Schlagwort-Archiv: Folk-Pop

Hörenswertes: James Blake, Garbage, Tom Odell, Gallant, Spain, YG, Red Hot Chilli Peppers, Blink 182

tameimpala

VÖ. Was war das noch für ein Moment in grauer Vorzeit, als man sich noch den Termin rot in den Kalender strich. Man band sich gar ein feistes Leibchen um und hüpfte strahlend in den nächsten Saturn, wo ein damals schon unmotivierter Mitarbeiter erst einmal an zehn andere Kollegen verwies. Der älteste und am schlechtesten gelaunte schaute dann in den PC, vertippte sich zehnmal und meinte dann: “Nä, haben wir nicht.”

Heute ist das alles vegane Wurst. James Blake haut einfach ohne Ankündigung raus, Radiohead und Beyoncé auch. So, dann hörte ich also mal mit Verzögerung in das Blake-Album rein und stellte fest: Gallant ist fast noch besser und in den Staaten schon richtig groß. Der nächste Frank Ocean mindestens. Spain machen seit den 90ern solide Arbeit, Garbage zum Glück auch wieder und YG klingt, als ob er eben nicht in den 90ern geboren wäre, sonder als habe er sie bereits miterlebt.

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fluchtpunkthafen

Hörenswertes: Scott Walker & Sunno))), Marianne Faithfull, Damien Rice, Pink Floyd, TV on The Radio

fluchtpunkthafen

Au revoir, auf Wiedersehen
goodbye, tschüss und baba
es ist soweit, adiós, au revoir
(Ja Panik- Au Revoir)

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Hörenswertes Frühling 2013 II: Phoenix, Junip, Frank Turner, Ghost B.C.,!!! (Chk Chk Chk)

Wie angekündigt widmen wir unsere Hörenswertes-Rubrik den ansteigenden Temperaturen und der sich bessernden Laune. Selbst die Okkult-Rocker von Ghost B.C. machen mit und lassen bei allem Düster-Image auch Selbsrironie durchblicken, Phoenix wagen großes Kino, Junip mögens es ruhig und Frank Turner begeistert die Massen. Als klarer Sieger gehen diesmal aber Chk Chk Chk hervor und bringen den Groove in den Frühling.

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Musikvideo der Woche: Belle & Sebastian – Crash

Der Glasgower Indie-Institution wurde die große Ehre zuteil schon zum zweiten Mal Songs für die renommierte Late Night Tales zusammen zu stellen. Sie haben sich für ihren eigenen Beitrag Crash von den Primitives vorgenommen und machen aus dem 80er Indie-Popsong eine launige Folknummer. Der Song ist dabei allerdings nicht so interessant wie das putzige Video, in dem die Band als lustige Cartoon-Figuren auftaucht.

Belle & Sebastian – Crash (2012)

Regie: Stephen Tolfrey

Album: Late Night Tales

Hörenswertes Januar/Februar 2012 I: Nada Surf, Radical Face, Vierkanntrettlager, Deichkind

Jap, es harkt ein wenig. So ganz bin ich noch nicht aus dem Winterschlaf und das Rezensieren neuer Alben hat auch schon mal mehr Spaß gemacht. Nach dem sehr schnarchigen Jahreseinstieg geht es aber so langsam los und mit Nada Surf und Deichkind sind diesmal Bands mit einem höheren Bekanntheitsgrad dabei. Ob der der auch gleichbedeutend mit hoher Qualität ist oder ob nicht doch die Newcomer von Vierkanntretlager die Nase vorne haben, könnt ihr nun in der zweiten Hörenswertes-Rubrik dieses Jahres lesen.

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First Aid Kit – The Lion’s Roar (Stream)

Ich hatte mal vor einiger Zeit was über die beiden Schwestern Klara und Johanna Söderberg geschrieben und war sehr angetan von dem charmanten Folk-Pop. Warum ich damals Fleet Foxes und Bon Iver so abgewatscht habe weiß ich gerade nicht mehr so genau, aber die habe ich auch erst mit ihren aktuellen Alben so richtig lieben gelernt. The Lion`s Roar ist nun komplett über NPR anhörbar und klingt nach dem ersten Durchgang schon sehr vielversprechend und ich  hoffe auf einen Nachfolger von der immer noch tollen Weltschmerz-Hymne “Believer”.

