Schlagwort-Archiv: Freak Folk

The Flaming Lips & Amanda Palmer – The First Time Ever I Saw Your Face

Was freue ich mich jetzt auf irgendwelche Dummbeutel-Kommentare, die hier Sexismus oder Ähnliches vermuten. Eines steht schon mal fest: Amanda Palmer hat relativ wenig Probleme mit Nacktheit und ein Flaming Lips Video wird nie normaler Konsens sein.

The Flaming Lips & Amanda Palmer – The First Time Ever I Saw Your Face (2012)

Regie: Delo Creative

Album: The Flaming Lips And Heady Fwends

The Flaming Lips and Bon Iver – “Ashes in the Air” (Record Store Day)

 

Photograph by Mike Peel

Photograph by Mike Peel (www.mikepeel.net)

Irgendwie bin ich es schon fast leid Younot-Videos zu posten, aber die Zusammenarbeit von den wunderlichen Flaming Lips und Bon Iver im Zuge des  Record Store Day, an dem sämtliche Künstler die langsam verschwindenen Plattenläden mit exklusiven Veröffentlichungen unterstützen, muss ja einfach einen sonnigen Mittwoch-Morgen versüßen.

On April 21st, The Flaming Lips will be releasing a compilation comprised of an incredible amount collaborations for Record Store Day titled The Flaming Lips and Heady Fwends, with a reportedly small number of the vinyls being pressed for the release including the blood of several the contributing artists. One of the artists included on the compilation, although we’re unsure whether or not his blood has been harvested, is none other than the golden boy of 2011, Jusin Vernon. The collaborative effort between The Flaming Lips and the Bon Iver frontman has made its way online, so give the 6-minute track a listen above

 

via SKOA

Hörenswertes: Januar 2011

Das Jahr fängt sowohl musikalisch als auch metereologisch schonmal recht ordentlich an. Mit Anna Calvi, Tu Fawning, Qube und Fujiya And Miyagi folgen vier musikalische Pralinen für die – Gott sei Dank – gar nicht mehr so kalten Januartage: Edler Songwriterpop, verschnörkelter Indie, eskapistischer Folk und deftiger Neo Progressive Metal. Da dürfte für jeden was dabei sein…

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Wir könnten Freunde werden… – Haldern Open Air 2010 Nachbericht

Ich habe jahrelang über das Haldern Open Air Witze gemacht, über die vielen zu netten Bands, die Hippie Atmosphäre und die Location irgendwo in einem Kaff am Niederrhein, fast so als wäre ich tatsächlich einmal dort gewesen. War ich aber bis zu dem Wochenende nie und eigentlich hätte ich schon deswegen meine große Klappe halten sollen. Da wegen diverser Geld-Probleme (Wohnungs-Umzug) , schlechten Line-Ups (Pukkelpop) und mangelnder Begeisterung der Anderen (Freunde)  diesmal nur das günstige und in der Nähe liegende Haldern Pop Festival als Option in Frage kam, war es also Zeit sämtliche Voruteile wieder rauszukramen und sich skeptisch in den Zug Richtung Emmerich zu setzen.

Die Fahrt nach Haldern führt über wenig spektakuläre Städte wie Wesel (ja genau die Stadt mit dem Esel…gnihi) und Dörfer mit wohlklingenden Namen wie Meerhoog; halt alles was ein Stadtkind wie ich zum davonlaufen findet und  alles was genüsslich sämtliche Klischees vom fetten Bauern und prolliger Dorfjugend vor meinem geistigen Auge ablaufen lässt. Wo man bei Rock am Ring schon am Koblenzer HBf von  gröhlenden Onkelz Fans und keifendem Prollrock begrüßt wird, läuft hier alles wesentlich gesitteter und ruhiger ab. Schon kurz nach dem Ausstieg gibt es eine Gepäckabgabe und die ersten obligatorischen Bändchen und Mülltüten für das Camping-Gelände. Nach ein paar Minuten landet man bereits direkt in dem Ortskern, der nebenbei erwähnt sehr gepflegt und sauber aussieht. Weiterlesen

