren, sprich: Die wirklichen Klassiker. Keine Game Boy Color -, keine Advance-Games, einfach nur pures Retro-Glück in Grau und Grün. Happy Birthday, lieber Game Boy. Ohne Dich wäre meine Kindheit weitaus trostloser gewesen.

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Virtueller Sex – Luxuria Superbia für Android, iOS & PC

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Dafür, dass das Medium Spiel noch so jung ist, holt es derzeit mit erstaunlich großen Schritten gegenüber den etablierten Medien wie Film und Literatur auf. Dank der Entdeckung der Möglichkeiten des Kunst- und Independent Games in den letzten Jahren erleben die Spieler gerade eine Zeit, in der zahllose Entwickler beweisen, dass es durchaus möglich ist, auf dem Videospiel-Markt mit viel Experimentierfreude so etwas wie Avantgarde zu produzieren – und sogar zu verkaufen -, während die teuren Blockbuster-Produktionen beweisen, dass auch in Videogame-Land Hollywood-Standards möglich sind. Und doch, trotz dieser Entwicklung gibt es einige Sujets und Topoi, die im Medium derzeit nicht einmal ein Nischendasein führen, sondern schlicht und ergreifend gar keine Rolle spielen. Eines davon ist die Erotik: Weder infantile Fuck ‘em Adventures wie Leisure Suit Larry (1987) noch QTE-Bettakrobatik wie in den Quantic Dream Games konnten bisher diese Lücke füllen. Was bis dato maximal möglich schien, war es Sex zu thematisieren und – knapp vor explizit – im Spiel darzustellen. Von Erotik indes keine Spur. Der Independent Games Festival Gewinner Luxuria Superbia tritt nun an, diesen Missstand zu beheben.

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3LIND – Mystery-Browsergame

…Und… um der Hitze zu entkommen, ein herrlich unterkühltes Rätselspielchen für den samstägigen Morgen. Wer Mystery-Games wie Antichamber kennt, dürfte ungefähr ahnen, was ihn erwartet. Erst einmal gilt es, die Regeln herauszufinden, und dann ändern sich diese wiederum komplett, wodurch jeder neue Raum zu einer neuen Herausforderung wird. Mit seinen gerade einmal 20 Leveln hält der Spaß an 3LIND zwar nicht sonderlich lange an, dafür stimmt die Atmosphäre (Kopfhörer und verdunkelter Raum seien empfohlen), und auch wenn die Rätsel für geübte Querdenker keine wirkliche Herausforderung darstellen, so macht es doch Spaß dem Mystery-Eye auf dem Weg durch die Labyrinthe zu helfen. 30 Minuten, die alles andere als vergeudet sind.

3LIND (Browsergame) via nerd gold

Links fürs Wochenende

Paintings with Guitars, Lutes etc.

Sehr schöne Pinterest-Seite von Heike Matthiesen. Gemälde von musizierenden Menschen aus verschiedenen Epochen, mit verschiedenen Instrumenten, von der Antike über den Barock bis zur Moderne.

Jean-Jaques Rousseau – Der wahre Egoist

“Rousseaus natürliche “Selbstliebe” ist besser als jede Moral.” schreibt Slavoj Žižek in diesem Essay anlässlich des 300. Geburtstags des großen Philosophen der Aufklärung.

Länger leben mit Rotwein. Tatsächlich?

Spannende, wissenschaftliche Auseinandersetzung über den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität, Indiz und Beweis, anhand der klassischen Annahme, das regelmäßiges, gemäßigtes Rotwein-Trinken zu einem längeren Leben führen kann.

Spielanalyse: Deutschland – Italien

Ähmm ja, vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, mein letzter Beitrag zu dieser Fußball-EM, die mich emotional dann doch ziemlich kalt gelassen hat. An dieser Stelle sei trotzdem darauf hingewiesen, dass die (mit Abstand) besten Spielanalysen weder von Waldi noch von Olli kommen, sondern im großartigen Fußball-Blog Spielverlagerung zu finden sind.