Stream

Die 90er Jahre: Die besten deutschen Alben des Jahrzehnts VII

So, jetzt aber zum wirklich allerletzten Mal Musik aus der Heimat der 90er Jahre… Heimatliche Klänge gibt es hier gleich mehrmals zu hören. Sowohl Element of Crime als auch Fink spielen ihre ganz eigene Interpretation deutscher Liedermacherkunst und übernehmen damit den Barden-Thron, der von den in den 90ern schwächelnden, klassischen Chansonniers verwaist zurückgelassen wurde. Immerhin Franz Joseph Degenhardt macht mit schlichten und zugleich effektiven Klängen auf sich aufmerksam. Ansonsten dominiert der Nachwuchs: Störrischer Punk von …But Alive, Folkpunk mit einem Augenzwinkern von Mutabor, großer Alternative von The Notwist… Und dann gab es da noch eine kleine, schüchterne, zurückhaltende und unglaublich sympathische Sängerin, Judith Holofernes, die auf ihrem Debüt einige wunderbare Deutschpophymnen versammelt, die später in gepimpter – aber nicht unbedingt besserer – Form ihren Weg zu Wir sind Helden finden sollten.

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Loney, Dear – Hall Music (Stream)

Loney, Dear a.k.a. Emil Svanängen gehört zu jenen Singer/Songwritern, denen es mit jeder Veröffentlichung gelingt mich erneut zu verzaubern. Im Vergleich zu seinen sanften, sanften, sanften zuckersüßen und verspielten Pop-Hymnen wirken selbst Belle & Sebastian plötzlich wie derbe und brutale Death Metaller. Loney, Noir (2005) zum Beispiel ist eine unvergleichbare musikalische Streicheleinheit: Melodisch, niedlich, einschmeichelnd, einlullend… Okay, nach einer kurzen Zeit werden diese fast schon schmerzhaft freundlichen Perlen immer etwas langweilig: Nachdem man förmlich überrannt wurde von Svanängens Nettigkeit, von dieser “Ich will keinem was Böses”-Attitüde sehnt man sich auch wieder nach Krach, Subversion und Ausflügen in rohe, spröde Musikgefilde. Aber bis zu dieser Übersättigung ist jedes Loney, Dear Album eine weitere kleine Offenbarung; egal ob Sologne (2006), das eben erwähnte Loney, Noir oder das letzte Album Dear John (2009). Dieses bekommt mit Hall Music nun einen Nachfolger, und auch wenn ich noch nicht reingehört habe, bin ich sicher: Es wird mich wieder bezirzen, verzaubern, hypnotisch in Schönheit wiegen, bis ich sanft entschlummert bin (und das ist durch und durch positiv gemeint). Wird am Wochenende bestimmt auf meiner Playlist ganz oben stehen, allein schon um mich von dem Lulu-Schock zu erholen (und das wiederum ist gerade alles andere als positiv gemeint).

–> Loney, Dear – Hall Music (Stream) @ Paste Magazine

Hörenswertes: Mai 2011: 31 Knots, Gabby Young and other Animals, Blackmail, Wonga

Bunt ist das Leben und granatenstark… Der Mai hat begonnen und wir sind endgültig wieder dort angelangt, wo die Musik das Leben einfach nur abfeiern darf. So wie zum Beispiel im Re-Release von Gabby Young and other Animals – We’re all in this together, das satten Folk/Swing/Jazz-Pop präsentiert. Aber allzu leicht wollen wir uns das Leben dann doch nicht machen, und so schießen wir mathematische Störfeuer von 31knots und verknoteten Krautrock von Wonga in die Big Band Parade. Und dazwischen finden wir auch noch kurze Zeit uns dem neusten Album von Blackmail zu widmen, die nicht nur den Sänger raus- sondern auch gleich zahllose Momente ihres musikalischen Konzepts umgeworfen haben. Volle Kanne Hoschi!

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