Dieser Bullterrier ist ein Star…

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…und dieser Titel kompletter Clickbait-Bullshit. Drauf geschissen (und in die Hundekottüte gepackt). Denn im Prinzip ist das ganze Thema Clickbait par excellence: Dogcontent: Checked! Popkultur-Referenzen: Checked! Unfassbare Niedlichkeit: Checked! A bisserl Humor: Checked!

Aber die Instagram Fotos, auf denen Rafael Mantesso seinen Hund ins rechte Licht rückt, sind einfach mal so fantastisch, putzig und perfekt arrangiert, dass ich an dieser Stelle gar nicht anders kann, als den Klickfänger im Blog zu verewigen. Take this, Clickbait-geile Meute!

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Weitere Fotos von Rafael Mantesso (Instagram) via boingboing

Papercraft-Stories von Adrian Lawrence

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Adrian Lawrence entwirft im genuinen, harmonischen Zusammenspiel von Papercraft-Objekten und computergenerierten Hintergründen fantastische Geschichten zwischen Märchenflair und Surrealismus, die sich andächtig vor der klassischen Filmkunst verbeugen. Wunderschön.

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Adrian Lawrence (Behance) via Cross Connect

Self-Portraits with Men & Woman – Fotografin Dita Pepe schleicht sich in fremde Familien ein

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Happy Family Fotos mit Twist: In ihrer großartigen Reihe Self-Portraits with Men & Woman integriert sich die tschechische Fotografin Dita Pepe in die verschiedensten Familien und Lebensgemeinschaften, passt sich Auftreten, Interessen und Outfit ihrer Wirtsfamilien an und erschafft damit ganz und gar fantastische, mal skurrile, mal unheimliche, mal einfach nur schöne Fotos fürs Familienalbum. Die dabei entstandenen Bilder besitzen nicht einmal zwangsläufig einen parasitären Beigeschmack sondern entlarven viel mehr die Arbitrarität des perfekten Miteinander, das Würfelspiel des Lebens, wenn es darum geht, dass sich Menschen finden und in jeder erdenklichen Form aneinander annähern. Mehr davon gibts bei Feature Shoot zu sehen (Fotos via Colossal).

In our family portrait we look pretty happy
We look pretty normal, let’s go back to that
In our family portrait we look pretty happy
Let’s play pretend, act like it goes naturally

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Poetisches für den Sonntag: Brandy Eve Allen

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Ich stöbere gerade ein bisschen im Tumblr von Brandy Eve Allen und bin einfach nur hin und weg von ihren fantastischen Fotos und Spielen mit dem Medium Bild: Genau der richtige Zeitpunkt, um unsere sonntägliche Poesie-Ecke wiederzubeleben. Surft da hin, schaut euch ihre Bilder an, lasst euch verzaubern und hypnotisieren!

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Brandy Eve Photos via art fucks me

Nude Portraits von Trevor Christensen

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Der ausgezeichnete Fotograf Trevor Christensen dekonstruiert das Paradigma der Nacktfotografie auf denkbar simpelste, dafür aber umso effektivere Weise. Auf seinen Bildern der Serie Nude Portraits ist nicht das fotografierte Objekt nackt, sondern der Fotograf selbst ist es. Bleiben die üblichen Fragen: Inwiefern spiegelt sich die Nacktheit Christensens in den Gesichtern der von ihm Fotografierten wider? Sind diese Fotos ein Aufschrei gegen das Ungleichgewicht zwischen Darstellendem und Dargestellten, das in der (Akt-)Fotografie grundsätzlich vorherrscht? Oder fordert Christensen in den Fotos unseren inneren Voyeur heraus, der genau in diesem Moment viel lieber wüsste, was hinter der Kamera vor sich geht? Anyway, tolles Konzept, tolle Bilder. Bitte mehr davon!

As a photographer I’m deeply interested in the experience subjects have during portrait shoots. When I guide subjects through the process of making their photo, I seek to create a calm, comfortable environment where they can be at ease in front of the camera. Despite my best efforts, subjects often feel a sense of vulnerability during the process. No matter the scenario, this power imbalance seems like an almost inescapable part of the experience.

The photographer/subject paradigm is one of inequality. Nude Portraits is about leveling the playing field in an unorthodox way. Instead of focusing on bringing the subject to a place of ease, where I am, this project brings me to a place of vulnerability.