Das Manifest für den neuen Theismus

Neue Theisten sind keine Glaubenden; wir vertrauen auf Evidenz. Wir schätzen wissenschaftliche, historische und interkulturelle Evidenzen mehr als alte Texte, religiöse Dogmen oder kirchliche Autorität. Wir schätzen auch wert, wie eine auf Evidenz erbaute Weltanschauung unsere Vereinigung mit Gott-Realität-Leben-Universum-Mysterium-Ganzheit bereichert und vertieft.

Das Ende vom Glied

Marina Weisband setzt sich angenehm differenziert mit der Debatte um das Verbot von Beschneidungen bei Kindern aus religiösen Gründen auseinander. Der Text ist weitaus besser, als der Titel vermuten lässt.

Mous Maze Speedrun (Browsergame)

Mal wieder so ein hysterisches, “Komm mit der Maus bloß nirgendwo ran und achte auf die Zeit! Um Himmels Willen achte auf die Zeit”-Geschicklichkeitsspiel. Macht in dem Fall aber echt Laune.

Go Go Goblin! (Browsergame)

Wieder mal so ein vollkommen überdrehtes “Schieß was ab und halte es so lange wie möglich in der Luft! Um Himmels Willen halte es in der Luft”-Geschicklichkeitsspiel. Der Abgeschossene ist in diesem Fall ein Goblins, Upgrades wie Raketen und Gleitschirme helfen. Nichts neues, macht aber auch Spaß.

How Games Are Meant To Be Played vs. How You Play Them

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Trotz Sommerloch hat auch der Juni 2011 einiges an hörenswerten und nicht hörenswerten Alben zu bieten. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, beschäftigt sich Rinko mit Bon Iver, Digitalism, Limp Bizkit und The Antlers und genießt nebenbei das Glastonbury Festival. Außerdem bietet die Frauenfußball-WM Anlass zu Gedanken über primären und sekundären Sexismus. Florian verharrt weiter in der Zelda-Nostalgie,  in diesem Fall bei den 3D-Spielen der Action-Adventure-Reihe und findet nebenbei noch Zeit, sich die besten Justizthriller und Gerichtsfilme der 90er Jahre sowie den legendär verbrämten Waterworld von und mit Kevin Costner zu Gemüte zu führen.

Links fürs Wochenende

Die verführerischsten Sätze

Das moderne Mammutwerk Ulysses von James Joyce – das dieses Jahr endlich ins Gemeingut übergegangen ist – bekommt eine lange überfällige Adaption als episches Hörspiel. 24 Stunden zu erwartende pure modern Awesomeness. Das wird etwas, worauf man sich freuen kann.

Die Sache mit den Fähnchen abreißen – Abreißer im Interview

Anlässlich der EM 2012 findet wieder das altbekannte Spielchen, Nationaleuphoriker vs. antifaschistische Fähnchenabreißer statt. Daniel aka Kotzendes Einhorn nimmt dies zum Anlass, um mit einigen der Nationalsyymbol-Verächter und -Zerstörer zu reden. Man mag das Verhalten der Linken Fähnchenknicker und -Reißer albern und pubertär finden, kommt aber nicht drumherum, dass ihre Kritik an nationalen Symbolen einen mehr als wahren Kern hat. Passend dazu auch: EM-Patriotismus: Meine gefährliche Liebe zu Deutschland

Künstler, Verwerter und Piraten

Sehr interessanter, ausführlicher und ausgewogener Beitrag von Walter Thomas Heyn zur Urheberrechtsdebatte:

The Oatmeal and FunnyJunk Affair

Der – btw. großartige – Comiczeichner Matthew Inman reagiert nach einigen Problemen mit der Content-Schleuder FunnyJunk (bei denen sich zahllose seiner Comics ohne Verweis auf den eigentlichen Urheber finden lassen) mit Spott und Kritik und erhält kurz darauf ein ätzendes Anwaltschreiben von dem Big Player. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken reagiert er aber auf seine ganz eigene, sau komische Art.

Videowerbung ist kreativ, feiert Rekorde – und geht mir auf den Geist

Jürgen Vielmeier rantet gegen Prerolls, Midrolls, Postrolls, Pop-Ups und alles was man sonst noch auf diversen Online Videoportalen findet. Ein bisschen zu viel “mimimi” aber allemal lustig und lesenswert.

