Update or Die! – The Hobbit (Trickfilm von 1966)

Lange ist es nicht mehr hin, bis Peter Jacksons Vision von Tolkiens Kurzgeschichte Der kleine Hobbit (1937) die Lichtspielhäuser dieser Welt erreichen wird. Und wie zuvor bei den gigantischen Herr der Ringe Blockbustern gibt es auch zu The Hobbit, or There and Back Again (so der Originaltitel) Vorläufer aus dem Trickfilm-Genre. Neben dem TV-Musical The Hobbit (1977) von Rankin/Bass existiert zusätzlich eine mittlerweile relativ vergessene Verfilmung, die bereits 1966 das Licht der Welt erblickte. Verantwortlich für diese gerade mal 12Minuten kurze Trickfilm-Version ist niemand anderes als Gene Deitch, der in den 60ern und 70ern vor allem als “Tom und Jerry” Zeichner ziemlich fleißig war. Mit Hanna/Barbera-Knuffigkeit hat diese Tolkien-Verfilmung jedoch wenig gemein: Stattdessen dominieren schrille psychedelische und auch düstere Bilder die Geschichte um Bilbo Beutling und seine Reisen durch Mittelerde… Definitiv mehr, als bei der doch recht braven, kindgerechten Vorlage zu erwarten ist und ähnlich Ralf Bakshis Der Herr der Ringe (1978) eine angenehm kompromisslose Umsetzung der dunklen, schrägen Seiten von Tolkiens Kosmos. Die Blockbuster-Interpretation folgt dann im Sommer 2012, bis dahin genieße ich sehr gerne diese “etwas andere” Version der Mittelerdischen Legendenbildung.

via Kotzendes Einhorn

Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts IV

Zum vorletzten Mal ein Sprung durch alle Nischen und Subnischen des fantastischen, prophetischen High-Tech-Genres. Dieses Mal soll   uns nicht nur der Blick auf die verschiedenen, möglichen Spielartendes Science Fiction genügen, zusätzlich wollen wir den Schritt über Ländergrenzen hinaus wagen, uns nicht nur mit dem – in den 80er Jahren sehr dominanten – US-Kino beschäftigen, sondern auch Europa und dem “Osten” einen Besuch abstatten. Wie gewitzt Science Fiction Made in UDSSR aussehen kann, beweist der satirisch offensive Kin-dsa-dsa!, während Kamikaze 1989 schrille Dystopien aus Deutschland präsentiert. Le Dernier Combat inszeniert postapokalyptischen Horror aus französischer Sicht, Outland -Planet der Verdammten lässt unterkühlten britischen Thrill mit Space Western Motiven kollidieren… und dann landen wir doch wieder beim amerikanischen Blockbuster-Kino: Teil drei der Star Wars Reihe, Die Rückkehr der Jedi Ritter steht auf dem Programm, ebenso der unterschätzte Sci-Fi A-Movie Explorers, der alle Zutaten für großes Familienkino besitzt und in den 80ern leider Gottes zwischen Lucas und Spielbergs Blockbustern zerrieben wurde. Back to the Future, nach dem Klick.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts III

Falls jemand noch auf einen Artikel wartet, der sich mit nur einer Spielart des 80er Jahre Science Fiction beschäftigt… Dieser wird nicht mehr kommen. Auch im dritten Teil gibt es einen munteren Sprung durch alle Spielarten und Abarten des Genres: Philosophisch Abstraktes in Ridley Scotts Blade Runner, noch Philosophischeres und Abstrakteres und vor allem Dystpopischeres in Lars von Triers Filmdebüt The Element of Crime, trashig angehauchte Unterhaltung im putzig naiven Zeitreise-Fantasy Hybriden Das Philadelphia Experiment, großes Space Opera Kino in Teil 2 5 der Star Wars Saga, Das Imperium schlägt zurück und gehässige Endzeitfantasien, mal satirisch, mal actionreich in Mad Max II und Robocop. Und damit genug der einleitenden Worte: Die Vergangenheit der Zukunft und die Zukunft der Vergangenheit warten.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts II

Genre-Hybriden sind einfach das Beste… Warum auch sich mit nur einer Schublade begnügen, wenn man es sich gleich in einem Dutzend davon gemütlich machen kann? Die folgenden 80er Science Fiction Meisterwerke jedenfalls springen munter zwischen den Stühlen: Von Horror und Science Fiction (Dreamscape) von Drama und Science Fiction (Enemy Mine, Cocoon), von Action und Science Fiction (The Terminator, Aliens), von “Was zur Hölle versuchst du mir zu sagen?” und Science Fiction (Dune – Der Wüstenplanet) und lassen sich dabei dennoch alle wunderbar dem futuristischen, utopischen/dystopischen und prophetischen Genre zuordnen.

