Schlagwort-Archiv: Filmindustrie

Trailerprogramm: The Mortician, Corman’s World, The Hunger Games, Snow White and the Huntsman, We need to talk about Kevin

The Mortician [Gareth Maxwell Roberts]

Interessanter, parabolisch scheinender und offensichtlich angenehm anachronistisch inszenierter Thriller von Regieneuling Gareth Maxwell Roberts: Da scheint jemand ein ziemlich großer Jim Jarmusch Fan zu sein, was aber nicht weiter stört, da der Look der Films nicht nur exquisit sondern auch ziemlich originell ist: Irgendwo zwischen Film-Noir, 50’s Reminiszenzen, Comic-Look und realistischen, aktuellem Urban-Thriller ist The Mortician anscheinend ein ziemliches Crossover von Zeiten und Genres. Method Man als nachdenklicher Totengräber kommt auf jeden Fall schon mal cool rüber. Edward Furlong war lange nicht mehr zu sehen, macht hier aber auch einiges her. Und die angerissene Geschichte zwischen coolem Großstadtdrama und dunklem Mysterythriller macht auch neugierig. Wird im Auge behalten.

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Links fürs Wochenende

Verschwörungstheorien oder strukturelle Analyse des 11. September

Das Thema lässt mich noch nicht los. Und gerade im Hinblick auf die zahlreichen hervorragenden Widerlegungen der obskuren Nanothermit-, Cruise Misile- und False Flagg-Theorien versetzt es mich doch immer wieder in Erstaunen, wie hartnäckig Verschwörungstheoretiker an ihren längst widerlegten in sich zusammenfallenden Gedankengebäuden festhalten. Michael Albert und Stephen R. Shalom lieferten bereits 2002 im Zmag eine gute Erklärung für das Verhalten der Truthseeker und vergleichen das Prozedere der Verschwörungstheorie mit wissenschaftlichen, strukturellen Analysen. Trotz des Alters immer noch lesenswert, gerade weil auch ein eleganter Bogen zu den Gefahren geschlagen wird, die von VTlern ausgehen. Um diesen entgegen zu wirken gibt es selbstverständlich auch nach wie vor aktuelle und ständig aktualisierte Links: Auf Mosaik9/11 habe ich ja schon bei den letzten Links fürs Wochenende verwiesen. Wer noch tiefer eintauchen will, sollte unbedingt bei Debunking9/11 vorbeischauen. Und wer ein wenig zu dem Thema lachen will, dem empfehle ich: Neue Verschwörungstheorie: Stecken Verschwörungstheoretiker hinter den Anschlägen vom 11. September? Ich habe an dieser Stelle erstmal fertig mit dem Thema.

Die Lücke

Regisseur Christoph Hochhäusler (Unter dir die Stadt) über Utopie und Wirklichkeit des deutschen Films:

Ich wünschte, ich könnte Filme machen, die ganz direkt sind, mehr oder weniger nur aus Rohstoffen bestehen, ein konkretes Kino, weder „Avantgarde” noch „Kommerz”.

Die Lücke, die hier klafft, muss die praktische Arbeit schliessen.

Kunst und Terror

Claudia Bodin und Ute Thon waren für das Art-Magazin unterwegs, um die besten, provokantesten und lohnenswertesten Ausstellungen rund um die künstlerische Verarbeitung von 9/11 ausfindig zu machen.

The Artist is Present

Art-Performance-Game nach einem konzeptionellen Kunstwerk von Marina Abramovic. Dazu auch passend dieser Film zur ursprünglichen Ausstellung, deren Höhepunkt die Vorlage für dieses Geduldsspiel war. Mehr Kunstspiel geht echt nicht.

Im Allgemeinen das Hohe wiederfinden

Kein Etikett blieb lange an ihm haften. Zu seinem Markenzeichen wurde allein der Stilsprung. Jetzt ist der Pop-Art-Pionier Richard Hamilton im Alter von 89 Jahren gestorben.

Reich, aber sexy

Interessante Analyse des derzeitigen “Entwicklungsstandorts” Berlin: Wo geht die Reise hin? Zum Londoner Snobismus? Zur urbanen Bürgerlichkeit? Oder weiter zu einer großstädtischen Vielfalt, in der Prekariat und High Society nur einen Katzensprung voneinander entfernt sind?

