Schlagwort-Archiv: Filmwissenschaft

Trailerprogramm: The Amazing Spider-Man, Osombie, Ai Weiwei, Red Lights, PlayStation Vita, Side by Side, Brake, Zelda: The Lost Oracle

The Amazing Spider-Man [Marc Webb]

Okay, auch auf die Gefahr hin, mich an dieser Stelle unbeliebt zu machen: Ich verstehe einfach nicht, warum es jetzt schon wieder einen Reboot des Spinnenmannes braucht. Und ja verdammt, ich liebe die Raimi-Trilogie, auch den verlachten dritten Teil. Scheiß auf die Goofyness, die zahllosen cheesy Momente, den Emo-Peter-Parker. Spiderman in der Raimi-Variante bietet perfektes Popcorn-Kino mit einigen überraschend gehaltvollen Drama-Elementen, coolen Oberbösewichtern und schicken Effekten. Da ist es mir auch egal, dass sich die neue Version stärker an die klassischen Comics anlehnt, dunkler und erwachsener ist. Nichts gegen Marc Webb, aber der neue Trailer wirkt auf mich doch ziemlich lame, vorausschaubar, und die Special F/X scheint eher einem besseren PS3-Game entsprungen. No need for this… und ich werde ihn mir wahrscheinlich trotzdem ansehen. (via)

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Links fürs Wochenende

Überblendung (1)

Schneiden oder Blenden? Das klingt noch heute nach einer moralischen Frage. Der ehrliche „harte” Schnitt gegen die falsche Süße eines „weichen” Übergangs. Aber sind das wirklich Alternativen? Bedeutet eine Überblendung nicht etwas anderes?

Listomania 2011! Die Jahrescharts der Anderen

Schöne, übersichtliche Best-Of-2011-Zusammenstellung von den Bloggern von Auftouren.de. Mit dezentem Hinweis auf den wahnsinnigen Listen-Overkill von “diesem Typen hier”

Heimat hat keinen Plural

Schöne neue dctp-Themenschleife zum Thema Migration in Deutschland:

Rücke vor bis auf Los und ziehe DM 4000 ein

Alexander Cammann über das vergnügliche Monopoly-Sachbuch des Kunsthistorikers Andreas Tönnesmanns:

»Nicht nur der Markt allein herrscht.« Für alle gibt es einen gleichen Lohn von 4000 Mark, Steuern werden fällig, öffentliche Einrichtungen wie Gefängnis und Lohnstelle agieren ordentlich – und die Bank, immerhin kapitalistische Zentralmacht, ist privatem Zugriff entzogen und wird als »Über-Institution« zur »konzentrierten Analogie des Staates«. Zudem fährt Tönnesmann sein architekturhistorisches Arsenal auf, wenn er das Spielfeld mit seinen Straßen als imaginären Stadtraum in die Ideengeschichte der Idealstadt einordnet.

Xonix3D

Retrocharmantes Spielprinzip mit dezenten Neuerungen und schicker, futuristischer 3D-Optik. Orientiert am Klassiker Qix (1981) geht es darum peux a peux das Spielfeld zu erobern, Areale abzugrenzen und Gegnern auszuweichen. Schönes, Casual-Prinzip (im besten Sinne des Wortes), das auch heute noch funktioniert und Dank massiger Extras immer noch frisch wirkt.

Und dann gibt es auch noch eine sehr schöne Folge des “Nostalgia Critic” zum Thema Weihnachten und Dem Grinch-Remake mit Jim Carrey aus dem Jahr 2000, wie es sich gehört komplett in Versform:

Letztes Jahr auf Seite360:

Marcus erzählt seine persönliche Korn-Liebesgeschichte und beschäftigt sich mit dem dystopischen Science Fiction Thriller Monsters. Rinko beäugt die CD-Veröffentlichungen Oasis’ der 00er Jahre. Florian ist abgetaucht und freut sich auf die Weihnachtsferien (… genau wie in diesem Jahr).

Links fürs Wochenende

Fehlerhaftes Buch: Mit Kafka die Medien getäuscht

Hinter der fehlerhaften Edition von „Das Schloss“ steht die Aktionsgruppe „The BirdBase“. Sie will auf die schlechte Bildung in Österreich aufmerksam machen.

Gene, Meme und Programme

Marcus Frenkel überträgt Ideen der Genetik und Memtik auf die Funktionalität von Computersoftware.