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Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts I

Horror… done, Fantasy… done… Wir bleiben dem Genre-Kino treu. Je weiter es in den Jahrzehnten zurück geht, um so heikler wird das Verfallsdatum der jeweiligen Filme, und wenn es ein Genre gibt, bei dem dies besonders zum Ausdruck kommt, dann den Science Fiction. Wie schnell wirken doch die Zukunftsvisionen und High Tech Fantasien von einst albern aus heutiger Sicht. Oft scheint es naiv, wie sich damalige Kreative unsere heutige Zeit oder eine nähere Zukunft ausgemalt haben, oft scheint es übertrieben oder einfach vollkommen an den tatsächlichen Entwicklungen der Gesellschaft und Technik vorbei. Insofern gilt auch hier immer die Frage: Halten die Filme von damals dem Urteil von heute stand? Bei den folgenden Science Fiction Filmen kann die Frage durchgehend (mit klitzekleinen Einschränkungen) mit ‘Ja’ beantwortet werden: Zeitlose Dystopik liefern Quiet Earth, Brazil und Tetsuo, während Sie leben und Star Trek IV wunderbar als Zeitdokument funktionieren, inklusive aller Naivität und Sillyness. Und auch wenn James Camerons The Abyss gealtert sein mag, begeistert er auch heute noch als epischer Sci-Fi Blockbuster. Die besten Science Fiction Filme der 80er Jahre, Fuhre eins, nach dem Klick…

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Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts V

Bald sind wir durch mit den Horrorfilmen der 80er Jahre… und ich habe wieder festgestellt, dass gerade dieses Genre in diesem Jahrzehnt bestens dazu geeignet ist Lächerlichkeit und Genialität aufeinanderprallen zu lassen. So ganz ohne Albernheiten und Peinlichkeiten kommen auch die nun genannten Filme nicht aus… und bewegen sich dennoch auf hohem bis höchstem Niveau. In Die Hand lässt Oliver Stone den menschlichen Körper Amok laufen, während dieser in Das Tier und Katzenmenschen gleich vollständig zu seinem animalischen Spiegelbild mutiert. Animalische Geschöpfe bilden auch in Wolfen die Hauptbedrohung, wenn auch geschickt durch Mystery und Ökothriller-Momente aufgebrochen. Und in dem B-Movie-Flick From Beyond drehen sowieso alle komplett am Rad: Menschen, Tiere, Dämonen… und feiern ein makaberes, groteskes Festival des Grauens. There will be blood, baby…

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Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts IV

In Teil vier darf es wieder etwas bissiger, gehässiger und auch blutiger zugehen… Für eine ganze Ladung Innereien und blutiger Schockeffekte sorgen der Kultfilm-Zwillingsbastard The Evil Dead sowie seine Fortsetzung Evil Dead 2, die hierzulande wohl am ehesten unter dem Titel Tanz der Teufel bekannt sein dürften. Ebenfalls bizarr und mit ner Menge Blut arbeitet die Gothic Novel Adaption Docteur Jekyll et les femmes, die alles andere ist als bloß eine weitere Schauergeschichte der Düsterromantik. Etwas ruhiger und subtiler hingegen ist John Carpenters Geister-Märchen The Fog – Nebel des Grauens, während Gremlins – Kleine Monster den Horror vergnügt zum Mainstreampublikum führt. And last but not least, An American Werewolf in London, der der eigentlich abgegessenen Werwolf-Thematik nicht nur neue Seiten entlockt, sondern darüber hinaus auch als verflucht guter Horrorschocker zu unterhalten weiß.

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Links fürs Wochenende

SPOTIFY

Wahrscheinlich der überflüssigste Link, den wir hier jemals als Link fürs Wochenende gepostet haben. Falls ihr also die letzten Tage durchgeschlafen, auf dem Mond oder in einer Zeitkapsel verbracht habt, here we go. Ich benutze Spotify mittlerweile schon ein paar Tage und werde mit Sicherheit auch noch etwas Längeres dazu schreiben. Nur so viel schon mal vorab: Es lohnt sich! Sowohl als Musik-Stream-Portal als auch Organisations-Tool für die lokale Musikbibliothek. Es ist schlank, verdammt sexy und macht süchtig.

