Schlagwort-Archiv: Fankultur

Disturbed-Frontmann David Draiman ärgert sich über Fan, der während des gesamten Konzerts am Handy hängt

Sorry für die lange Überschrift. Aber das ist auch eine Story, die fast gemacht zu sein scheint für eine “Was dann passierte, werdet ihr niemals glauben”-Clickbait-Headline. Und die wiederum wollte ich in jedem Fall vermeiden. Anyway, David Draiman is very pissed, wegen des Verhaltens eines Konzertbesuchers. Was dann folgt, seht ihr in diesem Video. Bei Minute 2 musste ich heulen.

via guitarplayer

The Empire Strikes Back Uncut: Fully Fanmade Awesomeness

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That’s it. Und ich hätte das Teil eigentlich schon viel früher hier reintackern sollen. Der zweite Teil der Star Wars Uncut Reihe, Episode V der Weltraumsaga, zusammengesetzt aus von Fans nachgestellten Szenen. Wie schon in Teil 1 kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Großartige Animationen stehen neben verwackelten Homevideo-Aufnahmen, stehen neben trashigen Reinterpretationen, stehen neben skurrilen, gewitzten, absurden und kreativen Ideen. Besser als jede von George Lucas gepimpte “Darth Vader schreit “Nooooo'” Neuauflage.

With more than 480 fan-made segments culled from over 1,500 submissions, The Empire Strikes Back Uncut (also known as ESB Uncut) features a stunning mash-up of styles and filmmaking techniques, including live action, animation, and stop-motion. The project launched in 2013, with fans claiming 15-second scenes to reimagine as they saw fit – resulting in sequences created with everything from action figures to cardboard props to stunning visual effects. Helmed by Casey Pugh, who oversaw 2010’s Emmy-winning Star Wars Uncut, the new film has a wonderful homemade charm, stands as an affectionate tribute to The Empire Strikes Back, and is a testament to the talent, imagination, and dedication of Star Wars fans.

Star Wars Uncut via Boing Boing

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#Gauchogate – Die großen Missverständnisse zwischen Schlaaand und Feuilleton

gauchos

So geh’n die Gauchos, die Gauchos, die geh’n so. So geh’n die Deutschen, die Deutschen, die geh’n so. In den Siegestaumel der deutschen Spieler und Fans mischten sich unmittelbar nach der Siegesfeier am Brandenburger Tor, die ersten kritischen Stimmen, die den Gauchotanz, mit dem eine Handvoll Spieler der deutschen Nationalmannschaft noch einmal ausgelassen den Finalgegner foppten/verhöhnten/beleidigten (passende Formulierung bitte unterstreichen), als unangebracht, unwürdig oder gar schlimmeres bezeichneten. Woraufhin sich dann kurz darauf die kritischen Stimmen derer meldeten, die die Kritik am Gaucho-Tanz als unangebracht, miesmacherisch oder schlimmeres bezeichneten. Es scheint auf den ersten Blick fast schon absurd, dass eine eigentlich klassische Diskurs-Dynamik – die sich mit der Kategorisierung rechts vs. links wunderbar polarisieren lässt – einen solchen Wirbel verursacht, inklusive eigenem Twitter-Hashtag (#Gauchogate) und erbosten Diskussionen zwischen den beiden Fraktionen. Letzten Endes resultierte der vermeintliche Sommerlochfüller aus einer ganzen Reihe von Missverständnissen, sowohl auf der einen – der intellektuellen, kritischen, “linken” – als auch der anderen – der euphorischen, vom Bauchgefühl geleiteten, “rechten” – Seite.

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Links fürs Wochenende

Die verführerischsten Sätze

Das moderne Mammutwerk Ulysses von James Joyce – das dieses Jahr endlich ins Gemeingut übergegangen ist – bekommt eine lange überfällige Adaption als episches Hörspiel. 24 Stunden zu erwartende pure modern Awesomeness. Das wird etwas, worauf man sich freuen kann.