Jeff Mangum (Neutral Milk Hotel) spielt nach zehnjähriger Pause ein Set

Bildmaterial von Last.Fm

In den Top Ten der besten Alben der 90er tauchen grundsätzlich immer die üblichen Verdächtigen wie Smashing Pumpkins, Oasis oder Nirvana auf. Und auch am Anfang dieses Jahrzehnts fand man noch relativ selten den Namen Neutral Milk Hotel, bis sich in den letzten Jahren ein regelrechter Indie Hype um die Alternative Folk -Band um Jeff Mangum entwickelte, der sich nach dem epochalen Meisterwerk In the Aeroplane Over the Sea zurück zog und es bis heute geschafft hat eine gewisse mystische Aura um seine Person zu bewahren. Nur ganz selten lässt sich Mangum zu einem Livekonzert überreden und schafft es selbst in Zeiten von Youtube nicht allzu viel von sich und seinem Privatleben preiszugeben. Bei einem Benefizkonzert für Chris Knox gelang es immerhin ein paar Leuten äußerst wacklige Aufnahmen von ihm zu machen… und so haben es immerhin zwei  Videos zu “Oh Comely” und “Two Headed Boy Part 2″ in die Spähren des Internets geschafft.

Setlist

“Oh Comely”
“A Baby for Pree”/”Where You’ll Find Me Now”
“Two Headed Boy Pt. 2″
“In the Aeroplane Over the Sea”
“Engine”

Verwobene Gesänge, verschrobene Klänge – CocoRosies neues Album "Grey Oceans"

Sie waren schon immer offen für allerlei Musikstile und Genres… CocoRosie die beiden Schwestern aus Frankreich. Das hat sich auch auf ihrem aktuellen Album Grey Oceans (vö: 10.05.) nicht geändert. Ganz im Gegenteil: Mehr denn je schrauben sie die folkigen Pop-Sounds zurück und widmen sich experimentellen, verschrobenen Klangfeldern. Dennoch geht es hier alles andere als stillos zur Sache. Wo andere Bands Schicht auf Schicht legen würden, blitzt bei CocoRosie trotz aller Experimentierfreude immer ein Hang zum raffinierten Nebeneinanderstellen auf. Dieses Konzept äußert sich bei Grey Ocean vor allem im Spiel mit den Kontrasten und Gegensätzen. Hell und dunkel, zurückhaltend und schrill, apokalyptisch und optimistisch, melancholisch und lebenslustig… Wie sich in den einzelnen Songs die Stimmen der Schwestern abwechseln, wechseln auch die Stimmungen und Stile…

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Berlin: Die Ladies erobern den Mai

Berlin: Weiblich musikalisch wird der Mai in unserer Hauptstadt. Gleich zu Beginn des Monats sorgen Rihanna (02.05.), Alicia Keys (07.05.) und Lady Gaga (11.05.) für ein ordentliches Live-Pop-Paket in der o2-Arena. Wem das zu schrill, bunt und mainstreamig ist, der darf sich auf ein Konzert der ehemaligen Lamb-Sängerin Lou Rhodes freuen. Die mittlerweile solo agierende Songwriterin wird am 06.05. ihr neues Folk-Album One Good thing im Lido präsentieren. Ebenfalls folkig kommt Joanna Newsom am 17.05. daher: Im Admiralspalast dürfen sich Freunde der ambitionierten Harfinistin auf ein ganz besonders exquisites Konzerterlebnis freuen. Ein besonderes Konzerterlebnis verspricht auch das US-Duo CocoRosie: Folk an der Schwelle zum Indiepop und Soul, angereichert mit experimentellen Electronica spielen die beiden Schwestern gewohnt virtuos am 18. Mai ebenfalls im Admiralspalast.

Rihanna: 02.05.2010 (o2-World)

Lou Rhodes: 06.05.2010 (Lido)

Alicia Keys: 07.05.2010 (o2-World)

Lady Gaga: 11.05.2010 (o2-World)

Joanna Newsom: 17.05.2010 (Admiralspalast)

CocoRosie: 18.05.2010 (Admiralspalast)


Die 00er Jahre: Die vergessendsten Alben des Jahrzehnts V

Im fünften Teil mit schrägem 80er Retro-Indie-Rock, relaxtem Americana Folk, einem besonderen Tribut an Pavement, experimentellem Pop aus Frankreich, coolem Noir Jazz, absolut unzeitgemäßem Funk und Bluesrock sowie einer mathematisch präzisen Free Jazz Kapelle.

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