Die 90er Jahre: Die besten Postrock-Alben des Jahrzehnts I

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Okay… machen wir uns nichts vor. Die 2000er sind DAS Jahrzehnt des Postrock. Hier wurden die Meilensteine produziert, hier erhielt das Genre seine endgültige Form und seinen endgültigen Charakter, hier machte es sich – wenn auch nur für einen sehr kurzen Zeitraum – auf, die Feuilletons und Musikmagazine zu erobern. Dabei vergisst man allerdings sehr leicht, dass das Genre im Grunde genommen in den 90ern geboren wurde. Klar, wenn man besonders historisch sensibel ist, kann man die ersten Auswüchse im Postpunk der 80er oder gar im erweiterten Prog- und Space Rock der 70er ausmachen, aber die ersten richtigen Lebenszeichen zeigte diese Mischung aus Komposition und Redundanz, aus Monotonie und ekstatischen Eruptionen in den 90ern. In diesem Jahrzehnt entstanden Tortoise und wurden zu Legenden, in diesem Jahrzehnt durften Mogwai ihre ersten Gehversuche unternehmen, ebenso GY!BE und Sigur Ros, nicht zu vergessen die Genre-Prototypen von Talk Talk und Bark Psychosis. Ein guter Grund, sich die Apokalypse dieses Rockjahrzehnts genauer anzuschauen.

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Endlich? – Ryan Adams covert “Summer of 69″ von Bryan Adams

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Wenn es eine Frage gibt, die den wahren Songwriter-Fan vom uninformierten Radiohörer separiert, dann ist es wohl diese: “Was ist dein Lieblingssong von Ryan Adams?”. Es müssen die ersten Buchstaben des Vornamens nicht einmal genuschelt werden, um dem Banausen ein wie aus der Pistole geschossenes “Summer of 69″ zu entlocken. 30 Jahre Konditionierung durch einen großen Radiohit können leider so einiges ausmachen.

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Hörenswertes: Scott Walker & Sunno))), Marianne Faithfull, Damien Rice, Pink Floyd, TV on The Radio

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Au revoir, auf Wiedersehen
goodbye, tschüss und baba
es ist soweit, adiós, au revoir
(Ja Panik- Au Revoir)

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Hörenswertes, Herbst: Castanets, Swans, Electric Wizard, …And you will know us by the trail of dead

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Sorry Leute. Seht es ein. Der Sommer ist vorbei, der Punk ist tot und der Pop riecht schlecht. Anbei sende ich euch trotzdem ein paar kalte Grüße, serviert von (Schenkt ihm endlich die Aufmerksamkeit, die er verdient) Raymond Raposa aka Castanets, den  auf ihrem eigenen Trip hängengebliebenen (wenn es möglich wäre, würde ich eure Musik ficken!) Swans, den nach wie vor umtriebigen (Wo liegt meine Bongh?) Electric Wizard und den Seite360-Dauergästen (sorry, aber verdammt seid ihr alt geworden!) …And you will know us by the trail of dead. Das wird ein guter Herbst…

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Glory Glory Jesus Christ – Neutral Milk Hotel, Gloria, Köln.

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Die Apostelkirche neben dem unfassbar hässlichen Neumarkt, nicht zu verwechseln mit dem Heumarkt, ist eine schöne Ausnahme in der wohl verbautesten Metropole Deutschlands.

Die zweite angenehme, ungleich unscheinbare Erscheinung, ist das schmucke Gloria, das von außen wie ein die Jahre gekommenes Strip-Lokal aussieht, aber mit seiner Theater-Atmo und bewegten Geschichte vom Lesben/Schwulen-Treff in den frühen 90ern hin zu vielseitigem Programm der Gegenwart so etwas wie Charme versprüht, was bei den Mehrzweckhallen und Bunkern dieser Republik ja nun wirklich nicht Standard ist.

Der richtige Ort also für eine Auferstehung, auch wenn vor dem Gloria die Szenerie wenig feierlich ist: weiterlesen

Hörenswertes, Januar 2014: Sunn O))) & Ulver, Blank Realm, A Silver Mt. Zion, Xiu Xiu, Dum Dum Girls, Billie Joe and Norah Jones

Das Jahr 2014 startet groß… richtig groß. Bereits der Januar kann es locker fast im Alleingang mit 2013 aufnehmen und ich komme gerade gar nicht hinterher beim Reinhören in die ganzen fantastischen Alben, die hier durch den Stream rauschen. Und fuck ja, ich weiß, es ist schon Februar… und dann hat sich hierher auch noch mit Billie Joe und Norah Jones ein 2013er Output verirrt. Der hat mir den letzten Monat allerdings – trotz ein wenig zu braver Befriedung des Everly Brothers Klassikers “Songs our Daddy taught us” – mehr als einmal versüßt hat. Ansonsten gibt es in diesem Hörenswert-Artikel allerdings nichts aus der 13er Dose: Stattdessen neue Postrock-Highlights der Silver Mt. Zion, düstere Drone-Reisen in der Sunn O))) & Ulver Kollaboration, konfusen Retro Indie/Psychedelic-Rock von Blank Realm, Anti-Pop von Xiu Xiu und Pro-Pop von den Dum Dum Girls.

