Poetisches für den Sonntag: Klassische französische Filmplakate

01-La-Grande-Illusion-R.A.C.--R-1946

Design, das den Augen und dem cineastischen Geist eines jeden Filmfreundes schmeichelt. Drüben bei 50 Watts gibt es noch weitaus mehr davon zu sehen. Und an der Stelle kann gerne noch einmal betont werden: Was die Franzosen nach dem Krieg filmtechnisch angestellt haben (Stichwort: Nouvelle Vague, Truffaut, Godard, Malle u.a.), war nicht nur damals ein Fest für jeden Kinofreund. Konsequent, dass sich diese Liebe zum Medium selbst in der grafischen Präsentation der Werke – auch ausländischer Herkunft – widerspiegelt.

07-Earth-Versus-the-Flying-Saucers-Columbia--1956-Kerfyser

12-Wages-of-Fear-1953-Rene-Ferracci

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via 50 Watts

Links fürs Wochenende

Schießen Sie nicht auf den Pappkameraden

Großartiger Essay über Mythos und Wirklichkeit der “Political Correctness”. Ließe sich so auch in vielerlei Hinsicht auf den unsäglichen Begriff des “Gutmenschen” übertragen:

Dass „Neger“ eine üble Bezeichnung ist, weil sie bis zum Hals im Bodensatz einer langen Kolonialgeschichte aus Unterdrückung, Versklavung und Ermordung steht, konnte man 1990 schon wissen. Weil es aber plötzlich „PC“ gibt, darf man richtig „inkorrekt“ noch länger so tun, als wisse man davon nichts. Denn „politisch inkorrekt“ funktioniert wie ein Schutzanzug, der gegen das Wissen vom „falsch“ und eine dahingehende Kritik imprägniert. Trickreicherweise sieht der Schutzanzug aus wie das Gewand eines Märtyrers: Seht her, ich traue mich „noch“, „Klartext“ zu reden!

Top 20 Iconic Movie Posters

Gesammelt und kommentiert vom Creative Bloq. Zu Wort kommen Designer, Künstler und Cineasten, die ikonische Filmplakate wie das zu Ghostbusters oder Pulp Fiction analysieren, historisch einordnen oder schlicht und ergreifend abfeiern.

My Kiez is my Castle

Über die mitunter absurde, mitunter aber vor allem auch einfach beängstigende Abneigung der Berliner Kiez-Bewohner gegenüber Touristen.

Halluzinationsgefahr

Über den Amoklauf von Aurora wurde ja eigentlich schon mehr als genug berichtet. Bert Rebhandl betrachtet die Geschehnisse um die “The Dark Knight Rises”-Premiere, den Schrecken und die Reaktionen der Presse noch einmal aus einer anderen, lesens- und beachtenswerten Perspektive.

Edzard Ernst -“Little H”

Der renomierte und gegen die Esoterik kampferprobte Professor für Alternativmedizin Edzard Ernst äußerst sich zu der #Camgate-Geschichte (Schmutzige Methoden der sanften Medizin), bei der es vor allem darum ging, dass ein Blogger – gesponsort von homöopathischen Unternehmen – im Netz auf diversen Websites ordentlich gegen Homöopathie-Kritiker und Alternativmedizin-Skeptiker schoss. So dreckig diese ganze Geschichte auch ist, so habe ich doch das Gefühl, dass von ihr vor allem die positive Auswirkung ausgeht, dass sich auch Leute, die zuvor nicht in dem Thema drin waren, kritisch mit der Homöopathie auseinandersetzen, die einfach mal mit zu den nervigsten pseudowissenschaftlichen Erscheinungen unserer Zeit gehört. Eine deutsche Übersetzung des Textes gibt es bei Psiram.

Judging a Book by its Cover

Eine Sechsjährige errät anhand der Covergestaltung, wovon berühmte  Werke der Weltliteratur wie Der große Gatsby oder Clockwork Orange handeln könnten. So schreibt sie über Hermann Hesses Steppenwolf:

“That looks VERY CREEPY!!!” (My daughter insisted that there be three, exactly three exclamation points). “It looks like it would be scary and very very strange and about creepy things. The story is about a very very hairy eagle who hangs out with fancy ladies.”

Oswald the Elephan (Browsergame)

Lust auf ein wirklich stressiges, unglaublich schön anzusehendes Abusing Game? Dann ist Oswald the Elephant das Richtige.

Zelda Mystery of Solarus DX (Freeware-Game)

Fanmade Fortsetzung des grandiosen, grandiosen, grandiosen SNES-Zelda A Link to the Past (1991). Das Game, das sich grafisch und spielerisch stark an den 16-Bit-Klassiker anlehnt,  gibt es schon eine ganze Weile, wurde aber erst vor kurzem ins Englische übersetzt und ist daher dankenswerterweise nun auch für alle nicht französisch sprechenden Zeldafreaks in seiner ganzen Pracht genießbar.

Video Game Tourism

Tolles junges Videospiel-Blog, das den feuilletonistischen Weg einschlägt. Videospiele werden als Kunstform, als ästhetisches Erlebnis analysiert und dargestellt.

VGT ist ein Ort, an dem über Computerspiele geschrieben wird – und zwar so, wie wir es gerne auch in arrivierten Medien sehen würden. Computerspiele sind nicht nur ein sehr populäres Massenmedium, sondern möglicherweise auch die Kunstform des 21. Jahrhunderts. Denn schon im August 2008 machte es zumindest die EU-Kommission offiziell: Computer- und Videospiele sind Kulturgut, in dessen Erhaltung und Förderung auch öffentliche Mittel fließen sollen.

rrrrrrroll

Tumblr, in dem sich alles dreht. Mehr muss dazu eigentlich nicht gesagt werden.