Van Gogh inspiriert Pflanzengenetiker

Wenn man Skeptiker, Wissenschaftsfreund und zugleich Kunstliebhaber ist, tut es doch ziemlich gut, Beispiele zu finden, in denen die Kunst eben nicht nur für sich selbst steht sondern auch tatsächlich die Wissenschaft (also die richtige, nicht irgendwelchen pseudowissenschaftlichen, esoterischen Hokuspokus) beflügelt hat.

Museum of endangered Sounds

Vom Aussterben bedrohte Klänge sorgsam für die Nachwelt archiviert.

2012 – Die Technik von Shadowrun

Die Technologie, die in den 80ern für das Jahr 2050 erträumt wurde, ist noch lange nicht da. Aber sie steht schon vor der Tür und klopft. Und das, was wir hier zusammengesucht haben, ist nur ein Teil der Forschung. Für viele Körperbehinderte steht wohl tatsächlich ein neues, besseres Zeitalter bevor.

Wii-U angespielt

Sehr schöne Preview der neuen Nintendo-Konsole. Im Gegensatz zu unzähligen Videospiel-Magazinen und -Blogs setztViktor in Caschys Blog seinen Fokus weniger auf technische Details und alberne Core vs. Casual Diskussionen und widmet sich stattdessen dem unmittelbaren Spielerlebnis und first Look and Feel.

Draw a Line (Browsergame)

Endlich mal wieder so ein total simples und dennoch süchtigmachendes Flashgame für den Browser: Linien zeichnen um Vögel vor dem Absturz zu retten, bewusst abstürzen zu lassen und einsame Vogelherzen zusammen zu führen. Kommt gut, ist ohne Zweifel von Smartphone-Game-Mechaniken inspiriert und macht trotz Casual-Charakter verdammt viel Spaß.

Psychout (Browsergame)

Browsergame Nummer zwei bei den heurigen Links fürs Wochenende: Psychout geht mit seinem gewitzten Rätselcharme zwar auch definitiv eher in die Casual-Richtung, hat aber neben dem simplen und dennoch herausfordernden Grundprinzip auch einen netten Hintergrund und ein ziemlich cooles Art-Design zu bieten. Schalter drücken, Rätsel lösen, geschickt agieren und nebenbei an der Realität rumpfuschen. Macht Laune.

8 Things From Videogames We Wish Existed In Real Life (englisch)

No traffic, money, everywhere, save points, clearly defined level ups etc…

Wenn schon Gewalt, dann bitte richtig!

Jörg von 4players wünscht sich mehr naturalistische Darstellungen der Konsequenzen aus Gewalt in Videospielen:

Die Gewalt muss viel öfter in die Tiefe gehen, indem sie die einzelne Situation komplexer darstellt und nicht nur den Akt des Tötens gezielt verlangsamt, sondern auch die grauenhaften Folgen zeigt. Die Kamera muss viel näher ran, das Tempo muss raus und das Bild muss so authentisch sein, dass sich einem der Magen umdreht. Was ist ein Call of Duty oder ein Battlefield anderes als die totale Verharmlosung von Krieg? Selbst der erste Rambo ist dagegen eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung!

The Future according to Films

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Florian fragt sich ob Sliver wirklich zu den schlechtesten und ob Forrest Gump tatsächlich zu den besten Filmen der 90er Jahre gehört.  Zumindest bei Independence Day lautet die Antwort auf die Frage nach der Zugehörigkeit zu einem Best-of-Kanon definitiv “Nein, nein, nein!” Rinko lässt das selbe Jahrzehnt mit dessen besten Alternative-Rock Alben wiederauferstehen und genießt dabei unter anderem Musik von den Eels und den Smashing Pumpkins. Nostalgie steht ohnehin ganz groß auf dem Programm, auch im Bereich Videogames. Hier erinnern wir uns wehmütig an The Legend of Zelda und die weiteren 2D-Auftritte des großen Adventure-Helden Link.