Passend dazu auch: Ein erster Rundgang durch Spotify beim Musikexpress, Spotify scheucht die Konkurrenz mit Gratisangebot auf, Darf ich die Musik mitschneiden? + Replik: Ist das Rippen bei Spotify zulässig?, Im Schatten von Spotify: Rdio mit großem Redesign, Kritik am Datenschutz von Spotify, Interview mit Axel Bringéusdem Director of International Growth für Spotify

Westberlin

Sehr cooler Tumblr, der die Vergangenheit der geteilten Hauptstadt in schicken Fotografien wieder aufleben lässt.

Fantasy Ja! Aber bitte ohne Freaks!

Sehr schöner Rant von Michael Erle über unangenehme Begleiterscheinungen der Popularisierung der Nerdkultur:

von A wie Alderaan bis Z wie Zwerg hat der Mainstream so ziemlich jedes Element einer Gedankenwelt, die früher noch Geeks, Dorks und Freaks gehörte, aufgesogen. Vampire als bevorzugte Lektüre von Teenagermädchen waren sozusagen der letzte Nagel im Sarg des Nischendaseins unseres Lieblingsgenres. Spätestens die Spekulationen über das „Next Big Thing“ (Zombies? Werwölfe? Zeitreisende Cowboys?) sollten uns einen Schrecken eingejagt haben: unser schönes, verschrobenes und geistreiches Hobby leidet unter dem Gesetz des Freien Marktes und seines Marketings.

Die Facepalmisierung des Internet

Warum muss ich täglich auf Twitter lesen “Wer noch einmal Wort xy schreibt, wird entfolgt”? Wozu die ganzen abwertenden Vokabeln, warum andere lächerlich machen, anstatt einfach mit ihnen zu reden? Wie wäre es denn, der betreffenden Person, die etwas so unsägliches gebloggt/getwittert/gesagt hat, einfach mal in Ruhe zu erklären, was mir nicht passt? Anstatt sie durch einen abwertenden Tweet zu verhöhnen?

dys4ia (Browsergame)

Ungemein persönliches Browsergame von ‘Pixel Provocateur’ Auntie Pixelante, die ihren Weg zur Frau, von der gesellschaftlichen Ablehnung über die Hormontherapie bis heute spielerisch aufarbeitet.

Nelly (Browsergame)

Wenn es nicht ganz so artifiziell sein soll: Nelly ist ein spannender Plattformer zwischen jugendlichem Alptraum, Gothic Novel und Burton-Ästhetik. Narration und spielerische Herausforderung behindern sich hier nicht gegenseitig sondern ergänzen sich zu einem fantastischen, dunklen Anti-Märchen.

Meinungsmacher 2012: Hacker-Interviews

Schafft Leverkusen den Klassenerhalt?

Eine mathematische Problemlösungsstrategie für Fanhoffnungen und Fanängste.

Warum ich nie mit etwas fertig werde…

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Der März wird endlich etwas hörenswerter, mit J Mascis, dem Esbjörn Svensson Trio, den Strokes, The Pain of being pure at heart, Earth und anderen… und dann gibt es natürlich auch noch die wundervolle neue Songcollage von R.E.M. Collapse into now und der musikalische Frühling ist gerettet. Cineastisch läuft eher weniger und so rezensiert Florian schon etwas weiter zurückliegende Filme wie Revanche und Hot Tub Timemachine.

Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts I

Während es bei den Fantasyfilmen der 80er Jahre die schräge Albernheit ist, die die Filme von damals aus heutiger Sicht mitunter sehr befremdlich und lächerlich wirken lässt, ist es beim Horror-Genre mitunter der plastische und überzeichnete Gewaltanteil. Brutalität hatte diese Nische zwar schon in den 70ern zu bieten, aber erst in den 80er Jahren kam es – zumindest im Independent-Bereich – zu einer wahren Welle an Gore- und Splatter-Flicks. Während die Gewalt des 70er Jahre Kinos vor allem durch den Terror dominiert war, der in Filmen wie Texas Chainsaw Massacre (1974) weniger visueller als viel mehr inhaltlicher Natur war, standen im folgenden Jahrzehnt vor allem die explizite Darstellung im Mittelpunkt. Dabei ist diese Dekade keineswegs brutaler als die vorhergehende, viel mehr wurde das dystopische Moment der Gewalt zurückgeschraubt, um dafür blutigen, organischen Visualisierungen – vom gnadenlosen Realismus bis hin zur comichaften Überzeichnung – Platz zu machen. Gerade Letztere wiederum wirkt aus der heutigen Sicht mitunter albern, unseriös und alles andere als gruselig. Neben den zahllosen dreckigen Independent-Flicks gab es aber auch den ein oder anderen subtilen, traditionellen Horrorfilm. Ein Recht auf Beachtung verdienen beide Auslegungen des Genres und so pendeln wir in den folgenden Retrospektiven munter zwischen intelligenten Schauergeschichten und blutrünstigen BPjM-Zensur-Kandidaten.

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Animated Short: ROSA

Jesus Orellanas ROSA ist ein düsterer Emo, Gothic, Science Fiction, Horror, Fantasy Flick, der in einer postapokalyptischen, futuristischen Welt angesiedelt ist. Für meinen Geschmack geht der Film zwar definitiv zu sehr in die Richtung Videospiel-Ästhetik, die Story ist zu dünn und der zentrale Kampf dauert viel zu lange… visuell beeindruckend ist das allerdings nichtsdestotrotz.

ROSA is an epic sci-fi short film that takes place in a post-apocalyptic world where all natural life has disappeared. From the destruction awakes Rosa, a cyborg deployed from the Kernel project, mankind’s last attempt to restore the earth’s ecosystem. Rosa will soon learn that she is not the only entity that has awakened and must fight for her survival.

The short-film was created entirely by young comic-artist Jesús Orellana with no budget during a single year. Since it’s world premiere at the Seattle International Film Festival, ROSA has been an official selection at film festivals around the world such as Screamfest, Toronto After Dark, Anima Mundi or Los Angeles Shorts Film Festival. In October ROSA was screened at the opening night of the Sitges International Film Festival, considered the world’s best festival specialized in genre films. Following the succesful festival run, the short film has attracted the attention of the major talent-agencies and Hollywood producers. Currently ROSA is in development to be a live-action motion picture.

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Animated Short: Consurgo

Gestern bin ich mit dem RSS-Säubern noch nicht vollständig fertig geworden… also auf zu Runde 2: Consurgo von den Colorbleed Studios ist ein ebenso düsterer wie romantischer, blutiger und gehässiger Steampunk-Short, in dem ein kleines Mädchen zuerst mit dem Tod ihres Vaters und anschließend mit einer riesigen mechanischen Bestie konfrontiert wird… Schicke, burtoneske Optik, eine interessante Geschichte und ordentlicher Steampunk-Bodyhorror… ein guter Start in den Tag!

In this steampunk styled short film, created in our second year of school, a girl loses the ball she’s playing with and it ends up on the street. Her father tries to get it back for her, but then something brutal happens. The girl, full of tears, doesn’t know what to think when a monstrous creature appears and seems to be after her and her father.

Consurgo is latin for ‘to arise’ and blends perfectly with the story. This sad story picks up halfway to something incredibly fantastic.

Animation:
– Tom Hankins : colorbleed.nl
– René Hoekstra : rene3d.com
– Gijs van kooten : gijs3d.com

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52 Games, #1: Thema ‘Neubeginn’ – Mystic Quest (Game Boy, 1991)

Mit etwas Verspätung habe ich mich auch dazu entschlossen, an dem wirklich großartigen Projekt 52 Games von Zockwork Orange teilzunehmen, das praktisch das ganze Jahr 2012 andauern wird. Jede Woche wird ein neues Thema gestellt, jede Woche haben die teilnehmenden Schreiberlinge die Gelegenheit einen Text zu einem Spiel ihrer Wahl zu schreiben, das sie mit dem Thema verbinden. Also… here we go, Thema Nummer 1: Neubeginn. Lässt sich natürlich wunderbar auf zwei Arten interpretieren. Neubeginn kann ganz konkret das Revival einer in die Jahre gekommenen Spielserie bezeichnen, wie zum Beispiel unlängst bei Nintendos New Super Mario Bros, kann aber auch einen Spieler ganz persönlich beim Neubeginn eines bereits durchzockten Spiels betreffen. Ich habe mich für die zweite Auslegung entschieden und dazu auch gleich das passende Spiel parat: Mystic Quest (1991) für den altehrwürdigen Game Boy.

