Glory Glory Jesus Christ – Neutral Milk Hotel, Gloria, Köln.

cologneneutral

Die Apostelkirche neben dem unfassbar hässlichen Neumarkt, nicht zu verwechseln mit dem Heumarkt, ist eine schöne Ausnahme in der wohl verbautesten Metropole Deutschlands.

Die zweite angenehme, ungleich unscheinbare Erscheinung, ist das schmucke Gloria, das von außen wie ein die Jahre gekommenes Strip-Lokal aussieht, aber mit seiner Theater-Atmo und bewegten Geschichte vom Lesben/Schwulen-Treff in den frühen 90ern hin zu vielseitigem Programm der Gegenwart so etwas wie Charme versprüht, was bei den Mehrzweckhallen und Bunkern dieser Republik ja nun wirklich nicht Standard ist.

Der richtige Ort also für eine Auferstehung, auch wenn vor dem Gloria die Szenerie wenig feierlich ist: weiterlesen

Hörenswertes, Januar 2014: Sunn O))) & Ulver, Blank Realm, A Silver Mt. Zion, Xiu Xiu, Dum Dum Girls, Billie Joe and Norah Jones

Das Jahr 2014 startet groß… richtig groß. Bereits der Januar kann es locker fast im Alleingang mit 2013 aufnehmen und ich komme gerade gar nicht hinterher beim Reinhören in die ganzen fantastischen Alben, die hier durch den Stream rauschen. Und fuck ja, ich weiß, es ist schon Februar… und dann hat sich hierher auch noch mit Billie Joe und Norah Jones ein 2013er Output verirrt. Der hat mir den letzten Monat allerdings – trotz ein wenig zu braver Befriedung des Everly Brothers Klassikers “Songs our Daddy taught us” – mehr als einmal versüßt hat. Ansonsten gibt es in diesem Hörenswert-Artikel allerdings nichts aus der 13er Dose: Stattdessen neue Postrock-Highlights der Silver Mt. Zion, düstere Drone-Reisen in der Sunn O))) & Ulver Kollaboration, konfusen Retro Indie/Psychedelic-Rock von Blank Realm, Anti-Pop von Xiu Xiu und Pro-Pop von den Dum Dum Girls.

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Travis – Where You Stand (Stream)

So, liebe Leser um die 30! Bitte mal sentimal durchseufzen und an die die Zeit denken, als Travis mit The Man Who ein gnadenlos schönes Album heraus brachten und das neeu entfachte Britpop-Feuer zu den ersten ebenfalls großartigen Coldplay weiter gaben. Schön war die Zeit und wenn man den tollen Vorab-Kritiken vertraut ist das neue Album eine Rückkehr zur Weltklasse-Form der frühen Tage. Ich bin extrem gespannt und mit den bald kommenden Alben von Franz Ferdinand, Babyshambles und Arctic Monkeys steht uns anscheinend ein großer Monat für Freunde britischer Gitarrenmusik  bevor.

Stream

Musikvideo der Woche: Alt-J – Dissolve me

Es hat wirklich verdammt lange gebraucht bis mit dem merkwürdigen Mix aus Thom Yorke Gesang, Blues, Folk und Electro warm geworden bin, aber allein für dieses wunderbare Video lohnt es sich die Band mal genauer zu zoomen.

Alt-j – Dissolve me (2013)


Regie:Dawid Krępski
Album: An Awesome Wave

The Roots (Get Lucky + Simon & Garfunkel + Super Mario Cover)

The Roots sind natürlich nicht nur so einer der besten Hip Hop Bands aller Zeiten sondern auch großartige Musiker, die bei Jimmy Fallon`s Tonight Show als Studio-Band agieren. Nun haben sie den ätherischen Folk von Simon & Garfunkel und den Funk von Daft Punk gemasht, weil es so schön war auch noch das Super Mario Theme. Jungs, ihr seid spitze!

via

Hörenswertes Frühling 2013 II: Phoenix, Junip, Frank Turner, Ghost B.C.,!!! (Chk Chk Chk)

Wie angekündigt widmen wir unsere Hörenswertes-Rubrik den ansteigenden Temperaturen und der sich bessernden Laune. Selbst die Okkult-Rocker von Ghost B.C. machen mit und lassen bei allem Düster-Image auch Selbsrironie durchblicken, Phoenix wagen großes Kino, Junip mögens es ruhig und Frank Turner begeistert die Massen. Als klarer Sieger gehen diesmal aber Chk Chk Chk hervor und bringen den Groove in den Frühling.

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Die 90er Jahre: Die besten Indie-Alben des Jahrzehnts III

Mit reichlich Verzögerung nun der dritte Teil der besten Indie-Alben des Jahrzehnts. Über das epochale Meisterwerk von Neutral Milk Hotel braucht man wohl kaum zu diskutieren, die Magnetic Fields widmeten dem Thema Liebe gleich 69 Love Songs,dEUS sahen Gott, Mercury Rev einen verwunschen Traum und Stereloab auf Emperor Tomato Ketchup zum Glück keine Tomaten auf den Augen.

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Musikvideo der Woche: Jo Hamilton – Think Of Me

Es schneit, die besinnliche Weihnachtszeit beginnt. So jedenfalls muss man sich dieses Schneespektakel zu Ostern schön reden und immerhin passt dieser großartige Song von Jo Hamilton dann auch besser.