Die Sache mit den Fähnchen abreißen – Abreißer im Interview

Anlässlich der EM 2012 findet wieder das altbekannte Spielchen, Nationaleuphoriker vs. antifaschistische Fähnchenabreißer statt. Daniel aka Kotzendes Einhorn nimmt dies zum Anlass, um mit einigen der Nationalsyymbol-Verächter und -Zerstörer zu reden. Man mag das Verhalten der Linken Fähnchenknicker und -Reißer albern und pubertär finden, kommt aber nicht drumherum, dass ihre Kritik an nationalen Symbolen einen mehr als wahren Kern hat. Passend dazu auch: EM-Patriotismus: Meine gefährliche Liebe zu Deutschland

Künstler, Verwerter und Piraten

Sehr interessanter, ausführlicher und ausgewogener Beitrag von Walter Thomas Heyn zur Urheberrechtsdebatte:

The Oatmeal and FunnyJunk Affair

Der – btw. großartige – Comiczeichner Matthew Inman reagiert nach einigen Problemen mit der Content-Schleuder FunnyJunk (bei denen sich zahllose seiner Comics ohne Verweis auf den eigentlichen Urheber finden lassen) mit Spott und Kritik und erhält kurz darauf ein ätzendes Anwaltschreiben von dem Big Player. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken reagiert er aber auf seine ganz eigene, sau komische Art.

Videowerbung ist kreativ, feiert Rekorde – und geht mir auf den Geist

Jürgen Vielmeier rantet gegen Prerolls, Midrolls, Postrolls, Pop-Ups und alles was man sonst noch auf diversen Online Videoportalen findet. Ein bisschen zu viel “mimimi” aber allemal lustig und lesenswert.

Van Gogh inspiriert Pflanzengenetiker

Wenn man Skeptiker, Wissenschaftsfreund und zugleich Kunstliebhaber ist, tut es doch ziemlich gut, Beispiele zu finden, in denen die Kunst eben nicht nur für sich selbst steht sondern auch tatsächlich die Wissenschaft (also die richtige, nicht irgendwelchen pseudowissenschaftlichen, esoterischen Hokuspokus) beflügelt hat.

Museum of endangered Sounds

Vom Aussterben bedrohte Klänge sorgsam für die Nachwelt archiviert.

2012 – Die Technik von Shadowrun

Die Technologie, die in den 80ern für das Jahr 2050 erträumt wurde, ist noch lange nicht da. Aber sie steht schon vor der Tür und klopft. Und das, was wir hier zusammengesucht haben, ist nur ein Teil der Forschung. Für viele Körperbehinderte steht wohl tatsächlich ein neues, besseres Zeitalter bevor.

Wii-U angespielt

Sehr schöne Preview der neuen Nintendo-Konsole. Im Gegensatz zu unzähligen Videospiel-Magazinen und -Blogs setztViktor in Caschys Blog seinen Fokus weniger auf technische Details und alberne Core vs. Casual Diskussionen und widmet sich stattdessen dem unmittelbaren Spielerlebnis und first Look and Feel.

Draw a Line (Browsergame)

Endlich mal wieder so ein total simples und dennoch süchtigmachendes Flashgame für den Browser: Linien zeichnen um Vögel vor dem Absturz zu retten, bewusst abstürzen zu lassen und einsame Vogelherzen zusammen zu führen. Kommt gut, ist ohne Zweifel von Smartphone-Game-Mechaniken inspiriert und macht trotz Casual-Charakter verdammt viel Spaß.

Psychout (Browsergame)

Browsergame Nummer zwei bei den heurigen Links fürs Wochenende: Psychout geht mit seinem gewitzten Rätselcharme zwar auch definitiv eher in die Casual-Richtung, hat aber neben dem simplen und dennoch herausfordernden Grundprinzip auch einen netten Hintergrund und ein ziemlich cooles Art-Design zu bieten. Schalter drücken, Rätsel lösen, geschickt agieren und nebenbei an der Realität rumpfuschen. Macht Laune.

8 Things From Videogames We Wish Existed In Real Life (englisch)

No traffic, money, everywhere, save points, clearly defined level ups etc…

Wenn schon Gewalt, dann bitte richtig!

