Schlagwort-Archiv: Festival

Der Festivalsommer 2015 kommt… auch dieses Jahr ohne Frauenquote

wackenwhole

Diese Mashdowns von Festivalplakaten nach dem Prinzip Reine Würstchenparty (BR) sollte man einfach so stehen lassen, während andernorts die Maskulinisten mal wieder rumjammern, dass die Unterdrückung des Mannes durch das so eben beschlossene Quoten-Reförmchen (bzw. “Fortschrittchen”, wie die ZEIT ziemlich passend titelt) um einiges schlimmer werden würde… Einfach so als kleiner Stupser in die Richtung: “Heh, schau dir die Waage doch mal genau an.”

Echt jetzt! Es ist wirklich nicht zu viel verlangt, einfach kurz und knapp festzustellen: Ja, es gibt noch eine Menge Nachholbedarf, in viel zu vielen Bereichen! Lasst uns schauen, wie wir das ändern können! Und sei es nur, indem wir auf die Missstände hinweisen. Wer tatsächlich glaubt, mehr Gender Equality würde der liberalen Gesellschaft etwas anhaben, der kann auch gleich argumentieren, dass die Sklavenbefreiung dem Recht auf freien Besitz einen herben Schlag versetzt hätte.

Darauf erst einmal einen Friedrich Nietzsche:

Wenn zum Antifeministen gehst, vergiss die Peitsche nicht.

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Festivalguide von Immonet

Unterhaltsame Infografik von Immonet zu der sich bereits im vollen Gange befindenden Festival-Saison. Das Wacken den höchsten Bierverbrauch pro Kopf zu verzeichnen hat verwundert wohl kaum jemanden und tjoa…wer sich ohne Klopapier auf ein Festival wagt ist entweder verdammt mutig, eklig oder einfach nur dumm.

Mal sehen wo es mich diesmal hin verschlägt, Kollege Bayer dürfte meines Wissen das letzte 2006 auf Einem gewesen sein und diese unfassbar hässliche Mütze trug er damals schon.

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Spin Austin SXWS Mixtape (Free MP3)

Das SXWS ist ein riesiges Festival in einem der konservativsten Staaten Amerikas. Austin selber gilt als liberale Ausnahme und jedes trifft sich dort alles was Rand und Namen hat, aber auch viele Indie-Bands dir dort auf sich aufmerksam machen und den Durchbruch schaffen. Das amerikanische Spin Magazin hat mal wieder ein nettes Mixtape zusammengestellt und man kann es als Free MP3 runterladen.

Austin Power ’12 Track List:
2:54 – “Scarlet”
Ava Luna – “Ice Level”
A.Dd+ – “Sh*t Got Crazy”
Bear in Heaven – “Sinful Nature”
Bleached – “Searching Through The Past”
Blondes – “Wine” and “Wine (Teengirl Fantasy Remix)”
Blue Sky Black Death – “Sleeping Children Are Still Flying”
Chelsea Wolfe – “Tall Bodies”
Cities Aviv – “Jaguar”
Class Actress – “Weekend”
Cloud Nothings – “No Future/No Past”
DaVinci – “D.R.E.A.M.”
Django Django – “Default”
Dope Body – “Lazy Slave”
Hospitality – “Betty Wang”
Hull – “In Death, Truth”
Jacques Greene – “Arrow” ft. Koreless
King Tuff – “Wild Desire”
La Sera – “Break My Heart”
Main Attrakionz – “Bossalinis & Fooliyones pt. 2″
Mr. Muthafuckin’ eXquire – “The Gold Watch”
Natural Child – “Ain’t Gonna Stop”
Pujol – “DIY2K”
Screaming Females – “It All Means Nothing”
Sharon Van Etten – “Serpents”
Spoek Mathambo – “Let Them Talk”
St. Lucia – “We Got It Wrong”
Star Slinger – “Dumbin’” ft. Reggie B
The Coathangers – “Smother”
The War on Drugs – “Baby Missiles”
Thee Oh Sees – “The Dream”
Thundercat – “For Love I Come”
Torche – “Kicking”
Tycho – “Hours”
Unknown Mortal Orchestra – “FFunny FFrends”
Xray Eyeballs – “Four”
White Fence- “Swagger Vets and Double Moon”
Widowspeak – “Harsh Realm”
Youth Lagoon – “July”
Zola Jesus – “Seekir”