Links fürs Wochenende

Lieber Sven Regener

Dirk von Gehlen antwortet auf Sven Regeners (Element of Crime) “Wut-Rede” im Interview mit dem Zündfunk zum Thema Urheberrecht in der digitalen Welt:

ikono.tv: „Was MTV für Musikvideos war, sind wir jetzt für die Kunst!“

In einem unscheinbaren Gebäude eines Werkhofes im Prenzlauer Berg produziert das 24-köpfige, multinationale Team von ikono.tv zusammen mit vielen freischaffenden Kreativen, vom Kameramann bis zur Kunsthistorikerin, in aller Stille Filme und Beiträge über zeitgenössische wie klassische Kunst, Kunstwerke, Werkschauen oder Ausstellungen einzelner Künstler.

Hinter den Kulissen des Fotojournalismus

Fotoserie

Komfortzone findet woanders Stadt

Aus Angst vor Sachschaden ziehen BMW und Guggenheim-Museum ein Kulturprojekt aus Kreuzberg ab. Berlin entgehe eine große Chance, heißt es. Aber worauf?

Faust-Statistiken

Eine schöne, kleine, quantitative Analyse des literarischen Klassikers.

FC Bayern A-Z

Launiges Mini-Glossar beim Freitag über Mythos und Wirklichkeit des FC Bayern München. Mal abgesehen davon, dass ich mich relativ wenig für Fußball interessiere, war das echt gut zu lesen, zumal mir dieser affektive Hass auf die Münchner schon immer etwas suspekt war.

7 Reasons it Sucks Living in an RPG World

Helden bestehlen sich, Shops verkaufen nur Abenteuerausrüstung, Bücher haben meistens nur ein paar Seiten und in deinem Keller leben überdimensionierte Tiere…ätzend!

You have forgotten to use a pen (Browsergame)

Unglaublich frustrierendes Geschicklichkeitsspiel für alle Tastatur-Veteranen…

Simple Motions (Browsergame)

Unglaublich befriedigendes Puzzle- und Rätselspiel, in dem ihr eine munter vor sich hinrollende Kugel durch das Setzen verschiedener Impulse dabei helfen müsst, Sterne einzusammeln und zur Zielfahne zu gelangen. Perfekte Physik, tolle Rätsel und schöne, simple Grafiken. Macht Laune.

Wie ein Belgier das Internet erfand…

Letztes Jahr auf Seite360:

Ein Filmabend, ein Filmabend! Der erste der Reihe und leider gab es davon in letzter Zeit viel zu wenige. Thema in diesem Fall: Dream a little Dream. Ansonsten stehen mal wieder Zeitreisen auf dem Programm: 90er Brit-Pop Nostalgie, 90er Comedy-Nostalgie, 90er Nu-Metal-Nostalgie, sowie ein Blick auf die besten Episodenfilme und Composite Films des selben Jahrzehnts. Außerdem setzen wir uns mit dem Western-Western True Grit auseinander und beschäftigen uns in einem mehr oder weniger aktuellen Filmabriss mit Bedways, Daybreaker, Für immer Shrek und Rampage von… Uwe Boll.

Links fürs Wochenende

Überblendung (1)

Schneiden oder Blenden? Das klingt noch heute nach einer moralischen Frage. Der ehrliche „harte” Schnitt gegen die falsche Süße eines „weichen” Übergangs. Aber sind das wirklich Alternativen? Bedeutet eine Überblendung nicht etwas anderes?

Listomania 2011! Die Jahrescharts der Anderen

Schöne, übersichtliche Best-Of-2011-Zusammenstellung von den Bloggern von Auftouren.de. Mit dezentem Hinweis auf den wahnsinnigen Listen-Overkill von “diesem Typen hier”

Heimat hat keinen Plural

Schöne neue dctp-Themenschleife zum Thema Migration in Deutschland:

Rücke vor bis auf Los und ziehe DM 4000 ein

Alexander Cammann über das vergnügliche Monopoly-Sachbuch des Kunsthistorikers Andreas Tönnesmanns:

»Nicht nur der Markt allein herrscht.« Für alle gibt es einen gleichen Lohn von 4000 Mark, Steuern werden fällig, öffentliche Einrichtungen wie Gefängnis und Lohnstelle agieren ordentlich – und die Bank, immerhin kapitalistische Zentralmacht, ist privatem Zugriff entzogen und wird als »Über-Institution« zur »konzentrierten Analogie des Staates«. Zudem fährt Tönnesmann sein architekturhistorisches Arsenal auf, wenn er das Spielfeld mit seinen Straßen als imaginären Stadtraum in die Ideengeschichte der Idealstadt einordnet.

