Schlagwort-Archiv: Genesis

Die 90er Jahre: Die besten Pop-Alben des Jahrzehnts IV

90erpop

Ich setze mal da an, wo Rinko bei der letzten 90er Pop-Retrospektive aufgehört hat… und kann einfach nicht anders als zu sagen: Da fehlt aber noch ein bisschen etwas! Pop zu mögen ist ja spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends wieder ein Indiz für Coolness. In den 90ern sah das jedoch noch komplett anders aus. Nicht nur, dass man in dieser Dekade – im Gegensatz zu den 80ern und 00ern – als Pophörer quasi dazu prädestiniert war, von Grungern, Punks und Metalheads mit einer Gitarre erschlagen zu werden, dies hatte auch seine Berechtigung. Denn wirklich coolen Pop – im ureigentlichsten Sinne des Wortes – gab es in diesem Jahrzehnt einfach nicht. Und so müssen wir für diesen Artikel einmal ganz tief durchatmen und uns auf unsere absolute Uncoolness besinnen, können dabei aber feststellen, dass auch uncoole Musik verdammt gut sein kann; so wie bei den absoluten uncoolen Genesis, angeführt vom komplett uncoolen Phil Collins, oder bei Dido, die trotz Gastauftritt bei Eminem noch nie cool war. Und dann gibt es natürlich noch Robbie Williams, bei dem man damals eine Zeit lang nicht genau wusste, ob man ihn cool finden durfte, eine Frage die dann spätestens im vergleich mit dem anderen großen Boygroup-Aussteiger Justin Timberlake negativ beantwortet werden konnte.

Weiterlesen

Und hier läuft Sonic 2 auf einem E-Reader…

…auf einem Nook Simple Touch, um genau zu sein. Gerade weil E-Reader ja jetzt nicht unbedingt das Image haben, für die Emulation von 16-Bit Games perfekt geeignet zu sein, finde ich das Ergebnis mehr als beeindruckend: Schnell, ohne Ruckler, ohne Flimmern… so wie man es von einem guten Sonic-Game erwartet. Einzig die Steuerung scheint dann doch etwas zu hakelig zu sein, und natürlich gilt nach wie vor die Devise, dass Emulatoren was für Luschen sind und wahre Retro-Zocker sich die Originale kaufen (wobei angesichts der Schwierigkeiten diese in Deutschland zu bekommen, jeder hin und wieder zur Lusche werden muss).

Bleibt ansonsten nur noch zu erwähnen, dass Sonic the Hedgehog 2 (1992) wohl das beste Game der gesamten Franchise ist und dass es Sega irgendwie nie gelungen ist, den Geist der klassischen 2D-Sonics in die dritte Dimension und auf die Next-Gen-Konsolen zu transferieren (darin war Nintendo mit seinen Mario-Fortsetzungen weitaus erfolgreicher).

via technabob

Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts II

Wie schon im letzten Artikel mit der Aufnahme von The Gathering angedeutet, lässt sich durchaus darüber streiten, was zum Progresive Rock gezählt werden darf und was nicht. Aber das Streiten mit Dogmatikern nervt und Hand aufs Herz: Der Prog gehört zu den Genres mit den konservativsten Anhängern, ausgerechnet die Musik, deren Attribut vom lateinischen progressus = Fortschritt abstammt, hat Fans, die sämtliche Neuerungen am liebsten für nichtig erklären und sich in engen Genre-Grenzen am wohlsten fühlen, gerade wenn es um die Verteidigung der Nische gegenüber dem so genannten Mainstream geht. Insofern dürfte die Aufnahme von Muse für einiges Kopfschütteln unter den True Proggern sorgen. Auch dass The Tea Party hier reingehören, wird mit Sicherheit so mancher Prog-Jünger verneinen. Dagegen dürften sowohl The Flower Kings als auch Spock’s Beard und Änglagård einhellig Zustimmung ernten, während Happy Family mit ihrem what the fuckigen Zeuhl-Sound wiederum am anderen Ende des Spektrums angesiedelt sind und all jenen ans Herz gelegt werden können, die schon immer die freakigen, andersartigen und abseitigen Momente der Schublade bevorzugten.

Weiterlesen