via Spin

Youki Filmfestival Nachlese

Gestern bin ich leider nicht mehr zum Bloggen gekommen, daher an dieser Stelle nochmal ganz kurz meine gesammelten Eindrücke vom 13. YOUKI in Oberösterreich zusammengefasst: Es war ja mein erstes Mal auf diesem Festival, und alles in allem kann ich das Fazit ziehen: Sehr gerne und jederzeit wieder. Dank eines etwas chaotischen Managements und einer gelassenen Spontanität, was die Programmgestaltung betrifft, hebt sich das YOUKI atmosphärisch auf hervorragende Weise von anderen Festivals ab. Statt einer sterilen “Roter Teppich”-Atmosphäre, geht es jung, gemütlich und familiär zu. Die einzelnen Veranstaltungen haben sich dieses Jahr auf  vor allem zwei Locations verteilt: Den alten Schl8hof in Wels, sowie das Youki-Dorf, dessen Mittelpunkt der Austria Tabak Pavillon bildete. Beide Veranstaltungsorte hatten etwas herrlich Entspanntes an sich, waren keine hochgestochenen Medienzentren sondern warmherzige Orte, die zum Relaxen und Rumhängen eingeladen haben. Während im Pavillon nachmittags die Talkrunden des Filmsofas stattfanden, wurden sowohl die Filme der internationalen Competition als auch Screenings außerhalb des Wettbewerbs im Schl8hof präsentiert. Darüber hinaus gab es dort auch jeden Abend Konzerte, Partys und am Samstag die Abschlussgala, die Dank ihrer witzigen Inszenierung, Kürze und Kompaktheit ebenfalls kein No-Go war, wie es bei solchen offiziellen Veranstaltungen ansonsten  leider viel zu oft der Fall ist.

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Blogging from YOUKI Filmfestival

Johannes hat ja schon ein bisschen vom up and coming berichtet. Unser gemeinsamer Kurzfilm EWE läuft aber nicht nur in Hannover sondern ebenso im beschaulichen Wels (Oberösterreich) beim 13. Youki, dem internationalen Jugend Medien Festival. Dort bin ich seit gestern unterwegs, EWE wurde schon gezeigt und ist auch – soweit ich das beurteilen kann – recht gut angekommen.

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Le Guess Who? – Festival (Mixtape & Stream)

Für alle die es geschafft haben, die komplette Festival-Saison zu verpennen gibt es an diesem Wochenende Hoffnung in Form des Le Guess Who?- Festival. Das schicke Indoor-Festival findet vom 24.-27.11 im niederländischen Utrecht statt und ist zumindest für die angrenzenden Bundesländer gut und schnell zu erreichen. James Blake, Panda Bear, Shabazz Places, Steven Malkmus und viele mehr sollten dem Musikfanatiker den Mund wässrig machen und wer sich dann doch wieder für das Wohnzimmer entscheidet, kann ja immerhin das tolle Mixtape anhören, was Drowned In Sound zusammengestellt hat.

via Braids (privater  Soundcloud-Stream)

via Drowned in Sound

Links fürs Wochenende

Quotenoffensive bei Arte: Huch, wo ist denn der Anspruch hin?

Spiegel Online, Spiegel Online?, ausgerechnet Spiegel Online zeigt sich erschüttert angesichts des offensichtlich nahenden Anspruchsverlustes von Arte. Das von SPON zitierte interne Papier klingt allerdings tatsächlich ziemlich besorgniserregend.

Existiert Gott?

Eric Djebe setzt sich in diesem interessanten, leider viel zu kurzen, Artikel weniger mit der Existenz Gottes auseinander, sondern viel mehr mit dem Sinn und Unsinn dieser Frage und der Möglichkeit der Epistemologie diese in eine sinnvolle Frage zu tranformieren.