Xonix3D

Retrocharmantes Spielprinzip mit dezenten Neuerungen und schicker, futuristischer 3D-Optik. Orientiert am Klassiker Qix (1981) geht es darum peux a peux das Spielfeld zu erobern, Areale abzugrenzen und Gegnern auszuweichen. Schönes, Casual-Prinzip (im besten Sinne des Wortes), das auch heute noch funktioniert und Dank massiger Extras immer noch frisch wirkt.

Und dann gibt es auch noch eine sehr schöne Folge des “Nostalgia Critic” zum Thema Weihnachten und Dem Grinch-Remake mit Jim Carrey aus dem Jahr 2000, wie es sich gehört komplett in Versform:

Letztes Jahr auf Seite360:

Marcus erzählt seine persönliche Korn-Liebesgeschichte und beschäftigt sich mit dem dystopischen Science Fiction Thriller Monsters. Rinko beäugt die CD-Veröffentlichungen Oasis’ der 00er Jahre. Florian ist abgetaucht und freut sich auf die Weihnachtsferien (… genau wie in diesem Jahr).

Links fürs Wochenende

Das Urheberrecht und die Chance auf einen gesellschaftlichen Konsens

Die Frage, wer die Opfer und wär die Täter in der Zeit der digitalen Musikvervielfältigung sind, ist alles andere als leicht zu beantworten. Insbesondere dann, wenn ein “Märtyrium” der Künstler den geizigen Konsumenten zur Last gelegt wird, während gerade veraltete Distributionswege dafür sorgen, dass nur ein Bruchteil der Einnahmen auch bei den tatsächlichen Werkschöpfern ankommt. Der verlinkte Text bezieht sich auf eine Diskussion zwischen Berthold Seliger und Mark Chung, widmet sich aber letzten Endes genau dieser “universellen” Problematik. Zur Ergänzung auch unbedingt die Diskussionen in den Kommentaren lesen…

Scannen, Ablichten Hochladen

Fleißarbeit und kein Ende in Sicht: Das deutsche Kulturerbe soll möglichst vollständig digitalisiert werden. 633 Institutionen arbeiten in 915 Projekten an dieser Mammutaufgabe. Doch was bringt es, wenn Zugriff weiterhin nur Eingeweihte haben?

Bücherabend: Mit anderer Lesart

Über die Renaissance von Lesezirkeln in der digitalen und analogen Welt.

OUKA

Simples aber nettes Browsergame, bei dem es in den einzelnen Levels schlicht darum geht eine einzelne weiße Blume anzuklicken. Dass diese sich dem Mauszeiger und den Verfolgungen durch den Spieler auf jeweils unterschiedliche Weise entzieht, macht den Reiz des Spiels aus, das zwar ein wenig frickelig ist, aber immer die richtigen Hinweise bietet, um die Herausforderungen der einzelnen Bilder zu bestehen.

“Kleist war der Erste, der nicht wusste, was er tat.”

Heinrich von Kleist artikulierte seine inneren Konflikte über die Literatur, sagt der Biograf Peter Michalzik. Ein Gespräch über das faszinierende Werk des Dichters.

Passend dazu auch der Essay Der Schrecken im Bade von Durs Grünbein:

Die Stärke seiner Imagination kam aus Traumbereichen. Er war der Träumer seiner Existenz und Romantik bei ihm die Apotheose des leidenschaftlichen Traums. Die schönsten Momente sind bei Kleist jene, wo der Traum sich aufbaut, bevor die Menschen das Unheil aus sich herausschälen und er zerbricht.

Symmetal

Ein Blog, das sich ausschließlich der Schönheit widmet, die in der Symmetrie von Metal-Artworks verborgen liegt. Betrachtet werden insbesondere Black Metal Designs, aber auch Fotografien und Bandlogos.

Georg Kreisler

“Es reizt mich niemand zum Lachen”“Ich wundere mich, dass ich noch nicht tot bin.” —  “Ob ich ein intelligenter Rex Gildo sei?”