This vulnerability is achieved by making portraits without clothing. These are nude portraits in the sense that I, the photographer, am nude, while the subject is not.

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Nude Portraits by Trevor Christensen via Nerdcore

Und dann war da noch der erste dokumentierte Gruppen-Selfie in der Geschichte der Menschheit…

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…Aufgenommen auf einem New Yorker Dach im Jahre 1920. Zu sehen sind fünf Männer, die sich selbst fotografieren, gehalten wird die Kamera von Joseph Byron auf der linken und Ben Falk auf der rechten Seite. Selfies waren damals offensichtlich kein One-Man- und auch kein One-Hand-Job, sondern erforderten Geduld und – nicht zu unterschätzen – Muskelkraft, wie auf dem am selben Tag entstandenen “Behind-the-Selfie”-Foto zu erkennen ist. Beide Bilder gehören zur Kollektion des Museum of the City of New York, und es dürfte sich dabei zumindest um den ersten dokumentierten Gruppenselfie handeln, der zugleich in Verbindung mit seiner Aufzeichnung des Aufzeichnungsprozesses  ein famoses Dokument der schon früh vorhandenen Selbstreflexion der fotografischen Zunft ist. (via)

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Um den ersten tatsächlichen Selfie handelt es sich dabei allerdings nicht. Die Ehre, für diesen verantwortlich zu sein, gebührt dem Fotografen Robert Cornelius und seinem Selbstporträt aus dem Jahr 1839. Eine ganze Minute musste der Künstler still sitzen, um sich auf dem Lichtfilm und in der Geschichte der narzisstischen Fotografie zu verewigen (via).

via Gothamist

Die alljährlichen Geburtstagsfotos von Lucy Hilmer

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Seit 1974 – ihrem 29. Geburtstag – fotografiert sich die Künstlerin Lucy Hilmer jedes Jahr in ihrem “Geburtstagsoutfit”, was in diesem Fall aus nicht viel mehr besteht als einem überdimensionalen weißen Bikiniunterteil, Socken und einem Paar Schuhe. Das Ergebnis sind wundervolle Akt-Selbstporträts, die von einer selbstbewussten Persönlichkeit zeugen, deren Alterungsprozess von unfassbarer Schönheit begleitet ist. Weitere Fotos in den Quellen unten…

Birthday Suits via Huffington Post

Polaroids aus der Zwischenwelt

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Schnappschüsse zwischen Nirwana, Selbstentfremdung und wohl temperiertem Schauer von der Fotografin Kathy Rankin. Some incredible Stuff!

I’ve always been interested in the human condition~fear, anxiety, isolation, the unknown as well as dreams, and I use self-portraiture as a means to explore these issues.

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Mehr davon gibt es in ihrem Flickr zu bestaunen. (via the only magic left is art)

Pflanzen im Weltall

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Zeit für puren Eskapismus: Der japanische Künstler Makoto Azuma hat sich für sein Projekt Exobiotanica mit JP Aerospace zusammengetan, einem amerikanischen Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, diverse Objekte in den Orbit zu befördern. Gemeinsam haben sie einen Bonsai-Baum und ein Blumen-Bouquet mit Hilfe eines Helium-Ballons in über 25 Kilometer Höhe fotografiert. Extraterrestrisches Leben, entstanden aus terrestrischem Leben, Mutter Erde küsst den Himmel und das Ergebnis sind einfach nur atemberaubende Fotos. Wer angesichts dieser Bilder “Kitsch!” ruft, wird gleich mit der nächsten Rakete in den Orbit geschossen.

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EXOBIOTANICA via amusing planet

Lying in your own Garbage

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Großartiges Fotoprojekt von Gregg Segal: In “7 Days of Garbage” liegen Menschen in ihrem eigenen Müll, den sie über eine Woche lang angestaut haben. Eigentlich finde ich Kunstprojekte mit Holzhammer-Öko-Botschaft immer eher so meeh… das hier funktioniert aber sehr gut, zum einen weil es inszenatorisch auf eine all zu große Wertung verzichtet, zum anderen, weil die Bilder wunderbar zwischen Tragik und schulterzuckendem Alltag oszillieren: We’ve made our bed and in it we lie. 