Hass und Diskriminierung: Was Burda für preiswürdig hält

Am Donnerstag Abend wurde Bushido mit dem Bambi für Integration ausgezeichnet, was für eine Menge Zündstoff in der feuilletonistischen Welt sorgte. Neben dem DWDL setzt sich auch Spiegel Online unter dem Titel Pöbeln bis der Preis kommt mit dem Sinn der Verleihung aber auch dem Sinn der Aufregung um Bushidos Ehrung auseinander. Auslöser der massiven Beschwerden gegen die Auszeichnung des Rap-Rüpels ist unter anderem eine Stellungnahme des LSVD, der sich vollkommen zurecht über die aggressive  Homophobie Bushidos auslässt, sowie ein offener Brief von Terre de Femmes zum Sexismus und der chauvinistischen, gewaltbereiten Agitation des deutschen Hip-Hop-Stars. Auch Meedia beschäftigt sich (linksatt) mit der Protestwelle gegen den Bushido-Bambi, während die altehrwürdige – etwas angegraute – feministische Institution Emma nur noch mit Hallo, gehts noch? reagieren kann.

The Tetris Effect

The world’s first commercial electronic video game, Computer Space, was released in 1971. The world’s first electronic stock market, the National Association of Securities Dealers Automated Quotations (NASDAQ), opened in 1971. The world’s first scholarly journal devoted to the study of autism and autism spectrum disorders in children, The Journal of Autism and Developmental Disorders, published its first issue in 1971.

GEMA kassiert Geld für Veranstaltung auf der nur CC-Musik lief

Unfassbare Geschichte, die von einer ungeheuren Dreistigkeit von Seiten der GEMA zeugt…

Kommentar zum Perlentaucher-Urteil

Fünf Jahre lang wurde in Frankfurt ein Rechtsstreit um das Urheberrecht ausgefochten. Auf der einen Seite die mächtigen Zeitungsverlage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung und auf der anderen Seite das mühselig ernährende Eichhörnchen Perlentaucher.

Arthur recreates Scenes from classic movies

Neues Lieblingsblog für die nächsten sieben Tage: Nachwuchsdarsteller im besten Babyalter stellt Filmszenen von Teen Wolf über The Blair Witch Project bis American Beauty nach… so cute!

Warum Gott nie einen akademischen Titel bekam…

Letzes Jahr auf Seite360:

In einer weiteren Schlingensief-Retrospektive beschäftigen wir uns mit dem krassen TV-Format Talk 2000 und suchen nebenbei auch noch nach den besten TV-Serien der 00er Jahre. Die Premiere des Kurzfilms Little Brother is watching You steht bevor, ebenso wie Konzerte der Emocore/Alternative/Rock/Popper von Jimmy eat World.

In eigener Sache: EWE @ Youki Festival, up-and-coming & Oldenburger Kurzfilmtage

Unser 2011 fertiggestellter Kurzfilm EWE läuft dieses Jahr im November auf gleich drei Kurzfilmfestivals. Beim internationalen Kurzfilmfestival Youki in Wels (Österreich) wird er am 24.11. um 12:00 Uhr im Alten Schlachthof gezeigt. Beim up and coming, dem internationalen Film Festival Hannover läuft er am 25.11. um 21 Uhr im CinemaxX in der Nikolaistraße, und am 27.11. ist er bei den Oldenburger Kurzfilmtagen zu sehen. Gleich drei Festivals inklusive Competition an einem Wochenende… und dazu noch schön über Deutschland verteilt. Daumen drücken, oder, falls ihr an einem Spielort in der Nähe wohnt, am besten gleich vorbeischauen.

EWE erzählt die Geschichte eines Staates, in dem Überwachung zum Alltag gehört. Jeder Mensch ist sowohl Überwacher als auch Überwachter, Opfer und Täter zugleich… Und alle haben sich mit dieser Art zu leben arrangiert. Auch Nicolai, ein erfolgreicher Journalist, hat schon lange die Kameras um sich herum vergessen. Seinem Beobachtungssoll geht er gewissenhaft nach – bis er zum ersten Mal in seinem Leben einen Blick hinter die Fassade der ganzheitlichen, demokratischen Überwachung wirft…

Erzählt wird der Film durch in sich ruhende Standbilder, die filmische Bewegungen ahnen lassen, andeuten und ansetzen ohne sie allerdings vollkommen auszureizen.

EWE entwirft auf dokumentarische Weise die düstere und zugleich ironische Dystopie einer Welt, in der die Verletzung der Privatsphäre Bürgerpflicht ist.

