Everything is a Remix 4: System Failure

Die großartige Kirby Ferguson Serie Everything is a Remix geht in die vierte Runde. In System Failure kümmert sich das herausragend editierte Infotainment-Format – genau zur richtigen Zeit – um Urheberrecht, geistiges Eigentum, Copyright und alles was damit zusammenhängt. Aus dem Transkript:

Copy, transform and combine. It’s who we are, it’s how we live, and of course, it’s how we create. Our new ideas evolve from the old ones.

But our system of law doesn’t acknowledge the derivative nature of creativity. Instead, ideas are regarded as property, as unique and original lots with distinct boundaries.

But ideas aren’t so tidy. They’re layered, they’re interwoven, they’re tangled. And when the system conflicts with the reality… the system starts to fail.

Everything is a Remix via HYST?

Everything is a Remix: The Matrix

Hatten wir ja schon: Everything is a Remix von Kerby Ferguson ist immer grandios… selbst wenn es mal nicht so grandios ist. Dieser Teil von Robert Grigsby Wilson, der sich ausschließlich mit The Matrix (1999) beschäftigt gehört zu jenen, die grandios sind, einfach weil sie grandios sind. Und das sage ich als jemand, der den ersten Teil der Trilogie gut aber alles andere als überragend fand, und der an den folgenden Teilen kein gutes Haar lassen würde. Obwohl der zweite Teil The Matrix Reloaded (2003) ein so überborderndes, gigantomanisches, übertriebenes Minduck-Action-What-The-Hell-Spektakel war, dass seine Paarung von Größenwahn und grandiosem dramaturgischen Scheitern fast schon wieder bewundernswert ist… aber halt nur fast. Wo war ich stehen geblieben? Genau: Everything is a Remix, und der verspielt eklektische SciFi/Action/Philosophie und Martial-Arts-Bastard Matrix erst Recht.

Films

0:27 – Fist of Legend (1994)

0:38 – Tai-Chi Master (Twin Dragons) (1993)

0:44 – Fist of Legend (1994)

0:48 – Tai-Chi Master (Twin Dragons) (1993)

0:53 – Drunken Master (1978)

1:02 – Fist of Legend (1994)

1:09 – The Killer (1989)

1:19 – Fist of Legend (1994)

1:21 – Iron Monkey (1993)

1:31 – Once Upon A Time In China (1991)

1:36 – Fist of Legend (1994)

1:41 – Tai-Chi Master (Twin Dragons) (1993)

1:45 – Philip K. Dick Speech (youtube.com/watch?v=jXeVgEs4sOo&feature=related) (1977)

2:18 – Strange Days (1995)

2:24 – Akira (1988)

2:30 – Total Recall (1990)

3:24 – Alice In Wonderland (1951)

3:42 – The Killer (1989)

3:53 – A Better Tomorrow (1986)

4:05 – Ghost In The Shell (1995)

4:32 – Akira (1998)

4:39 – Koyannisqatsi (1982)

4:49 – Dr. Who: The Deadly Assassin (1976)

5:10 – Ghost In The Shell (1995)

 

Music

(All sourced from The Matrix Soundtrack)

0:20 – Rob Dougan – Clubbed To Death (Kurayamino Variation)

1:44 – Hive – Ultrasonic Sound

2:30 – Lunatic Calm – Leave You Far Behind (Lunatics Roller Coaster Mix)

3:38 – Propellerheads – Spybreak

4:39 – Rob Dougan – Clubbed To Death (Kurayamino Variation)

via Filmfreunde

Everything is a Remix: Part 3 – The Elements of Creativity

Hmmm… irgendwie war ich von den vorherigen Teilen mehr angetan. Liegt vielleicht daran, dass ich mit deren kultureller Ausrichtung mehr anfangen konnte als mit dem Tech- und Compurekram, der in Part 3 für meinen Geschmack etwas zu viel Gewicht hat. Liegt vielleicht aber auch einfach daran, dass ich jetzt im Moment einfach zu müde bin, um das richtig würdigen zu können. Denn Kirby Ferguson ist nunmal einfach großartig, und seine Filme sind es auch. Punktum.

The act of creation is surrounded by a fog of myths. Myths that creativity comes via inspiration. That original creations break the mold, that they’re the products of geniuses, and appear as quickly as electricity can heat a filament. But creativity isn’t magic: it happens by applying ordinary tools of thought to existing materials.

 

Everything is a Remix: Kill Bill

Schöne Ergänzung zu Kirby Fergusons “Everything is a Remix”, in der sich Robert Grigsby Wilson der Filmgeschichte entliehene Motive in Quentin Tarantinos Kill Bill anschaut. Wie in der Serie üblich beeindruckend akribisch recherchiert, aber auch mit einem Sinn für pointierte Spitzen und ironischen Humor.