7 Days of Garbage at The Fence via Dangerous Minds

Die traurigen Seiten des Berliner Zoo

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Großartige Bilder des Münchner Fotografen Elias Hassos aus dem Zoologischen Garten in Berlin. Mit viel emphatischen Gespür, einem ausgezeichneten Blick für kleine Details und wundervollen, deprimierenden Kompositionen deckt dieser die traurigen Seiten eines Zoos auf: Isolation, Gefangenschaft, Einsamkeit und Trauer… Natürlich ist das letzten Endes weniger dokumentarische als viel mehr artifizielle, stilisierte Fotografie – inklusive anthropomorphisierender Perspektive -, aber gerade in ihrer Stilisierung der traurigen Momente heben sich Hassos’ Bilder aus der Reihe Zoo auf sehr angenehme Weise von klassischer “Don’t worry, everything is fine”-Tier-Fotografie ab. Oder anders gesagt: Die besten Zoo-Fotos, die ich je gesehen habe.

Die Bilder begleiten den Greenpeace Artikel Verloren hinter Gittern, der sich mit der Frage nach der Rechtfertigung von Zoos auseinandersetzt.

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Zoo von Elias Hassos via Testspiel

Banksy in Lego

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Der kanadische Fotograf Jeff Friesen hat Dioramen gestaltet und fotografiert, die die ikonographischsten Urban Arts von Banksy in ein Lego-Set-up transformieren. Nach dem Banksy über den Indie- und Hipster-Kult schließlich vollkommen im Pop-Hype angekommen ist (ob gewollt oder nicht) und mehrfach monetarisiert wurde (ob gewollt oder nicht), finde ich das nur konsequent. Gerade in seinem Fall hat sich die Popkultur derart brutal die Outsider Kultur gekrallt, dass der letzte Rettungsweg nur in einer noch radikaleren, noch konsequenteren Okkupation zu liegen scheint.

Jepp, diese Kuh muss jetzt so lange gemolken werden, bis ihre popkulturelle Verremixung als Symbol für die Macht des Pops selbst zum Kunstwerk wird. Next Steps: Banksy-Art als Disneyfilm, als Pixar-Animation, als Background für ein Lady Gaga Musikvideo, als Werbespot für Coca Cola und Mc Donalds… und die gesamte Verwertungs- und Adaptions-Maschinerie wird wiederum selbst zum großen Kunstwerk. Ehrlich, ich freu mich drauf.

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Bricksy at The Brick Fantastic via Amusing Planet

Erotisches für den Sonntagabend: Carré Blanc von Eric Marrian

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Stilvolle, minimalistische schwarzweiße Erotik-Fotografie, die genug andeutet, um sinnlich und betörend zu sein, zugleich aber nie zu viel von sich preisgibt. Eric Marrian zaubert mit der Anatomie des menschlichen Körpers…

Carré Blanc via Glaserei

Stencil Street Art von Jana & JS

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Sehr schöne  Schablonenkunst von einem Künstlerduo aus Österreich, das sich Jana & JS nennt. Am besten gefällt mir ihre Stencil-Art auf Holz. Aber auch ihre traditionelle Street Art auf der urbanen Leinwand kann so einiges…

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Jana & JS via Colossal

Art and Understatement: Rinkos Fotografie-Tumblr

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Mit-Blogger Rinko versteckt seinen Tumblr “Art and Understatement” derzeit so zurückhaltend, dass dessen Titel schon beinahe symptomatisch klingt. Dabei verdienen seine Fotos weitaus mehr, als nur kurz auf unserer Wer bloggt hier? Page genannt zu werden. Minimalistische, nur scheinbar einfache Fotografien, die in der Leere des Raums immer die wesentlichen Spots finden, dadurch nie trostlos wirken, sondern von großem Gespür für Visualität und Atmosphäre zeugen. Ich will an dieser Stelle jetzt echt nur ein wenig teasern, denn um einen wahren Eindruck von der Vielfalt der Heidrich’en Fotokunst zu erlangen, müsst ihr schon selbst in seinem Tumblr vorbeisurfen. Zu finden gibt es dort großartige Pott-Impressionen, melancholische Struktur-Studien und verspielte, eskapistische Foto-Kunst, die nie prätentiös sondern immer stilsicher, zurückhaltend und verdammt arty daherkommt. Ich hoffe ja noch drauf, dass Rinko auch die Seite360-Leser zumindest ab und zu an seinen Bildern teilhaben lässt… Bis dahin führt kein Weg an diesem großartigen Foto-Tumblr vorbei.

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Art and Understatement by Rinko Heidrich