Woran man erkennt, welchen Fernsehkanal man sieht

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko beschäftigt sich intensiv mit dem Witch House Trend, Claudia fährt zum Rolling Stone Weekender und der Rest der Redaktion verschwindet in der beginnenden Herbst-Lethargie, vielleicht auch in diversen Prüfungen, Praktika, Dreharbeiten etc… pp. Weswegen Rinko sich dann doch bemüßigt fühlt,  nach potentiellen neuen Mitarbeitern zu suchen. Auch wenn wir wieder alle fleißig sind, ist dieser Aufruf nach wie vor aktuell. Wer gerne mal den ein oder anderen interessanten Beitrag hier posten möchte, darf sich weiterhin gerne bei uns melden.

Browsergame: Running Men

Superbes Flashgame, in dem der Spieler die Aufgabe hat “menschliche Versuchskaninchen” von a nach b zu manövrieren. Dies wird nicht in der direkten Steuerung der Figuren selbst erledigt, sondern in der Manipulation der Umgebung. Was von der reinen Spielmechanik eine Art minimalistisches Lemmings (1991) darstellt, ist in der inszenatorischen Umsetzung ein wahrhaft makaberer Hochgenuss: Suizidale Versuchskaninchen, ein grimmiger Operator, der eiskalt Anweisungen gibt und ein generell ziemlich schwarzer Humor dominieren das Art-Design. Die Grafik ist schlicht, aber mehr als zweckmäßig, und die Anforderungen an Knobelkönnen und Geschicklichkeit werden mit der Zeit ganz schön hoch angesetzt. Jepp, damit kann man sich – abwechselnd lachend und fassungslos die Hände über dem Kopf zusammenschlagend – locker einen Nachmittag vertreiben.

Running Men von mif2000 könnt ihr hier kostenlos online spielen.

via Superlevel

Portal kostenlos auf Steam

Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen… Ich bin jetzt nicht soooo der große Portal-Fan… Ahhh, Buhhh, Öähhh!!!… Jaja, ich weiß. Keine Ahnung, irgendwie törnt mich schon seit längerem alles ab, was irgendwie mit Ego-Perspektive arbeitet. Liegt wahrscheinlich schlicht und ergreifend an meiner Übersättigung mit öden First Person Shootern seit den Spät 90ern. Whatever, Portal (2007) ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Mysteriös, dunkel, verspielt, knifflig und mit genialem Konzept. Gäbe es das Teil in 2D oder 2 1/2D oder wenigstens im Third Person Look, ich würde sofort zuschlagen und mich nochmal auf die Jagd nach dem Kuchen machen.

Für alle, die im Gegensatz zu mir, einen knackigen Rätselspaß trotz Ego-Perspektive zu schätzen wissen, dann doch der kurze Hinweis darauf, dass es Portal derzeit völlig umsonst auf Steam gibt. Get It Here! Mindestens einmal im Leben sollte jeder diesen Klassiker angespielt haben… Das ist die perfekte Gelegenheit.

Portal on Steam via The Gaming Vault

Intruded – Düsteres Flash-Geschicklichkeitsspiel

Merken… öfter mal nach Browser- und Onlinespielen suchen. Denn zwischen Farm Villes, glücklichen Aquarien und Mafiakriegen finden sich immer wieder atmosphärische ästhetische Schätze, die beweisen, dass durchaus auch im einfachen Flash-Fensterchen ein packendes Game-Erlebnis möglich ist. In diesem Fall entsteht dieses bei dem Einbrecher-Geschicklichkeitsspiel Intruded, dessen spielerischer Anspruch besonders in den permanent wechselnden Kameraperspektiven liegt, da das Geschehen grundsätzlich aus der Überwacherperspektive widergegeben wird. Noch großartiger als die Herausforderung, die dadurch entsteht, ist allerdings die besondere Ästhetik zwischen verwackelnden Bildern, Farbfragmenten und verrauschten Aufnahmen.

Wer dann noch ein Stück weitergehen will, darf auch gerne über philosophische und mediale Rückschlüsse nachdenken: Die Loslösung des Individuums im virtuellen Raum, die Perspektive des Anderen, die zur Eigenperspektive wird; der Andere, der nicht die Hölle sondern das Überleben und zugleich dessen Gefährdung ist. Das Verhältnis von Ich und Raum… und so weiter und noch Sahne oben drauf.

via Superlevel