Letztes Jahr auf Seite360:

Marcus begibt sich in die Soundcloud und gräbt mit Shlohmo, Nocow und Downliners Sekt hörenswerte Musik hervor. Die Darbietung von Wagners Siegfried-Idyll durch das Israel Chamber Orchestra in Bayreuth ist ein netter, kleiner feuilletonistischer Aufreger für das sonst weit klaffende Sommerloch. Ebenfalls aus dem Sommerloch reißt uns die erschreckende Nachricht vom Tod von Amy Winehouse, der Rinko einen kleinen Nachruf widmet. Ein wenig Nostalgie ist auch wieder am Start: Die besten Alternative Rock Alben der 90er entführen in diesem Fall zurück in die gute alte Zeit.

Filmplakate und ihre Farben (1914 bis heute)

Eine ziemlich beeindruckende Infografik von Vijay Pandurangan: Dargestellt wird die Farbverteilung von Filmplakaten von 1914 bis 2012, anhand der Anzahl der jeweiligen Pixel eines Posters. Das Ergebnis: Die Plakate heutiger Filme sind im Schnitt weitaus dunkler, kälter und blaustichiger. Mehr Matrix und The Dark Knight, weniger Zauberer von Oz und Grease. Beeindruckende 35.000 Movie-Artworks wurden für diese Statistik herangezogen und die statistische Entwicklung ist dabei überraschend signifikant. Weitere Infos auf  Pandurangans Blog:

The movies whose posters I analysed “cover a good range of genres. Perhaps the colors say less about how movie posters’ colors as a whole and color trends, than they do about how genres of movies have evolved. For example, there are more action/thriller/sci-fi [films] than there were 50-70 years ago, which might have something to do with the increase in darker, more ‘masculine’ shades.

Volle Interaktive Infografik via Doktor Katze

8-Bit Filmplakate

Nicht soooo neu, aber immer wieder schick: Filmplakate im 8-Bit Style. Bei Behance gibt es noch einige weitere dieser Poster zu sehen: Unter anderem Kill Bill, Jurassic Park und Harry Potter. Und ich könnte schwören, dass sich Mega Man auf obiges Matrix-Poster verirrt hat.

8-Bit Movie Posters via Superlevel

Filmplakate und die Suche nach der Originalität

Interessante, aber auch ziemlich erschreckende Zusammenstellung von Oh No They Didn’t im Live Journal: Die Artworks der großen (und kleinen) Studiofilme sortiert und mit ihren Artgenossen verglichen: Legs wide open, Run for your Life, Nature is blue, Back to Back, Text in your Face… die Zusammenstellungen sind schon ziemlich aussagekräftig, bezüglich der Originalität von Hollywood-Designs.

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Bizarre Bootleg-Filmplakate aus Ghana

Habe das wohl die ganze Zeit hier nicht reingehauen, weil mir kein passender Teasertext eingefallen ist. Jetzt kommts aber doch noch. Bizarre Filmplakate aus Ghana… unkommentiert, da sie wohl für sich selbst sprechen. Ein paar weitere folgen nach dem Klick. Und hier gibt es dann auch noch ne Menge davon zu sehen.

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Minimalistische Poster-Artworks von Jerod Gibson

Die minimalistischen Filmplakate von Jerod Gibson (Projektname: 37 Posters) erinnern zwar ein wenig an Artworks von Olly Moss, besitzen jedoch darüber hinaus durch die geschickte Kombination von Skizzierung und Text ein interessantes Alleinstellungsmerkmal. In den minimalistischen Silhouetten von Protagonisten, Schauplätzen oder memetischen Gegenständen befinden sich die wesentlichsten Zitate des Films, tagcloud-ähnlich nach Relevanz hierarchisiert. Das ist dann zwar mitunter etwas verspoilert – wie zum Beispiel bei “The Empire strikes back” – dafür aber ziemlich schick und inklusive dickem Nerdy Nostalgie-Bonus. Gibts auch als Prints für Shirts, Sleeves, Handys und so so ziemlich alle Dinge des täglichen Bedarfs.

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Troma’s Father’s Day Artwork von Tom Hodge

via Filmfreunde

Okay… Troma… Independent-Trash-Company. Surf Nazis must die, The Toxic Avenger, Class of Nuk’em High; so was halt. Irgendwie ziemlich überschätzt meiner Meinung nach. Der Großteil der Filme, die ich kenne, ist ziemlich lame und richtige Trashfreude kommt höchstens durch einen gewissen Nostalgiebonus auf. Das Plakat zum neuen potentiellen Indie-Hit gehört hier aber trotzdem rein. zeigt es doch ganz schön, wie irgendwann alles dahin zurückkommt, wo es hingehört. Troma machen trashige, überfrachtete 80er Artworks, Tarantino und Rodriguez krallen sich diese, packen Pop drauf und kreieren damit Filmposter für Kassenschlager. Troma krallen sich diese Hit-Artworks und bastlen daraus wieder Trash. Der ewige Kreis… oder so ähnlich. Designt wurde das Teil übrigens von Tom Hodge, der echt mal ein Händchen für schräge, übervolle Filmplakate hat, die den halben Film erzählen (und tausendmal lebendiger wirken, als die minimalistischen Zero-Artworks einiger heutiger Filme). Und weil ich gerade so unglaublich viel Freude daran habe, mich durch dessen Blog zu nerden, gibts noch zwei seiner Entwürfe nach dem Klick.

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