Heinrich von Kleist: David gegen Goliath

Am 21. November vor 200 Jahren starb Heinrich von Kleist am Kleinen Wannsee bei Berlin. Im Jahr davor gründete er eine Zeitschrift und debütierte als Theaterkritiker, der nur einen Feind kannte: Iffland. Auszüge aus einer Biografie von Peter Michalzik.

An den Rand gestellt

Über die Freude der deutschen Filmlandschaft an historischen NS-Stoffen, Hitler und Co., an Filmen über den Linksterrorismus… und warum, aktuelle rechtsradikale bis rechtsterroristische Sujets fast überhaupt keine Rolle spielen.

Firebug

Ziemlich cooles Browsergame zwischen gediegenem Rätseln und hyperaktivem Nervenkoller.

Städtebauliches Schaufenster

Jürgen Tietz betrachtet interessiert die historischen und aktuellen Veränderungen des Kurfürstendamms in Berlin, der mittlerweile stolze 125 Jahre auf dem Buckel hat.

Was denkt der Internet-Benutzer?

Ich bin empört…

Letztes Jahr auf Seite360:

Ein bisschen in Master of the Universe Nostalgie schwelgen, ein wenig Filmkonzepte jenseits der linearen Erzählweise erkunden, und ein paar ganz geerdete TV-Serien der 00er Jahre schauen… viel mehr war hier nicht los in der dritten Novemberwoche…

Links fürs Wochenende

Verschwörungstheorien oder strukturelle Analyse des 11. September

Das Thema lässt mich noch nicht los. Und gerade im Hinblick auf die zahlreichen hervorragenden Widerlegungen der obskuren Nanothermit-, Cruise Misile- und False Flagg-Theorien versetzt es mich doch immer wieder in Erstaunen, wie hartnäckig Verschwörungstheoretiker an ihren längst widerlegten in sich zusammenfallenden Gedankengebäuden festhalten. Michael Albert und Stephen R. Shalom lieferten bereits 2002 im Zmag eine gute Erklärung für das Verhalten der Truthseeker und vergleichen das Prozedere der Verschwörungstheorie mit wissenschaftlichen, strukturellen Analysen. Trotz des Alters immer noch lesenswert, gerade weil auch ein eleganter Bogen zu den Gefahren geschlagen wird, die von VTlern ausgehen. Um diesen entgegen zu wirken gibt es selbstverständlich auch nach wie vor aktuelle und ständig aktualisierte Links: Auf Mosaik9/11 habe ich ja schon bei den letzten Links fürs Wochenende verwiesen. Wer noch tiefer eintauchen will, sollte unbedingt bei Debunking9/11 vorbeischauen. Und wer ein wenig zu dem Thema lachen will, dem empfehle ich: Neue Verschwörungstheorie: Stecken Verschwörungstheoretiker hinter den Anschlägen vom 11. September? Ich habe an dieser Stelle erstmal fertig mit dem Thema.

Die Lücke

Regisseur Christoph Hochhäusler (Unter dir die Stadt) über Utopie und Wirklichkeit des deutschen Films:

Ich wünschte, ich könnte Filme machen, die ganz direkt sind, mehr oder weniger nur aus Rohstoffen bestehen, ein konkretes Kino, weder „Avantgarde” noch „Kommerz”.

Die Lücke, die hier klafft, muss die praktische Arbeit schliessen.

Kunst und Terror

Claudia Bodin und Ute Thon waren für das Art-Magazin unterwegs, um die besten, provokantesten und lohnenswertesten Ausstellungen rund um die künstlerische Verarbeitung von 9/11 ausfindig zu machen.

The Artist is Present

Art-Performance-Game nach einem konzeptionellen Kunstwerk von Marina Abramovic. Dazu auch passend dieser Film zur ursprünglichen Ausstellung, deren Höhepunkt die Vorlage für dieses Geduldsspiel war. Mehr Kunstspiel geht echt nicht.

Im Allgemeinen das Hohe wiederfinden

Kein Etikett blieb lange an ihm haften. Zu seinem Markenzeichen wurde allein der Stilsprung. Jetzt ist der Pop-Art-Pionier Richard Hamilton im Alter von 89 Jahren gestorben.