Burning Man 2011 – Timelapse Video

Wie ein Festival entsteht, wie ein Festival lebt, wie ein Festival vergeht… Großartiges Timelapse-Video vom diesjährigen Burning Man Festival. Für ein paar Tage im Jahr beginnt die Wüste zu leben (und wie sie das tut!), und am Ende wird ihr Tempel abgefackelt…

From dust to dust, this time lapse covers over 5 weeks including the preparation of the event, from before the trash fence erection and after basically everyone except for DPW trickles out. Other than a few occasional pauses, the main event goest by at a rate of 3 hours every second.

via KFMW

Burning Man 2011

Gestern war dann auch noch der letzte Tag des Burning Man Festivals 2011, an dem ganz traditionell die über zehn Meter große, namensgebende Statue des Kunst-, Kultur- und Gemeinschaftsvents verbrannt wurde. 25jähriges feiert der Brennende Mann in Nevada heuer übrigens; und Fotos gibt es von dem bunten, lauten und vor allem hitzigen Festival natürlich auch. Das Untere stammt vom Flickr von Michael Holden, in dem sich noch weitere Aufnahmen von 2011 und den Festivals zuvor befinden.

…[existential] changes of condition do not occur without disturbing the life of society and the individual, and it is the function of rites of passage to reduce their harmful effects. That such are regarded as real and important is demonstrated by the occurrence of rites, in important ceremonies among widely differing peoples, enacting death in one condition and resurrection in another.

— Arnold Van Gennep, The Rites of Passage

via Laughing Squid

Links fürs Wochenende

Biologen sind gar nicht so!

Aufruf zur Interdisziplinarität von Natur- und Geistes/Kulturwissenschaften mit dem wunderbaren Fazit: “Die Zusammenarbeit in der Evolutionsforschung rockt!” — 100% signed!

Lobo – Der Wolf vom Zentralplatz

Eine wunderbar empathische, herausragend geschriebene Reportage über den Alltag eines obdachlosen Berbers, die so ziemlich jede Reportage in den Schatten stellt, die ich im letzten Jahr lesen durfte. Über 11 Seiten erzählt Hartmut Wagner von seinen Erlebnissen mit Lobo: Er war dabei, beim Saufen, beim Betteln, beim Platte machen. Eine ganze Woche hat er ihn begleitet und berichtet lebhaft von dieser Erfahrung. Heraus gekommen ist ein großartiger Artikel, der ordentlich Beifall erhalten, zu dem sich gar der Chefredakteur der Rhein-Zeitung noch einmal zu Wort gemeldet hat. Und tatsächlich stellt dieser Artikel für eine Regionalzeitung ein Musterbeispiel an Qualitätsjournalismus dar.

Gif.TV

Diese derzeit grassierende Gif-Euphorie ist vermutlich das erste originäre Web-Retro-Ding der Netzkultur. Passend dazu gibts jetzt den feinen TV-Kanal Gif.TV, auf dem man sich munter durch die verschiedensten animierten Minimalbildchen klicken kann.

The Video Games Plot Scale

Overthinking it zum Verhältnis von Story und Herausforderung in Videogames, von Spielen mit nahezu Null-Story und 100%-Herausforderung (Tetris) bis zu kaum vorhandener Herausforderung aber hoher Storydichte (Heavy Rain).

Was sind eigentlich Club-Kinos?

Filmtogo entdeckt auf Usedom ein klassisches Club-Kino und führt mit dem Besitzer ein Interview über diese (zumindest im Osten) traditionellen cineastischen Veranstaltungsorte, die leider so gut wie ausgestorben sind.

Mit Dank an Testspiel ein sattes Rockpalast-Live-Programm fürs Wochenende… Neue Konzertvideos vom Haldern 2011 direkt über den PC in die Bude:

Doodle-God

Dank eines Zeit-Artikels wurde ich an das herausragende Mini/Browsergame Doodle-God erinnert, dass ich zum Zeittotschlagen nur wärmstens empfehlen kann. Vier Elemente – Wasser, Erde, Feuer, Luft – liefern die (göttliche aristotelische) Basis für unzählige Kombinationen und neue Schöpfungen: Von Lava, Sand und Stürmen über einfache Lebensformen bis hin zum Menschen und dessen kultureller Entwicklung (zum Alkoholiker). Ein einfaches Prinzip, dass verdammt lange, verdammt viel Spaß macht.

‘Raiders': Damon Lindelof’s Love Letter to a ‘perfect movie’

So what, exactly, is it that I love most about you, “Raiders of the Lost Ark”? Man …  I don’t even know where to start. But let’s get past the obvious stuff that all your other admirers seem so dazzled by (the whip!!!) and talk about what truly makes you unique.