Die Partei: Wahlkampf mit Krawallsatire

Über das Wechselspiel zwischen der Titanic-Partei, Martin Sonneborn und den Medien, die irgendwie immer noch nicht recht wissen, wo sie “Die Partei” einzuordnen haben und wie sie mit dieser schlagfertig umgehen können, ohne zu Spielverderbern zu werden.

Letzte Jahr auf Seite360:

Die 00er Filmretrospektiven haben so etwas wie Halbzeit, während der Sommer sich brutal dem Ende neigt. Rinko blickt daher noch einmal wehmütig auf das Haldern Open Air zurück, während Florian schon voll im Prog-Herbst angekommen ist und sich dort Demians Mute vorknöpft. Passend zur anstehenden dunklen Jahreszeit werfen wir einen Blick auf die extremen und schockierenden Filme der 00er Jahre und verlieren uns in absonderlichen Skurrilitäten von Terry Gilliam.

Die ersten Jahre des Films – Teil 3: Von New York nach Hollywood

Nachdem die erste Krise des Film (1908/1910) überwunden wurde, war der Aufstieg des Films nicht aufzuhalten und auf Inszenierungen wurde – Gott sein Dank – immer mehr Wert gelegt. Allerdings ganz gegen die Interessen der Produzenten, die sich nur widerwillig auf technische und künstlerische Veränderungen einließen… Manche Dinge ändern sich eben nie. Während die ersten Filme voll in den Händen des Regisseurs lagen, verlagerte sich nun die Entscheidungsgewalt stark auf die Produktionsfirmen, die das Geld für die immer kostenintensiver werdende Filme beschaffen sollten.

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Die besten Videospielverfilmungen aller…. Nicht wirklich!

Jaja… Videogames und ihre Verfilmungen. Meistens kommt ziemlicher Schrott dabei heraus. Und wenn die bei Rotten Tomatoes und Metacritic am höchsten bewerteten Videospielverfilmungen auch nicht gerade so die Bringer sind, dann lässt das schon ganz gut darauf schließen, in welche Richtung die *hust großen Werke des Genres tendieren… Noch nicht einmal Uwe-Boll-Schlechtigkeit (das allerdings auch mehr als häufig), sondern viel mehr ärgerlich stümperhafte, ideenlose Filme, die mit der Spiel-Lizenz mal eben den großen Reibach machen wollen. Macht aber nix, denn gerechterweise sind Filmversoftungen (oder so) auch meistens ziemlicher Murks ohne größeren Spielspaß. Anyway, IGN hat jetzt ne satte Infografik veröffentlicht, die einen schönen Überblick über die “Highlights” der Videospielverfilmungen bietet. Diese Liste gibts aber wegen ihrer expansiven, epischen Größe erst nach dem Klick.

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Die Länge eines Filmtitels und ihre Auswirkung auf den Erfolg des jeweiligen Films

Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan… Genau so ist der Titel des Films von und mit Sacha Baron Cohen… und nicht anders! Verständlicherweise wird die schwarzhumorige Mockumentary dann meistens doch schlicht “Borat” genannt, wenn auf sie rekuriert wird. Das steht sogar in der Wikipedia und ist damit irgendwie so etwas wie Konsens. Auch bei anderen Full-Length-Title-Klassikern sieht es nicht anders aus. Filmkenner unterschlagen gerne mal die Angst und Liebe zur Bombe im Titel von Stanley Kubricks Klassiker “Dr. Seltsam” und Fortsetzungen werden ohnehin meistens nur “Teil 2,3 und 4″ genannt. Keine Kammer des Schreckens, kein Tempel des Todes und keine Rache der Sith. Übernehmen hier die Fans die Arbeit der Studiobosse; einen möglichst griffigen, knappen Titel zu finden, der dem Produkt zum viralen Mund-zu-Mund-Propaganda-Erfolg verhilft? Hat die Länge des Filmtitels überhaupt Auswirkungen auf dessen Erfolg? Ist ein E.T. oder M erfolgsversprechender als ein “Borat blablablub” oder ein “How I stop worrying und so weiter”?

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