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Travis – Where You Stand (Stream)

So, liebe Leser um die 30! Bitte mal sentimal durchseufzen und an die die Zeit denken, als Travis mit The Man Who ein gnadenlos schönes Album heraus brachten und das neeu entfachte Britpop-Feuer zu den ersten ebenfalls großartigen Coldplay weiter gaben. Schön war die Zeit und wenn man den tollen Vorab-Kritiken vertraut ist das neue Album eine Rückkehr zur Weltklasse-Form der frühen Tage. Ich bin extrem gespannt und mit den bald kommenden Alben von Franz Ferdinand, Babyshambles und Arctic Monkeys steht uns anscheinend ein großer Monat für Freunde britischer Gitarrenmusik  bevor.

Stream

Musikvideo der Woche: Alt-J – Dissolve me

Es hat wirklich verdammt lange gebraucht bis mit dem merkwürdigen Mix aus Thom Yorke Gesang, Blues, Folk und Electro warm geworden bin, aber allein für dieses wunderbare Video lohnt es sich die Band mal genauer zu zoomen.

Alt-j – Dissolve me (2013)


Regie:Dawid Krępski
Album: An Awesome Wave

The Roots (Get Lucky + Simon & Garfunkel + Super Mario Cover)

The Roots sind natürlich nicht nur so einer der besten Hip Hop Bands aller Zeiten sondern auch großartige Musiker, die bei Jimmy Fallon`s Tonight Show als Studio-Band agieren. Nun haben sie den ätherischen Folk von Simon & Garfunkel und den Funk von Daft Punk gemasht, weil es so schön war auch noch das Super Mario Theme. Jungs, ihr seid spitze!

via

Hörenswertes Frühling 2013 II: Phoenix, Junip, Frank Turner, Ghost B.C.,!!! (Chk Chk Chk)

Wie angekündigt widmen wir unsere Hörenswertes-Rubrik den ansteigenden Temperaturen und der sich bessernden Laune. Selbst die Okkult-Rocker von Ghost B.C. machen mit und lassen bei allem Düster-Image auch Selbsrironie durchblicken, Phoenix wagen großes Kino, Junip mögens es ruhig und Frank Turner begeistert die Massen. Als klarer Sieger gehen diesmal aber Chk Chk Chk hervor und bringen den Groove in den Frühling.

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Die 90er Jahre: Die besten Indie-Alben des Jahrzehnts III

Mit reichlich Verzögerung nun der dritte Teil der besten Indie-Alben des Jahrzehnts. Über das epochale Meisterwerk von Neutral Milk Hotel braucht man wohl kaum zu diskutieren, die Magnetic Fields widmeten dem Thema Liebe gleich 69 Love Songs,dEUS sahen Gott, Mercury Rev einen verwunschen Traum und Stereloab auf Emperor Tomato Ketchup zum Glück keine Tomaten auf den Augen.

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Musikvideo der Woche: Jo Hamilton – Think Of Me

Es schneit, die besinnliche Weihnachtszeit beginnt. So jedenfalls muss man sich dieses Schneespektakel zu Ostern schön reden und immerhin passt dieser großartige Song von Jo Hamilton dann auch besser.

Jo Hamilton – Think Of Me (2011)

Regie: Jimmy Ahlander

Album: Gown

 

Hörenswertes Winter 2013 III: Karl Bartos, Daughter, Depeche Mode, Devendra Banhart, Kvevertak

Winter? Winter! Mir ist bewusst, dass wir hier Frühlingsanfang haben, aber nachdem mir gerade nach einem Kurztrip in den Supermarkt das Gesicht eingefroren ist  – und ich mich danach am liebsten in den Backofen zum Auftauen gelegt hätte – verzichte ich mal auf das meteorologisch korrekte Frühling in der Headline. So richtig warm ums Herz wird einem bei den wirklich bezaubernden Daughter, Karl Bartos erzählt von früher, Depeche Mode verlieren sich in der Gegenwart, Devendra Banhart macht auf seriös und Kvevertak müssen sich in der Bild-Zeitung nun schon als Hipster-Metal bezeichnen lassen.

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