Jörg von 4players wünscht sich mehr naturalistische Darstellungen der Konsequenzen aus Gewalt in Videospielen:

Die Gewalt muss viel öfter in die Tiefe gehen, indem sie die einzelne Situation komplexer darstellt und nicht nur den Akt des Tötens gezielt verlangsamt, sondern auch die grauenhaften Folgen zeigt. Die Kamera muss viel näher ran, das Tempo muss raus und das Bild muss so authentisch sein, dass sich einem der Magen umdreht. Was ist ein Call of Duty oder ein Battlefield anderes als die totale Verharmlosung von Krieg? Selbst der erste Rambo ist dagegen eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung!

The Future according to Films

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Florian fragt sich ob Sliver wirklich zu den schlechtesten und ob Forrest Gump tatsächlich zu den besten Filmen der 90er Jahre gehört.  Zumindest bei Independence Day lautet die Antwort auf die Frage nach der Zugehörigkeit zu einem Best-of-Kanon definitiv “Nein, nein, nein!” Rinko lässt das selbe Jahrzehnt mit dessen besten Alternative-Rock Alben wiederauferstehen und genießt dabei unter anderem Musik von den Eels und den Smashing Pumpkins. Nostalgie steht ohnehin ganz groß auf dem Programm, auch im Bereich Videogames. Hier erinnern wir uns wehmütig an The Legend of Zelda und die weiteren 2D-Auftritte des großen Adventure-Helden Link.

Links fürs Wochenende

SPOTIFY

Wahrscheinlich der überflüssigste Link, den wir hier jemals als Link fürs Wochenende gepostet haben. Falls ihr also die letzten Tage durchgeschlafen, auf dem Mond oder in einer Zeitkapsel verbracht habt, here we go. Ich benutze Spotify mittlerweile schon ein paar Tage und werde mit Sicherheit auch noch etwas Längeres dazu schreiben. Nur so viel schon mal vorab: Es lohnt sich! Sowohl als Musik-Stream-Portal als auch Organisations-Tool für die lokale Musikbibliothek. Es ist schlank, verdammt sexy und macht süchtig.

Passend dazu auch: Ein erster Rundgang durch Spotify beim Musikexpress, Spotify scheucht die Konkurrenz mit Gratisangebot auf, Darf ich die Musik mitschneiden? + Replik: Ist das Rippen bei Spotify zulässig?, Im Schatten von Spotify: Rdio mit großem Redesign, Kritik am Datenschutz von Spotify, Interview mit Axel Bringéusdem Director of International Growth für Spotify

Westberlin

Sehr cooler Tumblr, der die Vergangenheit der geteilten Hauptstadt in schicken Fotografien wieder aufleben lässt.

Fantasy Ja! Aber bitte ohne Freaks!

Sehr schöner Rant von Michael Erle über unangenehme Begleiterscheinungen der Popularisierung der Nerdkultur:

von A wie Alderaan bis Z wie Zwerg hat der Mainstream so ziemlich jedes Element einer Gedankenwelt, die früher noch Geeks, Dorks und Freaks gehörte, aufgesogen. Vampire als bevorzugte Lektüre von Teenagermädchen waren sozusagen der letzte Nagel im Sarg des Nischendaseins unseres Lieblingsgenres. Spätestens die Spekulationen über das „Next Big Thing“ (Zombies? Werwölfe? Zeitreisende Cowboys?) sollten uns einen Schrecken eingejagt haben: unser schönes, verschrobenes und geistreiches Hobby leidet unter dem Gesetz des Freien Marktes und seines Marketings.

Die Facepalmisierung des Internet

Warum muss ich täglich auf Twitter lesen “Wer noch einmal Wort xy schreibt, wird entfolgt”? Wozu die ganzen abwertenden Vokabeln, warum andere lächerlich machen, anstatt einfach mit ihnen zu reden? Wie wäre es denn, der betreffenden Person, die etwas so unsägliches gebloggt/getwittert/gesagt hat, einfach mal in Ruhe zu erklären, was mir nicht passt? Anstatt sie durch einen abwertenden Tweet zu verhöhnen?

dys4ia (Browsergame)

Ungemein persönliches Browsergame von ‘Pixel Provocateur’ Auntie Pixelante, die ihren Weg zur Frau, von der gesellschaftlichen Ablehnung über die Hormontherapie bis heute spielerisch aufarbeitet.