Reich, aber sexy

Interessante Analyse des derzeitigen “Entwicklungsstandorts” Berlin: Wo geht die Reise hin? Zum Londoner Snobismus? Zur urbanen Bürgerlichkeit? Oder weiter zu einer großstädtischen Vielfalt, in der Prekariat und High Society nur einen Katzensprung voneinander entfernt sind?

Die Partei: Wahlkampf mit Krawallsatire

Über das Wechselspiel zwischen der Titanic-Partei, Martin Sonneborn und den Medien, die irgendwie immer noch nicht recht wissen, wo sie “Die Partei” einzuordnen haben und wie sie mit dieser schlagfertig umgehen können, ohne zu Spielverderbern zu werden.

Letzte Jahr auf Seite360:

Die 00er Filmretrospektiven haben so etwas wie Halbzeit, während der Sommer sich brutal dem Ende neigt. Rinko blickt daher noch einmal wehmütig auf das Haldern Open Air zurück, während Florian schon voll im Prog-Herbst angekommen ist und sich dort Demians Mute vorknöpft. Passend zur anstehenden dunklen Jahreszeit werfen wir einen Blick auf die extremen und schockierenden Filme der 00er Jahre und verlieren uns in absonderlichen Skurrilitäten von Terry Gilliam.

Cinemetrics – Measuring and Visualizing Movie Data

Spannendes Projekt von Frederic Brodbeck. Cinemetrics ist der Titel seiner Bachelor-Arbeit an der Royal Academy of Arts in Den Haag. Aus einem Film wird in mehreren Schritten ein dynamischer in sich beweglicher Ring erzeugt. Am Anfang steht die Skizzierung des Films als offener Ring. Dieser wird anschließend in Segmente unterteilt, die jeweils die Länge von zehn Kameraeinstellungen repräsentieren. Nach der Colorierung sowohl des gesamten Rings als auch der einzelnen Segmente werden diese in Bewegung versetzt, um die Bewegungen innerhalb des Films an der jeweiligen Stelle zu veranschaulichen… Bevor ich mich hier verheddere: Das Video unten zeigt das ganze Prozedere in plastischer Form, inklusive interessanter Ergebnisse. Erstaunlich: Tarkowskis Solaris (1972) scheint bewegungsintensiver als die Variante von Steven Soderbergh, Stanley Kubricks The Shining (1980) hält sich ziemlich ruhig, bevor er im letzten Drittel ziemlich abdreht und die Simpsons liefern auch einen ziemlichen Animations-Heckmeck ab.

cinemetrics is about measuring and visualizing movie data, in order to reveal the characteristics of films and to create a visual “fingerprint” for them. Information such as the editing structure, color, speech or motion are extracted, analyzed and transformed into graphic representations so that movies can be seen as a whole and easily interpreted or compared side by side.

(…)

Not only cinema enthusiasts and people doing film studies might benefit, but also for regular people an alternative way of looking at movies could provide an interesting new way of choosing movies based on formal criteria.
For instance: “I don’t want to see the dark one with lots of motion, that colorful one with the great amount of spoken words looks much more interesting to me.”

cinemetrics is an experiment to find out if the data that is inherent in the movie can be used to make something visible that otherwise would remain unnoticed.

Cinemetrics via misterhonk

Links fürs Wochenende

Dieses Mal satt viele Links, die sich in den letzten 14 Tagen angesammelt haben. Das dürfte auch für zwei Wochenenden reichen…

God’s Blog

Der Herr ist sehr zufrieden mit seinem sechstägigen Werk und präsentiert das Ergebnis der Community. In dieser wiederum tummeln sich Fanboys, Trolle, Kritiker und Klugscheißer. Wie im echten Leben…

Hallo Charlotte

Offener Brief Alice Schwarzers an Charlotte Roche angesichts ihres Zweitwerks Schoßgebete. Christian Buß von SPON hat darauf mit einem Replik geantwortet. Der Kampf um den besseren und echteren Feminismus geht in die zweite Runde.

Spoiler Alert: Stories are not spoiled by Spoilers

Die UC San Diego hat anhand von klassischen Kurzgeschichten untersucht, inwiefern sich Spoiler auf das Lesevergnügen auswirken… mit überraschendem Ergebnis.

Großartig! Verstörend!! Ja!!!