Jo Hamilton – Think Of Me (2011)

Regie: Jimmy Ahlander

Album: Gown

 

Hörenswertes Winter 2013 III: Karl Bartos, Daughter, Depeche Mode, Devendra Banhart, Kvevertak

Winter? Winter! Mir ist bewusst, dass wir hier Frühlingsanfang haben, aber nachdem mir gerade nach einem Kurztrip in den Supermarkt das Gesicht eingefroren ist  - und ich mich danach am liebsten in den Backofen zum Auftauen gelegt hätte – verzichte ich mal auf das meteorologisch korrekte Frühling in der Headline. So richtig warm ums Herz wird einem bei den wirklich bezaubernden Daughter, Karl Bartos erzählt von früher, Depeche Mode verlieren sich in der Gegenwart, Devendra Banhart macht auf seriös und Kvevertak müssen sich in der Bild-Zeitung nun schon als Hipster-Metal bezeichnen lassen.

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Die 90er Jahre: Die besten Indie-Alben des Jahrzehnts I

Moment, war Alternative nicht Indie und umgekehrt? Jein, wo Alternative Rock tatsächlich am Anfang noch eine Alternative zum dumpfen Mainstream war wurde schnell alles was irgendwie grungig war oder den Alternative-Style trug in diese Schublade gesteckt. Indie hingegen waren Querdenker oder notorische Mainstream-Verweigerer wie Neutral Milk Hotel, dessen kreativer Kopf Jeff Mangum die Öffentlichkeit scheut wie kein anderer. Travis hingegen schafften mit The Man Who den Durchbruch in den Mainstream, was nicht an Anbiederung lag sondern an einem zeitlosen Meisterwerk, dessen spröder Charme nie vergehen wird.

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Hörenswertes Winter 2013 II : Pure Love, I am Kloot, Atoms For Peace, Villagers

Uff, Momentan kommt man ja kaum noch hinterher mit den ganzen tollen Veröffentlichungen. Dazu kommen noch viele, viele Tipps die ich in meiner gesundsheitbedingten Abwesenheit nicht mitbekommen habe und nachholen muss, dazu wird (hoffentlich) noch ein Artikel mit den besten/vergessenen Alben 2012 erscheinen. Nun stürzen wir uns aber erstmal in die Gegenwart und präsentieren euch das Projekt von Ex-Gallows-Schreihals Frank Carter der es mit Pure Love wesentlich entspannter angeht, die stets verlässlichen I am Kloot, die erwachsen gewordenen Villagers und last but not least die neue Supergroup um Radiohead-Sänger Thom Yorke.

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Hörenswertes Winter 2013: Foals, Frightened Rabbit, Biffy Clyro, Jim James, Tocotronic, Inc.

So, die wahrscheinlich neben dem Herbst beste Jahreszeit für interessante Veröffentlichungen hat begonnen und beglückt uns mit Alben, die einem die Winterdepression vertreiben und mal zum tanzen, zum nachdenken oder gar zum Kopfschütteln einladen. Die Foals tanzen mal wieder die Wurzel im Quadrat und perfektionieren ihren Math-Rock, Inc. erneuern den R`n B, Frightened Rabbit wärmen uns mit feinem Single Malt Aroma und Tocotronic werden langsam noch komischer, als sie eh schon immer waren.

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Introducing…Binoculers

by Inga Seevers

Uff, ich habe hier doch einiges schleifen lassen. In der Introducing-Rubrik kam ja nun schon länger nichts mehr und ich versuche gerade mal die MP3s auszuchecken, die ich in letzter Zeit bekommt habe. Hier wieder eine interessante Newcomerin aus Hamburg,  die mit dem Debüt-Album “There Is Not Enough Space In The Dark” schönen melancholischen Folk-Pop spielt und gerade genau das Richtige für melancholische Winter-Abende ist.

Neben den verwendeten Instrumenten rückt vor allem diese Bildhaftigkeit Binoculers in die Nähe des Folk, dessen Tradition sie durch behutsame Erneuerung respektiert. Der Rolling Stone nennt sie in seiner Besprechung des Debütalbums “Every Seaman’s Got A Favourite Spaceship” (Labelship, 2010) eine “erstaunliche Künstlerin” und lobt “(…)(sie) verzaubert die Menschen. Mit leisem Indie-Folk, Popmusikminiaturen, Spieluhrmelodien und viel künstlerischer Fantasie.”
Im November 2012 erscheint das zweite Album “There Is Not Enough Space In The Dark”. Die begleitende Tournee wird Nadja mit Band oder im Duo spielen.

Wer Binoculers, alias Nadja Rüdebusch, nicht nur daheim auf Platte sondern auch live erleben möchte, hat im Dezember und Januar ausreichend Möglichkeiten:

09/12/12   Düsseldorf – LAMA Musik Jahresabschlusskonzert

15/01/13 tba
16/01/13   Café Galao – Stuttgart*
17/01/13  Das Modul – Saarbrücken*
18/01/13  Figurentheater – Ravensburg*
19/01/13   Action House – Heidelberg*
20/01/13  tba
21/01/13  Schwarze Katz – Konstanz*
22/01/13 Südstadt – München*
23/01/13 tba
24/01/13  Arsenal Kino/Café Haag – Tübingen

* with Black Ribbon

28/02/13  Aaltra – Chemnitz*

* with Nicolai Schorr