Nelly (Browsergame)

Wenn es nicht ganz so artifiziell sein soll: Nelly ist ein spannender Plattformer zwischen jugendlichem Alptraum, Gothic Novel und Burton-Ästhetik. Narration und spielerische Herausforderung behindern sich hier nicht gegenseitig sondern ergänzen sich zu einem fantastischen, dunklen Anti-Märchen.

Meinungsmacher 2012: Hacker-Interviews

Schafft Leverkusen den Klassenerhalt?

Eine mathematische Problemlösungsstrategie für Fanhoffnungen und Fanängste.

Warum ich nie mit etwas fertig werde…

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Der März wird endlich etwas hörenswerter, mit J Mascis, dem Esbjörn Svensson Trio, den Strokes, The Pain of being pure at heart, Earth und anderen… und dann gibt es natürlich auch noch die wundervolle neue Songcollage von R.E.M. Collapse into now und der musikalische Frühling ist gerettet. Cineastisch läuft eher weniger und so rezensiert Florian schon etwas weiter zurückliegende Filme wie Revanche und Hot Tub Timemachine.

Fan-Typologien von James Mollison

Oasis Fans

Insgesamt drei Jahre war der Fotograf James Mollison für die Bilderserie The Disciples mit seiner Kamera in den Nischen der Popkultur unterwegs. Herausgekommen sind herausragende, mitunter ziemlich überspitzte – und natürlich auch leicht pauschalisierende – Typologien von Fans, die ihren präferierten Künstlern erschreckend ähnlich aussehen. Habe jetzt auf Anhieb nichts 100% passendes für uns gefunden, aber wenn ich die Redaktion von Seite360 optisch einordnen müsste, würde ich sagen: Rinko – Pulp, Marcus – Justice, Johannes – Blackmail, und ich selbst – Einstürzende Neubauten. Ist aber nur ein Schätzwert…

I was fascinated by the different tribes of people that attended them, and how people emulated celebrity to form their identity. As I photographed the project I began to see how the concerts became events for people to come together with surrogate ‘families’, a chance to relive their youth or try and be part of a scene that happened before they were born.

 

Iron Maiden Fans

The Disciples by James Mollison via Wirsing Maracuja

Die 90er Jahre: Die besten Filme für Musikliebhaber

Wie schon bei den 00er-Filmretrospektiven gibt es auch für die 90er noch einen kleinen Nachschlag für Musikliebhaber. Warum dieser im Vergleich zu den letzten beiden so dünn ausfällt… I don’t know. Vielleicht waren die 90er im Gegensatz zu den 00ern einfach nicht das große Jahrzehnt für Musikfilme, vielleicht habe ich diesbezüglich auch einfach noch verdammt viel Nachholbedarf. Falls ihr an dieser Stelle also dieses oder jenes Meisterwerk vermisst, habt keine Scheu davor, diese Lücke in den Kommentaren lauthals kundzutun. Nach dem Klick gibts dann erstmal Nostalgie mit den Beatles, ein eindrucksvolles Neil Young Musikerporträt von Jim Jarmusch, Videoclipästhetik auf Filmlänge, Radiohead auf der Suche nach sich selbst, zwei Slacker in  Wayne’s World, sowie Abgesänge auf den Glam Rock, den Grunge und das 18. Jahrhundert.