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Fantasyfilme und Märchen der 80er Jahre: Was sonst noch geschah…

…oder: Der ganze Rest. Ich habe ja schon in der ersten Fantasy-Retrospektive darauf hingewiesen, dass die 80er eine Dekade waren, in der Trash und gehobenes Niveau oft merkwürdige Melangen eingingen. Rein quantitativ betrachtet, wurden sie dann aber doch primär von eher zweifelhaften Fantasy-Werken dominiert. Das lag in erster Linie an dem ungeheuren Sword-and-Sorcery-Boom, der zu Beginn des Jahrzehnts aus dem barbarischen Boden brach und das Genre bis zum Ende der Dekade mit zahllosen muskelbepackten Recken (und Reckinnen) beglücken sollte. Und wer war dafür verantwortlich? Niemand geringeres als Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich. Das Helden- und Krieger-Epos Conan der Barbar (1981) löste eine ganze Welle an meist doch ziemlich beschränkten Fantasy-Flicks aus, die Dank minimaler Budget-Anforderungen in Massen produziert wurden. Der Klassiker selbst kann dafür am wenigsten. Ich würde mich zwar hüten, die Verfilmung von Roward E. Howards Pulp-Novels über Conan den Cimmerier zu den besten Filmen der Epoche zu zählen, immerhin bietet dieser überdrehte, dumpfe Fantasy-Flick aber eine Menge Unterhaltungspotential, viel Raum zum Schmunzeln und die nötige Dosis überproportionierter Low-Budget-Action, um alles in allem verdammt viel Spaß zu machen.

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Die besten Fantasyfilme und Märchen der 80er: Und wann kommt endlich Labyrinth?

Jepp, ich weiß, ich mache mir jetzt wieder einmal ein paar Feinde. Egal, sprechen wir über Die Reise ins Labyrinth (1986). Würden wir nach den Kritiken der damaligen Zeit gehen, würde ich mit meiner nun folgenden “Meehh!”-Rezension womöglich sogar ziemlich im Kritiker-Konsens liegen. Seitdem ist aber einige Zeit vergangen und irgendwie hat sich der Henson Fantasy-Flick zwischenzeitlich zum angesagten Kultfilm entwickelt: Animierter, singende und tanzende Puppen, sarkastischer Humor, ein bisschen Psychoanalyse und Coming-of-Age, eine jugendliche Jennifer Connelly und natürlich ein mit Glaskugeln jonglierender David Bowie… DAVID BOWIE! Klar, dass sich der Film, zu dem immerhin Terry Jones das Drehbuch beisteuerte, früher oder später zum Geek-Hit entwickeln musste. Aber so zwangsläufig die Verehrung auch scheint, ich schaue trotzdem noch einmal genauer hin… und finde – wie zu erwarten war – allerhand, was zum Lästern, Kritisieren und zur Kanonverweigerung einlädt. Also verlieren wir keine Zeit, rein ins Puppen-Getümmel, rein ins Labyrinth.

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Die 80er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts III

Für unsere letzte Fantasy-Retrospektive wagen wir noch einmal den Blick in die Traumfabrik: Mit Spielbergs E.T., Reitmans Ghostbusters und Marshalls Big zeigt Hollywood, wie sich große Mainstream-Fantasy mit gehobener Qualität produzieren lässt. Für das Big Budget Independent-Kino ist aber auch noch genug Platz, und wer könnte dieses in den 80er Jahren besser vertreten als der Meister des Emo Grusels Tim Beetlejuice Burton höchstpersönlich? Der bekommt auch gleich noch Konkurrenz durch die wunderbare, sträflich unterbewertete Klassiker-Fortsetzung Return to Oz. Und wenn es etwas europäischer, arthausiger und anspruchsvoller sein soll… Wim Wenders poetisches Fantasy-Drama Der Himmel über Berlin und das neuseeländische Düster-Epos The Navigator sorgen für die notwendige Abwechslung zum amerikanischen Bombast-Programm. Egal ob Studio-Produkt oder unabhängiges Kunstwerk, sehenswert sind alle hier genannten Filme, auch wenn wir im Anschluss gerne wieder über die ein oder andere Nennung (und Nicht-Nennung) streiten können.

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