Die Kunst aufzuräumen

Ursus Wehrli räumt den Alltag auf, nachdem er das bereits erfolgreich mit Kunstwerken gemacht hat. Das Buch ist vor kurzem erschienen. Wehrlis Verlag findet es nicht so prall, wenn Bilder aus dem Buch gebloggt werden, weswegen wir an dieser Stelle auch drauf verzichten, weiter für das Buch zu werben (aber kauft es euch Leute!). Egal, denn bei Fubiz gibts das Material weiterhin zu bestaunen.

Letztes Jahr auf Seite360:

Weiter gehts mit der Dekaden-Kanonisierung. Dieses Mal sind die besten Theaterverfilmungen der 00er Jahre an der Reihe. Hurts liefern mit Happiness ein frühherbstliches Tief aus Manchester, das auch perfekt zu diesem lauen Sommer passt. Ebenso die stille Apokalypse in Yorck Kronenbergs Welt unter und Arthur Rimbauds verzweifelter Aufschrei zwischen Resignation und Aufbruchseuphorie Abschied. Jason Moran liefert die passenden, eklektischen und freien Töne zur scheinbar schleichenden Apokalypse mit seinem ambivalenten Jazz-Album Ten und J. Cole verirrt sich mit coolen Klängen der New Hip Hop School in diese Tristesse.

Glastonbury Festival auf Arte+7


Zum wach werden…

ARTE taucht live in die Festivalwelt von Glastonbury ein und bietet zahlreiche weitere Höhepunkte wie Morrissey, B.B. King, Paul Simon, Elbow, Tinie Tempah, Cee-Lo Green, Queens of the Stone Age, Ke$ha, Paolo Nutini, Wu-Tang Clan, Robyn, Jimmy Eat World, Mumford & Sons, Primal Scream, Big Boi und Don McLean.

via dressedlikemachines

Zur Pukkelpop-Tragödie

Irgendwas zu einem Unglück zu bloggen hat irgendwie immer was moralisch Anrüchiges und lässt sich einen wie die Bild-Zeitung fühlen. Ich möchte auch nicht allzu viel Worte über das Unglück in Belgien verlieren, aber wenn man eben selber schon auf dem Pukkelpop war und mit so vielen positiven Eindrücken, nicht nur die Musik betreffend, nach Hause kam macht es einen persönlich sehr betroffen. 2009 habe ich zusammen mit ein paar Bekannten das große Festival bei unseren belgischen Nachbarn besucht und dort ein extrem nettes und zuvorkommendes Festival-Publikum getroffen, das sowohl Newcomern als auch großen Acts eine faire Chance gibt. Man musste sich auch direkt vor der Bühne nie fürchten gleich zerquetscht zu werden. Party ja, aber nicht auf Kosten anderer, so war mein Eindruck von diesem in meinen Augen sehr gut organisierten Festivals. Wir alle waren sicher, sowas in der Form bei den meisten deutschen Festivals nicht erlebt zu haben, allen voran natürlich bei “Assis Liebling” Rock am Ring. Es ist einfach schade, wie sehr das Pukkelpop wieder einmal in die Schlagzeilen für Geschehnisse kommt, die es einfach nicht beeinflussen konnte, so wie dem Selbstmord des Ou est Le Swimming Pool Sängers, kurz nach seinem Festival-Auftritt 2010. Das Festival wird aufgrund der Ereignisse nicht mehr fortgesetzt, hier noch einmal die Mitteilung der Organisatoren im Wortlaut:

Pukkelpop is in deep mourning. We truly sympathise with the families and friends of the victims.

Words are not enough. We have struggled with the decision to continue the festival. Therefore we have decided to cancel Pukkelpop 2011.

What has happened is very exceptional and could not have been predicted. We are deeply moved by all the spontaneous support the festival goers and the organisation have received.
We call on all Pukkelpoppers to return home calmly. Extra buses and trains have been organised to bring everybody home.

Undoubtedly many of you have many practical questions. That is why we ask you to direct them to info@pukkelpop.be.

We ask everyone to understand that this decision was extremely difficult to make.

Auf Facebook wurde eine Kondulenz-Seite namens “Pay Your Respects” eröffnet.