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Harry Potters Bewerbung auf die freie Auroren-Stelle

Krass, wie die Potter-Mashups und Fan-Arts derzeit wieder aus dem Boden schießen. Eigentlich ist die Chose doch gelaufen, oder? Egal. Das hier ist trotzdem ziemlich gelungen. Harry James Potter bewirbt sich mit einem ziemlich imposanten Lebenslauf auf eine Stelle als Auror… Defeated Voldemort, when I was about one year old…. Also ich würde ihn nehmen. oO

via Geekologie

Harry Potter als Anime- und Disney-Adaption

Derzeit grasiert ja bekanntlich das Potter-Fieber. Dank des zweiten Teils des siebten Teils (ähmmm) der Adaption von J.K. Rowlings Fantasysaga haben diverse Blogposts, Mashupfilme und Fanarts im Netz wieder einmal Hochkonjunktur. Und ja, ich muss zugeben, ich bin auch infiziert vom Potter-Fieber, und das nicht erst, seitdem uns die Nazi/Appeasement/Voldemort-Interpretation ordentlich Besucher von Google rüberspült. Harry Potter ist nunmal ungemein faszinierend, allein schon, weil er eben ein beispielloses Rezeptionsphänomen darstellt. Und auch wenn J.K. Rowling nicht die begnadetste Geschichtenerzählerin unter Gottes Sonne ist, kann sie zumindest eine Fantasywelt ungemein lebendig werden lassen. Auf jeden Fall scheinen auch Leute, die mit dem Hype zuvor nichts am Hut hatten, ebenfalls partiell angesteckt zu werden. So wie Gilly, der nach eigenem Bekunden noch keine Seite Harry Potter gelesen, aber trotzdem bei reedit diese beiden schicken Reinterpretationen des Potter-Kosmos rausgesucht hat, die ich hier einfach weiterreichen muss.

Harry Potter als Anime von 中川 und als  Disney-Zeichnung von Makani gibt es – wegen der extremen Höhe der Bilder – erst nach dem Klick.

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The Johnny Cash Project – “Ain’t no Grave” als Frame by Frame animiertes Musikvideo

Beim Johnny Cash Projekt wird das Musikvideo zu Johnny Cashs “Ain’t no grave” (vom 2010 posthum veröffentlichten gleichnamigen Album) von Fans Frame by Frame nachgezeichnet… und jeder, der will, kann mitmachen. So entsteht gerade ein wunderschönes, disverfiziertes Trickfilm-Tribut an die große Singer/Songwriter- und Country-Legende. Auf der Projektseite kann man sich die einzelnen Frame-Zeichnungen anschauen, diese zusammengefügt in animierter Form betrachten und dabei durch verschiedene Kategorien wie “Highest Rated Frames” oder “Abstract Frames” surfen. Wunderbar!

via Langweiledichnet

Links fürs Wochenende

Nicht jeder Mensch ist für Arbeit geboren.

Spannendes Interview mit dem Arbeistpsychologen Tim Hagemann über den Stellenwert der Erwerbstätigkeit und Arbeit in unserer Gesellschaft.

Jugend hetzt

Lukas Heinser über die Karriere des jungen Bildjournalisten Paul Ronzheimer, der für seine hetzerische Artikelserie über die “Pleite-Griechen” mit dem Herbert Quandt Medien-Preis ausgezeichnet wurde.

Nach Ais Freilassung: Bittersüße Freiheit

So irreal es war, nach Ai Weiweis Festnahme die gesamte Kunst und Kultur Chinas für kontaminiert und unberührbar zu halten, so verfehlt wäre es nach seiner Freilassung, sie wieder zum eigenen Kunstkosmos zugehörig zu erklären. Es gibt eine Welt außerhalb des Kunstbetriebs, die sich durch dessen Symbol-Magie nicht bannen lässt. Gerade jetzt verdient Ai Weiwei eine Solidarität, die ihn nicht nur in seiner Zeichenhaftigkeit, sondern in seiner sehr ins Einzelne gehenden Beschäftigung mit der disparaten chinesischen Realität ernst nimmt.