Christoph Schröder über die Qualität von Klappentexten bei den aktuellen literarischen Neuerscheinungen: “Sind wir wirklich von drastischen, sezierenden, dichten Meisterwerken umgeben, die alle ihresgleichen suchen?”

Filmszene Relaunch

Der Dinosaurier unter den Filmreview-Seiten Filmszene wagt den großen Relaunch. Während der Betaphase können Leser sich an das neue Design gewöhnen und nach Fehlern suchen. Erster Eindruck: Aufgeräumt, stimmig, mit Drupal umgesetzt und weiterhin mit dem Primat des Textes versehen. Filmszene gehört nach wie vor zu den besten Kinoportalen im Netz.

Trainingshose als Symbol  der Resignation

Tyler Brûlé von Merian entdeckt in dem Einheitslook der Londoner Krawall-Teenies ein Politikum und ein Versagen der englischen Gesellschaft.

We have been here before

…Und der Economist stellt fest, dass die Jugend schon immer gewaltbereit, verwahrlost, assozial und respektlos war. Dass früher immer alles besser war (auch früher), und dass die Tradition des Kulturpessimismus eine feste Konstante in konservativer Gesellschaftskritik ist.

Post-Conflict Potter

Voldemort’s dead, but the struggle’s not over. How Harry Potter and the magical world of J.K. Rowling might begin the long process of reconciliation and reform.

Liebe Geisteswissenschaftler

Polemischer, überspitzter offener Brief zur Rolle der Geisteswissenschaftler in der digitalen Welt. Enthält durchaus einige Wahrheiten, vor allem die hiesige Kulturwissenschaft betreffend.

Wie funktioniert die “Incredible Shade Illusion”?

Derzeit macht eine erstaunliche Videoumsetzung einer klassischen optischen Illusion in den Blogs die Runde. Frank Nagel versucht dem ebenso genialen wie infamen Spiel mit der menschlichen Wahrnehmung auf die Schliche zu kommen.

Letztes Jahr auf Seite360:

Da wir letzte Woche wegen Urlaub, Arbeitsstress und xyz (beliebige Ausrede bitte hier einfügen!) nicht zu unseren Links fürs Wochenende gekommen sind, können wir heute auf gleich zwei Wochen aus dem Jahr 2010 zurückblicken. In diesen haben wir uns unter anderem mit Hypes und Anti-Hypes im aktuellen Popdiskurs auseinandergesetzt, uns die besten Animationsfilme der 00er Jahre sowie die besten Superheldenfilme des selben Jahrzehnts zur Brust genommen und die Suburbs von Arcade Fire rezensiert. Rinko hat sich noch einmal den Post-Metal-Klassiker Panopticon von Isis vorgeknöpft und nach Soundtrends von 2010 auf SoundCloud gesucht.

Die Länge eines Filmtitels und ihre Auswirkung auf den Erfolg des jeweiligen Films

Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan… Genau so ist der Titel des Films von und mit Sacha Baron Cohen… und nicht anders! Verständlicherweise wird die schwarzhumorige Mockumentary dann meistens doch schlicht “Borat” genannt, wenn auf sie rekuriert wird. Das steht sogar in der Wikipedia und ist damit irgendwie so etwas wie Konsens. Auch bei anderen Full-Length-Title-Klassikern sieht es nicht anders aus. Filmkenner unterschlagen gerne mal die Angst und Liebe zur Bombe im Titel von Stanley Kubricks Klassiker “Dr. Seltsam” und Fortsetzungen werden ohnehin meistens nur “Teil 2,3 und 4″ genannt. Keine Kammer des Schreckens, kein Tempel des Todes und keine Rache der Sith. Übernehmen hier die Fans die Arbeit der Studiobosse; einen möglichst griffigen, knappen Titel zu finden, der dem Produkt zum viralen Mund-zu-Mund-Propaganda-Erfolg verhilft? Hat die Länge des Filmtitels überhaupt Auswirkungen auf dessen Erfolg? Ist ein E.T. oder M erfolgsversprechender als ein “Borat blablablub” oder ein “How I stop worrying und so weiter”?

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Wohin das Auge wandert… (There will be Blood)

Faszinierende Untersuchung im Rahmen des Diem Projects zum Thema Blickrichtungen und Fokussetzungen des Publikums: Die Blickbewegungen von 11 Zuschauern wurden während des Films “There will be Blood” (Die besten Epen der 00er Jahre) aufgezeichnet.

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