An extrapolation on the “One Last Thing” from Kirby Ferguson’s web series Everything Is A Remix – Episode 2:
Edited by Robert Grigsby Wilson
Produced by Kirby Ferguson and Robert Grigsby Wilson
Dedicated to Sally Menke, Quentin Tarantino’s Editor, who passed away last year. She was a great inspiration to me.

via LikeCool

Nach dem Klick der wahrscheinlich schon bekannte zweite Teil von Kirby Fergusons Everything is a Remix, der immer noch, immer wieder sehenswert ist.

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Links fürs Wochenende

Links gegen Geld

Eigentlich wollten wir zum “Bloggergate” (Hier der Artikel auf Netbooknews, der das ganze losgetreten hat) ja nichts posten, aber jetzt haben sich doch einige interessante Artikel zum Thema eingefunden. Oben der Taz-Artikel für den Überblick. Dann stellvertretend für die vielen Anfeindungen, denen Sacha Pallenberg seitdem ausgesetzt war, ein Artikel von Social Media Optimization. Dazu ergänzend ein sehr sympathischer Kommentar vom Urheber der Geschichte Pallenberg selbst. Robert Basic, dem Basic Thinking ja abgekauft wurde, äußert sich ebenso auf angenehm korrekte Weise. Dann gibts noch ein Interview mit dem “Beschuldigten” Christoph Berger von Onlinekosten.de, und nicht vergessen werden sollte die juristische Bewertung von Schleichwerbung ganz allgemein, sehr elegant und lesenswert bei Schwenke und Dramburg. Einen Kommentar zu der Geschichte ersparen wir uns dann mal an dieser Stelle. Die Links dürften reichen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Falls nicht, gibt es noch eine sehr gute, übersichtliche Linksammlung von Robert Basic.

PS.: Wir versichern, für die im vorkommenden Text vorhandenen Links nicht bezahlt worden zu sein.

PPS.: Wir sind keiner der betroffenen “Kleinblogs”. Bisher wollte uns noch niemand Geld für irgendwelche Links bezahlen. Kommt vielleicht noch.^^

Die Moderne ist unsere Antike

Slow media zur Entwicklung der Kunst in der Postpostmoderne und zur Renaissance des Enthusiasmus und Dilletantismus in unserer Zeit.

Metagames: Games about Games

Superber Artikel von Andy Baio über von ihm gesammelte Metagames: Gemeine “Abusive Games”, minimalistische Spielerlebnisse, komplett durchdrehende Spielmechaniken, Gameverarbeitungen des Gewaltdiskurses und natürlich die obligatorischen selbstreferenziellen Metagames… Von Basted über Super PSTW Action RPG bis hin zu Wario Ware ist alles dabei. [via]

Fotos von Tomohide Ikeya

Wunderschöne, ästhetische Leckerbissen zwischen Erotik, Dunkelheit und purem Wohlgefallen.

Everything is a Remix

Wo gerade Teil 2 von Kirby Fergusons großartiger Dokumentation “Everything is a Remix” veröffentlicht wurde, verlinken wir nochmal schnell auf die Projektseite. Neben den beiden bis dato veröffentlichten 10Minütern über Remixes und künstlerische “Diebstähle” gibt es Neuigkeiten zu den weiteren geplanten Teilen, weitere Videos, sowie die Möglichkeit das coole Projekt zu unterstützen. [via]

In wie vielen Wiederholungen musste Bill Murray eigentlich den Murmeltiertag ertragen?

Letzte Woche war ja Groundhog day – schon wieder. Was liegt da also näher, als  einfach mal den gleichnamigen Film komplett durchzuexerzieren, um auf die Anzahl der darin stattfindenden Murmeltiertage zu kommen? Simon Gallagher hat genau das getan: Akribisch recherchiert, mit sinnvollen Multiplikatoren versehen, das nicht zu Sehende in die Rechnung integriert… und kommt damit auf eine Zahl, die weit von den Regisseur Harold Ramis geschätzten 10 Jahren entfernt liegt. Die Mühe hat sich gelohnt: Ein großartiger Filmnerd-Artikel. [via]

Warum der Oscar der wichtigste Filmpreis ist und ausgedient hat

Die Moviepiloten haben sich der altehrwürdigsten Veranstaltung überhaupt angenommen und konnten sich nicht auf eine Meinung einigen. Deswegen nun einen Tribut an die Jury, die Außensseitern wie Hurt Locker eine Chance gewährt und eine schonungslose Beweisführung, warum der Oscar nur noch eine geldgeile Kommerzveranstaltung ist.

But that was yesterday!

Wunderschönes Flashgame um Erinnern, Festhalten, darin Scheitern und niemals Aufgeben.