Fast alles über Frauenfußball

Anlässlich der anstehenden Frauenfußball-WM in Deutschland gibt es nun doch noch den ersten brauchbaren Kurzinfo-Artikel zu der von Öffentlichkeit und Medien gerade heftig hofierten Sportart. Dazu auch ganz interessant, dieses Video der Sportstudio-Classics. Die Anfänge der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung über Frauenfußball. Meine Fresse, das ist erst 40 Jahre her. Vielleicht hat die PC unserer Tage doch mehr Vorteile, als so manche wahrhaben wollen…

Retro-TV: Folge 60

Fernsehprogramm vom Juni 1973. Mit: Das Mädchen auf dem Besenstiel, Die ZDF-Hitparade, Sandmännchen international

Letztes Jahr auf Seite360:

Der Sommer kommt, mit ihm die Hitze und mit dieser die großen Trägheitslöcher. Die Seite360-Redaktion verdingt sich lieber im Freibad oder Park und das Blog darf sich ein wenig von der vorherigen Contentflut erholen. Ganz untätig sind wir aber nicht: Rinko bestellt zweimal heißen Kaffee und bekommt die Debütalben von Rox und Janelle Monáe serviert. Florian entdeckt mit Nothing Hurts von Male Bonding eines seiner Alben des Jahres und blickt noch einmal auf die besten Komödien und Tragikomödien der 00er Jahre zurück.

Optimist – Festival der Farben in Utah

Bunt ist das Leben und granatenstark… hatte ich vor kurzem hier schon einmal zitiert und muss das jetzt doch noch ein weiteres Mal auspacken. Wir sehen wunderschöne, absolut zum Titel des verwendeten Songs passende Aufnahmen von Brian Thomson vom Festival of Colors in Utah (inspiriert vom Holi-Fest in Indien). Klar, Canon und Slomo und so weiter… aber trotzdem einfach nur schön, optimistisch und ergreifend. Die sind alle so bunt, sehen alle so gleich aus und gleichzeitig doch so verschieden… wunderbar!

This video was shot at the Sri Sri Radha Krishna Temple in Spanish Fork, Utah. Their annual Festival of Colors was a great opportunity to test the slow-mo capabilities of my Cannon 7D. After hearing Zoe Keating perform this song in Portland, OR I was inspired to edit this footage to her beautiful music. I hope that she and her son enjoy the video.

via Design Tagebuch

Paul der Krake (R.I.P.) bekommt seinen eigenen Dokumentarfilm

Es gibt Dinge, die… die gibts einfach nicht. Die beiden Dokumentarfilmer Alexandre O. Philippe und Robert Muratore sind tatsächlich dabei eine Dokumentation über unseren allseits beliebten und zur WM 2010 so zuverlässigen Orakel-Octopus Paul zusammen zu basteln. Trailer und Artwork gibts auch schon. Und wenn man der offiziellen Beschreibung von “The Life and Times of Paul, the psychic Octopus” glaubt, meinen es die beiden verdammt ernst:

THE LIFE AND TIMES OF PAUL THE PSYCHIC OCTOPUS tells the official and exclusive story of the world’s most beloved and scorned cephalopod, whose remarkable string of eight correct ‘predictions’ during the 2010 Soccer World Cup made him a worldwide superstar. Whether Paul is an honest-to-goodness 21st century oracle, or a tentacled sham, remains a hotly debated topic. What is certain, though, is that Paul’s unmatched string of correct predictions has affected us, made us dream, and impacted popular culture. THE LIFE AND TIMES OF PAUL THE PSYCHIC OCTOPUS is a biopic of tentacular proportions–one that explores celebrity mania at its most outrageous, the science of probabilities, and the possibility of higher powers.

via Nerdcore

 

Star Wars Day: The Force of the 4th of May

Jepp, heute ist der vierte Mai und damit Star Wars Day. Und da dieser respektvoll begangen gehört und wir uns ein wenig von den ganzen Nerdblogs da draußen abheben wollen (ähhmm), gibt es an dieser Stelle kein Mashup, keine Geekware, keine Parodie und keinen Hinweis auf Family Guy… Nur das Originalposter und den Originaltrailer aus dem Jahre 1977 (die übrigens beide nicht im geringsten erahnen lassen, zu welchem epischen Phänomen sich die Weltraumsaga entwickeln sollte). Happy Star Wars Day, may the Force be with you… und so weiter…

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